11. Juni 2021, Kickstarter – 45.162 Unterstützer: Auch ich war dabei, als Go on Board gemeinsam mit CD Projekt Red die Kampagne zu The Witcher: Old World ins Leben rief. Für mich als langjährigen Witcher-Fan war das eine „Pflichtunterstützung“.
Meine Verbindung zur Witcher-Welt ist alt und breit:
Die Romane von Andrzej Sapkowski habe ich gelesen oder als Hörbuch verschlungen.
Die PC-Spiele (The Witcher 1 & 2 komplett durchgespielt, The Witcher 3 mehrfach angefangen – zuletzt auf dem Steam Deck).
Serienadaption? Auch gesehen.
Kurz gesagt: Die Welt von Geralt & Co. ist mir vertraut. Umso gespannter war ich, wie sich dieses Setting als Brettspiel anfühlt.
📦 Was habe ich gebackt?
Deluxe Box (nicht All-In)
Entscheidung im Rückblick: richtig! – der Content ist üppig, die Extras nett, aber der Sprung zum All-In erschien mir überdimensioniert.
🎲 Das Spiel
Thema: Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Witchern – jedoch nicht Geralt oder andere „alte Bekannte“. Stattdessen kämpfen bis zu fünf Hexer in einem Wettstreit darum, wer der „Beste“ wird.
Mechaniken:
Duelle untereinander
Monsterjagden
Quests in Städten und Ländern
Illustrationen & Karte: atmosphärisch, mit Liebe zum Detail.
👉 Aber: Die Partien ziehen sich.
Gespielt mit Maja & Peter (3 Spieler) – sehr lang.
Gespielt mit vier Freunden (5 Spieler) – auf keinen Fall zu empfehlen: Downtime enorm.
🖌️ Miniaturen
Die Deluxe-Box brachte hübsche Witcher-Minis mit. Für mich ein echtes Highlight – ich habe sie mit Freude bemalt. Damit gewann das Spiel auf dem Tisch optisch einiges.
⚖️ Fazit zur Kampagne
Kampagne: Stark inszeniert, Material hochwertig, Miniaturen gelungen.
Spielerlebnis: Stimmig im Setting, aber langatmig – gerade in größerer Runde.
Empfehlung: Für Fans der Witcher-Welt ein schönes Sammlerstück. Spielerisch aber eher ein „Epic Experience“ für seltene Abende als ein Titel, der regelmäßig auf den Tisch kommt.
🔮 Ausblick
Die Witcher-Reise geht für uns weiter:
The Witcher – Pfad des Schicksals wurde ebenfalls unterstützt und ist inzwischen eingetroffen.
Ein Artikel zur Kampagne und später eine Bewertung folgen bald.
Während manche Spiele nach der Messe im Regal verstauben, gibt es andere, die sich schnell als echte Dauerbrenner etablieren. Diese Spiele kommen immer wieder auf den Tisch – sei es wegen des hohen Wiederspielwerts, cleverer Mechaniken oder einfach, weil sie in unserer Familie perfekt funktionieren.
Hier sind unsere persönlichen Hits der letzten Jahre.
📊 Übersicht „Hits“
Spiel
Jahr
Rating
Anzahl gespielt
Designer
Verlag / Publisher
Spielerzahl
Spieldauer
Alter
Zug um Zug: Legenden des Westens
2023
5
50+
Rob Daviau, Alan R. Moon
Days of Wonder
2–5
60–90 Min
10+
Cabo
2019
5
100+
Melissa Limes, Mandy Henning
Schmidt Spiele
2–4
30–45 Min
8+
Kwizz (CDSK)
2024
4
30
Vincent Burger
Les Editions de Base, Randolph
2–16
45 Min
14+
Agent Avenue
2024
4
40
Maxime Demeyere
Helvetiq
2–6
15 Min
10+
Tokaido
2023
4
20
Antoine Bauza
Funforge, Pegasus
2–5
45 Min
8+
Micro Macro
2019
4
20
Johannes Sich
Edition Spielwiese
1–4
15–45 Min
10+
Rent a Hero (Seventh Hero)
2012
3,5
20
Kuro
AEG, 2 Pionki u. a.
