Monat: Januar 2026

🎮 Valheim (PC) – Discord, Grabsteine und warum dieses Spiel geblieben ist

Es gibt Spiele, die spielt man.
Und es gibt Spiele, die bleiben.

Valheim gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.


🧭 Einstieg: Podcast, Bier und ein nordisches Fegefeuer

Auf Valheim aufmerksam geworden bin ich 2022 über einen meiner Lieblingspodcasts: „Auf ein Bier“. Dort wurde über die Open-Access-Phase gesprochen – nicht hypegetrieben, sondern mit genau der Mischung aus Neugier und Skepsis, die bei mir funktioniert.

Kurz darauf haben zwei Freunde (Burns und Call!po) und ich zugeschlagen.
Und was soll ich sagen: Wir haben uns reingesogen.

Nach gut 160 Spielstunden waren wir damals mit dem verfügbaren Content durch. Nicht „alles gesehen“, sondern: alles erlebt.


⚔️ Sterben gehört dazu – und tut richtig weh

Valheim ist unverzeihlich.

Wenn man stirbt, dann stirbt man richtig:

  • Waffen weg
  • Rüstung weg
  • Loot weg
  • Buffs weg (das ist fast das Schlimmste)

Ohne gute Nahrung fehlt dir Leben und Ausdauer – und die brauchst du dringend, wenn die Biome schwieriger werden.
Ungebufft seinen Grabstein zurückzuholen?
👉 Fast aussichtslos.

Im Team geht es deutlich besser. Und genau da liegt die Stärke.


🛖 Teamplay, Serverleben und Boss um Boss

Am längsten haben Call!po und ich durchgehalten.
Über Discord verbunden, auf einem eigenen dedizierten Server, haben wir uns Stück für Stück hochgearbeitet:

  • Basen gebaut
  • Ressourcen gefarmt
  • Ausrüstung optimiert
  • und einen Boss nach dem anderen gelegt

Wir spielen viele Survival Games gemeinsam – mal zu zweit, mal zu dritt, manchmal mit mehr Leuten.
Valheim war eines der ersten Spiele, bei dem wir gemerkt haben, wie gut dieses Prinzip funktioniert:

  • Quests immer gemeinsam
  • Bauen gemeinsam und auch mal solo
  • Bosskämpfe geht nur gemeinsam
  • Inventarpflege auch mal solo

So verbringt man Abende zusammen – selbst wenn man längst nicht mehr in derselben Stadt wohnt.

👉 Zocken als Freundschaftspflege auf Distanz.


🌲 Warum Valheim geblieben ist

Valheim hat sich bewährt.
Nicht durch Story-Twists oder Cutscenes, sondern durch das, was zwischen den Zeilen passiert:

  • das erste Mal ein neues Biom betreten
  • der Moment, wenn man eine neue Mechanik kennenlernt oder neue Rezepte bekommt
  • der Frust nach einem Tod
  • und die Erleichterung, wenn man seinen Grabstein zurückholt

Für uns war Valheim eines der Spiele, die man nicht „durchspielt“, sondern mitnimmt, denn die Erinnerung bleiben.


🔁 Generationswechsel: Josef betritt Valheim

Den umgekehrten Weg geht jetzt Josef.

Wir haben gerade gemeinsam am PC wieder von vorne angefangen – Multiplayer, ganz klassisch.
Und parallel startet, eingentlich knapp vor uns, startet Call!po ebenfalls neu und auch mit seinem Sohn.

So sieht Wissensweitergabe generationsübergreifend im Jahr 2026 aus:
👉 Jagen, sterben, fluchen – und nochmal losziehen.


🧾 Grundlagen zum PC-Spiel (Kurzinfo)

  • Genre: Koop-Survival / Exploration
  • Spieler: 1–10 (empfohlen 3–5 im Koop)
  • Release: 2. Februar 2021 (Early Access)
  • Entwickler: Iron Gate AB
  • Publisher: Coffee Stain Publishing
  • Plattform: PC (Steam)
  • Preis: häufig ~10 € im Sale

🧠 Kurzfazit (PC)

Koop-Survival mit Härte, Herz und Grabstein-Frust.
Valheim ist kein Spiel für Ungeduldige – aber ein zeitloser Klassiker für Teams.

👉 Für kleines Geld eine klare Kaufempfehlung, vor allem gemeinsam.

🎲 Karak! – Dungeon Crawler für die ganze Familie

🧭 Übersicht

Am zweiten Weihnachtstag und noch einmal am 2. Januar, anlässlich des Geburtstags meiner Schwiegermutter, wurde im Familienkreis gespielt. Auf den Tisch kam dabei ein Spiel, das bei uns bislang eher unter dem Radar lief – mitgebracht von Josefs und Majas Cousin (also meinem Neffen): Karak!

