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🏰 Castles of Burgundy – Der finale Spieletest

Ein zeitloser Euro-Klassiker zwischen Würfelglück und Planungsperfektion


🧭 Übersicht

Nach dem Crowdfunding-Erfahrungsbericht war klar:
Castles of Burgundy bekommt bei uns einen echten Abschlusstest.

➡️ Teil 1 – Gamefound & Premium-Reprint

Seit Frühjahr 2025 liegt die Special Edition nun auf dem Tisch und nicht nur im Regal. Wir haben mehrere Partien zu dritt und zu viert gespielt, unterschiedliche Fürstentümer ausprobiert und erste Erweiterungen getestet.

Und vorweg:

👉 Castles of Burgundy zieht dauerhaft bei uns ein.


🎲 Spielidee & Ablauf (Grundspiel)

Castles of Burgundy von Stefan Feld ist ein klassisches Eurogame:

  • Zwei Würfel pro Runde
  • Zwei Aktionen pro Zug
  • Fünf Phasen à fünf Runden
  • Plättchen nehmen, einsetzen, Effekte auslösen
  • Waren liefern
  • Arbeiter zur Würfelanpassung nutzen

Das Würfelergebnis spannt den Möglichkeitsraum auf.

Man entscheidet nicht ob man Glück hat, sondern wie gut man mit dem Ergebnis arbeitet.

Die zentrale Frage jeder Partie bleibt:

Optimieren oder absichern?
Schnell Punkte oder langfristige Engine?


⏳ Würfel, Planung & Downtime

Was ich besonders mag:

Alle würfeln gleichzeitig.

Man plant bereits, während andere noch überlegen. Downtime verschwindet nicht – aber sie wird produktiv genutzt.

Natürlich passiert es, dass jemand vor einem das entscheidende Plättchen wegschnappt. Dann heißt es: neu denken.

Und genau hier entsteht auch die Interaktion des Spiels: subtil, aber wirkungsvoll. Kein direktes Angreifen, sondern gezieltes Wegnehmen.

(Und ja, Anne nutzt das gerne strategisch gegen mich. Dazu gleich mehr 😉)

Kein Ärger-Spiel.
Kein Chaos.
Sondern taktisches Reagieren.


🧠 „Easy to learn, hard to master“

Die Regeln sind zugänglich.

  • Nach einer Partie kennt man den Ablauf.
  • Nach zwei Partien erkennt man Synergien.
  • Nach drei Partien merkt man, wie viel man noch falsch macht.

Das Spiel wirkt ruhig – aber strategisch enorm tief.

Und genau deshalb steht es seit Jahren so weit oben bei BoardGameGeek.


🏰 Asymmetrie durch Fürstentümer

Bereits im Grundspiel sorgt die Auswahl unterschiedlicher Fürstentümer für leichte Asymmetrie.

Man verfolgt unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Tierstrategien
  • Handelsoptimierung
  • Minenfokus
  • Burgketten (wobei das vorallem optisch ein Highlight ist)

Die erste Erweiterung mit vier weiteren Fürstentümern bringt hier genau das Richtige:

👉 Mehr Varianz ohne Regelüberladung.
👉 Mehr unterschiedliche Startbedingungen.
👉 Mehr Wiederspielreiz.

Das fühlt sich organisch an und passt hervorragend ins Grundsystem.


🧩 Erweiterungen – unser Stand

Die Special Edition bringt eine ganze Reihe von Modulen mit. Hier unser Zwischenstand:

✔️ Getestet

Weitere Fürstentümer
Mehr Asymmetrie, mehr Abwechslung und daher klare Empfehlung.

Neue Sechseckplättchen

  • Zwei neue Klöster (mehr Mechanik, mehr Varianz)
  • Der „Kran“ als kleine Kopiermechanik – simpel, aber passend
  • Die Gänse bringen frischen Wind in die Tierwelt

Das fügt sich gut ein, ohne das Spiel zu verbiegen.

Weiße Burgen
Diese haben wir von Beginn an mitgespielt – und die Mechanik gefällt uns gut.
Wer eine weiße Burg baut, darf den weißen Würfel einmalig einsetzen. Der Effekt ist vergleichbar mit dem Schlossplättchen: ein spürbarer, aber kontrollierter Boost.
👉 Eine elegante Ergänzung, die sich nahtlos ins Grundspiel einfügt.

Drei weiße Burgen

🔄 Noch nicht getestet (aber reizvoll)

Grenzposten
8 neue Fürstentümer + zusätzliche Wertungsmechanik. Klingt spannend, steht aber noch aus.