3–5
20–30 Min
8+
Paco Sako (Peace Chess)
2017
3,5
15
Felix Albers
Self-Published, Nutt Heads
2
20–30 Min
8+
Chessplus
2022
3
10
Philipp Epstein
Chessplus Germany
2
20–30 Min
8+
Catan: Sternfahrer
2022
3,5
10
Klaus Teuber
Kosmos
3–4
90–120 Min
12+
Media Aetas
2024
4
8
Andreas Steding
Spielworxx
2–4
120 Min
14+
Pangaia Forrest
2024
4
5
Thomas Franken
Pangaia Games
1–4
60–90 Min
12+
Space AI Puzzle
2024
3
6
Tomasz Bolik
Smart Flamingo
2–5
variabel
12+
Catan Energien
2024
4
3
Klaus & Benjamin Teuber
Kosmos
3–4
90–120 Min
12+
Rolit
2019
3
10
Goliath Team
Goliath
2–4
20 Min
7+
🎲 Kurze Eindrücke zu den Spielen
Zug um Zug: Legenden des Westens (2023) 🌟
Unser absoluter Dauerbrenner – und Annes erklärtes Lieblingsspiel. Das Legacy-System steigert den Wiederspielwert ungemein, und selbst im Endgame bevorzugen wir diese Variante gegenüber dem klassischen Zug um Zug. Dazu kommt tolles Material, das jede Partie zu einem Erlebnis macht.
Anne: „Für mich das beste Familienspiel überhaupt – ich würde es jederzeit wieder spielen.“
Cabo (2019) 🌟
Das erste Testspiel auf der SPIEL 2019 war ein Volltreffer – Cabo ist bis heute unser meistgespieltes Spiel. Schnell erklärt, leicht zu verstehen, und gerade zu viert entfaltet es seine ganze Stärke: Bluff, Taktik und der richtige Riecher entscheiden.
Hendrik: „Perfekt für zwischendurch, und trotzdem immer wieder spannend.“
Kwizz (CDSK, 2024) 🌟
Unser Party- und Gästespiel: Kwizz kommt oft auf den Tisch, wenn Freunde oder Familie zu Besuch sind. Durch die zehn Schwierigkeitsstufen ist für jeden etwas dabei – von Gelegenheitsspielern bis hin zu Quiz-Fans. Das Balancing sorgt für faire Partien, solange man nicht zu ehrgeizig ist und auch mal etwas wagt.
Josef: „Mir gefällt, dass auch Nicht-Spieler hier sofort Spaß haben.“
Agent Avenue (2024) 🌟
Nachdem Mindbug bei uns schon eingeschlagen hat (vor allem bei Josef und mir), war klar: Agent Avenue muss mit. Auf der SPIEL am Stand von Nerdlab Games direkt getestet und sofort gekauft. Bluff und Deduktion in schnellem Format – wir freuen uns schon auf mehr in dieser Richtung.
Hendrik: „Ein richtig cleveres Deduktionsspiel – bitte mehr davon in Essen 2025!“
Tokaido (2023) 🌟
Ein Spiel voller Atmosphäre: die Reise entlang des alten japanischen Weges, mit Begegnungen, Landschaften und Mahlzeiten. Besonders Josef und Maja spielen es oft mit ihrer Großmutter – ein echter Generationenhit. Ich selbst bin weniger im Bann, aber mit der Erweiterung (gekauft auf der SPIEL 2024) ist es für die Kinder ein Dauerbrenner.
Maja: „Tokaido macht immer wieder Spaß – und mit Oma ist es etwas ganz Besonderes.“
Micro Macro (2019) 🌟
Ein Überraschungserfolg, der bei uns zur festen Tradition geworden ist. Wir haben wirklich alle Teile, Erweiterungen und jedes Jahr auf der SPIEL die neuesten Fälle mitgenommen. Gemeinsam die Wimmelbilder zu erforschen und die Kriminalfälle zu lösen, begeistert uns alle.
Josef: „Wir haben sie alle – alle Schurken gefangen. Und ich freue mich jedes Jahr auf die neuen Fälle.“
Rent a Hero (2012, bei uns seit 2023) 🌟
Durch einen Podcast entdeckt, auf der Messe spontan gekauft – und es hat sich gelohnt. Schnell erklärt, flott gespielt und genau richtig für kürzere Runden. Ein Spiel, das immer wieder auf den Tisch kommt, wenn wir wenig Zeit haben.
