Kategorie: Games

007 First Light – endlich wieder James Bond

James Bond begleitet mich schon beinahe mein ganzes Leben. Deshalb musste mich IO Interactive mit „007 First Light“ auch gar nicht lange überzeugen. Zwar hatte ich vor dem Kauf bereits einen Beitrag im Podcast „Auf ein Bier“ gehört, aber vermutlich wäre das Spiel ohnehin sehr schnell in meiner Steam-Bibliothek gelandet.

Dafür hängen einfach zu viele Erinnerungen an dieser Figur.

Meinen ersten James-Bond-Film habe ich vermutlich mit etwa zwölf Jahren gesehen. Es war Ostern, wir kamen vom Osterfeuer zurück und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief noch ein Bond. Welcher Film es genau war, weiß ich heute nicht mehr. Aber ich weiß noch, dass mich diese Welt sofort gepackt hat.

Danach habe ich die Filme gemeinsam mit Freunden gesehen – meistens bei irgendjemandem zu Hause und auf VHS-Kassetten, die wir in den Sammlungen unserer Eltern fanden. Später bekam ich die „Ultimate Collector’s Edition“ auf DVD geschenkt. Zunächst dachte ich, das sei vielleicht zehn Jahre her. Bei genauerem Nachdenken dürften es inzwischen eher zwanzig sein.

Gesehen habe ich sie alle. Und auf ihre jeweilige Art geliebt habe ich ebenfalls fast alle.

Auch spielerisch gibt es eine Erinnerung, die bis heute geblieben ist: „GoldenEye 007“ auf dem Nintendo 64. Während meines Grundwehrdienstes hatte ich zeitweise ein ausgeliehenes N64 dabei und schlug mir damit während so mancher Schicht die Nacht um die Ohren. Das ist inzwischen ebenfalls beinahe dreißig Jahre her.

Als nun überall zu hören war, dass „007 First Light“ endlich wieder ein richtig gutes James-Bond-Spiel sein sollte, habe ich nicht lange gezögert.

Nach 16,7 Stunden lief bei mir der Abspann.

Und ich war begeistert.

„007 First Light“ erzählt keine weitere Episode des bekannten Film-Bonds, sondern eine neue Ursprungsgeschichte rund um den jungen MI6-Rekruten. Bild: IO Interactive

🕵️ Noch nicht 007 – aber auf dem besten Weg dorthin

In „007 First Light“ spielen wir nicht den bereits weltbekannten Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten. Stattdessen erleben wir einen jungen, einfallsreichen und zuweilen leichtsinnigen James Bond, der sich seine Nummer erst noch verdienen muss.

Nach einer Heldentat erhält der junge Marineluftwaffensoldat die Chance, am wiederbelebten Doppelnull-Programm des MI6 teilzunehmen. Doch eine Mission gegen einen abtrünnigen Agenten endet tragisch. Gemeinsam mit seinem zunächst wenig begeisterten Mentor Greenway muss Bond schließlich eine Verschwörung aufdecken und einen drohenden Putsch verhindern.

IO Interactive bezeichnet das Spiel als eigenständige, neu interpretierte Ursprungsgeschichte. Entwickelt und veröffentlicht wurde es von IO Interactive in Zusammenarbeit mit Amazon MGM Studios. Für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erschien es Ende Mai 2026.

Noch kein perfekter Agent: Der junge James Bond ist charmant und talentiert, handelt aber auch impulsiv und überschätzt sich gelegentlich.

Dabei ist es den Entwicklern erstaunlich gut gelungen, eine bekannte Figur zu zeigen, ohne lediglich eine jüngere Kopie eines der Film-Bonds zu erschaffen. Viele charakteristische Merkmale sind bereits vorhanden: sein Selbstvertrauen, sein Charme, seine Schlagfertigkeit und seine Neigung, Regeln eher als unverbindliche Empfehlungen zu betrachten.

Trotzdem befindet sich dieser James Bond noch sichtbar in der Entwicklung.

Das betrifft nicht nur seine Fähigkeiten im Einsatz, sondern auch seine Motive, seinen Umgang mit anderen Menschen und seine sozialen Beziehungen. Selbst sein Verhältnis zu Frauen ist bereits klar als Teil der späteren Bond-Figur erkennbar, wirkt aber noch nicht wie eine über Jahrzehnte perfektionierte Routine.