Gasthöfe
Vermutlich eine Art Joker-Mechanik zum Abschließen von Regionen. Eigentlich sehr sinnvoll – kommt bald auf den Tisch.

Handelsstraßen
Könnten den Handel stärker pushen. Da ich bislang kein starker Händler war, vielleicht genau mein Modul 😉


⏳ Derzeit kein Fokus

Teamspiel – aktuell kein Bedarf.
Solospiel – reizt uns momentan nicht.


⚖️ Erweiterungen mit größerem Eingriff

Die Schilde
Verändert laut Beschreibung das Grundspiel deutlich. Aktuell fehlt uns die Motivation für diesen Eingriff.

Chateauma (Weinberge)
Stark verändernd, längere Spieldauer (2+ Stunden). Optisch großartig – das Display und die Acrytiles sehen hervorragend aus. Aber das testen wir nicht „mal eben“.

Hier braucht es bewusst Zeit.


🎨 Material & Spielgefühl

Die Premium-Komponenten helfen dem Spiel.

  • Dual Layer Boards verhindern Verrutschen
  • Größere Hexes erhöhen Übersicht
  • Acrylteile sorgen für Klarheit
  • Die Mini-Burgen geben Präsenz

Es spielt sich (vermutlich) nicht anders, aber angenehmer.

Gerade bei einem analytischen Eurogame ist gute Übersicht Gold wert.


⭐️ Unsere Bewertung ⭐️

Zugänglichkeit: 🟢 Hoch
Regeln schnell erklärt, Einstieg problemlos.

Interaktion: 🟡 Mittel
Indirekt, aber spürbar über Plättchenkonkurrenz – und ja, gezieltes „Wegschnappen“ kann durchaus strategisch eingesetzt werden.

Spielspaß: 🟢 Sehr hoch
Hoher Optimierungsreiz, starke Revanche-Motivation.

Wiederspielwert: 🟢 Sehr hoch
Durch Fürstentümer und Module enorm variabel.

Material & Gestaltung (Special Edition): 🟢 Sehr hoch
Hochwertig, funktional, beeindruckend.


💬 Familienmeinungen

Maja:
„Ich mag, dass man immer etwas machen kann – auch wenn man schlecht würfelt.“

Josef:
„Ich liebe die Taktik und den klaren strategischen Fokus. Man kann richtig zielorientiert spielen.“
(Eigentlich genau sein Genre.)

Anne:
„Ich mag es ja schon, dir das Plättchen wegzuschnappen, das du haben wolltest.“
(Anmerkung der Redaktion: Es zahlt sich selten aus, den Mann zu ärgern – wie man am Spielergebnis der letzten Partie sehen kann 😉)

Hendrik:
„Castles of Burgundy ist eines dieser Spiele, die man unterschätzt, bis man merkt, wie elegant alles ineinandergreift.“

Gewonnen 😎

❣️ Gesamtbewertung

4,5 von 5 Meeples

Castles of Burgundy ist:

  • ein zeitloser Euro-Klassiker
  • mit hervorragender Würfelmechanik
  • klarer Struktur
  • hoher strategischer Tiefe
  • und enormem Wiederspielwert

Die Special Edition macht daraus keine Revolution –
aber die vermutlich schönste Version dieses Klassikers.

Warum keine 5 von 5?

Wir spielen häufig zu dritt – und das Spiel ist unseres Erachtens zu viert noch einmal stärker.
Einfach deshalb, weil dann in der Auslage keine Lücken bleiben und gefühlt „alles“ ins Spiel kommt. Die Konkurrenz um Plättchen ist höher, Entscheidungen sind enger, und das Spiel entfaltet seine volle Dynamik.

Zu dritt ist es sehr gut.
Zu viert ist es exzellent.

👉 Das Spiel bleibt dauerhaft in unserer Sammlung.
👉 Weitere Module folgen Schritt für Schritt.
👉 Und vielleicht wagen wir uns doch schneller an Chateauma als gedacht.


ℹ️ Spieleinfos (BGG)

Name: Castles of Burgundy – Special Edition
Designer: Stefan Feld
Verlag: Awaken Realms / alea
Spielerzahl: 1–4
Spieldauer: 70–120 Minuten
Komplexität (BGG): 2,84 / 5
BGG-Wertung: Top 20 All-Time

🏰 Castles of Burgundy – Special Edition (Gamefound)

🧭 Übersicht

Es wird Zeit, eine Wissenslücke zu schließen.

Castles of Burgundy, ein absoluter Klassiker von Stefan Feld, rangiert seit Jahren ganz weit oben bei BoardGameGeek. Aktuell um Platz 15 im All-Time-Ranking. Ein Eurogame ohne Miniaturen und damit eine klare Gameplay-Ansage.

