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🐉 Das schwarze Auge – 36 Jahre in Aventurien

Es gibt Spiele, die spielt man.
Und es gibt Welten, in die wächst man hinein – gemeinsam mit anderen.

Das Schwarze Auge ist für mich genau das.
Nicht nur wegen Aventurien, Regeln oder Kampagnen.
Sondern wegen der Menschen, mit denen ich diese Welt seit Jahrzehnten teile.

Mein Einstieg liegt 1988. Abenteuer-Basisspiel. Der Streuner soll sterben. Die Kanäle von Grangor.
Damals ahnte ich nicht, dass diese Spielwelt mich nicht nur begleiten, sondern verbinden würde.

Richtig tief wurde es im Studium. Anfang der 2000er.
Unser Meister für die großen Geschichten war und ist Christian. Wir haben schon gemeinsam das Abitur gemeistert, verloren uns aus den Augen, und trafen uns später zufällig auf einer Studentenparty wieder. Aus einem „Was machst du eigentlich heute?“ wurde eine Runde. Aus einer Runde eine Kampagne. Und aus einer Kampagne die legendäre G7.

Mein Kor-Geweihter Daedalus al Shrabat wurde zu Ruhm geführt – und starb. Aventurisch konsequent. Sicherlich war er der kämpferische Kern der Gruppe, außer bei Grottenschraten. Aber die sind unfair.
Aber die Gruppe blieb.

Zu dieser Gruppe gehört auch Maria. Damals wie heute Mitspieler, inzwischen nicht nur Freund, sondern auch Patenonkel von Josef.
Esther, jahrelang Teil der Runde, damals Nachbarin von Maria, später Mitspielerin, heute mit Christian verheiratet.
Tim und Franzi komplettieren die Gruppe – ebenfalls verheiratet, nachdem Tim früher einmal WG-Mitbewohner von Maria war und später mit Esther und Maria zusammenlebte.

Es gab aber nicht nur konstanz.
Diese Runde ist kein statisches Konstrukt. Sie hat Phasen erlebt. Nähe und Abstand. Umzüge, neue Partner, Kinder, berufliche Wege, andere Städte.
Manchmal wurde weniger gespielt. Manchmal monatelang gar nicht.
Und dann kam immer wieder der Moment, in dem jemand schrieb:
„Habt ihr Lust, mal wieder?“

Heute spielen wir anders.
Online über Zoom, unterstützt von Roll20 und Foundry VTT. Die Technik ist moderner, die Geschichten nicht weniger intensiv. Und Aventurien fühlt sich immer noch vertraut an.

Und dann ist da die nächste Generation.

Mit den Kindern habe ich die erste Kampagne der DSA-Einsteigerbox „Das Geheimnis des Drachenritters“ gespielt. Zunächst geleitet von Esther über Foundry für uns alte Krieger, später habe ich selbst für die Kinder gemeistert. Eine Rezension dazu steht noch aus. Sie wird folgen, nachdem wir auch das zweiter Abenteuer beschritten haben.

Auch abseits des klassischen Rollenspiels sind wir tief in der Welt verankert:
Crowdfunding-Projekte wie Das Aventurische Lexikon und Kirchen Alverans, Aventuria – The Adventure Board Game mit Erweiterungen, der Aventurische Bote, den ich seit Jahren abonniert lese. Aventurien ist bei uns kein Nostalgiethema, sondern Gegenwart.

Warum dieser Beitrag?
Weil Out of Context auf der Spielwiese der Hügelzelter genau dafür da ist:
für die Geschichten hinter den Spielen. Für das, was bleibt, wenn man Regeln vergisst und Charakterbögen verblassen.

👉 Die Rezension zur Einsteigerbox folgt.
👉 Weitere Beiträge zu Aventurien sind geplant.

Manche Spielwelten wechseln Editionen.
Manche Gruppen wechseln Lebensphasen.

Aber manche Geschichten trägt man ein Leben lang mit sich –
und würfelt sie immer wieder neu.

🛡️ Valheim: The Board Game – Wenn das Brettspiel das Original atmet

🧭 Einstieg: Zurück in Valheim – diesmal am Tisch

Nachdem Lieferung und erster Eindruck überzeugt hatten, war klar:
Das Brettspiel muss sofort auf den Tisch.

Wir sind mit drei Spielern gestartet, hatten später auch eine Partie mit Maria dabei
und haben danach zu dritt alle Bosse einmal gelegt
Einige Szenarien haben wir gespielt, andere liegen noch vor uns – bewusst.

Denn eines wurde schnell klar:

Dieses Spiel lebt von Wiedererkennung – und davon, dass man ihm Raum lässt. Nicht zu viele Runden an einem Wochenende.


🗺️ Szenarien & Struktur

Das Spiel arbeitet mit klar strukturierten Szenarien:

  • eigene Karten
  • klare Ziele
  • unterschiedliche Anforderungen an Vorbereitung, Kampf und Ausbau

Man merkt sofort:
Hier wollte niemand einfach nur „Monster aneinanderreihen“,
sondern Valheim als Erlebnis übersetzen.

Ein besonderer Reiz liegt darin, dass:

  • Sterben dazugehört
  • der Grabbesuch leider auch
  • Vorbereitung wichtiger ist als Heldentum

Genau wie im PC-Spiel.