Besonders gut hat mir die Entwicklung der Beziehung zu seinem Mentor Greenway gefallen. Zu Beginn begegnen sich beide eher widerwillig. Greenway hält wenig von Bonds spontanen Alleingängen, während Bond nur begrenzt bereit ist, sich unterzuordnen.

Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich eine glaubwürdige Beziehung mit Konflikten, wachsendem Respekt und vorsichtigem Vertrauen. Die einzelnen Schritte waren für mich jederzeit nachvollziehbar und sinnvoll in die Handlung eingebaut.

Gerade diese sozialen Interaktionen verstärken den filmischen Charakter des Spiels erheblich. Man arbeitet nicht einfach Missionen ab, sondern erlebt eine tatsächliche Figurenentwicklung.

🎬 Ein spielbarer James-Bond-Film

Im Grunde habe ich während meiner knapp 17 Stunden einen neuen James-Bond-Film erlebt.

Nur durfte ich ihn selbst spielen.

Das Spiel hat nahezu alles, was ich von einem Bond-Abenteuer erwartet habe: den MI6, Q, technische Spielereien, elegante Veranstaltungen, exotische Schauplätze, schnelle Fahrzeuge, Verfolgungsjagden, Nahkämpfe und kurze, intensive Schusswechsel.

Auch die bekannten Elemente werden nicht bloß als Checkliste abgearbeitet. Sie greifen ineinander und ergeben ein erstaunlich geschlossenes Gesamtbild.

Elegante Abendveranstaltungen gehören ebenso zum Bond-Erlebnis wie Spionage, Verfolgungsjagden und handfeste Auseinandersetzungen. Bild: IO Interactive

Die Nähe zu den Filmen zeigt sich nicht nur in der Inszenierung, sondern auch in zahlreichen kleinen Referenzen. Bereits die Namen einzelner Missionen und Herausforderungen spielen immer wieder mit bekannten Formulierungen aus der Filmgeschichte.

Ein besonders offensichtliches Beispiel ist „In His Majesty’s Secret Service“, das unverkennbar auf „On Her Majesty’s Secret Service“ anspielt. Selbst in den offiziellen Patch Notes nutzt IO Interactive diesen Missionsnamen.

Darüber hinaus gibt es im MI6-Hauptquartier zahlreiche Details und Anspielungen zu entdecken. Wer die Filme kennt, wird immer wieder Gegenstände, Bezeichnungen oder kleine visuelle Hinweise erkennen.

Diese Referenzen sind schöner Fanservice, aber das Spiel verlässt sich nicht ausschließlich auf die Vergangenheit. Es erzählt seine eigene Geschichte und entwickelt einen eigenständigen Bond, statt lediglich bekannte Szenen nachzustellen.

🌍 Schauplätze mit eigenem Charakter

Besonders begeistert hat mich der Abwechslungsreichtum der Schauplätze.

Keine Mission fühlte sich einfach wie eine leicht veränderte Variante der vorherigen an. Jeder Ort besaß eine eigene Atmosphäre und eine erkennbare Funktion innerhalb der Geschichte.

Bereits die Villa zu Beginn vermittelt genau die Mischung aus Eleganz und unterschwelliger Gefahr, die ich mit James Bond verbinde. Die Anfahrt auf das Gelände war für mich einer dieser Momente, in denen sofort klar wurde, wie stark das Spiel seine filmische Inszenierung in den Mittelpunkt stellt.

Schon die Anfahrt zur Villa vermittelt das klassische Bond-Gefühl aus Eleganz, Luxus und drohender Gefahr.

Später blieb mir insbesondere Aleph im Gedächtnis. Die im Süden Afrikas gelegene Piratenstadt wirkt improvisiert, rau und vollkommen anders als die vornehmen Villen, Galas und Einrichtungen des MI6.

Aleph gehört zu den markantesten Schauplätzen des Spiels und bildet einen deutlichen Kontrast zu den eleganteren Abschnitten. Bild: IO Interactive

Auch die weiteren Orte hatten jeweils ein spezielles Ambiente. Selbst das Hauptquartier des MI6 war nicht nur ein Übergangsbereich, in dem man möglichst schnell den nächsten Einsatz auswählt. Es gab dort einiges zu erkunden und zahlreiche Details zu entdecken.