Und trotzdem hatte ich es nie gespielt.

Als Awaken Realms im Juni 2024 die Special Edition auf Gamefound neu aufgelegt hat, war das die perfekte Gelegenheit. Ein Klassiker; aber in Premium.

Unterstützt habe ich damals im Juni 2024. Ich war extrem neugierig auf dieses renommierte Brettspiel und insbesondere gespannt auf die Zusammenarbeit zwischen Awaken Realms und Ravensburger. Geliefert wurde im Frühjahr 2025. Seitdem ist es kein „Regal-Schönling“, sondern tatsächlich regelmäßig auf dem Tisch gelandet.

Denn die spannende Frage war nicht nur, ob ich es endlich spielen würde, sondern was diese Premium-Version mit einem ohnehin legendären Design anstellt.


📦 Mein Pledge & Inhalt

Ich bin mit dem Splendid Pledge (165 $) eingestiegen.

Enthalten waren:

  • Special Edition Grundspiel
  • Alle Stretch Goals
  • Neoprenmatte
  • Acrylic Hexes Upgrade
  • Acrylic Tiles Upgrade
  • Alle Erweiterungen inklusive Vineyard
  • Solo Automa

Nicht genommen habe ich das Terrain Pack.
Der Sprung von 165 $ auf 255 $ war mir dann doch etwas zu sportlich, zumal Versand, VAT und Sundrop ebenfalls zusätzlich zu Buche schlagen.

Aber: Die Acryl-Upgrades und die Matte waren gesetzt.


🎨 Premiumisierung – was wurde verändert?

Awaken Realms verfolgt mit dieser Reihe eine klare Idee:
Bewährte Designs nehmen und sie technisch wie optisch auf ein neues Niveau heben.

Hier bedeutet das konkret:

  • Komplett neues Artwork
  • Überarbeitetes Layout
  • 30 % größere Hex-Tiles
  • Dual Layer Player Boards
  • Metallmünzen
  • Hochwertiges Insert
  • Spezialbeutel
  • Alle jemals erschienenen Erweiterungen

Und natürlich:

🏰 Die Burgen als Miniaturen – mit Sundrop

Die Castle-Miniaturen sind für mich das emotionale Highlight.
Eigentlich „nur“ Marker – aber mit Sundrop sehen sie einfach großartig aus und geben dem Spiel Präsenz auf dem Tisch.

(Mein Bild der Burgen kommt hier in den Artikel.)


💬 Crowdfunding-Erlebnis

Die Kampagne selbst lief solide.

  • Über 4,2 Millionen USD Finanzierung
  • Mehr als 20.000 Unterstützer
  • Reprint als Pledge Manager Projekt

Die Kommunikation war sachlich und verlässlich.
Die Lieferung im Frühjahr 2025 lag absolut im erwartbaren Rahmen.

Für ein Projekt dieser Größenordnung: angenehm unspektakulär.


🤔 Warum unterstützen – obwohl ich das Original nicht kannte?

Normalerweise teste ich erst und entscheide dann.

Hier war es anders.

  • BGG-Ranking als Qualitätsindikator
  • Stefan Feld als Designer
  • Alle Erweiterungen in einer Box
  • Premium-Komponenten
  • Und der Gedanke: Wenn schon, dann richtig.

Es fühlte sich nicht nach Hype an, sondern nach einer bewussten Investition in einen Klassiker.


🎲 Ersteindruck nach Lieferung

Schon beim Auspacken merkt man:

Das ist die „definitive Version“.

Die Acrylteile wirken schwer und hochwertig.
Die Dual Layer Boards sind funktional durchdacht.
Das Insert ist sinnvoll strukturiert.
Nichts klappert. Nichts wirkt billig.

Und obwohl Castles of Burgundy mechanisch ein klassisches Eurogame bleibt, sorgt die Premiumisierung für deutlich mehr Tischpräsenz.

Gerade bei einem Spiel, das oft als „trocken“ beschrieben wird, macht das viel aus.


🔮 Ausblick

Seit der Lieferung im Frühjahr 2025 haben wir mehrere Partien zu dritt und zu viert gespielt, einmal sogar mit Maria statt Anne, was ebenfalls sehr rund lief.

Wie sich das Spiel mechanisch anfühlt,
warum das gleichzeitige Würfeln so viel zur Downtime-Dynamik beiträgt,
und ob es wirklich „easy to learn, hard to master“ ist …

das klären wir im nächsten Beitrag.