Gespielt haben wir jeweils zu viert, zusammen mit unseren beiden Neffen im Alter von 6 und 4 Jahren, wobei der Vierjährige natürlich noch etwas Unterstützung bekommen hat. Trotzdem: Er war voll dabei, hat gewürfelt, gekämpft und Beute gesammelt.

Karak! ist ein klassischer Dungeon Crawler, aber mit einem entscheidenden Unterschied zu vielen unserer anderen Vertreter dieses Genres:
👉 Hier spielt jeder gegen jeden. Kein kooperatives Team, kein gemeinsames Ziel, sondern ein Wettlauf um Beute, Ausrüstung und Ruhm.


⚔️ Spielidee & Ablauf

Das Spielprinzip ist schnell erklärt:

  • Jeder Spieler steuert einen Helden mit eigener Spezialfähigkeit.
  • Das Labyrinth entsteht nach und nach, indem neue Plättchen aufgedeckt werden.
  • In den Räumen warten Monster, Fallen und Schatztruhen.
  • Kämpfe werden mit Würfeln entschieden – manchmal glorreich, manchmal brutal unfair 😉

Besonders spannend (und für Kinder sehr motivierend) ist die Progression:
Wer zuerst kleinere Monster besiegt, erhält Waffen, Zauber oder Ausrüstung und wird nach und nach stärker. Dadurch steigen die Chancen, später auch gegen größere Gegner – bis hin zum Drachen – bestehen zu können.

Und ja: Man kann sich auch gegenseitig Beute oder Monster „wegschnappen“, wenn man schneller oder glücklicher ist. Das sorgt für kleine Sticheleien, aber nie für Frust – zumindest in unseren Runden nicht.


🐉 Legendärer Moment

Ein echtes Highlight gab es am zweiten Spieltag:
🎉 Die Schwiegermutter hat an ihrem Geburtstag tatsächlich den Drachen besiegt.

Fast von allen großer Jubel, stolze Blicke und ein schöner Beweis dafür, dass Karak! wirklich generationenübergreifend funktioniert.


⭐️ Unsere Bewertung ⭐️

Zugänglichkeit: 🟢 Sehr hoch
Regeln sind schnell erklärt, der Einstieg gelingt auch mit jüngeren Kindern problemlos.

Interaktion: 🟡 Mittel
Man spielt gegeneinander, aber eher spielerisch als konfrontativ.

Spielspaß: 🟢 Hoch
Würfelglück, Beute, neue Ausrüstung – das motiviert, vor allem die Kinder.

Wiederspielwert: 🟡 Gut
Das modulare Labyrinth sorgt für Abwechslung, bleibt aber überschaubar.

Familientauglichkeit: 🟢 Sehr hoch
Ein Dungeon Crawler, den man wirklich mit der ganzen Familie spielen kann.


💬 Familienmeinungen

Hendrik:
„Ein sehr rundes Familienspiel. Einfach genug für Kinder und Großmütter 😉, spannend genug für Erwachsene – und ideal für Feiertage. Ich muss mich wohl mal um den zweiten Teil kümmern.“

Maja:
„Es macht mir unglaublich viel Spaß mit den Neffen zu spielen und dann auch noch in unserem Brettspielkosmos“

Josef:
„Nicht so kompliziert wie unsere anderen Dungeon Crawler, aber macht trotzdem Spaß.“

Neffe (6):
„Ich spiel aber mit Mogeln: Ich lose nicht den Character, ich spiele die böse Diebin!“


❣️ Gesamtbewertung

4 von 5 Meeples

Karak! ist kein epischer Kampagnen-Crawler und will das auch gar nicht sein.
Es ist ein zugänglicher, kurzweiliger Dungeon Crawler, der besonders im Familienkreis glänzt – mit Kindern, Großeltern und allen dazwischen.


ℹ️ Spieleinfos (BGG)

  • Name: Karak
  • Alternativtitel: Catacombs of Karak
  • Designer: Petr Mikša
  • Illustrationen: Roman Hladík
  • Verlag: Albi
  • Spielerzahl: 2–5 Spieler
  • Spieldauer: ca. 45 Minuten
  • Altersempfehlung: ab 7 Jahren
  • Komplexität (BGG): 1,30 / 5
  • BGG-Rang:
    • Overall: 1.432
    • Children: 13
    • Family: 440
  • BGG-Wertung: 7,2 / 10
  • Neuimplementierung: Karak II

Kurzbeschreibung (Publisher):
Unter den bröckelnden Mauern der Burg Karak verbirgt sich ein Labyrinth voller Schätze – und Monster. Die Spieler erkunden Raum für Raum den Dungeon, rüsten ihre Helden aus, besiegen Kreaturen und sammeln möglichst viel Beute. Wer am Ende die meisten Schätze besitzt, wird zum wahren Champion von Karak!