Aber analog zum PC-Spiel ist auch beim Brettspiel der Ressourcen-Grind zentral. Spätestens in der dritten Runde kann sich dieser Teil dann allerdings etwas eintönig anfühlen.


⚔️ Mechanik & Spielgefühl

🔁 Sterben & Loot-Rückholung

Das vielleicht wichtigste Lob zuerst:

👉 Sterben tut weh.
Und das ist gut so.

  • Ausrüstung weg
  • Buffs weg
  • Nahrung weg

Ungebufft loszuziehen fühlt sich genau so falsch an wie am PC.
Und ja: Im Team geht es deutlich besser.

🎲 Kampfsystem

Das Kampfsystem hat uns alle überzeugt:

  • schnell
  • fair
  • flüssig
  • ohne Verwaltungsballast

Der aktive Spieler würfelt auch für die Gegner; das hält das Tempo hoch und fühlt sich erstaunlich ausgewogen an.

Für mich eines der besseren kooperativen Kampfsysteme der letzten Zeit.

Ganz ehrlich:
In dieser Richtung hätte ich mir bei Isofarian Guard manchmal mehr Straffung gewünscht –
dort dauern Kämpfe teils länger als die Geschichte,
obwohl die Geschichte eigentlich im Fokus steht.
(Aber das wird eine andere Rezension.)


🛠️ Ausbau & Progression – Licht und Schatten

✔️ Was hervorragend funktioniert

  • Ausbau der Ausrüstung
  • Vorbereitung auf Bosse
  • Ressourcenmanagement
  • Haus als zentrale Anlaufstelle

Aus jeder Pore des Spiels atmet das Brettspiel das PC-Original.
Wer Valheim kennt, fühlt sich sofort zu Hause.

⚠️ Der Wehrmutstropfen: Heldenprogression

Was fehlt – zumindest teilweise:

  • keine echte Heldenprogression
  • keine langfristigen Skillbäume
  • keine Entwicklung „meines Charakters“

Ja, es gibt:

  • einen Kampagnenmodus
  • mehrere Szenarien in einem Run

Aber:
Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, das sofort zu spielen.

Warum?
Weil wir die Sorge hatten, uns zu übersättigen
und das Spiel dann aus einem falschen Blickwinkel zu bewerten.

Die Erfahrung bis hierhin war einfach zu gut, um sie zu überfrachten.


🎲 Komponenten & Material

  • Miniaturen: stimmig, wertig
  • Neoprenmatte: fantastisch
  • Haus: Holz statt Pappe (positiv überrascht)
  • Möbel: Standees – funktional, okay

Ein kleiner Wunsch bleibt:
👉 Ein zweiter Würfelsatz wäre Gold wert.
Memo an mich:

Bei allen zukünftigen Kampagnen immer einen Extra-Würfelsatz mitbacken.


💬 Stimmen aus unserer Runde

Hendrik:
„Ich erkenne das PC-Spiel in fast jedem Mechanik-Moment wieder.
Das hier ist keine Lizenzverwertung – das ist eine Adaption mit Herz.“

Maria:
„Das Kampfsystem ist überraschend elegant.
Ich hätte mehr Verwaltungsaufwand erwartet.“

Josef:
„Sterben ist nervig. Aber genau deshalb fühlt sich ein Boss-Kill richtig gut an.“

Maja:
„Der Gameplay-Loop ist in der fünften Runde dann doch zu gleichförmig. Wir brauchten eine Pause“


🔄 Der Kreis schließt sich: Zurück an den PC

Während wir das Brettspiel gespielt haben, ist etwas Lustiges passiert:

👉 Josef ist jetzt am PC eingestiegen.

Wir haben gemeinsam wieder von vorne angefangen – Multiplayer, Teamplay.
Parallel dazu spielt Call!po aktuell mit seinem Sohn. (mehr dazu im Beitrag zum PC-Spiel)

So sieht Wissensweitergabe generationsübergreifend 2026 aus:

  • Discord
  • Server
  • Wikinger
  • und viel gemeinsames Scheitern

⭐️ Unsere Bewertung (Hügelzelter-Schema)

⭐️ Unsere Bewertung

  • Zugänglichkeit: 🟢 Gut (mit PC-Vorkenntnis sehr gut)
  • Interaktion: 🟢 Hoch (echtes Koop-Gefühl)
  • Spielspaß: 🟢 Hoch
  • Wiederspielwert: 🟡 Gut (Kampagnenmodus noch offen)
  • Gestaltung & Material: 🟢 Sehr hoch

❣️ Gesamtbewertung

4 von 5 Meeples ⭐⭐⭐⭐☆

Ein starkes, atmosphärisches kooperatives Brettspiel,
das sein digitales Vorbild respektiert und versteht.


🧾 Fazit

Valheim: The Board Game ist kein Spiel für jeden.
Aber für alle, die das PC-Original kennen oder kooperatives Survival mögen, ist es:

  • ehrlich
  • fordernd
  • thematisch sehr stimmig

Kein All-In-Zwang.
Kein Blender.
Ein Spiel, das weiß, woher es kommt.

Und ja:
Wir bleiben dran –
mit dem Kampagnenmodus,
mit weiteren Szenarien
und sicher auch mit weiteren Abenden in Valheim.