❣️ Fazit zur Kampagne

Für mich war diese Gamefound-Unterstützung:

  • Eine kalkulierte Impulsentscheidung 😉
  • Eine bewusst geschlossene Lücke in meiner Brettspielvita
  • In einer Version, die vermutlich lange Bestand haben wird

Die Special Edition liefert genau das, was sie verspricht:
Ein legendäres Eurogame – neu gedacht, hochwertig produziert, komplett ausgestattet – und alles in einer (großen) Kiste.

Und sie hat bei mir einen Effekt ausgelöst:

👉 „Mehr davon.“

(Deshalb bin ich übrigens auch noch beim Puerto Rico Premium Late Pledge eingestiegen. Dazu folgt bald ein eigener Bericht, denn daas Spiel wurde auch bereits ausgeliefert)


ℹ️ Kampagneninfos

Name: Castles of Burgundy: Special Edition Reprint
Designer: Stefan Feld
Publisher: Awaken Realms / alea
Spielerzahl: 1–4
Spielzeit: ca. 70–120 Minuten
Komplexität (BGG): 2,84 / 5
Kampagnenstart: Juni 2024
Finanzierung: 4.278.299 USD
Unterstützer: 20.620
Pledge: Splendid Pledge (165 $)
Lieferung: Frühjahr 2025
Sprache: Englisch
Bewertung (Ersteindruck): 4,5 von 5 Meeples – Premium trifft Klassiker

🛡️ Valheim: The Board Game – Wenn das Brettspiel das Original atmet

🧭 Einstieg: Zurück in Valheim – diesmal am Tisch

Nachdem Lieferung und erster Eindruck überzeugt hatten, war klar:
Das Brettspiel muss sofort auf den Tisch.

Wir sind mit drei Spielern gestartet, hatten später auch eine Partie mit Maria dabei
und haben danach zu dritt alle Bosse einmal gelegt
Einige Szenarien haben wir gespielt, andere liegen noch vor uns – bewusst.

Denn eines wurde schnell klar:

Dieses Spiel lebt von Wiedererkennung – und davon, dass man ihm Raum lässt. Nicht zu viele Runden an einem Wochenende.


🗺️ Szenarien & Struktur

Das Spiel arbeitet mit klar strukturierten Szenarien:

  • eigene Karten
  • klare Ziele
  • unterschiedliche Anforderungen an Vorbereitung, Kampf und Ausbau

Man merkt sofort:
Hier wollte niemand einfach nur „Monster aneinanderreihen“,
sondern Valheim als Erlebnis übersetzen.

Ein besonderer Reiz liegt darin, dass:

  • Sterben dazugehört
  • der Grabbesuch leider auch
  • Vorbereitung wichtiger ist als Heldentum

Genau wie im PC-Spiel.

Aber analog zum PC-Spiel ist auch beim Brettspiel der Ressourcen-Grind zentral. Spätestens in der dritten Runde kann sich dieser Teil dann allerdings etwas eintönig anfühlen.


⚔️ Mechanik & Spielgefühl

🔁 Sterben & Loot-Rückholung

Das vielleicht wichtigste Lob zuerst:

👉 Sterben tut weh.
Und das ist gut so.

  • Ausrüstung weg
  • Buffs weg
  • Nahrung weg

Ungebufft loszuziehen fühlt sich genau so falsch an wie am PC.
Und ja: Im Team geht es deutlich besser.

🎲 Kampfsystem

Das Kampfsystem hat uns alle überzeugt:

  • schnell
  • fair
  • flüssig
  • ohne Verwaltungsballast

Der aktive Spieler würfelt auch für die Gegner; das hält das Tempo hoch und fühlt sich erstaunlich ausgewogen an.

Für mich eines der besseren kooperativen Kampfsysteme der letzten Zeit.

Ganz ehrlich:
In dieser Richtung hätte ich mir bei Isofarian Guard manchmal mehr Straffung gewünscht –
dort dauern Kämpfe teils länger als die Geschichte,
obwohl die Geschichte eigentlich im Fokus steht.
(Aber das wird eine andere Rezension.)


🛠️ Ausbau & Progression – Licht und Schatten

✔️ Was hervorragend funktioniert

  • Ausbau der Ausrüstung
  • Vorbereitung auf Bosse
  • Ressourcenmanagement
  • Haus als zentrale Anlaufstelle

Aus jeder Pore des Spiels atmet das Brettspiel das PC-Original.
Wer Valheim kennt, fühlt sich sofort zu Hause.

⚠️ Der Wehrmutstropfen: Heldenprogression

Was fehlt – zumindest teilweise:

  • keine echte Heldenprogression
  • keine langfristigen Skillbäume
  • keine Entwicklung „meines Charakters“

Ja, es gibt:

  • einen Kampagnenmodus
  • mehrere Szenarien in einem Run

Aber:
Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, das sofort zu spielen.

