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🌍 ISM – die internationale Süßigkeitenmesse

Zwischen Weltmarkt, Waffeln und Wow-Effekten

Unser Familienbesuch auf der ISM

Ribbon Cutting
mit Vertretern der Verbände und Koelnmesse Geschäftsführung. v.l.n.r. Gerald Böse (Vorsitzender der Geschäftsführung, Koelnmesse), Bastian Fassin (Vorsitzender, Arbeitskreis Internationale Süßwarenmesse (AISM), Dr. Carsten Bernoth
(Hauptgeschäftsführer, Bundesverbands der Dt. Süßwarenindustrie (BDSI)), Prof. Dr. Katharina Riehn (Vizepräsidentin der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)), Carola Herbst (Stellvertretende Geschäftsführerin, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)), Ulrich Zuenelli (Vorsitzender des Aufsichtsrat Sweets Global Network (SG)), Joachim Eckert (Vorstandsvorsitzender, Sweets Global Networks (SG)), Oliver Frese (Geschäftsführer, Koelnmesse), Eingang Süd, Oliver Frese
Geschäftsführer, Koelnmesse

Die ISM ist die weltweit größte Messe für Süßwaren und Snacks. Wer sie nur auf Schokolade und Gebäck reduziert, greift allerdings zu kurz. Für uns von Hügelzelter war der Besuch vor allem eines: eine Gelegenheit, hinter die Kulissen einer Branche zu schauen, die Genuss, Industrie, Politik und Inszenierung miteinander verbindet.

Wir waren diesmal bewusst zu dritt vor Ort – Maja, Josef und ich – mit Pressezugang, offiziellem Rundgang und sehr unterschiedlichen Blickwinkeln. Herausgekommen ist kein klassischer Messebericht, sondern ein geteilter Gesamteindruck: internationaler Handel, Zukunftsfragen rund um Nachhaltigkeit und ein sehr unmittelbares Messe-Erlebnis.


👨‍👩‍👧‍👦 Warum Hügelzelter auf der ISM?

Hügelzelter ist kein Food-Blog. Aber wer sich mit Brettspielen, Kultur, Kreativität und Familienprojekten beschäftigt, stößt immer wieder auf ähnliche Fragen:
Wie entsteht ein erster Eindruck? Was bleibt hängen? Wie werden Produkte erlebbar gemacht?

Die ISM ist dafür ein spannendes Umfeld. Hier geht es nicht nur um Geschmack, sondern um Präsentation, Storytelling und Inszenierung – gewissermaßen Table Presence im großen Maßstab. Unser Ziel war es deshalb nicht, möglichst viel zu probieren, sondern Eindrücke zu sammeln: wirtschaftlich, gesellschaftlich und ganz konkret sinnlich.

Und natürlich gehört zu einem guten Brettspielabend auch der ein oder andere Snack. Im Idealfall einer, der das Spielmaterial schont und keine klebrigen oder schmierigen Spuren auf Karten, Spielplänen und Figuren hinterlässt. Auch diese ganz praktische Perspektive schwang bei unserem Messebesuch immer wieder mit.


🌍 Wenn Süßigkeiten plötzlich politisch werden

Eröffnung der ISM / ProSweets Cologne 2026, Thorsten Burmester, Gerald Böse, Oliver Frese

Der Einstieg in die ISM war überraschend ernst. Begrüßung und Panel setzten früh einen inhaltlichen Rahmen, der deutlich machte: Süßwaren entstehen nicht im luftleeren Raum. Themen wie internationaler Handel, Zölle, Tarife und Lieferketten standen klar im Fokus.

Sehr schnell wurde deutlich, wie global diese Branche denkt – und denken muss. Rohstoffe, Produktionsstätten und Absatzmärkte liegen auf verschiedenen Kontinenten. Politische Entscheidungen wirken sich direkt auf Produkte aus, die später ganz selbstverständlich im Regal stehen.

Der Wunsch nach stabilen Freihandelsabkommen war klar spürbar. In diesem Zusammenhang fiel auch der Blick auf Lateinamerika – etwa auf Perspektiven rund um Mercosur und Mexiko –, allerdings eher als einordnender Nebenaspekt denn als zentrales Thema.

Für uns war dieser Auftakt wichtig. Er hat der Messe sofort Tiefe gegeben und gezeigt, dass Genuss immer auch auf wirtschaftlichen und politischen Grundlagen aufbaut.

Gerade bei aktuellen Kickstarter- und Gamefound-Kampagnen zeigt sich, wie sensibel diese Themen inzwischen auch die Brettspielbranche betreffen. Unkalkulierbare Zollentwicklungen stellen Entwickler zunehmend vor Herausforderungen. Neben Risiken bei Rohstoff- und Transportkosten ergeben sich immer häufiger zusätzliche Unsicherheiten – zuletzt insbesondere durch wechselhafte Entwicklungen in der US-Zollpolitik.


🌱 Majas Blick: Nachhaltigkeit, Tierwohl und Ingredients

Ingredients / pflanzenbasierte Farben / Produktionsstraßen

Majas Schwerpunkt war schnell gesetzt. Während viele Stände zum Probieren einluden, blieb ihr Blick häufig bei dem hängen, was hinter den Produkten steckt: Zutaten, Herkunft und Produktionsweisen.

Nachhaltigkeit wirkte dabei nicht wie ein bloßes Schlagwort. Pflanzliche Lebensmittelfarben, alternative Rohstoffe oder Upcycling-Ansätze – etwa Schokolade aus Biertrester – zeigten, wie intensiv in der Branche nach neuen Lösungen gesucht wird. Auch bei den Produktionsstraßen selbst ging es immer wieder um Effizienz, aber ebenso um einen schonenden Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen.

Spannend war, wie offen diese Themen diskutiert wurden – auch im direkten Austausch mit Entscheidern. Gerade vor dem Hintergrund ihres geplanten Praktikums in der Lebensmittelchemie, mit Fokus auf Grundstoffe und Ingredients, ergab sich hier ein sehr stimmiges Gesamtbild: Zukunft entsteht dort, wo Prozesse hinterfragt und neu gedacht werden.

Gleichzeitig bleibt auch in dieser Branche die kritische Frage präsent, was tatsächlich nachhaltig ist – und was eher unter Greenwashing fällt. Besonders im Bereich Verpackungen zeigen sich deutliche Parallelen zur Brettspielwelt, nicht zuletzt vor dem Hintergrund aktueller und kommender EU-Regelungen.