Hendrik: „Klein, schnell, witzig – so ein Spiel muss man einfach lieben.“
Paco Sako (2017, entdeckt 2024) 🌟
Eine Schachvariante, die uns auf der SPIEL 2024 überrascht hat – obwohl es das Spiel schon länger gibt. Besonders Maja liebt die Mechanik, die völlig neue Synapsen fordert. Am Wochenende haben wir acht Partien am Stück gespielt – und ich musste mich ganz schön anstrengen, um mitzuhalten.
Maja: „Einfach genial – es fühlt sich wie Schach an, ist aber ganz anders und überraschend.“
Chessplus (2022) 🌟
Noch eine Schachvariante, die wir 2022 auf der Messe entdeckt haben. Hier werden Figuren kombiniert, was spannende neue Spielzüge ermöglicht. Ohne Glückselement, reines Taktikspiel – nett für zwischendurch.
Josef: „Interessant für Schachfans – aber eher eine Abwechslung als ein Dauerhit.“
Catan: Sternfahrer (2022) 🌟
Catan im Weltall – lange habe ich gezögert, weil es mir zu teuer vorkam. Aber seit Crowdfunding die Preise relativiert hat, haben wir 2022 zugegriffen. Ein klassisches Eurogame, das bei uns regelmäßig gespielt wird, wenn wir Lust auf einen größeren Abend haben.
Hendrik: „Catan bleibt Catan – aber die Weltraumvariante macht immer wieder Spaß.“
Media Aetas (2024) 🌟
Ein komplexeres Spiel, das uns strategisch fordert und deutlich mehr Zeit benötigt. Wir haben es auf der SPIEL zusammen mit Maria getestet – danach ist es sowohl bei ihm als auch bei uns eingezogen. Schöne Idee, schönes Spiel – und während ich das hier schreibe, bekomme ich direkt Lust, es heute Abend mal wieder auf den Tisch zu packen.
Josef: „Für mich eines der besten Strategiespiele der letzten Zeit – auch wenn es lang ist.“
Pangaia Forrest (2024) 🌟
Ein schönes Spiel mit naturverbundenem Setting, das uns durch Gestaltung und Mechanik überzeugt hat. Zwar nicht so oft gespielt wie andere Hits, aber jedes Mal eine Freude.
Maja: „Die Gestaltung ist wunderschön – ich spiele es immer gern.“
Space AI Puzzle (2024) 🌟
Ein besonderes Logikspiel, bei dem die „künstliche Intelligenz“ als Spielmechanik agiert. Josef und Hendrik hatten damit schon einige herausfordernde Runden – perfekt für kurze, aber intensive Partien.
Josef: „Krasser KI-Spaß – manchmal ganz schön anstrengend, aber macht Laune.“
Catan Energien (2024) 🌟
Eine moderne Erweiterung der Catan-Reihe, die sich thematisch mit Energie und Ressourcen auseinandersetzt. Spannend umgesetzt, wenn auch bei uns bisher nur wenige Male gespielt.
Hendrik: „Die Idee ist klasse – mal sehen, ob es sich als Dauerbrenner etabliert.“
Rolit (2019) 🌟
Ein abstraktes Legespiel im Stil von Reversi. Einfach, schnell gespielt und bei uns seit Jahren immer mal wieder auf dem Tisch. Kein Highlight, aber ein treuer Begleiter für zwischendurch.
Maja: „Nicht spektakulär, aber schön einfach für eine schnelle Runde.“
Die SPIEL in Essen ist jedes Jahr ein Rausch: unzählige Neuheiten, glänzende Augen, spannende Demos. Man probiert Spiele, ist begeistert – und trägt die Schachteln mit großen Erwartungen nach Hause. Doch dort passiert es nicht selten: Manche Titel landen nach wenigen Partien im Regal und verstauben.
Wir nennen diese Kandidaten liebevoll unsere „Spielehüter“. Es sind Spiele, die in der Messe-Euphorie überzeugt haben, aber im Alltag bei uns kaum auf den Tisch kommen. Hier stellen wir euch unsere persönlichen Hüter der letzten Jahre vor.