Warum?
Weil wir die Sorge hatten, uns zu übersättigen
und das Spiel dann aus einem falschen Blickwinkel zu bewerten.

Die Erfahrung bis hierhin war einfach zu gut, um sie zu überfrachten.


🎲 Komponenten & Material

  • Miniaturen: stimmig, wertig
  • Neoprenmatte: fantastisch
  • Haus: Holz statt Pappe (positiv überrascht)
  • Möbel: Standees – funktional, okay

Ein kleiner Wunsch bleibt:
👉 Ein zweiter Würfelsatz wäre Gold wert.
Memo an mich:

Bei allen zukünftigen Kampagnen immer einen Extra-Würfelsatz mitbacken.


💬 Stimmen aus unserer Runde

Hendrik:
„Ich erkenne das PC-Spiel in fast jedem Mechanik-Moment wieder.
Das hier ist keine Lizenzverwertung – das ist eine Adaption mit Herz.“

Maria:
„Das Kampfsystem ist überraschend elegant.
Ich hätte mehr Verwaltungsaufwand erwartet.“

Josef:
„Sterben ist nervig. Aber genau deshalb fühlt sich ein Boss-Kill richtig gut an.“

Maja:
„Der Gameplay-Loop ist in der fünften Runde dann doch zu gleichförmig. Wir brauchten eine Pause“


🔄 Der Kreis schließt sich: Zurück an den PC

Während wir das Brettspiel gespielt haben, ist etwas Lustiges passiert:

👉 Josef ist jetzt am PC eingestiegen.

Wir haben gemeinsam wieder von vorne angefangen – Multiplayer, Teamplay.
Parallel dazu spielt Call!po aktuell mit seinem Sohn. (mehr dazu im Beitrag zum PC-Spiel)

So sieht Wissensweitergabe generationsübergreifend 2026 aus:

  • Discord
  • Server
  • Wikinger
  • und viel gemeinsames Scheitern

⭐️ Unsere Bewertung (Hügelzelter-Schema)

⭐️ Unsere Bewertung

  • Zugänglichkeit: 🟢 Gut (mit PC-Vorkenntnis sehr gut)
  • Interaktion: 🟢 Hoch (echtes Koop-Gefühl)
  • Spielspaß: 🟢 Hoch
  • Wiederspielwert: 🟡 Gut (Kampagnenmodus noch offen)
  • Gestaltung & Material: 🟢 Sehr hoch

❣️ Gesamtbewertung

4 von 5 Meeples ⭐⭐⭐⭐☆

Ein starkes, atmosphärisches kooperatives Brettspiel,
das sein digitales Vorbild respektiert und versteht.


🧾 Fazit

Valheim: The Board Game ist kein Spiel für jeden.
Aber für alle, die das PC-Original kennen oder kooperatives Survival mögen, ist es:

  • ehrlich
  • fordernd
  • thematisch sehr stimmig

Kein All-In-Zwang.
Kein Blender.
Ein Spiel, das weiß, woher es kommt.

Und ja:
Wir bleiben dran –
mit dem Kampagnenmodus,
mit weiteren Szenarien
und sicher auch mit weiteren Abenden in Valheim.

📦 Valheim: The Board Game – Warum ich (doch) eingestiegen bin

Kampagne, Zweifel & ein besserer zweiter Eindruck


🧭 Ausgangslage: Liebe zum Spiel – Skepsis zur Umsetzung

Dass ich eine starke emotionale Bindung zu Valheim habe, ist kein Geheimnis.
Umso überraschender vielleicht: Mein erster Eindruck vom Brettspiel war eher verhalten.

Als die Kampagne auf Gamefound startete, war ich skeptisch:

  • Das Bauelement wirkte auf den ersten Blick sehr schlicht
  • Das Haus sah nach Pappe aus und wenig passend zu den vielen Stunden, die ich im PC-Spiel mit dem Ausbau unserer Langhäuser verbracht hatte
  • Möbel als Standees statt als richtige Objekte?
    → fühlte sich nicht nach „Valheim“ an

Kurz: Nostalgie allein reicht nicht, um sofort einzusteigen.


🎙️ Wendepunkt: Spiel Essen & Brettzeit

Der Wendepunkt kam – wie sollte es anders sein – über die Spiel in Essen und einen Podcast.

Nick und Paul von „Brettzeit“ wirkten in ihrer Berichterstattung ehrlich angetan vom Brettspiel.
Und das, obwohl ihr Beuteschema eigentlich eher bei kooperativen Dungeon Crawlern mit Progression liegt.

Das hat mich aufhorchen lassen.