📦 Valheim: The Board Game – Warum ich (doch) eingestiegen bin

Kampagne, Zweifel & ein besserer zweiter Eindruck


🧭 Ausgangslage: Liebe zum Spiel – Skepsis zur Umsetzung

Dass ich eine starke emotionale Bindung zu Valheim habe, ist kein Geheimnis.
Umso überraschender vielleicht: Mein erster Eindruck vom Brettspiel war eher verhalten.

Als die Kampagne auf Gamefound startete, war ich skeptisch:

  • Das Bauelement wirkte auf den ersten Blick sehr schlicht
  • Das Haus sah nach Pappe aus und wenig passend zu den vielen Stunden, die ich im PC-Spiel mit dem Ausbau unserer Langhäuser verbracht hatte
  • Möbel als Standees statt als richtige Objekte?
    → fühlte sich nicht nach „Valheim“ an

Kurz: Nostalgie allein reicht nicht, um sofort einzusteigen.


🎙️ Wendepunkt: Spiel Essen & Brettzeit

Der Wendepunkt kam – wie sollte es anders sein – über die Spiel in Essen und einen Podcast.

Nick und Paul von „Brettzeit“ wirkten in ihrer Berichterstattung ehrlich angetan vom Brettspiel.
Und das, obwohl ihr Beuteschema eigentlich eher bei kooperativen Dungeon Crawlern mit Progression liegt.

Das hat mich aufhorchen lassen.

Also habe ich mir die Kampagne noch einmal in Ruhe angesehen:

  • Miniaturen
  • Meeples
  • Neoprenmatte
  • Produktionsqualität

Und irgendwann kam der Gedanke:

„Vielleicht ist das hier kein 1:1-Abbild meiner PC-Erinnerungen – aber eine durchdachte Adaption.“


💸 Meine Entscheidung im Pledge Manager

Ich bin nicht All-In gegangen – bewusst.

Gebackt habe ich:

  • Deluxe Version für 115 €

Nicht genommen habe ich:

  • Haldors Hoard (+ ca. 40 €)
    → thematisch nett, aber für mich kein Muss

Rückblickend:
👉 Ich glaube, das war genau die richtige Entscheidung.


📦 Lieferung & erster Eindruck

Schon kurz nach der Spiel 2025 in Essen kam die Lieferung.

Und hier hat sich mein Bild deutlich geändert:

  • ✔️ Sehr hochwertiger Karton
  • ✔️ Große, saubere Neoprenmatte für die Spielwelt (und für das Wasser um den Inseln)
  • ✔️ Schöne, stimmige Miniaturen
  • ✔️ Holzhaus statt Pappe – das hatte ich so nicht erwartet

Ja:

  • Möbel sind weiterhin aus Pappe bzw. Standees
  • Aber: Holzstandees wären optional gewesen – und ehrlich gesagt nicht nötig

Wenn ich will, drucke ich mir hier vielleicht irgendwann noch etwas aus.
Aber: Das Spiel funktioniert auch so sehr gut.


📊 Kampagnen-Fakten (kurz & nüchtern)

Valheim: The Board Game

  • Publisher: MOOD Publishing
  • Funding: ca. 2,4 Mio. €
  • Backer: über 10.600
  • Spieler: 1-4 (kooperativ)
  • Spielzeit: ca. 120 Minuten
  • Alter: ab 12 Jahren

🧾 Zwischenfazit zur Kampagne

Die Kampagne hat bei mir einen zweiten Blick gebraucht,
aber dieser zweite Blick hat sich gelohnt.

  • Die Umsetzung ist wertiger als erwartet
  • Die Deluxe-Version trifft für mich den Sweet Spot
  • Die Nähe zum PC-Original wird nicht über Material, sondern über Mechanik hergestellt

👉 Kein Nostalgie-Cashgrab, sondern eine ernst gemeinte Adaption.

🎮 Valheim (PC) – Discord, Grabsteine und warum dieses Spiel geblieben ist

Es gibt Spiele, die spielt man.
Und es gibt Spiele, die bleiben.

Valheim gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.


🧭 Einstieg: Podcast, Bier und ein nordisches Fegefeuer

Auf Valheim aufmerksam geworden bin ich 2022 über einen meiner Lieblingspodcasts: „Auf ein Bier“. Dort wurde über die Open-Access-Phase gesprochen – nicht hypegetrieben, sondern mit genau der Mischung aus Neugier und Skepsis, die bei mir funktioniert.

Kurz darauf haben zwei Freunde (Burns und Call!po) und ich zugeschlagen.
Und was soll ich sagen: Wir haben uns reingesogen.

Nach gut 160 Spielstunden waren wir damals mit dem verfügbaren Content durch. Nicht „alles gesehen“, sondern: alles erlebt.


⚔️ Sterben gehört dazu – und tut richtig weh

Valheim ist unverzeihlich.

Wenn man stirbt, dann stirbt man richtig:

  • Waffen weg
  • Rüstung weg
  • Loot weg
  • Buffs weg (das ist fast das Schlimmste)

Ohne gute Nahrung fehlt dir Leben und Ausdauer – und die brauchst du dringend, wenn die Biome schwieriger werden.
Ungebufft seinen Grabstein zurückzuholen?
👉 Fast aussichtslos.

Im Team geht es deutlich besser. Und genau da liegt die Stärke.