📊 Übersicht „Spielehüter“
Spiel
Jahr
Rating
Anzahl gespielt
Designer
Verlag / Publisher
Spielerzahl
Spieldauer
Alter
Faultier
2019
3
8
Friedemann Friese
2F-Spiele, Stronghold Games
2–5
45–60 Min
8+
King of the Valley
2022
3
3
David Brain
Pegasus Spiele
2–4
45 Min
10+
Neoville
2022
2
2
Phil Walker-Harding
Blue Orange
2–4
30 Min
8+
Carrara (neue Edition)
2022
3
4
Michael Kiesling, Wolfgang Kramer
Hans im Glück
2–4
60–90 Min
10+
Tree Society
2024
3
3
Matthew Dunstan, Brett J. Gilbert
Next Move Games (+3)
2–4
20–30 Min
8+
Intarsia
2024
3
4
Uwe Rosenberg
Edition Spielwiese
1–4
30–45 Min
8+
🎲 Kurze Eindrücke zu den Spielen
Faultier (2019) 🌧️
Ein ungewöhnliches Wettrennspiel von Friedemann Friese: Man spielt ein Faultier, das sich nicht selbst bewegt, sondern von anderen Tieren getragen wird. Die Idee ist witzig, das Material farbenfroh, aber die Begeisterung hat bei uns nicht lange angehalten.
Besonders kurios: Wir haben es erst gar nicht auf der Messe gekauft. Auf dem Heimweg haben wir uns geärgert, es nicht mitzunehmen – also haben wir es in den Niederlanden nachbestellt. Nach einigen Partien blieb der Wiederspielreiz aber aus. Und wenn ich mich richtig erinnere, haben wir sogar noch mal eine Erweiterung nachgekauft … die aber auch nichts mehr änderte.
Hendrik: „Die Idee ist originell, aber irgendwie ist der Funke nicht dauerhaft übergesprungen.“
King of the Valley (2022) 🌧️
Ein Familienspiel mit Mehrheiten-Mechanik, bei dem man Figuren im Tal sammelt, um Punkte zu machen. Das Thema ist nett, aber spielerisch bietet es uns nicht genug Tiefe. Es ist schnell erklärt, aber bleibt bei uns im Regal, weil es einfach stärkere Alternativen gibt.
Josef: „Ganz okay, aber mir fehlt die Spannung – da spiele ich lieber etwas Taktischeres.“
Neoville (2022) 🌧️
Ein Stadtbau-Spiel von Phil Walker-Harding, bei dem man Hochhäuser und Bioprojekte auf Plättchen legt. Eigentlich hübsch anzusehen, aber bei uns ist es zu abstrakt geblieben. Die Regeln sind simpel, doch am Ende fehlte uns das „Besondere“.
Interessant war der Kaufprozess: Auf der Messe hat uns vor allem die Story gefallen – nachhaltig, positiv-futuristisch. Besonders Maja war sofort begeistert. Kaufen konnten wir es damals aber nicht, wegen Lieferschwierigkeiten. Also haben wir später nachbestellt. Lustiger Messe-Moment: Es wirkte so, als wäre Josef über die Lieferverzögerung total traurig – dabei hatte ich ihn nur aus Versehen mit dem Ellbogen erwischt.
Maja: „Die Plättchen sind schön, aber irgendwie hat das Spiel keinen richtigen Reiz.“
Carrara (neue Edition, 2022) 🌧️
Ein Klassiker in neuer Auflage: Man baut Städte und wertet diese durch Baumaterial aus Carrara auf. Auf der Messe hat es uns sofort gefallen, und in der Testrunde war auch Anne mit dabei – sie war genauso begeistert. Also haben wir es samt Messeerweiterung direkt gekauft … und dann ins Regal gestellt. Nach ein paar Partien blieb es dort fast unberührt.
Hendrik: „Handwerklich gut, aber zu wenig Überraschung – es ist im Regal nach hinten gerutscht.“
Tree Society (2024) 🌧️
Das Spiel, das wir auf der Spiel 2024 getestet und begeistert mitgenommen haben. Hübsche Holzteile, nachhaltige Verpackung, schnell erklärt. Doch: ein typischer Messe-Hype. Nach wenigen Partien stellten wir fest, dass es im Alltag kaum Lust macht, es wieder auszupacken.
Spannend: Genau heute stand es noch mal auf dem Tisch – und das hat mich überhaupt erst dazu inspiriert, diesen Artikel über Spielehüter zu schreiben.
Maja: „Ich finde das einfache Prinzip schön – aber es kommt einfach zu selten auf den Tisch.“
Intarsia (2024) 🌧️
Ein Uwe-Rosenberg-Spiel mit Puzzle-Mechanik, das uns auf der Messe neugierig gemacht hat. Das Material ist toll und wunderschön gestaltet – es hieß sogar, es hätte „Azul-Vibes“. Doch während Azul bei uns immer noch regelmäßig gespielt wird, hat Intarsia diese Langzeitmotivation nicht erreicht.