🍬 Josefs Blick: Wie schmeckt die ISM?

Süßwaren, Waffeln, Getränke, Messe-Impressionen, Weltrekorde

Für Josef war die ISM vor allem eines: ein Erlebnis. Probieren, vergleichen, staunen. Schokolade, Waffeln, Kekse, Gummis und Getränke aus unterschiedlichsten Ländern – die Vielfalt war enorm.

Auffällig war, wie stark das Aussehen der Produkte wirkt. Viele Süßwaren waren so aufwendig gestaltet, dass sie fast wie kleine Kunstwerke erschienen. Und natürlich spielte auch der Geschmack eine große Rolle: Überraschungen wie Matcha, neue Kombinationen, aber auch sehr klassische Varianten überzeugten.

Dazu kam das Messegefühl selbst: volle Hallen, Farben, Gerüche, Bewegung. Die ISM wirkte weniger wie eine Fachmesse, sondern eher wie ein großer Erlebnisraum, in dem man die Internationalität der Branche unmittelbar wahrnehmen konnte.


🎲 Zurück zur großen Linie: Erlebnis, Inszenierung und Transfer

Gamification / Glücksrad / interaktive Stände

Am Ende liefen viele Eindrücke wieder zusammen. Die ISM zeigt sehr deutlich, wie stark Produkte heute über Inszenierung funktionieren. Table Presence ist hier vor allem visuell geprägt, ergänzt durch Haptik, Interaktion – und natürlich Geschmack und Geruch.

Viele Stände setzen bewusst auf spielerische Elemente, kleine Interaktionen und einen starken Einstieg. Der erste Eindruck entscheidet, ob man stehen bleibt oder weitergeht.

Dieses Prinzip ist erstaunlich nah an dem, was wir aus der Brettspielwelt kennen: Erlebnis vor Regelwerk, Gefühl vor Detail. In dieser Hinsicht ist die ISM nicht nur eine Fachmesse, sondern auch ein Ideenlabor für Präsentation und Erlebnisdesign.


🧩 Fazit: Drei Perspektiven, ein Eindruck

Die ISM ist vieles zugleich: Weltmarkt, Zukunftslabor und Erlebnisraum.
Mit drei unterschiedlichen Perspektiven – wirtschaftlich, nachhaltig und unmittelbar erlebend – ergab sich für uns ein sehr runder Gesamteindruck.

Gerade dieser Perspektivwechsel machte den Besuch für Hügelzelter so wertvoll. Inspiration entsteht oft dort, wo man sie nicht sofort erwartet – manchmal zwischen Weltmarkt, Waffeln und Wow-Effekten.

[BILD 6 – persönliches Foto vor der ISM-Photowand | Abschluss]

⚓️ Boot Düsseldorf 2026: Tauchtaschen, Luxusdecks und ein Hai am Spieltisch

Heute war ich auf der Boot Düsseldorf. Der Kontakt zur Messe Düsseldorf und zum Boot-Team wirkte dabei durchgehend professionell und gut organisiert. Nur eins habe ich leider nicht geschafft: schon am Freitag beim Presseevent aufzutauchen. Dort gab es einige Neuvorstellungen und eine gezielte Führung für Medienvertreter. Das hätte ich gern mitgenommen.

Wie schon im Vorjahr war ich mit Marcel dort unterwegs. Und obwohl wir beide wegen ganz handfester Themen (Tauchen, Ausrüstung, Einkauf) auf die Messe gehen, erwische ich mich jedes Mal dabei, wie ich zwischen den Hallen kurz stehenbleibe und denke: Das ist schon eine andere Welt.

Was mich dieses Jahr direkt wieder gepackt hat, war der Kontrast zu „unserer“ Messe in Essen: Die Hallen wirken auf der Boot noch einmal größer, die Publikumsdichte verteilt sich ganz anders – wirklich „crowded“ war es für mich eigentlich nur in der Tauchhalle. Und dann… naja: Eine Luxusyacht kostet dann eben doch etwas mehr als ein gut gefüllter Kallax. 😉

Von der Neoprenwelt zur Transportfrage

Auf der Boot war ich letztes Jahr zum ersten Mal und habe dabei eher zufällig mitbekommen, dass man über einen Blog (in dem Fall ein Wassersport-/Bootsblog) überhaupt eine Presseakkreditierung erreichen kann. Das war damals ein ziemlich spannender Gedanke. Dieses Jahr bin ich aber vor allem wieder als Wassersportler hier und mit einem sehr konkreten Ziel:

Ich suche eine große, möglichst wasserresistente Tasche für Tauchausrüstung. Flossen, Neo, Maske, Kleinkram – alles soll rein. Gleichzeitig sollen ein paar Dinge trocken bleiben, ohne dass ich dafür noch drei Extrabeutel brauche. Und: Die Tasche darf groß sein, aber bitte nicht so groß, dass sie im Schwimmbad wirkt, als würde ich gleich zu einer Expedition aufbrechen.

In der engeren Auswahl gelandet sind zwei sehr unterschiedliche Kandidaten – beide spannend, aber mit klar unterschiedlichem „Charakter“:

Nynamic Nord – Duffle Bag LDB-100 (104 l)

Volumen 104 l, Maße 33 × 35 × 90 cm, TPU-beschichtetes Nylon, IPX6, HF-geschweißte Nähte, wasserabweisender Reißverschluss, herausnehmbares inneres Trockenfach, weite Öffnung, Tragesystem als Rucksack.
Kurz gesagt: durchdacht, mit sauberer Trennung zwischen „nass“ und „trocken“ – und vom Format her noch so, dass man sie auch im Alltag gut nutzen kann.

Ich hatte am Stand einen sehr netten Kontakt, und es stand im Raum, dass online auch Messepreise möglich sind. Das ist noch nicht schriftlich bestätigt – das werde ich als nächstes einmal nachfassen.

Cressi – (135 l)

Die Cressi spielt in einer anderen Größenklasse: 135 l, Maße 95 × 34 × 42 cm, Gewicht 1,6 kg. Ebenfalls mit HF-/RF-geschweißten Nähten und wasserresistentem Reißverschluss – und mit ein paar Features, die sehr nach „Praxis am Wasser“ klingen:
Die Tasche ist lang genug für lange Freitauchflossen (z. B. Gara), besteht aus robustem PVC mit verschweißten Nähten und ist so dicht, dass man die Ausrüstung sogar im Inneren der Tasche ausspülen kann. Danach lässt sich Wasser über eine Ablasskappe am Ende der Tasche bequem ablassen. Dazu kommen Tragegriffe und Gurte, die auch als Schulterträger dienen. Laut Beschreibung bleibt beim Transport (selbst im Auto) alles dicht – kein Wasser läuft aus.