🛖 Teamplay, Serverleben und Boss um Boss

Am längsten haben Call!po und ich durchgehalten.
Über Discord verbunden, auf einem eigenen dedizierten Server, haben wir uns Stück für Stück hochgearbeitet:

  • Basen gebaut
  • Ressourcen gefarmt
  • Ausrüstung optimiert
  • und einen Boss nach dem anderen gelegt

Wir spielen viele Survival Games gemeinsam – mal zu zweit, mal zu dritt, manchmal mit mehr Leuten.
Valheim war eines der ersten Spiele, bei dem wir gemerkt haben, wie gut dieses Prinzip funktioniert:

  • Quests immer gemeinsam
  • Bauen gemeinsam und auch mal solo
  • Bosskämpfe geht nur gemeinsam
  • Inventarpflege auch mal solo

So verbringt man Abende zusammen – selbst wenn man längst nicht mehr in derselben Stadt wohnt.

👉 Zocken als Freundschaftspflege auf Distanz.


🌲 Warum Valheim geblieben ist

Valheim hat sich bewährt.
Nicht durch Story-Twists oder Cutscenes, sondern durch das, was zwischen den Zeilen passiert:

  • das erste Mal ein neues Biom betreten
  • der Moment, wenn man eine neue Mechanik kennenlernt oder neue Rezepte bekommt
  • der Frust nach einem Tod
  • und die Erleichterung, wenn man seinen Grabstein zurückholt

Für uns war Valheim eines der Spiele, die man nicht „durchspielt“, sondern mitnimmt, denn die Erinnerung bleiben.


🔁 Generationswechsel: Josef betritt Valheim

Den umgekehrten Weg geht jetzt Josef.

Wir haben gerade gemeinsam am PC wieder von vorne angefangen – Multiplayer, ganz klassisch.
Und parallel startet, eingentlich knapp vor uns, startet Call!po ebenfalls neu und auch mit seinem Sohn.

So sieht Wissensweitergabe generationsübergreifend im Jahr 2026 aus:
👉 Jagen, sterben, fluchen – und nochmal losziehen.


🧾 Grundlagen zum PC-Spiel (Kurzinfo)

  • Genre: Koop-Survival / Exploration
  • Spieler: 1–10 (empfohlen 3–5 im Koop)
  • Release: 2. Februar 2021 (Early Access)
  • Entwickler: Iron Gate AB
  • Publisher: Coffee Stain Publishing
  • Plattform: PC (Steam)
  • Preis: häufig ~10 € im Sale

🧠 Kurzfazit (PC)

Koop-Survival mit Härte, Herz und Grabstein-Frust.
Valheim ist kein Spiel für Ungeduldige – aber ein zeitloser Klassiker für Teams.

👉 Für kleines Geld eine klare Kaufempfehlung, vor allem gemeinsam.

🔺 Slay the Spire: The Board Game – Hügelzelter-Spielbewertung

November 2025 / Hendrik / Spielebewertungen

🧭 Übersicht

Manchmal liest man eine Empfehlung, die einfach hängen bleibt. Bei Slay the Spire: The Board Game war es für uns der Podcast „Brettzeit“. Paul und Nick – eigentlich nicht dafür bekannt, kooperative Dungeon-Crawler mit Deckbuilding-Fokus in den Himmel zu loben – waren unerwartet begeistert. Und genau dieser ungewöhnliche Enthusiasmus hat uns sofort neugierig gemacht.

Als wir das Spiel dann auf der SPIEL in Essen angespielt haben (englische Version, Premium-Matte, viel Platz), war ziemlich schnell klar: Das Ding zieht ein. Und zwar sofort.

Am Ende wurde es die deutsche Basis-Version. Ausnahmsweise ohne Neopren-Matte – und, Überraschung: Wir haben sie zu Hause nicht vermisst.

🧩 Das Spielgefühl – Deckbuilding trifft Koop trifft Rogue-Lite

Slay the Spire ist ein kooperativer Dungeon-Crawler mit Deckbuilding, der sich extrem taktisch, aber gleichzeitig angenehm leichtgängig spielt.

Jeder Charakter spielt sich völlig anders:

  • Ironclad – schwere Treffer, Selbstheilung
  • Silent – Gift, Kombos, viele kleine Angriffe
  • Defect – Orbs, Positionierung, Timing
  • Watcher – riskante Haltungswechsel mit hohem Risiko/Ertrag

Schon im Brettspiel entsteht ein echtes PC-Feeling: Karten ziehen, Karten ausspielen, Energie verwalten, Relikte einsammeln, Bosse legen – es ist verblüffend, wie nah die Umsetzung am digitalen Original ist.

Und das gilt selbst für die kleinen Dinge:

  • Wie Schaden berechnet wird
  • Wie Upgrades funktionieren
  • Wie sich ein Deck im Lauf des Runs immer runder anfühlt
  • Wie wichtig es ist, „schlechte“ Karten loszuwerden

🏆 Überraschung Nr. 1 – unsere Runs

Wir haben beim ersten Run direkt alle drei Akte geschafft und alle drei Bossmonster gelegt.
Und nein, wir haben nicht geschummelt.

Run 2: wieder Sieg.
Run 3: wieder Sieg.

Nach nur drei vollständigen Runs waren wir im Brettspiel im Prinzip schon im New Game Plus; also dort, wo neue Karten freigeschaltet werden, zusätzliche Optionen entstehen und das Spiel neue Herausforderungen anbietet.

Ob wir einfach gut waren oder der Einstieg gnädig ist, sei dahingestellt. Motiviert hat es uns auf jeden Fall.