Josef: „Für mich war es zu austauschbar – da greife ich lieber zu anderen Spielen.“
❣️ Fazit
Nicht jedes Spiel schafft den Sprung vom Messehit zum Dauerbrenner. Bei den meisten unserer Hüter ist es eine Mischung aus: zu wenig Wiederspielreiz, Regeln, die im Alltag doch zu sperrig sind, oder schlicht mehr Konkurrenz durch andere Favoriten im Regal.
Das macht sie nicht zu schlechten Spielen – nur zu Spielen, die bei uns zu selten auf den Tisch kommen.
Im nächsten Artikel schauen wir uns dann die Hits an – also die Titel, die immer wieder gespielt werden und zu echten Dauerbrennern geworden sind.
Tree Society ist ein Spiel, das ich zusammen mit Maja auf der Spiel 2024 ausprobiert und anschließend gekauft habe. Schon auf der Messe hat es uns richtig Spaß gemacht – die bekannten „Messe-Vibes“ haben zugeschlagen.
Die Komponenten sind zweigeteilt zu bewerten: Die hölzernen Spielchips fühlen sich sehr wertig an, machen Spaß in der Hand und wirken langlebig. Das Playerboard dagegen ist eher dünn geraten und wirkt im Vergleich weniger hochwertig. Besonders positiv: Die Verpackung ist nachhaltig umgesetzt – alles wurde in Papiertüten verpackt, es gibt keine unnötigen Folien oder Plastik. Das finden wir sehr wichtig und lobenswert.
Auch das Spielprinzip überzeugt zunächst durch seine Einfachheit: schnell erklärt, schnell gespielt, sofort verständlich. Allerdings zeigt sich nach einigen Monaten das klassische „Spiel-Essen-Phänomen“: Auf der Messe ist die Begeisterung groß, zu Hause landet das Spiel dann aber eher selten auf dem Tisch.
⭐️ Unsere Bewertung ⭐️
Zugänglichkeit: 🟢 Hoch – Regeln sind einfach und schnell erklärt.
Interaktion: 🟡 Mittel – es gibt Austausch, aber kein tiefes Miteinander.
Spielspaß: 🟡 Mittel – spaßig auf der Messe, zu Hause aber etwas kurzlebig.
Wiederspielwert: 🟡 Eher gering – hoher Glücksfaktor, Balancing der Karten wirkt unausgewogen.
Gestaltung: 🟢 Schön – Holzchips top, Playerboard dagegen sehr dünn. Nachhaltige Verpackung ohne Plastik.
💬 Familienmeinung
Hendrik: „Typisches Spiel-Essen-Erlebnis – auf der Messe klasse, im Alltag kommt es kaum noch auf den Tisch.“
Maja: „Ich mag das einfache Spielprinzip. Leider spielen wir es zu selten.“
Josef: „Ich war an dem Tag nicht dabei, daher kenne ich es kaum.“
❣️ Gesamtbewertung
3 von 5 Meeples Ein schönes, einfaches Spiel mit tollen Komponenten – aber nicht ohne Schwächen. Auf der Messe Hui, zu Hause Pfui. Mehr dazu werde ich in einem Off-Topic-Beitrag zu den „Spielehütern“ der Spiel Essen schreiben.
ℹ️ Spieleinfos
Name: Tree Society (Alternate Names: A fák népe + 2 more)
Manchmal ist weniger nicht mehr – manchmal muss es einfach groß sein. Genau das war meine Motivation 2021, als ich Primal: The Awakening auf Kickstarter unterstützt habe. Ich wollte große Miniaturen, und ich bekam große Miniaturen.
Die Kampagne versprach einen Bossbattler in epischem Maßstab, mit detailreichen Kreaturen und einem spannenden taktischen Kampfkonzept. Die Auslieferung hat allerdings auf sich warten lassen – erst 2024 kam das Paket bei uns an.
📦 Auslieferung & erster Eindruck
Der Inhalt ist gigantisch: riesige Figuren, ein beeindruckendes Spielbrett und hochwertige Komponenten. Schon beim Auspacken war klar: Das ist ein Projekt für die Vitrine ebenso wie für den Spieltisch.
Die ersten Miniaturen habe ich bereits bemalt – und allein diese Arbeit ist ein Erlebnis. Sie füllen fast schon das halbe Mal-Setup aus.
