Der Spice-Flow zwischen Deckbuilding, Worker Placement und Intrigen

🧭 Übersicht
Einer der größten Namen im modernen Brettspiel und das völlig verdient.
Mit einem BGG-Rating von 8,4 und Platz 6 weltweit gehört Dune: Imperium zu den strategischen Schwergewichten der letzten Jahre.
Für mich persönlich begann der Weg nach Arrakis jedoch ganz woanders:
Der erste Dune-Roman liegt seit Jahren ungelesen im Regal, aber die neuen Filme haben mich komplett gecatcht. Zusammen mit Freunden aus dem DORF war es jedes Mal ein Pflichttermin: Burger, Bier, Oberhausen, Kino.
Inzwischen haben auch die Kinder die Filme gesehen und klar warten wir auf Teil 3.
Parallel dazu bin ich in Dune: Awakening auf dem PC eingestiegen.
Aber das ist eine andere Geschichte (ungefähr so sandig wie unsere halb weggewehte Basis nach dem Sommerurlaub).
Jetzt ging es endlich um das Brettspiel: Dune: Imperium.
Mit Marcel und Martin haben wir uns an einen Abend voller Karten, Agenten, Intrigen und Kämpfe gesetzt und es wurde ein großartiger Ausflug nach Arrakis.
⚙️ Spielmechanik – Deckbuilding trifft Worker Placement
Dune: Imperium ist eine elegante Mischung aus zwei Mechaniken, die für sich allein schon stark sind:
🟦 Deckbuilding
- Jede Runde: Handkarten ziehen
- Mit Karten Agenten platzieren
- Restkarten am Ende für Kämpfe & Kartenkauf nutzen
- Das Deck optimiert sich nach und nach zu einer gut geölten Maschine
🟧 Worker Placement
- Agenten werden auf die begehrten Felder gesetzt
- Manche Aktionen sind sofort weg, sobald ein anderer Spieler dort steht
- Beliebte Felder: Wasser, Spice, Fraktionsfelder, Truppenrekrutierung
🟥 Konfliktrunden
In jeder Runde entscheidet eine Konfliktkarte, worum es geht: Siegpunkte, Ressourcen, Einfluss.
Und alle wollen natürlich die beste Position im Kampf.
🟪 Intrigenkarten
Das Salz in der Suppe oder das Spice in der Wüste.
Manchmal nur nett, manchmal spielentscheidend.
🧪 Unsere Partien – zwei Runden, zwei Geschichten
⚔️ Runde 1 – Diplomatie, Kampf & ein Atemlos-Finale
- Hendrik: Count Ilban Richese → Ressourcenmaschine
- Martin: Paul Atreides → perfekte Kartenvoraussicht
- Marcel: Count Memnon Thorvald → aggressive Militärpräsenz
Ich habe jeden Kampf gesucht; was anfangs gut lief, aber irgendwann gingen mir Truppen und Ressourcen aus.
Martin konnte Atreides-typisch sauber planen.
Marcel spielte solide Militärstrategie.
Alles in allem: super Einstieg, sehr rund, sehr taktisch.
⚔️ Runde 2 – Der Atem des Spice & das große Finale
- Hendrik: Paul Atreides
- Martin: Count Ilban Richese
- Marcel: Glossu “Beast” Rabban
Diese Runde war geprägt von:
- massiver Spice-Förderung
- kaum Wurmeinsatz
- starkem Endgame-Fokus
Ich habe diesmal bewusst ruhiger gespielt, das Deck geschliffen und alles auf den letzten Kampf gesetzt.
Und dann kam der Moment:
Intrigenkarte + Diplomatie = Allianz-Wechsel in letzter Sekunde.
Genau das brachte den Sieg.
Spannung pur.
💬 Stimmen aus der Runde
Martin
„Es gibt Spiele, da merkt man schon beim Lesen der Regeln, dass sie genial sind.
Das war damals bei Dominion so und ganz klar auch bei Dune.“
Marcel
„Ich hatte klar das beste Deck.“ (Runde 1)
„Vielleicht hätte ich die Diplomatie-Karte nicht scrappen sollen…“ (Runde 2)
Hendrik
„Ein grandioser Mix aus Deckbuilding und Arbeiterplatzierung.
Und nein, der Spaß hat nichts damit zu tun, dass ich beide Runden gewonnen habe ;)“
⭐️ Unsere Bewertung
| Kategorie | Wertung |
|---|---|
| Zugänglichkeit | 🟡 Mittel – Einstieg okay, aber viele Symbole und Optionen |
| Interaktion | 🟢 Hoch – Blockieren, Kämpfen, Kartenauswahl, Intrigen |
| Spielspaß | 🟢 Sehr hoch – unfassbar befriedigend und abwechslungsreich |
| Wiederspielwert | 🟢 Extrem hoch – Leader, Decks, Konflikte, Strategien |
| Gestaltung | 🟡 solide – gute Illustrationen, funktional; kein Deluxe-Overload |
❣️ Gesamtbewertung
4,5 von 5 Meeples
Ein thematisch dichtes, spannendes und perfekt austariertes Kennerspiel, das sowohl Deckbuilding-Fans als auch Worker-Placement-Liebhaber abholt.
Für uns ein Highlight und sicher nicht die letzte Partie. Für das Hügelzelterregal ist die Bestellung bereits raus.
ℹ️ Spieleinfos
- Verlag: Dire Wolf
- Designer: Paul Dennen
- Spieltyp: Deckbuilding, Worker Placement, Konfliktspiel
- Spielerzahl: 1–4
- Dauer: 60–120 Min
- Alter: ab 14 Jahren
- Sprache: DE/EN je nach Edition
- BGG-Rating: 8,4