Also habe ich mir die Kampagne noch einmal in Ruhe angesehen:

  • Miniaturen
  • Meeples
  • Neoprenmatte
  • Produktionsqualität

Und irgendwann kam der Gedanke:

„Vielleicht ist das hier kein 1:1-Abbild meiner PC-Erinnerungen – aber eine durchdachte Adaption.“


💸 Meine Entscheidung im Pledge Manager

Ich bin nicht All-In gegangen – bewusst.

Gebackt habe ich:

  • Deluxe Version für 115 €

Nicht genommen habe ich:

  • Haldors Hoard (+ ca. 40 €)
    → thematisch nett, aber für mich kein Muss

Rückblickend:
👉 Ich glaube, das war genau die richtige Entscheidung.


📦 Lieferung & erster Eindruck

Schon kurz nach der Spiel 2025 in Essen kam die Lieferung.

Und hier hat sich mein Bild deutlich geändert:

  • ✔️ Sehr hochwertiger Karton
  • ✔️ Große, saubere Neoprenmatte für die Spielwelt (und für das Wasser um den Inseln)
  • ✔️ Schöne, stimmige Miniaturen
  • ✔️ Holzhaus statt Pappe – das hatte ich so nicht erwartet

Ja:

  • Möbel sind weiterhin aus Pappe bzw. Standees
  • Aber: Holzstandees wären optional gewesen – und ehrlich gesagt nicht nötig

Wenn ich will, drucke ich mir hier vielleicht irgendwann noch etwas aus.
Aber: Das Spiel funktioniert auch so sehr gut.


📊 Kampagnen-Fakten (kurz & nüchtern)

Valheim: The Board Game

  • Publisher: MOOD Publishing
  • Funding: ca. 2,4 Mio. €
  • Backer: über 10.600
  • Spieler: 1-4 (kooperativ)
  • Spielzeit: ca. 120 Minuten
  • Alter: ab 12 Jahren

🧾 Zwischenfazit zur Kampagne

Die Kampagne hat bei mir einen zweiten Blick gebraucht,
aber dieser zweite Blick hat sich gelohnt.

  • Die Umsetzung ist wertiger als erwartet
  • Die Deluxe-Version trifft für mich den Sweet Spot
  • Die Nähe zum PC-Original wird nicht über Material, sondern über Mechanik hergestellt

👉 Kein Nostalgie-Cashgrab, sondern eine ernst gemeinte Adaption.

🚀 Arche Nova – Gamefound Deluxe Upgrades von Kekpop Spiele

🌍 Eine etwas andere Kampagne

Eines der absoluten Top-Spiele bei BoardGameGeek, Arche Nova, hat bei uns endlich Einzug gehalten – passend zu Majas Geburtstag.

Zeitgleich startete im August 2025 eine Gamefound-Kampagne, die allerdings einen etwas anderen Weg ging:

Man konnte nicht das Spiel selbst, sondern ausschließlich Premium-Komponenten unterstützen.

Hinter dem Projekt stehen Awaken Realms in Kooperation mit Kekpop Spiele – dem Studio von Mathias Wigge, dem Autor von Arche Nova (2021).

Die Idee: einem modernen Klassiker das Material-Upgrade zu geben, das er verdient hat – ähnlich wie Awaken Realms es zuvor schon bei The Castles of Burgundy umgesetzt hat.

💎 Warum wir eingestiegen sind

Da Arche Nova ohnehin gerade bei uns eingezogen war und sich schnell als Favorit herauskristallisierte, war die Entscheidung klar:

Ich habe das Upgrade-Pack unterstützt – nicht All-In, aber eine vernünftige und hochwertige Zusammenstellung, die das Spielgefühl deutlich verbessert.

Unsere Auswahl:

  • Acryltokens
  • Premium Dual-Layer-Playerboards
  • Neopren-Spielbretter
  • 3D-Spezialgebäude

Kurz gesagt: eine Vernunft-Kombination – genug, um das Spiel spürbar aufzuwerten, ohne in übertriebenen Luxus abzurutschen.

📦 Fazit zur Gamefound-Kampagne

  • Kampagne: professionell präsentiert, transparent kommuniziert
  • Thema: gezieltes Material-Upgrade, kein neues Spiel
  • Qualität: erwartungsgemäß sehr hoch – Awaken Realms & Kekpop liefern Premium-Anspruch
  • Pledge: durchdacht – hochwertige, funktionale Komponenten
  • Gesamt: ein gelungenes Deluxe-Projekt für eines der besten Spiele der letzten Jahre

🔮 Ausblick

Die Lieferung ist derzeit für 2026 angekündigt.