Diese unterschiedlichen Kulissen tragen entscheidend dazu bei, dass sich die Geschichte tatsächlich wie eine weltumspannende Bond-Produktion anfühlt.

🤫 Erst schleichen, dann improvisieren

Spielerisch überzeugte mich vor allem die Mischung der verschiedenen Herangehensweisen.

In vielen Situationen konnte ich zunächst beobachten, Gegner ablenken und mich möglichst unauffällig durch ein Gebiet bewegen. Gadgets halfen dabei, Informationen zu sammeln, Hindernisse zu umgehen oder Wachen in die falsche Richtung zu schicken.

Wenn das nicht funktionierte – oder ich schlicht keine Geduld mehr hatte –, konnte Bond auch körperlicher vorgehen.

Besonders gelungen fand ich die Faustkämpfe. Sie bestanden nicht nur aus einer einfachen Abfolge von Schlägen und Kontern. Bond bezog regelmäßig seine Umgebung in die Auseinandersetzungen ein. Möbel, Wände und herumliegende Gegenstände wurden Teil des Kampfes.

Dadurch wirkten die Begegnungen körperlich, direkt und vor allem filmisch.

Auch die Schusswechsel haben mir gut gefallen. Sie waren meist vergleichsweise kurz, dafür aber intensiv. Das Spiel verwandelte sich nicht dauerhaft in einen gewöhnlichen Third-Person-Shooter. Der Einsatz von Schusswaffen bildete vielmehr häufig den explosiven Höhepunkt einer zuvor langsam eskalierten Situation.

Genau diese Mischung hat für mich das richtige Bond-Gefühl erzeugt:

erst beobachten, dann improvisieren – und wenn der Plan endgültig gescheitert ist, die Situation mit Fäusten, Waffen und einer möglichst spektakulären Flucht retten.

🎮 Kein knüppelhartes Agententraining

Dabei sollte allerdings niemand ein besonders schweres oder gnadenloses Actionspiel erwarten.

Ich habe „007 First Light“ auf dem mittleren und damit normalen Schwierigkeitsgrad gespielt. Die Kämpfe blieben spannend, stellten mich aber nur selten vor große Schwierigkeiten.

Wenn Bond dennoch einmal das Zeitliche segnete, war ich meist selbst dafür verantwortlich. Vielleicht hatte ich eine Situation falsch eingeschätzt, mich zu früh entdeckt oder schlicht zu lange mitten im Schussfeld aufgehalten.

Unfair fühlten sich diese Momente kaum an.

Wäre „007 First Light“ ein neues „Splinter Cell“ gewesen, hätte ich den Schwierigkeitsgrad vermutlich erhöht. Dann hätte ich möglichst lange ungesehen bleiben, jede Bewegung planen und mich intensiv mit den Laufwegen der Wachen beschäftigen wollen.

Aber hier wollte ich etwas anderes.

Ich wollte James Bond.

Ich wollte keinen harten Schleichsimulator, sondern einen spannenden Film, in dem ich die Hauptrolle übernehme. Genau dieses Erlebnis bekam ich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad.

🛠️ Auf meinem Rechner nahezu makellos

Größere technische Probleme kann ich aus meinem Durchgang nicht berichten.

Dabei muss ich allerdings erwähnen, dass ich auf einem sehr leistungsstarken Rechner gespielt habe. Selbst in 4K geriet dieser nicht in Schwierigkeiten. Es gab keine auffälligen Ruckler und keine störenden Leistungseinbrüche.

Auch ansonsten lief das Spiel bei mir ausgesprochen sauber. Während der gesamten Spielzeit hatte ich keinen Absturz und konnte mich auch an keinen nennenswerten Bug erinnern.

Die Gegner verhielten sich überwiegend nachvollziehbar. Die künstliche Intelligenz vollbrachte keine Wunder, reagierte aber halbwegs vernünftig auf meine Aktionen und fiel nicht durch ständige grobe Aussetzer auf.

Die offiziellen PC-Anforderungen fallen im Vergleich zu meinem System deutlich moderater aus. IO Interactive nennt mindestens einen Intel Core i5-9500 oder AMD Ryzen 5 3500, 16 GB Arbeitsspeicher und eine GTX 1660 beziehungsweise RX 5700. Empfohlen werden unter anderem eine RTX 3060 Ti oder RX 6700 XT. In beiden Fällen werden 80 GB Speicherplatz und eine SSD vorausgesetzt.