Was mir an diesem Thema gefällt: Es ist am Ende dieselbe Denke, die ich bei Spielen auch mag – praktisch, lösungsorientiert, und mit Blick darauf, dass Dinge heil und ordentlich bleiben. Nur dass es heute eben um Flossen statt um Kartenstapel geht.

Je länger ich darüber nachdenke, desto eher lande ich bei der Dynamic Nord – wegen der Trennung in nass/trocken und dem Format, das nicht sofort nach „Reisegepäck XXL“ aussieht. Die Cressi bleibt aber eine sehr starke Option, wenn „möglichst viel, möglichst unkompliziert“ das Hauptziel ist.

Update: Dynamic Nord hat sich gemeldet und den angekündigten Messepreis bestätigt – 20 % Messerabatt. Ich habe die Tasche direkt bestellt. Sobald sie da ist, mache ich einen kurzen Praxis-Check (Packen, nass/trocken, Alltagstauglichkeit) – dann sehen wir, ob sie auch als „Schwimmbad-taugliche“ Lösung durchgeht.

DYNAMICNORD hat mir in einer zweiten Mail die Nutzung von ein bis zwei offiziellen Produktbildern sowie der technischen Daten ausdrücklich erlaubt. Verlinkt wird auf die Produktseite. Es handelt sich um einen unabhängigen, unbezahlten Erfahrungsbeitrag.

Quelle: DYNAMICNORD · Produkt: LDB-10

🌐 DYNAMICNORD: https://dynamicnord.com/de/

🎒 Produkt: https://dynamicnord.com/de/ldb-100/

Update2: Praxis-Fazit nach dem ersten Packen:

Die Tasche nimmt problemlos komplette Tauchausrüstung auf, inklusive langer Flossen und Neopren. Nasses und trockenes Material lässt sich sauber trennen. Zusätzlich bleibt noch ausreichend Platz für weiteres Zubehör.

Viel Platz für Tauchausrüstung, inklusive langer Flossen für das Freitauchen

Fun Fact:
Es passen auch erstaunlich viele Brettspiele hinein. Zwölf Stück wären vermutlich problemlos möglich, wobei auf dem Foto durchaus ein paar größere Klopper dabei sind. Das Format entspricht ziemlich genau der bekannten Kallax-Breite.
Ob das sogar eine Tasche für die SPIEL in Essen sein könnte? Möglich. Für zwölf Spiele in einer Tasche sollte man dann allerdings auch etwas Muskeltraining einplanen. 😉

Bonus: Auch Brettspiele lassen sich überraschend gut verstauend.

Bluegame: „Spielzimmer auf See“ – nur ohne Zugang

In Halle 6 bin ich bei den großen Yachten zufällig über Bluegame gestolpert. Vom Namen her musste ich direkt grinsen – „Bluegame“ schreit ja schon nach einer Brücke. Ich hätte total gern ein paar Eindrücke der Innenausstattung gesammelt (und ja: in meinem Kopf stand da sofort ein Tisch, auf dem man problemlos ein episches Brettspiel ausbreiten könnte).

Kurzfristig war aber kein Zugang möglich: Das Boot war voll – und selbst potenzielle Kunden wurden zeitweise nicht mehr zugelassen. Am frühen Abend hätte ein Termin mit einem Marketing-Kontakt klappen können, aber mein Zeitfenster war weg. Das ist kein Drama, eher ein guter Reminder: Bei den großen Marken läuft vieles nur mit Slot. Ich werde daher Pressematerial anfragen, vielleicht ergibt sich daraus noch etwas für einen späteren Beitrag.

Ein sehr netter Kontakt: Michel Ley, Cartoons und ein Hai, der spielt

Ein weiteres Highlight war ein Stand in der Tauchhalle: Dort habe ich Michel Ley (Gummersbach) kennengelernt, der sein Buch „Unter Wasser lachen kann tödlich sein“ dabeihatte – eine Sammlung von Cartoons.

Wir kamen ins Gespräch, er hat ein Exemplar seines Buches signiert, ein paar Anekdoten erzählt und wir haben lose vereinbart, uns gegenseitig zu verlinken. Als ich erwähnte, dass ich mit huegelzelter.de eigentlich aus der Brettspiel-Ecke komme, passte es perfekt, dass ich mir als kleine Zeichnung „einen Hai beim Brettspielen“ wünschen durfte.

Der Zufall war dann zu gut: Auf den ersten Seiten gibt es ohnehin schon einen Cartoon, in dem ein Hai mit einem Taucher Schach spielt, mit dem Spruch „mit dem Essen spielt man nicht“.

Cartoon von Michel Ley („Unter Wasser lacht man nicht“) – Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.
Cartoon von Michel Ley („Unter Wasser lacht man nicht“) – Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.

Mehr von Michel Ley:

https://www.michels-imbaerium.de/ https://www.instagram.com/stories/michels.imbaerium/ https://www.facebook.com/michelsimbaerium?locale=de_DE

Als nette Randnotiz: Michel erwähnte, dass er in Gummersbach auch Inka und Markus Brand kennt – in unserer Szene natürlich ein Name wie ein Türöffner, wenn man einmal „Exit“ gesagt hat.

Reiseziele: Malta und wie immer ohne Kompromisse

In einer Halle habe ich außerdem einen längeren Beitrag über Malta gesehen. Und ich merke: Das könnte wirklich das nächste Ziel werden. Ein paar Mittelmeerinseln haben wir ja schon hinter uns – aber Malta fühlt sich gerade wie der nächste logische Schritt an. Tauchen und Brettspiele: klingt für mich nach einer ziemlich guten Kombination.

Damit das auch mit Kindern entspannt klappt, planen wir als Vorbereitung noch einen Abstecher ins Monte Mare Rheinbach, um das Flaschentauchen nochmal aufzufrischen.