Wir freuen uns darauf, Arche Nova dann in voller Deluxe-Ausstattung auf den Tisch zu bringen – und sind gespannt, ob es bis dahin vielleicht noch ein paar zusätzliche Promos oder Bonuskomponenten geben wird.

Mit diesem Upgrade dürfte sich unser Exemplar endgültig zum Highlight im Spieleregal entwickeln. 🐘🦒🦜

ℹ️ Kampagnendaten

  • Plattform: Gamefound
  • Projektname: Arche Nova – Deluxe Upgrades
  • Start: August 2025
  • Veranstalter: Awaken Realms & Kekpop Spiele (Mathias Wigge)
  • Lieferung: voraussichtlich 2026
  • Unterstützter Pledge: Upgrade Pack (kein All-In)

🎲 Steam Power (Deluxe) – Spielbewertung

🧭 Übersicht

Steam Power ist ein Eisenbahn-Wirtschaftsspiel von Martin Wallace (Anno 1800, Brass). In der Deluxe-Ausgabe kommt es mit besonderen Komponenten und zahlreichen Spielplänen. Ziel ist es, Netzwerke aufzubauen, Städte miteinander zu verbinden und Ressourcen clever zu transportieren.

Besonders auffällig: Die vielen Stoffsäcke für Material und die auf Stoff gedruckten Spielpläne. Dadurch gibt es eine Vielzahl an Varianten, die sich platzsparend verstauen lassen. Trotz des leichten Materials sorgt das hohe Gewicht der Acryl-Auftragsplättchen dafür, dass alles stabil am Platz bleibt.

Unsere ersten Partien (zu zweit und zu dritt) liefen erstaunlich flüssig. Die Regeln waren schnell gelesen, verstanden und erklärt – die Einstiegshürde ist deutlich niedriger als bei anderen Wallace-Titeln.


⚙️ Spielmechanik

  • Netzwerke aus Strecken bauen und Städte verbinden
  • Ressourcen aus Fabriken transportieren
  • Einnahmen und Aufträge clever kombinieren
  • Interaktion entsteht durch Streckennutzung, Fabrikbau und die Preisgestaltung

Besonders elegant wirkt, wie knapp die Ressourcen und die Zahl der Städte austariert sind. Dadurch bleibt die Spannung hoch, ob man „alles Nötige“ zusammenbekommt.


⭐️ Unsere Bewertung ⭐️

  • Zugänglichkeit: 🟢 Hoch – Regelwerk schnell erfasst und erklärt.
  • Interaktion: 🟡 Mittel bis hoch – Nutzung fremder Strecken und Fabriken sorgt für Reibung.
  • Spielspaß: 🟢 Gut – spannende, knappe Partien; erste Begeisterung.
  • Wiederspielwert: 🟢 Hoch – durch viele Spielpläne und Erweiterungen extrem variabel.
  • Gestaltung: 🟢 Hoch – Stoffpläne und Acrylteile sind eine clevere Kombination, Material wertig.

💬 Familienmeinung

Hendrik:
„Die Idee mit den Stoffplänen ist genial – so kompakt und gleichzeitig stabil. Regeln waren flott drin, und die Partien laufen schön straff.“

Maja:
„Im ersten Moment fand ich es komisch, dass andere Spieler in ‚meinen‘ Städten Fabriken bauen dürfen. Auch die Preise für Streckennutzung wirkten niedrig. Aber am Ende war es spannend – und ich habe die erste Partie gleich gewonnen.“

Josef:
„Die Acrylteile sind richtig cool. Es wirkt alles stabil und wertig, ohne überladen zu sein.“


❣️ Gesamtbewertung

4 von 5 Meeples

Ein zugängliches, clever konstruiertes Eisenbahnspiel, das mit Materialideen punktet und Lust auf viele weitere Partien macht. Mit mehr Spielern könnte es enger und konfliktlastiger werden – was für zusätzliche Würze sorgen dürfte.


ℹ️ Spieleinfos

  • Verlag: Wallace Design
  • Autor: Martin Wallace
  • Erscheinungsjahr: 2025 (Gamefound-Kampagne 2024)
  • Spieltyp: Eisenbahn-, Wirtschafts- & Netzwerkspiel
  • Spielerzahl: 2–4 (Ersteindruck: 2 und 3 Spieler getestet)
  • Spieldauer: 60–120 Minuten
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Sprache: DE (Languages-Pledge)

🚂 Steam Power – Crowdfunding-Erfahrungsbericht

🌍 Hintergrund

Steam Power stammt aus der Feder von Martin Wallace, der schon für Klassiker wie Brass oder Anno 1800 verantwortlich ist. Letzteres steht bereits in unserem Regal und hat uns (auch Anne) mechanisch überzeugt.