🕹️ Spielerfahrung (bisher)
Gespielt haben wir Primal noch nicht. Der Bossbattler wartet darauf, auf den Tisch zu kommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns noch nicht sicher sind, ob das Spielgefühl langfristig fesselt – oder ob es eher ein Sammlerstück bleibt.
❣️ Fazit
Für mich ist Primal: The Awakening aktuell vor allem ein Miniaturenprojekt, das zeigt, wie weit Crowdfunding inzwischen gehen kann. Ob es auch spielerisch überzeugt, müssen wir erst noch herausfinden.
Aus unserer Community kam der Wunsch nach einer Einschätzung zu Sky Team – und diesem Wunsch kommen wir gern nach! Offiziell wird Maja die ausführliche Bewertung übernehmen, doch schon jetzt können wir berichten: Das Spiel macht im kooperativen Zwei-Personen-Modus richtig Spaß.
Am Freitagabend haben Maja und ich mehrere Stunden gespielt und den Schwierigkeitsgrad nach und nach gesteigert – bislang mit durchgehendem Erfolg. Mal sehen, wann wir an unsere Grenzen stoßen. 😉
Eine ausführliche Bewertung folgt bald – bleibt gespannt!
Ares Expedition ist die kompaktere und schnellere Version von Terraforming Mars. Das Grundprinzip bleibt: Über Karten baut man Produktionsketten auf, erhält Soforteffekte und sammelt Siegpunkte. Der große Unterschied: Die Runden laufen straffer, und durch die simultane Phasenauswahl agieren alle gleichzeitig – das verkürzt Wartezeiten und fühlt sich dynamischer an.
Die Double Layer Playerboards erleichtern den Spielfluss, weil nichts verrutscht. Die Karten sind im vertrauten TM-Stil gehalten, was das thematische Gefühl verstärkt.
⭐️ Unsere Bewertung ⭐️
Zugänglichkeit: 🟢 Hoch – deutlich einfacher zu erklären und zu spielen als das große Terraforming Mars; ideal als Einstieg.
Interaktion: 🟡 Mittel – man achtet auf die Phasenwahl der anderen, ansonsten dominiert das eigene Engine-Building.
Hendrik: „Die perfekte Balance aus TM-Feeling und kürzerer Spielzeit – holt mich sofort ab.“
Josef: „5 von 5 – besser als das große TM, weil man schneller zum Punkt kommt und weniger wartet.“
Maja: „2 von 5 – mir fehlt etwas Atmosphäre und Tiefe; ich spiele lieber andere Titel mit mehr Story.“
❣️ Gesamtbewertung
4 von 5 Meeples Ein starker Ableger für Engine-Builder-Fans und kürzere Partien. In unserer Runde spaltet er allerdings die Meinungen – große Liebe bei Hendrik & Josef, deutlich weniger Begeisterung bei Maja.
ℹ️ Spieleinfos
Verlag / Publisher: Stronghold Games & FryxGames
Designer: Sydney Engelstein, Jacob Fryxelius, Nick Little
Spieltyp: Engine Builder / Kartenmanagement
Spielerzahl: 1–4
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Sprache: DE / EN
Besonderheiten: Kickstarter 2021; mehrere Erweiterungen; Double Layer Boards; Neopren-Playmats
Als Fan von Terraforming Mars war der Einstieg in die Kampagne für Ares Expedition keine Frage. Die Aussicht auf ein Spiel, das die bekannte Mechanik übernimmt, aber zugänglicher und kompakter ist, hat mich sofort überzeugt. Besonders spannend fand ich, dass gleich mehrere Module und Erweiterungen angeboten wurden, die für langfristige Abwechslung sorgen sollten.
📦 Details zur Kampagne
Im Jahr 2021 habe ich den „Mars Explorer“ Pledge mit allen Erweiterungen, Prelude sowie zwei Neoprene Playmats unterstützt – für insgesamt 1.064 USD. Ein echtes Komplettpaket, das alles bietet, was man für eine volle Spielerfahrung braucht. Besonders die Double Layer Playerboards machen das Spiel deutlich angenehmer spielbar.
🕹️ Unser aktueller Stand
Seit der Auslieferung kam Ares Expedition schon häufiger bei uns auf den Tisch – sowohl mit Freunden als auch in der Familie. Der Zugang ist deutlich einfacher als beim großen Terraforming Mars, ohne dass man das Gefühl hat, auf Tiefe oder Atmosphäre zu verzichten.