Und ganz ehrlich: Ich mag diese Kombination aus „draußen etwas erleben“ und „abends gemeinsam am Tisch landen“. Wenn Malta wirklich klappt, wir wollen und müssen per Auto und Boot anreisen, wird das vermutlich genauso laufen: tagsüber Wasser, abends Spiele und dazwischen die ganz praktische Frage, wie man Ausrüstung und Spieleschachteln so organisiert, dass am Ende alles in die Familienkutsche passt.

🐉 Das schwarze Auge – 36 Jahre in Aventurien

Es gibt Spiele, die spielt man.
Und es gibt Welten, in die wächst man hinein – gemeinsam mit anderen.

Das Schwarze Auge ist für mich genau das.
Nicht nur wegen Aventurien, Regeln oder Kampagnen.
Sondern wegen der Menschen, mit denen ich diese Welt seit Jahrzehnten teile.

Mein Einstieg liegt 1988. Abenteuer-Basisspiel. Der Streuner soll sterben. Die Kanäle von Grangor.
Damals ahnte ich nicht, dass diese Spielwelt mich nicht nur begleiten, sondern verbinden würde.

Richtig tief wurde es im Studium. Anfang der 2000er.
Unser Meister für die großen Geschichten war und ist Christian. Wir haben schon gemeinsam das Abitur gemeistert, verloren uns aus den Augen, und trafen uns später zufällig auf einer Studentenparty wieder. Aus einem „Was machst du eigentlich heute?“ wurde eine Runde. Aus einer Runde eine Kampagne. Und aus einer Kampagne die legendäre G7.

Mein Kor-Geweihter Daedalus al Shrabat wurde zu Ruhm geführt – und starb. Aventurisch konsequent. Sicherlich war er der kämpferische Kern der Gruppe, außer bei Grottenschraten. Aber die sind unfair.
Aber die Gruppe blieb.

Zu dieser Gruppe gehört auch Maria. Damals wie heute Mitspieler, inzwischen nicht nur Freund, sondern auch Patenonkel von Josef.
Esther, jahrelang Teil der Runde, damals Nachbarin von Maria, später Mitspielerin, heute mit Christian verheiratet.
Tim und Franzi komplettieren die Gruppe – ebenfalls verheiratet, nachdem Tim früher einmal WG-Mitbewohner von Maria war und später mit Esther und Maria zusammenlebte.

Es gab aber nicht nur konstanz.
Diese Runde ist kein statisches Konstrukt. Sie hat Phasen erlebt. Nähe und Abstand. Umzüge, neue Partner, Kinder, berufliche Wege, andere Städte.
Manchmal wurde weniger gespielt. Manchmal monatelang gar nicht.
Und dann kam immer wieder der Moment, in dem jemand schrieb:
„Habt ihr Lust, mal wieder?“

Heute spielen wir anders.
Online über Zoom, unterstützt von Roll20 und Foundry VTT. Die Technik ist moderner, die Geschichten nicht weniger intensiv. Und Aventurien fühlt sich immer noch vertraut an.

Und dann ist da die nächste Generation.

Mit den Kindern habe ich die erste Kampagne der DSA-Einsteigerbox „Das Geheimnis des Drachenritters“ gespielt. Zunächst geleitet von Esther über Foundry für uns alte Krieger, später habe ich selbst für die Kinder gemeistert. Eine Rezension dazu steht noch aus. Sie wird folgen, nachdem wir auch das zweiter Abenteuer beschritten haben.

Auch abseits des klassischen Rollenspiels sind wir tief in der Welt verankert:
Crowdfunding-Projekte wie Das Aventurische Lexikon und Kirchen Alverans, Aventuria – The Adventure Board Game mit Erweiterungen, der Aventurische Bote, den ich seit Jahren abonniert lese. Aventurien ist bei uns kein Nostalgiethema, sondern Gegenwart.

Warum dieser Beitrag?
Weil Out of Context auf der Spielwiese der Hügelzelter genau dafür da ist:
für die Geschichten hinter den Spielen. Für das, was bleibt, wenn man Regeln vergisst und Charakterbögen verblassen.

👉 Die Rezension zur Einsteigerbox folgt.
👉 Weitere Beiträge zu Aventurien sind geplant.

Manche Spielwelten wechseln Editionen.
Manche Gruppen wechseln Lebensphasen.

Aber manche Geschichten trägt man ein Leben lang mit sich –
und würfelt sie immer wieder neu.

🎮 Valheim (PC) – Discord, Grabsteine und warum dieses Spiel geblieben ist

Es gibt Spiele, die spielt man.
Und es gibt Spiele, die bleiben.

Valheim gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.


🧭 Einstieg: Podcast, Bier und ein nordisches Fegefeuer

Auf Valheim aufmerksam geworden bin ich 2022 über einen meiner Lieblingspodcasts: „Auf ein Bier“. Dort wurde über die Open-Access-Phase gesprochen – nicht hypegetrieben, sondern mit genau der Mischung aus Neugier und Skepsis, die bei mir funktioniert.

Kurz darauf haben zwei Freunde (Burns und Call!po) und ich zugeschlagen.
Und was soll ich sagen: Wir haben uns reingesogen.

Nach gut 160 Spielstunden waren wir damals mit dem verfügbaren Content durch. Nicht „alles gesehen“, sondern: alles erlebt.


⚔️ Sterben gehört dazu – und tut richtig weh

Valheim ist unverzeihlich.

Wenn man stirbt, dann stirbt man richtig:

  • Waffen weg
  • Rüstung weg
  • Loot weg
  • Buffs weg (das ist fast das Schlimmste)

Ohne gute Nahrung fehlt dir Leben und Ausdauer – und die brauchst du dringend, wenn die Biome schwieriger werden.
Ungebufft seinen Grabstein zurückzuholen?
👉 Fast aussichtslos.

Im Team geht es deutlich besser. Und genau da liegt die Stärke.


🛖 Teamplay, Serverleben und Boss um Boss

Am längsten haben Call!po und ich durchgehalten.
Über Discord verbunden, auf einem eigenen dedizierten Server, haben wir uns Stück für Stück hochgearbeitet:

  • Basen gebaut
  • Ressourcen gefarmt
  • Ausrüstung optimiert
  • und einen Boss nach dem anderen gelegt

Wir spielen viele Survival Games gemeinsam – mal zu zweit, mal zu dritt, manchmal mit mehr Leuten.
Valheim war eines der ersten Spiele, bei dem wir gemerkt haben, wie gut dieses Prinzip funktioniert:

  • Quests immer gemeinsam
  • Bauen gemeinsam und auch mal solo
  • Bosskämpfe geht nur gemeinsam
  • Inventarpflege auch mal solo

So verbringt man Abende zusammen – selbst wenn man längst nicht mehr in derselben Stadt wohnt.