🧠 Meta-Progression – leichter Legacy-Effekt, der funktioniert

Das Brettspiel hat eine kleine, aber sehr schöne Form von Meta-Fortschritt:

  • Besiegt man Bosse, kommen neue Karten in den allgemeinen Pool.
  • Einige Karten lassen sich upgraden, indem man sie im Sleeve dreht.
  • Weitere Herausforderungen verlangen, dass man sich im übertragenen Sinn „eine Hand auf den Rücken bindet“ – schwierigere Bedingungen, neue Ziele.

Besonders gut: Diese Meta-Schicht ist schnell, zugänglich und stört nicht den Spielfluss. Sie liefert ein leichtes Legacy-Gefühl, aber ohne Zerstörung, ohne Aufkleber, ohne Reue.

🃏 Sleeves als Mechanik – ungewohnt und clever

Wir hatten das erste Mal Sleeves, die gameplay-relevant sind. Ein Upgrade bedeutet: Karte einfach umdrehen und plötzlich:

  • mehr Schaden,
  • andere Effekte,
  • neue Synergien mit Relikten und anderen Karten.

Das fühlt sich logisch, elegant und überraschend spaßig an. Es verstärkt das Gefühl, dass das eigene Deck wirklich wächst und sich nicht nur numerisch „verbessert“.

🎮 Mini-Abstecher: Das PC-Spiel

Zum Vergleich habe ich kurz in die digitale Vorlage hineingespielt. Es war tatsächlich mein erstes Mal im PC-Spiel, vorher kannte ich nur Berichte und Screenshots.

Erster Eindruck:

  • Ja, es ist ein Kartenspiel: rundenbasiert, sehr nah am Brettspiel.
  • Ich habe den Ironclad gewählt, wie am Tisch und sofort viele Karten wiedererkannt.
  • Die Art, wie die Upgrades und Relikte funktionieren, ist extrem nah an der Brettspielumsetzung.
  • Der Computer vereinfacht einiges (z.B. Berechnungen, Zurücksetzen), aber das Grundgefühl bleibt erstaunlich gleich.

Spannend ist, dass sich das Ganze fast „verkehrt herum“ anfühlt: Als wäre das Brettspiel zuerst da gewesen. Das digitale Spiel wirkt im Kern wie ein bereits existierendes Brettspiel mit Automatisierung.

Zur Metaprogression im Digitalspiel kann ich nach 5 Minuten ehrlicherweise noch nichts Seriöses sagen; aber der erste Eindruck ist: auch hier sehr motivierend.

Skala: Wie sehr hat mich der kurze Ausflug gepackt?
6 von 10 – ich bin beim Schreiben zweimal zurückgekehrt, bleibe aber vorerst lieber beim Brettspiel.

Ein ausführlicher Vergleich „Digital vs. Analog“ wäre spannend – das heben wir uns vielleicht für später auf. Vielleicht ist das auch ein Thema, das die Community häufiger sehen möchte.

⭐ Unsere Bewertung ⭐

  • Zugänglichkeit: 🟢 Gut – Deckbuilding-typische Einstiegshürde, aber sehr klar strukturiert.
  • Interaktion: 🟢 Hoch – kooperativ, viel Abstimmung, trotzdem spielt jeder sein eigenes Deck.
  • Spielspaß: 🟢 Sehr hoch – starke Synergien, Erfolgserlebnisse, spannende Entscheidungen.
  • Wiederspielwert: 🟢 Extrem hoch – vier Klassen, viele Relikte, variable Runs.
  • Gestaltung: 🟢 Klar und funktional – gute Lesbarkeit, stimmige Optik.

💬 Familienmeinung

Hendrik:
„Toll, wie vertraut sich das Deckbuilding anfühlt. Und diese Upgrades im Sleeve… großartige Idee!“

Maja:
„Einer meiner Lieblings-Deckbuilder dieses Jahr. Besonders mit Silent macht es richtig Laune.“

Josef:
„Ich mag, dass wir kooperativ spielen – aber trotzdem jeder versucht, sein Deck optimal zu bauen.“

❣️ Gesamtbewertung

4,5 von 5 Meeples
Ein Brettspiel, das die Magie des digitalen Originals auf außergewöhnlich elegante Weise einfängt. Motivierend, zugänglich und voll kleiner „Aha“-Momente. Wir kommen definitiv zurück an den Spire.

ℹ️ Spieleinfos

  • Name: Slay the Spire: The Board Game
  • Designer: Gary Dworetsky, Anthony Giovannetti, Casey Yano
  • Artist: Bruce Brenneise, Jose David Lanza Cebrian, Anailis Dorta
  • Publisher: Contention Games
  • Spieltyp: Kooperativer Deckbuilder / Rogue-Lite / Dungeon-Crawler
  • Spielerzahl: 1–4
  • Spieldauer: 30–150 Minuten
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Komplexität: 2,91 / 5
  • BGG-Rating: 8,7
  • Erscheinungsjahr: 2024

🌩️ Cosmere Roleplaying Game – Stormlight Edition (Kickstarter)

🧭 Übersicht

Vor gut einem Jahr habe ich die Kampagne zum Cosmere Roleplaying Game unterstützt – und nun ist es endlich da! Am 30. August 2024 sammelte Brandon Sanderson über 13 Millionen Euro auf Kickstarter ein und machte damit eines der größten Rollenspielprojekte aller Zeiten möglich.