⌨️ Kleine Ungenauigkeiten bei der Steuerung

Einen kleineren Kritikpunkt gab es dann aber doch.

Mit Tastatur und Maus hatte ich bei einigen Kletterpassagen gelegentlich Schwierigkeiten. Wollte ich Bond beispielsweise kontrolliert von einer Kante fallen lassen oder eine bestimmte Aktion an der Umgebung ausführen, reagierte er manchmal anders als beabsichtigt.

Besonders irritierend war das, wenn auf dem Bildschirm bereits die passende Taste angezeigt wurde. Trotz des vermeintlich richtigen Tastendrucks führte Bond gelegentlich eine andere Aktion aus oder reagierte nicht sofort wie erwartet.

Es wirkte teilweise so, als würde das Spiel noch eine vorherige Bewegung verarbeiten oder eine andere Interaktionsmöglichkeit priorisieren. Gerade wenn mehrere Objekte oder Kanten dicht beieinanderlagen, erkannte die Steuerung nicht immer zuverlässig, was ich gerade tun wollte.

Das war in einzelnen Momenten nervig, insgesamt aber verschmerzbar. Dafür trat das Problem zu selten auf und die Folgen waren meist zu unbedeutend, um mein Spielerlebnis ernsthaft zu beeinträchtigen.

⏱️ Der Abspann kam genau richtig

Nach 16,7 Stunden war die Geschichte für mich beendet.

Und selten hat ein Spiel den richtigen Zeitpunkt für seinen Abspann so genau getroffen.

Ich hatte eine vollständige Geschichte erlebt, viele abwechslungsreiche Schauplätze besucht und zahlreiche spielerische Möglichkeiten genutzt. Gleichzeitig zeigten mir die Errungenschaften, dass ich längst nicht alles entdeckt oder abgeschlossen hatte.

Dennoch blieb kein Gefühl zurück, etwas Wesentliches verpasst zu haben.

Ebenso wenig hatte sich das Spiel in seinen letzten Stunden unnötig in die Länge gezogen.

Gerade als selbstständiger Erwachsener mit Familie und zahlreichen großen und kleinen Hobbys empfinde ich eine Spielzeit von ungefähr 16 bis 17 Stunden als nahezu ideal. Nicht jedes Spiel schafft es bei mir bis zum Abspann – selbst dann nicht, wenn ich zuvor bereits deutlich mehr Zeit investiert habe.

Viele moderne Spiele verlieren sich in riesigen Welten, wiederkehrenden Nebenaufgaben und künstlich gestreckten Beschäftigungen. Manchmal ist das großartig. Häufig führt es bei mir aber dazu, dass ein anfangs gutes Spiel irgendwann einfach liegen bleibt.

„007 First Light“ machte diesen Fehler nicht.

Der Abspann kam nicht zu früh.

Vor allem kam er aber auch nicht zu spät.

🏆 Fazit: Das perfekte Bond-Spiel

„007 First Light“ bekommt von mir 5 von 5 Punkten.

Ich warte seit Jahren auf einen neuen James-Bond-Film. Stattdessen bekam ich nun ein Spiel, das dieses Bedürfnis mindestens genauso gut erfüllt hat.

Vielleicht sogar besser, weil ich nicht nur zuschauen, sondern selbst Teil dieses Abenteuers sein durfte.

Ich wollte exotische Schauplätze, elegante Villen, geheime Einrichtungen, schnelle Fahrzeuge, Gadgets, Faustkämpfe, kurze Schusswechsel und einen Helden, der sich auch aus einer vollkommen misslungenen Situation noch irgendwie herausarbeitet.

Ich wollte Q, den MI6, charmante Dialoge, Filmreferenzen und eine Geschichte, die mich bis zum Abspann unterhält.

Genau das habe ich bekommen.

„007 First Light“ ist vielleicht nicht das schwerste, komplexeste oder längste Spiel. Für mich ist es aber das perfekte Bond-Spiel. Es versteht die Figur, es versteht die Filme und vor allem versteht es, welches Gefühl ein James-Bond-Abenteuer auslösen soll.