👉 Zocken als Freundschaftspflege auf Distanz.


🌲 Warum Valheim geblieben ist

Valheim hat sich bewährt.
Nicht durch Story-Twists oder Cutscenes, sondern durch das, was zwischen den Zeilen passiert:

  • das erste Mal ein neues Biom betreten
  • der Moment, wenn man eine neue Mechanik kennenlernt oder neue Rezepte bekommt
  • der Frust nach einem Tod
  • und die Erleichterung, wenn man seinen Grabstein zurückholt

Für uns war Valheim eines der Spiele, die man nicht „durchspielt“, sondern mitnimmt, denn die Erinnerung bleiben.


🔁 Generationswechsel: Josef betritt Valheim

Den umgekehrten Weg geht jetzt Josef.

Wir haben gerade gemeinsam am PC wieder von vorne angefangen – Multiplayer, ganz klassisch.
Und parallel startet, eingentlich knapp vor uns, startet Call!po ebenfalls neu und auch mit seinem Sohn.

So sieht Wissensweitergabe generationsübergreifend im Jahr 2026 aus:
👉 Jagen, sterben, fluchen – und nochmal losziehen.


🧾 Grundlagen zum PC-Spiel (Kurzinfo)

  • Genre: Koop-Survival / Exploration
  • Spieler: 1–10 (empfohlen 3–5 im Koop)
  • Release: 2. Februar 2021 (Early Access)
  • Entwickler: Iron Gate AB
  • Publisher: Coffee Stain Publishing
  • Plattform: PC (Steam)
  • Preis: häufig ~10 € im Sale

🧠 Kurzfazit (PC)

Koop-Survival mit Härte, Herz und Grabstein-Frust.
Valheim ist kein Spiel für Ungeduldige – aber ein zeitloser Klassiker für Teams.

👉 Für kleines Geld eine klare Kaufempfehlung, vor allem gemeinsam.

🎄 Ein neuer Untergrund für große Spiele

(oder: Wie aus einer Idee aus dem Brettzeit-Discord eine maßgeschneiderte Neopren-Tischdecke wurde)

Zu Weihnachten gab es bei uns kein neues Spiel, sondern etwas, das fast noch wichtiger ist: einen vernünftigen Untergrund für den Spieltisch.

Die Initialzündung kam – wie so oft – eher zufällig. Im Discord-Forum zum Podcast Brettzeit habe ich ein Foto von einem Spieltisch mit einem richtig guten Untergrund gesehen. Keine verrutschenden Karten, keine harten Tischkanten, kein Gefummel mehr beim Aufnehmen.
Die Idee gefiel mir so gut, dass ziemlich schnell klar war: Das will ich auch.


🪑 Der Ausgangspunkt: unser Tisch (und seine Schwächen)

Unser Spieltisch besteht aus drei IKEA-Tischen, die wir je nach Spiel zusammenschieben. Praktisch, flexibel … aber mit einem entscheidenden Nachteil: Stellkanten.

[Bild 1: Drei Tische mit Stellkanten]

Gerade bei großen Spielen oder längeren Partien ist das einfach nicht optimal. Karten bleiben hängen, Marker kippen, und optisch ist es auch eher… funktional.

[Bild 2: Valheim auf "weiß"]

Spätestens da war klar: Eine durchgehende Spielfläche muss her.


🔍 Die Suche: groß, größer, Sondermaß

Im Internet habe ich mich zunächst nach fertigen Spielmatten umgesehen. Das Problem:
Alles, was man bekommt, endet irgendwo bei 1,20 × 90 cm oder 1,50 × 90 cm.
Für unseren Tisch mit 1,20 × 1,80 m war das schlicht zu klein.

Also: Meterware statt Fertigprodukt.

Fündig wurde ich schließlich bei
👉 www.neoprenprofi.de

Zuerst habe ich dort eine Anfrage für eine mögliche Sonderanfertigung gestellt – am Ende aber direkt die passende Menge Neopren bestellt.


[Bild 3: Ausgerollte Neoprenfläche in Rot]
[Bild 4: Rückseite der Matte in Schwarz]

Das Material: ca. 3 mm stark, schwer, griffig, genau richtig.
Aber damit begann das nächste Problem.


🧵 Nähen ist nicht gleich Nähen

Durch die Bestellung kam ich in Kontakt mit Marion von „neoprenprofi.de“, die mir einen sehr guten Tipp gab:
👉 Polsterei oder Segelmacherei.

Klingt logisch, wenn man bedenkt, was 3 mm Neopren für eine Nähmaschine bedeuten.

Die lokale Polsterei Reining in Borken war sehr bemüht und hat es auch versucht, musste aber irgendwann aufgeben: Die Maschinen kamen schlicht nicht durch das Material.
Immerhin ein positiver Nebeneffekt: Ich werde mir dort wohl demnächst einen neuen Brettspielstuhl zulegen. Das Probesitzen war schon mal sehr überzeugend.


🧰 Die Lösung: Sattlerei (und falsche Vorstellungen)

Der nächste Tipp war eine Sattlerei.
Zu meiner Schande muss ich gestehen: Ich hatte dabei zuerst Pferdesättel im Kopf.
Weit gefehlt.

Hier geht es vielmehr um Autointerieur, dicke Stoffe, robuste Materialien – also genau das richtige Umfeld. Fündig geworden bin ich schließlich bei der Sattlerei Activia Automobilservice GmbH.

Ich hatte Kontakt zu Monique, und sie hatte sofort eine passende Idee:
Die Matte wird professionell zugeschnitten und – ähnlich wie bei Auto-Fußmatten – mit einem schwarzen Randmaterial sauber eingefasst.

[Bild 5: Einfassung der Neoprenmatte]

Das Ergebnis: Einfach perfekt. Ich glaube Monique wird sich auch noch eine Spielmatte erstellen.


🎲 In Aktion: Spiele auf dem neuen Untergrund

[Bild 5: Stars of Akarios auf der schwarzen Neoprenfläche]

[Bild 6: Stars of Akarios]

Gerade große Spiele kommen auf der Matte richtig zur Geltung.
Stars of Akarios – frisch gekauft – wirkt mit seiner Sternenthematik und der tollen Bemalung vom Vorbesitzer auf dem dunklen Untergrund noch einmal ganz anders.