Ich selbst bin mit der Collector’s Edition eingestiegen – und heute, am 11. November 2025, hat mich meine Lieferung erreicht. Noch nicht vollständig (die Mistborn-/Nebelgeborenen-Bücher fehlen offenbar und kommen vermutlich in einer zweiten Welle), aber der Rest liegt endlich hier auf dem Tisch – und sieht großartig aus.

📦 Lieferung & Inhalt

Auf dem Bild seht ihr alles, was bisher angekommen ist:

  • Die Stormlight Premium Box
  • Cosmere RPG: Stormlight Handbooks & World Guides
  • Bridge Nine und The First Ideal (Abenteuerbände)
  • Stormlight Adventure Maps
  • Würfelset mit Liquid Dice
  • Miniaturen der Collector’s Edition
  • Mehrere Kartendecks
  • und das ikonische blaue Samtbeutel-Set

Schon beim Auspacken spürt man, dass hier viel Liebe zum Detail drinsteckt – und deutlich mehr als nur ein weiteres Rollenspielsystem.

📚 Vom Roman zum Rollenspiel

Meine Reise ins Cosmere begann schon vor vielen Jahren mit Elantris – einem Roman, den ich inzwischen sogar ein zweites Mal gelesen habe. Danach folgten die Sturmlichtchroniken, die ich 2022 neu entdeckt und dann regelrecht verschlungen habe – teils gelesen, teils über Audible gehört.

Acht Bände später war ich endgültig in Roshar angekommen. Mein aktueller Held in unserer DSA-Kampagne trägt sogar den Namen Musta Dalan – eine kleine Hommage an die Reihe.

2024 folgten dann die ersten drei Bände der Nebelgeborenen, gelesen übrigens erst, nachdem ich in die Kampagne eingestiegen war. Das Cosmere hat mich einfach gepackt – und dass es nun in ein vollständiges Rollenspielsystem überführt wurde, fühlt sich an wie der logische nächste Schritt.

🎲 Ersteindruck

Ich habe bisher alles einmal durchgeblättert, die Würfel getestet und das Material in die Hand genommen – und kann nur sagen: Optisch und haptisch top.

Der Druck ist gestochen scharf, die Bücher liegen schwer und hochwertig in der Hand, und die Liquid Dice sehen fantastisch aus. Die Miniaturen sind gut modelliert, und ich freue mich schon darauf, sie irgendwann zu bemalen – wenn hier nicht noch so viele andere Projekte liegen würden.

Alles wirkt durchdacht, thematisch stimmig und vor allem: liebevoll umgesetzt.

💬 Crowdfunding-Erlebnis

Die Kommunikation während der Kampagne und der Auslieferung war reibungslos. Die digitalen Inhalte sind schon länger verfügbar – ich muss sie mir nur endlich in Ruhe anschauen.

Für eine Kampagne dieser Größe war die Lieferung aus meiner Sicht erstaunlich pünktlich. Das ist bei diesem Projekt keine Selbstverständlichkeit.

⚔️ Spielpläne & Zukunft

Geplant ist, das System mit meiner DSA-Runde auszuprobieren – aber das wird wohl noch etwas dauern. Alternativ könnte ich mir auch gut vorstellen, mit Maja und Josef ein paar Einstiegsabenteuer zu spielen.

Das Cosmere bietet genug eigene Tiefe, um als solitäres Rollenspielerlebnis zu funktionieren – eine Verbindung zu DSA-Regeln ist also gar nicht nötig. Ich bin gespannt, wie sich die Welt am Spieltisch anfühlen wird – und ob die Regeln halten, was die Bücher versprechen.

❣️ Fazit

Ein beeindruckendes Gesamtpaket, das Fans von Brandon Sandersons Welten sofort in den Bann zieht. Die Collector’s Edition ist wunderschön gestaltet, die Qualität stimmt, und allein das Durchblättern fühlt sich schon nach Abenteuer an.

Fehlt nur noch die zweite Lieferung mit den Mistborn-/Nebelgeborenen-Bänden – und dann kann es richtig losgehen.

Ein großartiger Auftakt in die Welt des Cosmere-RPGs.

ℹ️ Kampagneninfos

Name:The Stormlight Archive: The Roleplaying Game
Verlag:Brotherwise Games
Welt / Vorlage:Cosmere von Brandon Sanderson
Kampagnenstart:30. August 2024
Finanzierung:ca. 13 Mio. €
Edition:Collector’s Edition
Erhalten am:11. November 2025
Lieferstatus:Wave 1 vollständig, Wave 2 (Mistborn/Nebelgeborene) ausstehend
Sprache:Englisch
Erwartete Retail-Veröffentlichung:voraussichtlich 2026
Bewertung (Ersteindruck):5 von 5 Meeples – episch in jeder Hinsicht

„Vom Roman zum Rollenspiel – das Cosmere wird endlich lebendig.“

🎲 One Hit Heroes – Spielbewertung

🧭 Übersicht

One Hit Heroes ist ein kompakter, kooperativer Boss-Battler vom Verlag Wiggles 3D, der bereits mit 5-Minute Dungeon und 5-Minute Mystery schnelles und cleveres Spielgefühl bewiesen hat. Das Besondere diesmal: Jeder Held hält nur einen einzigen Treffer aus – danach ist Schluss.