Nach 16,7 Stunden war die Geschichte erzählt. Ich war begeistert, zufrieden und hatte das Gefühl, gerade einen neuen James-Bond-Film erlebt zu haben.

Nur eben einen, den ich selbst spielen durfte.

Bewertung: 5 von 5 Punkten


ℹ️ Eckdaten

Titel: 007 First Light
Genre: Spionage-Action-Adventure
Entwickler: IO Interactive A/S
Publisher: IO Interactive A/S
Veröffentlichung: 26./27. Mai 2026, abhängig von Plattform und Freischaltungszeit
Gespielte Plattform: PC über Steam
Meine Spielzeit bis zum Abspann: 16,7 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Mittel / Standard
Speicherplatz: 80 GB

Steam führt das Spiel aktuell insgesamt und bei den neuesten Rezensionen als „sehr positiv“. Die absoluten Bewertungszahlen verändern sich fortlaufend.

Die verwendeten offiziellen Pressebilder wurden von IO Interactive bereitgestellt. Die übrigen Abbildungen sind eigene Screenshots aus der PC-Version.

Valheim (PC) – Discord, Grabsteine und warum dieses Spiel geblieben ist

Es gibt Spiele, die spielt man.
Und es gibt Spiele, die bleiben.

Valheim gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.


🧭 Einstieg: Podcast, Bier und ein nordisches Fegefeuer

Auf Valheim aufmerksam geworden bin ich 2022 über einen meiner Lieblingspodcasts: „Auf ein Bier“. Dort wurde über die Open-Access-Phase gesprochen – nicht hypegetrieben, sondern mit genau der Mischung aus Neugier und Skepsis, die bei mir funktioniert.

Kurz darauf haben zwei Freunde (Burns und Call!po) und ich zugeschlagen.
Und was soll ich sagen: Wir haben uns reingesogen.

Nach gut 160 Spielstunden waren wir damals mit dem verfügbaren Content durch. Nicht „alles gesehen“, sondern: alles erlebt.


⚔️ Sterben gehört dazu – und tut richtig weh

Valheim ist unverzeihlich.

Wenn man stirbt, dann stirbt man richtig:

  • Waffen weg
  • Rüstung weg
  • Loot weg
  • Buffs weg (das ist fast das Schlimmste)

Ohne gute Nahrung fehlt dir Leben und Ausdauer – und die brauchst du dringend, wenn die Biome schwieriger werden.
Ungebufft seinen Grabstein zurückzuholen?
👉 Fast aussichtslos.

Im Team geht es deutlich besser. Und genau da liegt die Stärke.


🛖 Teamplay, Serverleben und Boss um Boss

Am längsten haben Call!po und ich durchgehalten.
Über Discord verbunden, auf einem eigenen dedizierten Server, haben wir uns Stück für Stück hochgearbeitet:

  • Basen gebaut
  • Ressourcen gefarmt
  • Ausrüstung optimiert
  • und einen Boss nach dem anderen gelegt

Wir spielen viele Survival Games gemeinsam – mal zu zweit, mal zu dritt, manchmal mit mehr Leuten.
Valheim war eines der ersten Spiele, bei dem wir gemerkt haben, wie gut dieses Prinzip funktioniert:

  • Quests immer gemeinsam
  • Bauen gemeinsam und auch mal solo
  • Bosskämpfe geht nur gemeinsam
  • Inventarpflege auch mal solo

So verbringt man Abende zusammen – selbst wenn man längst nicht mehr in derselben Stadt wohnt.

👉 Zocken als Freundschaftspflege auf Distanz.


🌲 Warum Valheim geblieben ist

Valheim hat sich bewährt.
Nicht durch Story-Twists oder Cutscenes, sondern durch das, was zwischen den Zeilen passiert:

  • das erste Mal ein neues Biom betreten
  • der Moment, wenn man eine neue Mechanik kennenlernt oder neue Rezepte bekommt
  • der Frust nach einem Tod
  • und die Erleichterung, wenn man seinen Grabstein zurückholt

Für uns war Valheim eines der Spiele, die man nicht „durchspielt“, sondern mitnimmt, denn die Erinnerung bleiben.


🔁 Generationswechsel: Josef betritt Valheim

Den umgekehrten Weg geht jetzt Josef.