[Bild 6: Valheim aufgebaut]

[Bild 7: Valheim auf schwarzem Untergrund]

Auch Valheim profitiert enorm:
Alles liegt ruhig, nichts verrutscht, Marker lassen sich leicht aufnehmen – und die Spielfläche wirkt endlich wie „aus einem Guss“.


🧾 Fazit: Ein Upgrade, das bleibt

Die Neopren-Tischdecke ist eines dieser Upgrades, bei denen man sich im Nachhinein fragt:
Warum habe ich das nicht früher gemacht?

  • keine Kanten mehr
  • leise Würfel
  • Karten lassen sich problemlos aufnehmen
  • rutschfester Untergrund
  • und optisch einfach eine andere Liga

Für uns ist klar: Der Untergrund bleibt.
Und große Spiele fühlen sich darauf genau so an, wie sie es verdienen.

🛠️ Offtopic: Brettspielboxen retten – unsere kleine Reparaturwerkstatt

Brettspiele kommen und gehen – aber schöne Boxen bleiben. Zumindest sollten sie das.

Als uns die Speakeasy-Leihgabe erreichte, war die Euphorie groß … doch der Karton hatte sichtbar gelitten. Parallel wartete der Isofarian Guard-Karton aus einem Gebrauchtkauf ebenfalls auf Reparatur.

Damit war der perfekte Anlass für diesen Offtopic-Beitrag gegeben: Wie wir zwei beschädigte Brettspielboxen mit einfachen Mitteln wieder stabil bekommen haben.


📦 Ausgangslage: Zwei Boxen, zwei Risse

Beide Boxen hatten ähnliche Schäden: eingerissene Kanten, aufgespreizte Kartonschichten und instabile Ecken.


🧴 Bücherleim als Wunderwaffe

Zum Einsatz kam Bücherleim – ideal, weil er klar trocknet, flexibel bleibt und Papier dauerhaft verbindet.

Aufgetragen wurde er mit einem einfachen Q-Tip, um wirklich zwischen die Kartonlagen zu gelangen.


🧪 Versuch 1: Stabil, aber unpraktisch

Der erste Ansatz war ein Stück Karton aus einer Cornflakes-Packung als Verstärkung. Ergebnis: zu dick, zu starr. Also wieder entfernt.


🧻 Versuch 2: Die richtige Idee – gefaltetes Papier

Stattdessen kam ein mehrfach gefalteter Papierstreifen zum Einsatz:

  • dünn
  • flexibel
  • stabilisierend

Dieser wurde innen eingeklebt und sorgt seitdem für eine erstaunlich saubere Fixierung.


🌙 Über Nacht trocknen – und staunen

Beide Boxen wurden beschwert (praktischerweise mit anderen Brettspielen 😉) und durften über Nacht trocknen.


🧩 Fazit

Es braucht kein teures Spezialmaterial, um Brettspielboxen zu reparieren. Mit etwas Bücherleim, einem Q-Tip, einem und etwas Geduld lassen sich viele Schäden unauffällig ausbessern.

Einfach, günstig, effektiv – und die Boxen sehen wieder richtig gut aus.


🧱 Vier Gewinnt auf 10 Metern – Freitauchen, Klassiker & Erinnerungen

🎬 Einleitung – Offtopic? Ja. Aber völlig im Rahmen.

Heute wird’s mal etwas anders hier auf Hügelzelter.de.
Denn manchmal stolpert man über ein Spiel an Orten, an denen man es wirklich nicht erwartet.
Zum Beispiel auf 10 Metern Tiefe, im Tauchbecken des Monte Mare Rheinbach.

Dort war ich mit Marcel zum Freitauchen unterwegs – und plötzlich stand es da:
Ein riesiges, massives Vier Gewinnt-Spielfeld am Boden des Beckens.
Natürlich haben wir spontan eine Runde angefangen. Wie sollte es anders sein.

Und da merkt man mal wieder:
Spieleklassiker begleiten einen durchs ganze Leben – sogar unter Wasser.


🌊 Freitauchen im Monte Mare – Rheinbach

Der Ausflug selbst war großartig:
Ein angenehm tiefes Becken, schöne Anlage und genug kleine Herausforderungen zum Durchtauchen.
Perfekt für ein paar entspannte Sessions – und fürs „Runterkommen“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich stehe nach wie vor bei 3:30 Minuten Statik, was okay ist, wenn man bedenkt, wie selten ich dazu komme.
Marcel hingegen hat sich mit 4:15 Minuten souverän abgesetzt.
Respekt, mein Freund – Herausforderung fürs nächste Mal ist gesetzt!

Zwischen Hindernissen, Abtauchen und Buddy-Checks dann diese Überraschung:
Ein riesiges Vier Gewinnt am Grund.
Natürlich haben wir es ausprobiert – abwechselnd runterzutauchen, einen Stein einzusetzen und wieder hoch.
Langsam, anstrengend und irgendwie herrlich absurd.


🫧 Vier Gewinnt – Unterwasser-Edition

Unter Wasser Vier Gewinnt zu spielen fühlt sich an wie:

  • ein Mix aus Konzentration, Atemtraining und leichter Orientierungslosigkeit
  • „Runter, Stein setzen, HOCH!“
  • strategisches Denken im 10-Sekunden-Takt

Es ist sicher nicht die effizienteste Art, ein Spiel zu spielen –
aber definitiv eine der ungewöhnlichsten.

Und überraschend spaßig.
Auch wenn wir es nicht bis zum bitteren Ende geschafft haben – irgendwann war klar:
Wir wollten tauchen, nicht knobeln.
Aber als Anekdote bleibt’s unvergesslich.


🎒 Vier Gewinnt in meinem Leben – kleine Zeitreise

Vier Gewinnt ist eines dieser Spiele, das dich über Jahrzehnte begleitet, selbst wenn du’s gar nicht aktiv sammelst.

🏫 1. Schulzeit – Das OG-Legacy-System

Auf einem unserer Schultische war damals ein Raster eingeritzt.
Man spielte mit Bleistift und Radiergummi.
100% analog, 0% Materialkosten –
und perfekt, um Unterrichtsstunden etwas… erträglicher zu machen.
Grüße an Moritz.