2024 startete die Kampagne auf Gamefound. Ich habe im November 2024 im Late Pledge das „Station Master All-in Bundle – Languages“ gewählt – in der deutschen Version. Enthalten sind Grundspiel, Erweiterungen und Deluxe-Elemente.


📦 Auslieferung

Am 26.09.2025 kam das Paket an – nur 10 Monate nach dem Pledge. Für eine Crowdfunding-Kampagne ein sehr schneller und sauberer Ablauf.


🎨 Deluxe-Komponenten

Besonders auffällig bei der Deluxe-Version:

  • Auftragsplättchen wurden durch hochwertige Acryl-Varianten ersetzt.
  • Das gesamte Material wirkt modern, wertig und angenehm in der Hand.
  • Insgesamt ein deutlicher Aufwertungsschritt, der den Tisch optisch glänzen lässt.

🎲 Ersteindruck

  • Design: klar, modern, funktional.
  • Mechanik: deutlich zugänglicher als Anno 1800 – könnte ein Titel für „schnelle Partien zwischendurch“ werden.
  • Erweiterungen: wirken sinnvoll integriert, keine künstlichen Add-ons.
  • Deluxe-Pledge: absolut lohnenswert.

⚖️ Fazit zur Kampagne

  • Kampagne: professionell aufgezogen, Übersicht und Kommunikation stimmig.
  • Auslieferung: sehr schnell und zuverlässig.
  • Pledge-Wahl: Deluxe hat sich für uns ausgezahlt – Acryl-Aufträge sind ein Highlight.
  • Ausblick: Erste Partien stehen kurz bevor – wir sind gespannt, ob Steam Power ein schneller „Go-to-Titel“ wird.

🎲 Mindbug: Battle Fruits – Spielbewertung

🧭 Kontext & Einstieg

Wir sind gerade in Frankreich auf einem Campingplatz im Urlaub. Zwischen Croissants und Kaffee haben wir morgens zwei schnelle Runden Battle Fruits gespielt – Josef gegen Hendrik.

Das Spiel stammt aus einer Gamefound-Kampagne und ist eine fruchtig-witzige Variante von Mindbug.

⚙️ Spielprinzip

Wie im Original versuchen die Spieler:innen per Kreaturenkarten die Lebenspunkte des Gegenübers zu reduzieren. Der Mindbug-Mechanismus erlaubt es, beim Ausspielen eine gegnerische Kreatur zu übernehmen – für herrliche Wendungen.

Die Battle Fruits-Edition ersetzt Monster durch überdrehte Früchte mit eigenen Fähigkeiten – leicht zu lernen, schnell im Kopf.

🛠️ Mechanik & Besonderheiten

MechanikBewertung / Eindruck
KartenduelleSchnell, interaktiv, direkt
Mindbug-MechanismusGenialer Twist, sorgt für Tempo und Taktik
IllustrationenHumorvoll, farbenfroh, sofort zugänglich
ReisetauglichkeitSehr hoch – kleine Box, sofort spielbereit
WiederspielreizHoch, besonders im 2‑Spieler‑Duell

👥 Unsere Spielrunde

Zwei flotte Partien am Frühstückstisch – und wir hätten locker weitergespielt. Kein langes Regelstudium nötig, direkt drin und abwechslungsreich genug für mehrere Runden.

Die Box aus der Gamefound-Kampagne hat einen praktischen Magnetverschluss – platzsparend und sicher im Reisegepäck.

💬 Stimmen aus der Familie

Hendrik:
Perfektes Urlaubsspiel – schnell erklärt, schnell gespielt und trotzdem taktisch fordernd.

Josef:
Macht Spaß! Am besten ist, wenn man mit dem Mindbug eine starke Karte vom Gegner klaut.

✅ Unsere Bewertung

  • Was uns gefallen hat:
    • Kurz & knackig – ideal für zwischendurch
    • Kreative Illustrationen, witziges Thema
    • Mindbug-Mechanismus sorgt für Spannung
    • Sehr reisetauglich
  • Was uns weniger gefallen hat:
    • Weniger Langzeitmotivation als „große“ Spiele

⭐ Gesamtbewertung

4 von 5 Meeples
Ein unterhaltsames, schnelles Duellspiel, das besonders auf Reisen glänzt.

📦 Spieleinfos

  • Titel: Mindbug: Battle Fruits
  • Verlag: Nerdlab Games
  • Spielerzahl: 2 (mit Erweiterungen mehr möglich)
  • Spieldauer: ca. 15–25 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Komplexität: 🧠
  • Genre: Kartenduell, Taktik, Humor