Wir haben gerade gemeinsam am PC wieder von vorne angefangen – Multiplayer, ganz klassisch.
Und parallel startet, eingentlich knapp vor uns, startet Call!po ebenfalls neu und auch mit seinem Sohn.

So sieht Wissensweitergabe generationsübergreifend im Jahr 2026 aus:
👉 Jagen, sterben, fluchen – und nochmal losziehen.


🧾 Grundlagen zum PC-Spiel (Kurzinfo)

  • Genre: Koop-Survival / Exploration
  • Spieler: 1–10 (empfohlen 3–5 im Koop)
  • Release: 2. Februar 2021 (Early Access)
  • Entwickler: Iron Gate AB
  • Publisher: Coffee Stain Publishing
  • Plattform: PC (Steam)
  • Preis: häufig ~10 € im Sale

🧠 Kurzfazit (PC)

Koop-Survival mit Härte, Herz und Grabstein-Frust.
Valheim ist kein Spiel für Ungeduldige – aber ein zeitloser Klassiker für Teams.

👉 Für kleines Geld eine klare Kaufempfehlung, vor allem gemeinsam.

Out of Context: Indiana Jones und der Große Kreis – Ein Abenteuer nach Jahrzehnten

Manchmal gibt es Spiele, die einen unvermittelt in die Vergangenheit katapultieren.
Indiana Jones und der Große Kreis war genau so ein Moment für mich.

🧭 Ein kleiner Zeitsprung in die Kindheit

Meine ersten echten PC-Abenteuer waren Indiana Jones und der letzte Kreuzzug und danach Indiana Jones and the Fate of Atlantis — natürlich als Point-and-Click-Adventure, verteilt auf einer gefühlten Million einzelner Disketten.

Diese Spiele waren für mich nicht nur Unterhaltung, sondern kleine Geschichtsexpeditionen.
Und dann?
Jahre und Jahrzehnte der Stille.

Klar, Filme kamen noch. Und die Serie „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“ war damals ein Highlight.
Aber ein neues Spiel? Nicht wirklich.

Umso größer war die Freude, als Der Große Kreis angekündigt wurde.


🌍 Einmal um die Welt

Die Schauplätze sind ein kleines Fest für jeden, der auch nur ansatzweise archäologisch interessiert ist:

  • Rom – mit monumentaler Kulisse
  • Ägypten – Sand, Tempel, Sonne, alles was dazugehört
  • Ur (im Irak) – wunderbar atmosphärisch umgesetzt
  • und weitere Orte…

Zwei kleine Kritik-Herzschläge gab es:
Statt Sukhothai hätte ich persönlich Angkor Wat bevorzugt.
Und statt Himalaya hätte Machu Picchu perfekt gepasst.

Aber gut – man kann nicht alles haben.
Und das Spiel liefert trotzdem eine Atmosphäre, die ich mir jahrelang gewünscht habe.


🧨 Gameplay: Action statt Abenteuer

Ganz ehrlich?
Bei der Kulisse hätte ich auch einen Walking Simulator akzeptiert.
Einfach herumstreifen, die Orte bestaunen, Artefakte finden, Tagebucheinträge lesen.

Aber nein – man schlägt Nazis.
Und Nazis verkloppen geht ja immer.

Der Große Kreis ist ein Action-Adventure durch und durch.
Nicht alles hat mich überzeugt.
Einige Passagen fühlten sich wie Füllmaterial an, andere wie schnelle Kompromisse.


🏆 Endlich mal wieder ein Spiel beendet

Was mich aber wirklich gefreut hat:
Ich habe es mal wieder geschafft, ein Spiel komplett zu beenden.
Das passiert in Zeiten von Beruf, Familie, Brettspielen, Blog und Hobbyprojekten nicht oft.

Und trotz kleiner Schwächen hat Indiana Jones und der Große Kreis mir vor allem eins geliefert:

👉 Das Gefühl, wieder mit Indy unterwegs zu sein.
Mit Peitsche, Hut, Humor und wunderbaren historischen Kulissen.

Für mich war das fast schon genug.


🎒 Fazit (in bester Hügelzelter-Manier)

Kein perfektes Spiel.
Aber ein wunderbares Abenteuer.
Und ein Stück Nostalgie, das ich ziemlich gern erlebt habe.

Gegen ein Brettspiel im Idiana Umfeld hätte ich nichts einzuwenden.