🎯 2. Familienversion mit bunten Bällen

Jahre später gab es eine physisch-aktive Variante:
Bunte Bälle aus wenigen Metern Entfernung in ein großes Raster werfen.
Ein Mix aus:

  • Geschick
  • Glück
  • und erstaunlich viel Taktik

Legendäre Nachmittage.

👨‍👩‍👧‍👦 3. Oberhausen – Familienduell gegen die Patentochter

Noch so eine aktive Version, diesmal in Oberhausen.
Die Familie meiner Patentochter hat uns sehr würdig Paroli geboten –
und wieder hat dieses simple Spiel für ein Lächeln bei allen gesorgt.

Man sieht:
Vier Gewinnt hat mehr Facetten als man denkt.


📊 Ein Blick auf den Klassiker – Fakten & Daten

Zur Einordnung hier ein kurzer Blick auf die offiziellen Infos:

  • Titel: Connect Four (1974)
  • Designer: Ned Strongin & Howard Wexler
  • Spieler: 2
  • Spielzeit: ~10 Minuten
  • Komplexität: 1,18 / 5
  • BGG-Rating: 5,0
  • Deutscher Verlag: Schmidt Spiele

Es gibt unzählige Adaptionen, darunter sogar moderne Neuinterpretationen und aktive Versionen.
Und jetzt auch: die Unterwasser-Edition von Rheinbach (inoffiziell).


🧊 Fazit – Vier Gewinnt geht immer

„Vier Gewinnt hat die niedrige 5,0 bei BGG nicht verdient.
Ein Klassiker, der mich schon mein ganzes Leben begleitet …
heute müssen die Kinder dann wohl doch noch mal ran an das Spiel ;)“


📸 PS: Monte Mare – wir melden uns

Wir schreiben die Betreiber an, um eventuell Fotomaterial nutzen zu dürfen.
Sobald wir eine Rückmeldung haben, ergänzen wir den Artikel.

Freundlicherweise wurde uns Bildmaterial zur Verfügung gestellt

❄️ Holiday in ICE Cinema of Dreams & IceCool – Ein Abend zwischen Showglitzer und Pinguinen

🎬 Holiday on Ice – Ein Ausflug mit der ganzen Hügelzelter-Redaktion

Heute stand ein Ausflug auf dem Programm, der mittlerweile fast schon Tradition hat: Holiday on Ice. Diesmal lief die Show unter dem Titel „Cinema of Dreams“ – und wieder einmal war es ein echtes Spektakel.

Mit dabei waren die gesamte Hügelzelter-Redaktion, die Großeltern und ein Publikum, das sich von Beginn an mitreißen ließ.

Wie gewohnt bot die Show eine Mischung aus Eiskunstlauf, Akrobatik, visuellen Effekten und einer charmanten Geschichte, die alles miteinander verbindet. Besonders schön war, wie über das Filmthema hinweg verschiedenste Tropes eingebaut wurden: Sci-Fi, Abenteuer, Romantik, Fantasy – jede Szene hatte ihren eigenen Stil, inklusive abwechslungsreicher Kostüme und Effekte.

Ein rundum gelungener Nachmittag.

🧊 Vom Eis zur Spielbox – mein Versuch mit IceCool

Nach so viel Eis und Bühnenmagie kam mir eine Idee: Warum nicht den Abend mit einem passenden Brettspiel ausklingen lassen?

IceCool lag thematisch natürlich nahe. Ein schnelles Schnippspiel mit Pinguinen, die durch eine Highschool flitzen, Fisch sammeln und versuchen, der Pausenaufsicht zu entkommen. Also aufgebaut, erklärt…

…und schon nach einer Runde war klar: Die Kinder sind wohl nicht mehr für diese Art Spiel zu begeistern…zumindest nicht in unserer Runde.

Die Hügelzelter-Fazitrunde

Josef:
„Ach Papa, warum hast du das denn nun aufgebaut? Danach tut mir höchstens der Finger vom Schnipsen weh.“

Johanna:
„Ich hätte echt mal Lust, das mal wieder mit den Cousins und Cousinen zu spielen.“

Hendrik:
„Ach, was war das ein Highlight, als die Kinder noch kleiner waren – 2018, also vor 7 Jahren.“

Und ja, irgendwie stimmt das. IceCool ist charmant, schnell erklärt und perfekt für jüngere Spieler. Vielleicht ist es wirklich wieder Zeit für eine Runde mit den jüngeren Nichten und Neffen.

🐧 IceCool – Kurzbewertung

  • Zugänglichkeit: 🟢 Sehr hoch
  • Interaktion: 🟡 Mittel – abhängig von Geschick und Stimmung
  • Spielspaß: 🟡 Gut – besonders mit Kindern
  • Wiederspielwert: 🟡 Okay – eher ein spontaner Spaß
  • Gestaltung: 🟢 Schön und liebevoll umgesetzt

Gesamtbewertung: 3 von 5 Meeples

ℹ️ IceCool – Spieleinfos

  • Name: ICECOOL
  • Designer: Brian Gomez
  • Artist: Reinis Pētersons
  • Publisher: Brain Games
  • Spielerzahl: 2–4
  • Spieldauer: ca. 30 Minuten
  • Alter: ab 6 Jahren
  • BGG-Rating: 6,8
  • Komplexität: 1.06 / 5
  • Besonderheit: Pinguine können springen – wirklich!

🎯 Fazit

Ein wunderbarer Familienausflug und ein thematisch perfekter Versuch, den Abend mit einem „Eis-Spiel“ ausklingen zu lassen. Auch wenn IceCool heute nicht richtig gezündet hat, bleibt es ein schönes Stück Familiengeschichte – und vielleicht landet es bald wieder auf dem Tisch, zusammen mit den jüngeren Nichten und Neffen.

🏺 Out of Context: Indiana Jones und der Große Kreis – Ein Abenteuer nach Jahrzehnten

Manchmal gibt es Spiele, die einen unvermittelt in die Vergangenheit katapultieren.
Indiana Jones und der Große Kreis war genau so ein Moment für mich.

🧭 Ein kleiner Zeitsprung in die Kindheit

Meine ersten echten PC-Abenteuer waren Indiana Jones und der letzte Kreuzzug und danach Indiana Jones and the Fate of Atlantis — natürlich als Point-and-Click-Adventure, verteilt auf einer gefühlten Million einzelner Disketten.

Diese Spiele waren für mich nicht nur Unterhaltung, sondern kleine Geschichtsexpeditionen.
Und dann?
Jahre und Jahrzehnte der Stille.