Die Grundidee: Gemeinsam tritt man gegen verschiedene Bosse an, baut sein eigenes Deck aus Fähigkeiten auf und versucht, mit Taktik und Glück zu überleben. Getroffene Helden sind sofort raus – das sorgt für Spannung und lässt keine Runde schleifen.

Wir haben das Spiel direkt nach Erhalt gespielt – und tatsächlich am ersten Abend durchgespielt. Die Runden sind angenehm kurz, das Regelwerk schnell erklärt, und der Einstieg ist leicht. Der Deckbuilding-Mechanismus bringt Tiefe hinein, und das Freischalten neuer Karten-Packs nach jeder gewonnenen Partie verleiht dem Ganzen einen kleinen Legacy-Charakter.

⭐️ Unsere Bewertung ⭐️

  • Zugänglichkeit: 🟢 Hoch – Kurze Regeln, schneller Aufbau, sofort verständlich.
  • Interaktion: 🟢 Hoch – Kooperativ, alle planen gemeinsam, keiner spielt allein vor sich hin.
  • Spielspaß: 🟡 Gut – Spannend und dynamisch, aber etwas kurz geraten.
  • Wiederspielwert: 🟡 Mittel – Nach der Kampagne hat man das Meiste gesehen.
  • Gestaltung: 🟢 Hoch – Witzige Illustrationen, klare Symbolik, charmantes Design.

💬 Familienmeinung

Hendrik:
„Schöne, schnelle, kleine Abwechslung – genau richtig für einen spontanen Spieleabend.“

Josef:
„Irgendwie zu kurz. Nach dem Durchspielen fehlt ein bisschen die Langzeitmotivation.“

Maja:
„Ganz okay, der Hund kam bei uns leider etwas spät ins Spiel – aber süß war er trotzdem.“

❣️ Gesamtbewertung

3,5 von 5 Meeples

Ein sympathischer, kompakter Boss-Battler mit erfrischender Idee und flottem Tempo. Kein Dauerbrenner, aber ein Spiel, das man gerne einmal komplett durchspielt – und dann zufrieden ins Regal stellt.

ℹ️ Spieleinfos

Name:One Hit Heroes
Verlag:Wiggles 3D
Autor:Connor Reid
Erschienen:2025
Spieltyp:Kooperatives Deckbuilding / Boss-Battler
Spielerzahl:1 – 4
Spieldauer:ca. 20 – 30 Minuten
Alter:ab 10 Jahren
Sprache:Englisch (deutsche Version in Vorbereitung)
Erweiterung:DO66-0 (robotischer Begleiterhund)

🚀 One Hit Heroes – Kickstarter Kampagne

Mai 2024 – Wiggles 3D / Kickstarter

💡 Wie wir auf das Spiel aufmerksam wurden

Auf One Hit Heroes gestoßen bin ich über den Podcast „Brettzeit“, in dem das Spiel im Monatsrückblick in der Rubrik aktuelle Crowdfunding-Projekte vorgestellt wurde.

Schon die Grundidee klang spannend: ein Boss-Battler, in dem die Helden selbst nur einen einzigen Treffer aushalten – also echte Glaskanonen.

Während man in vielen MMORPGs über das „One-Hitten“ von Gegnern spricht, dreht das Spiel den Spieß um: Hier sind die Helden diejenigen, die schon nach einem Schlag zu Boden gehen.

Das sorgt für ein frisches Spielgefühl – denn wer keinen Treffer aushält, muss umso geschickter planen.

⚔️ Kampagnenverlauf & Pledge

Die Kickstarter-Kampagne lief im Mai 2024 und war für den Verlag Wiggles 3D ein voller Erfolg.

Das Studio ist kein Unbekannter – von dort stammen auch die schnellen und beliebten Titel 5-Minute Dungeon und 5-Minute Mystery, die ebenfalls bei uns in der Sammlung stehen.

Ich selbst bin im „Heroic Tier“ für 51 € eingestiegen und habe zusätzlich die kleine Erweiterung „DO66-0“ mitgenommen – einen robotischen Hund als Begleiter.

Das Ultimate Bundle habe ich ausgelassen, da es nur weitere Spiele enthielt, die wir ohnehin schon besitzen.

Die Kampagne versprach ein schnelles, kooperatives Deckbuilding-Spiel, das sich auch zwischendurch in 20–30 Minuten spielen lässt.

Das klang nach einer idealen Mischung für uns – Hendrik, Maja und Josef.

📦 Lieferung & Ersteindruck

Bereits im Frühjahr 2025 traf die Lieferung bei uns ein – also ziemlich pünktlich.

Schon nach dem Auspacken wurde klar:

✔️ liebevoll gestaltete Illustrationen

✔️ klare Symbolsprache

✔️ angenehm kompaktes Material

Das Spielgefühl erinnerte an die unkomplizierte Art von 5-Minute Dungeon, aber mit einem strategischeren Kern.

Wir konnten es natürlich nicht lassen und haben das Spiel direkt am ersten Abend ausprobiert – und tatsächlich komplett durchgespielt.

🎯 Fazit zur Kampagne

Ein rundum sympathisches Projekt mit klarer Kommunikation, termintreuer Auslieferung und durchdachtem Konzept.

Nicht jede Kampagne muss ein Mammutprojekt mit 20 Kilo Minis sein – manchmal sind gerade die kompakten Spiele die erfrischendsten.

Für uns war der Pledge genau richtig gewählt: fairer Preis, schnelle Lieferung, kurzweiliger Inhalt.