ℹ️ Spielinfos
Verlag / Publisher: Stronghold Games & FryxGames
Designer: Sydney Engelstein, Jacob Fryxelius, Nick Little
Illustrationen: Inspirierend wie beim großen Terraforming Mars, viele bekannte Artists aus der IP
Sprache: Englisch (Kickstarter), inzwischen auch in Deutsch erhältlich
Nach Terraforming Mars und Ares Expedition war für mich sofort klar: Auch die Würfelvariante muss in die Sammlung. Die Idee, das große, strategisch tiefgehende Spiel in eine schnellere, kompaktere Form zu bringen, klang spannend. Besonders, weil die Kampagne versprach, den Kern des Spiels mit Kartenmechanik zu behalten, aber mit Würfeln einen frischen Dreh einzubauen.
📦 Details zur Kampagne
Die Kickstarter-Kampagne lief im Oktober 2022 und war in kürzester Zeit finanziert. Der Einstiegspreis war moderat, und die Stretch Goals haben einiges an Material ergänzt.
Spannend fand ich: Die Schachtel wirkt so, als wäre sie bewusst „zu groß“ dimensioniert – genau wie bei Ares Expedition. Dort sind die späteren Erweiterungen nachträglich in die Box gewandert. Für The Dice Game gibt es Stand heute noch keine Erweiterungen – oder habe ich sie übersehen? 🤔
🕹️ Unser aktueller Stand
Das Spiel ist im Jahr 2023 ausgeliefert worden, aber es stand bei uns bis August 2025 ungespielt im Regal. Gestern haben wir es dann endlich ausprobiert – Maja, Josef und ich.
Die ersten Eindrücke: Die Runden gehen schneller, die Ziele sind kürzer gesteckt, und der Glücksfaktor durch die Würfel ist spürbar höher. Josef und ich sehen es eher als „Zwischendurch“-Spiel, Maja gefällt es sogar etwas besser als die Vorgänger.
Eine ausführliche Bewertung folgt im separaten Beitrag.
Terraforming Mars: The Dice Game ist die neueste Variante aus dem Terraforming-Mars-Universum und wurde 2022 erfolgreich auf Kickstarter finanziert. Seit gestern (18.08.2025) stand es bei uns nicht länger ungespielt im Regal – sondern endlich auf dem Tisch.
Das Spiel bringt viele vertraute Elemente zurück: Karten mit Effekten, die die Ressourcenerzeugung steigern, direkte Boni oder Sonderaktionen ermöglichen. Neu sind die Würfel, die einen stärkeren Zufallsfaktor einbringen. Außerdem agieren die Spieler nicht mehr gleichzeitig, sondern abwechselnd, was den Spielfluss verändert.
Die Partien laufen deutlich schneller ab, da die Spielziele „kleiner“ gesteckt sind. Das macht das Spiel zugänglicher und ideal für zwischendurch. Für uns war es eine spannende erste Runde, die deutlich gezeigt hat: Das Dice Game ist eher eine leichtere, schnellere Version der bekannten Terraforming-Mars-Welt.
Interaktion: 🟡 Mittel – Man spürt die Konkurrenz, aber der Fokus liegt stärker auf der eigenen Optimierung.
Spielspaß: 🟡 Gut – Unterhaltsam und kurzweilig, aber ohne die epische Tiefe der „großen“ Titel.
Wiederspielwert: 🟡 Mittel – Für schnelle Partien zwischendurch geeignet, aber nicht so langfristig fesselnd wie die Alternativen.
Gestaltung: 🟢 Hoch – Wertige Komponenten, die Würfel sehen gut aus, Karten im bekannten Mars-Stil.
💬 Familienmeinung
Hendrik:
„Nett für zwischendurch, aber die strategische Vielfalt und Tiefe der großen Varianten fehlt mir hier.“
Maja:
„Mir gefällt das Dice Game fast besser als die Vorgänger – es geht schneller und ist lockerer.“
Josef:
„Ganz okay, aber ein bisschen zu einfach. Außerdem stört mich der höhere Glücksfaktor durch die Würfel. Ich spiele lieber die komplexeren Varianten.“
❣️ Gesamtbewertung
3,5 von 5 Meeples
Eine gelungene, leichtere Variante, die besonders für kürzere Spielrunden geeignet ist. Für Fans der Serie ein netter Zusatz – für Strategiefans aber eher ein „Zwischensnack“.