Klar, Filme kamen noch. Und die Serie „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“ war damals ein Highlight.
Aber ein neues Spiel? Nicht wirklich.

Umso größer war die Freude, als Der Große Kreis angekündigt wurde.


🌍 Einmal um die Welt

Die Schauplätze sind ein kleines Fest für jeden, der auch nur ansatzweise archäologisch interessiert ist:

  • Rom – mit monumentaler Kulisse
  • Ägypten – Sand, Tempel, Sonne, alles was dazugehört
  • Ur (im Irak) – wunderbar atmosphärisch umgesetzt
  • und weitere Orte…

Zwei kleine Kritik-Herzschläge gab es:
Statt Sukhothai hätte ich persönlich Angkor Wat bevorzugt.
Und statt Himalaya hätte Machu Picchu perfekt gepasst.

Aber gut – man kann nicht alles haben.
Und das Spiel liefert trotzdem eine Atmosphäre, die ich mir jahrelang gewünscht habe.


🧨 Gameplay: Action statt Abenteuer

Ganz ehrlich?
Bei der Kulisse hätte ich auch einen Walking Simulator akzeptiert.
Einfach herumstreifen, die Orte bestaunen, Artefakte finden, Tagebucheinträge lesen.

Aber nein – man schlägt Nazis.
Und Nazis verkloppen geht ja immer.

Der Große Kreis ist ein Action-Adventure durch und durch.
Nicht alles hat mich überzeugt.
Einige Passagen fühlten sich wie Füllmaterial an, andere wie schnelle Kompromisse.


🏆 Endlich mal wieder ein Spiel beendet

Was mich aber wirklich gefreut hat:
Ich habe es mal wieder geschafft, ein Spiel komplett zu beenden.
Das passiert in Zeiten von Beruf, Familie, Brettspielen, Blog und Hobbyprojekten nicht oft.

Und trotz kleiner Schwächen hat Indiana Jones und der Große Kreis mir vor allem eins geliefert:

👉 Das Gefühl, wieder mit Indy unterwegs zu sein.
Mit Peitsche, Hut, Humor und wunderbaren historischen Kulissen.

Für mich war das fast schon genug.


🎒 Fazit (in bester Hügelzelter-Manier)

Kein perfektes Spiel.
Aber ein wunderbares Abenteuer.
Und ein Stück Nostalgie, das ich ziemlich gern erlebt habe.

Gegen ein Brettspiel im Idiana Umfeld hätte ich nichts einzuwenden.

💾 Counter-Strike – 25 Jahre Headshots und Freundschaft

🧭 Einleitung

Es gibt Spiele, die kommen und gehen – und dann gibt es Counter-Strike. Seit den Tagen von 1.6, Source und später CS:GO begleitet uns dieses Spiel – oder besser gesagt: das <DORF> – schon seit dem Studium.

Jeden Dienstag trifft sich die Truppe zum „Training“. Wobei das Wort Training ehrlich gesagt eher ein anderes Wort für „Abend mit Freunden, Reden, Lachen und ein paar gepflegte Runden Rats2“ ist.

Der Dienstag ist heilig. Und auch wenn es längst nicht mehr um Reaktionszeiten oder Rankings geht, sondern um den Austausch, das gemeinsame Lachen und etwas digitales Nostalgie-Gefühl – das Ritual bleibt.

🔫 Von der Beta bis heute

Counter-Strike feierte kürzlich seinen 25. Geburtstag. Je nachdem, wen man fragt, war das am 19. Juni 1999 (Veröffentlichung der ersten öffentlichen Beta als Half-Life-Mod) oder am 9. November 2000, dem Release von Counter-Strike 1.6.

Wie man’s dreht – wir waren von Anfang an dabei. Tatsächlich haben einige von uns schon in der Beta angefangen zu spielen – und seitdem nie ganz aufgehört.

Mittlerweile zeigen die Counter-Logs 1341 aufgezeichnete Stunden. Ob das wirklich alles ist, lässt sich schwer sagen, schließlich wurden damals die Zeiten ja noch nicht so genau erfasst. Aber sagen wir so: Nach bestem Wissen und Gewissen habe ich mir wohl eine Meinung gebildet.

🧨 RATS2 – unser digitales Wohnzimmer

Unsere Lieblingskarte? Ganz klar: Rats_2. Diese Map ist pure Nostalgie – winzige Küche, riesige Kämpfe, Burns Loch und Käsemschine. Und irgendwie passt das perfekt zu uns.

Hier haben wir unzählige Runden gespielt, unzählige Male verloren – und trotzdem immer gewonnen. Denn auf unserem privaten Server spielt ja nur das <DORF>. Und da gewinnt am Ende immer das <DORF>. 😉

🕹️ Warum das hier in unseren Blog gehört

Vielleicht fragt sich jemand, warum ausgerechnet ein Computerspiel im Brettspiel-Blog der Hügelzelter landet. Ganz einfach: Die Grenze zwischen digital und analog verschwimmt längst.

Viele unserer liebsten Brettspiele stammen ursprünglich aus dem digitalen Bereich – ob Frostpunk, The Witcher, Europa Universalis oder Slay the Spire. Und wenn ein Spiel es schafft, über zwei Jahrzehnte Freundschaften zu pflegen, dann gehört es auch hier erwähnt.

❣️ Fazit

Counter-Strike ist längst mehr als ein Spiel. Es ist ein Ritual. Eine Konstante. Ein Stück Freundschaft, das sich jeden Dienstagabend aufs Neue wiederholt.

Nach 25 Jahren darf man also ruhig mal Bilanz ziehen: 5 von 5 Meeples – oder Headshots, ganz wie man will.
Perfekt für den Spaß am Dienstag.

ℹ️ Spielinfos

Name:Counter-Strike 1.6
Entwickler:Valve / Minh „Gooseman“ Le, Jess Cliffe
Erstveröffentlichung:19. Juni 1999 (Beta) / 9. November 2000 (1.6)
Genre:Taktischer Ego-Shooter
Spielmodi:Multiplayer / Team vs. Team
Systeme:PC
Karte des Herzens:Rats_2
Besonderheit:Ursprünglich Half-Life-Mod, später eigenständiges Spiel
Bewertung:5 von 5 Meeples – zeitloser Klassiker

🎮 „Vom Headshot zum Meeple – wenn aus digitalen Klassikern Freundschaften werden.“

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