Auf der SPIEL 2025 haben wir es später sogar im Retail-Bereich entdeckt – schön zu sehen, dass auch kleinere Projekte ihren Weg auf den Markt finden.

🔎 Kampagneninfos

  • Name: One Hit Heroes
  • Verlag: Wiggles 3D
  • Autor: Connor Reid
  • Kampagne: Kickstarter (Mai 2024)
  • Lieferung: Frühjahr 2025
  • Pledge: Heroic Tier (51 €) + DO66-0 Erweiterung (10 €)
  • Spieltyp: Kooperativer Boss-Battler / Deckbuilder
  • Spielerzahl: 1–4
  • Sprache: Englisch (deutsche Version in Vorbereitung)

🎲 Primal: The Awakening – Kickstarter

🧭 Hintergrund

Manchmal ist weniger nicht mehr – manchmal muss es einfach groß sein. Genau das war meine Motivation 2021, als ich Primal: The Awakening auf Kickstarter unterstützt habe. Ich wollte große Miniaturen, und ich bekam große Miniaturen.

Die Kampagne versprach einen Bossbattler in epischem Maßstab, mit detailreichen Kreaturen und einem spannenden taktischen Kampfkonzept. Die Auslieferung hat allerdings auf sich warten lassen – erst 2024 kam das Paket bei uns an.


📦 Auslieferung & erster Eindruck

Der Inhalt ist gigantisch: riesige Figuren, ein beeindruckendes Spielbrett und hochwertige Komponenten. Schon beim Auspacken war klar: Das ist ein Projekt für die Vitrine ebenso wie für den Spieltisch.

Die ersten Miniaturen habe ich bereits bemalt – und allein diese Arbeit ist ein Erlebnis. Sie füllen fast schon das halbe Mal-Setup aus.


🕹️ Spielerfahrung (bisher)

Gespielt haben wir Primal noch nicht. Der Bossbattler wartet darauf, auf den Tisch zu kommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns noch nicht sicher sind, ob das Spielgefühl langfristig fesselt – oder ob es eher ein Sammlerstück bleibt.


❣️ Fazit

Für mich ist Primal: The Awakening aktuell vor allem ein Miniaturenprojekt, das zeigt, wie weit Crowdfunding inzwischen gehen kann. Ob es auch spielerisch überzeugt, müssen wir erst noch herausfinden.

Too Many Bones


🧭Übersicht

Ihr seid Gearlocs … Gearlocs die sich auf eine Reise begeben, um einem fiesen Bösewicht umzuhauen.

Jeder dieser Gearlocs und Bösewichte ist anders und hat einzigartige Fähigkeiten. Zum Beispiel ist der eine Heiler, während ein andere Bomben baut.


⚙️Spielmechanik

Zu Beginn der Runde wird eine Begegnungskarte aufgedeckt. Darauf hat man meist zwei Optionen und immer eine kurze Geschichte und Erklärung was überhaupt los ist. Meistens muss man kämpfen. Jetzt platziert man seine Gearlocs und die Bösewichte auf der Gefechtsmatte. Wenn man dran ist darf man seine Fähigkeiten-, Verteidigungs- und Angriffswürfel werfen und sie benutzen. Dabei muss man darauf achten, dass man genug Geschick hat. Dann ist der nächste dran.


⭐️Unsere Bewertung⭐️

Zugänglichkeit: 🙂Mittel- Einfache aber etwas länger Regeln

Interaktion: 🤩Sehr hoch- ist halt kooperativ

Spielspaß: 😄Hoch- tolles selbst Entscheidungssystem und der cool gemachte Gearlocs

Wiederspielwert: 😄Hoch- Sich sehr unterscheidende Charaktere

Gestaltung / Material: 🤩Sehr hoch- extrem hochwertiges Material: Neoprenmatten, viele gutgemachte Würfeln und schwer in der Hand liegende Lebens- und Charakterchips. Viele gute Illustrationen.


💬Familienmeinung

Hendrik:

„ Mir gefallen vor allem die vielen Charaktere und dass jeder ganz anders ist. Außerdem erinnern mich die Chips an Vegas.“

Josef:

„ Auch mir gefallen die Charaktere sehr. Außerdem liebe ich das hochwertige Material. Ich würde es gerne häufiger spielen. Zum Glück hat mein Patenonkel Maria uns das Spiel gezeigt, denn sonst würden wir es gar nicht kennen.“

Maja:

„Ich mag am meisten Ghillie den Tierflüstrer und Bogenschützen und Boomer den Bombenbauer. Nur wenn zu viele mitspielen sind Ghillies Tiere leider echt schlecht.“


❣️Gesamtbewertung

3,5 – 4 von 5 Meeples

Am Spiel gefallen uns besonders die Charaktere und das hochwertige Material. Jedoch wurde es kein Dauerbrenner,weil es einfach zu lange dauert.


ℹ️Spielinfos

•Verlag: Frosted Games

•Autor: Adam und Josh Carlson

•Name: Too many bones

•Spieltyp: Bossbattler

•Spielerzahl: 1-4 Spieler

•Spieldauer: 90 bis 180 Minuten (kommt auf Bösewicht und Spieleranzahl an)

•Komplexität:🧠🧠🧠-🧠🧠🧠🧠

•Alter: ab 12 Jahre

•Sprache: Deutsch

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