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🏰 Castles of Burgundy – Der finale Spieletest

Ein zeitloser Euro-Klassiker zwischen Würfelglück und Planungsperfektion


🧭 Übersicht

Nach dem Crowdfunding-Erfahrungsbericht war klar:
Castles of Burgundy bekommt bei uns einen echten Abschlusstest.

➡️ Teil 1 – Gamefound & Premium-Reprint

Seit Frühjahr 2025 liegt die Special Edition nun auf dem Tisch und nicht nur im Regal. Wir haben mehrere Partien zu dritt und zu viert gespielt, unterschiedliche Fürstentümer ausprobiert und erste Erweiterungen getestet.

Und vorweg:

👉 Castles of Burgundy zieht dauerhaft bei uns ein.


🎲 Spielidee & Ablauf (Grundspiel)

Castles of Burgundy von Stefan Feld ist ein klassisches Eurogame:

  • Zwei Würfel pro Runde
  • Zwei Aktionen pro Zug
  • Fünf Phasen à fünf Runden
  • Plättchen nehmen, einsetzen, Effekte auslösen
  • Waren liefern
  • Arbeiter zur Würfelanpassung nutzen

Das Würfelergebnis spannt den Möglichkeitsraum auf.

Man entscheidet nicht ob man Glück hat, sondern wie gut man mit dem Ergebnis arbeitet.

Die zentrale Frage jeder Partie bleibt:

Optimieren oder absichern?
Schnell Punkte oder langfristige Engine?


⏳ Würfel, Planung & Downtime

Was ich besonders mag:

Alle würfeln gleichzeitig.

Man plant bereits, während andere noch überlegen. Downtime verschwindet nicht – aber sie wird produktiv genutzt.

Natürlich passiert es, dass jemand vor einem das entscheidende Plättchen wegschnappt. Dann heißt es: neu denken.

Und genau hier entsteht auch die Interaktion des Spiels: subtil, aber wirkungsvoll. Kein direktes Angreifen, sondern gezieltes Wegnehmen.

(Und ja, Anne nutzt das gerne strategisch gegen mich. Dazu gleich mehr 😉)

Kein Ärger-Spiel.
Kein Chaos.
Sondern taktisches Reagieren.


🧠 „Easy to learn, hard to master“

Die Regeln sind zugänglich.

  • Nach einer Partie kennt man den Ablauf.
  • Nach zwei Partien erkennt man Synergien.
  • Nach drei Partien merkt man, wie viel man noch falsch macht.

Das Spiel wirkt ruhig – aber strategisch enorm tief.

Und genau deshalb steht es seit Jahren so weit oben bei BoardGameGeek.


🏰 Asymmetrie durch Fürstentümer

Bereits im Grundspiel sorgt die Auswahl unterschiedlicher Fürstentümer für leichte Asymmetrie.

Man verfolgt unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Tierstrategien
  • Handelsoptimierung
  • Minenfokus
  • Burgketten (wobei das vorallem optisch ein Highlight ist)

Die erste Erweiterung mit vier weiteren Fürstentümern bringt hier genau das Richtige:

👉 Mehr Varianz ohne Regelüberladung.
👉 Mehr unterschiedliche Startbedingungen.
👉 Mehr Wiederspielreiz.

Das fühlt sich organisch an und passt hervorragend ins Grundsystem.


🧩 Erweiterungen – unser Stand

Die Special Edition bringt eine ganze Reihe von Modulen mit. Hier unser Zwischenstand:

✔️ Getestet

Weitere Fürstentümer
Mehr Asymmetrie, mehr Abwechslung und daher klare Empfehlung.

Neue Sechseckplättchen

  • Zwei neue Klöster (mehr Mechanik, mehr Varianz)
  • Der „Kran“ als kleine Kopiermechanik – simpel, aber passend
  • Die Gänse bringen frischen Wind in die Tierwelt

Das fügt sich gut ein, ohne das Spiel zu verbiegen.

Weiße Burgen
Diese haben wir von Beginn an mitgespielt – und die Mechanik gefällt uns gut.
Wer eine weiße Burg baut, darf den weißen Würfel einmalig einsetzen. Der Effekt ist vergleichbar mit dem Schlossplättchen: ein spürbarer, aber kontrollierter Boost.
👉 Eine elegante Ergänzung, die sich nahtlos ins Grundspiel einfügt.

Drei weiße Burgen

🔄 Noch nicht getestet (aber reizvoll)

Grenzposten
8 neue Fürstentümer + zusätzliche Wertungsmechanik. Klingt spannend, steht aber noch aus.

Gasthöfe
Vermutlich eine Art Joker-Mechanik zum Abschließen von Regionen. Eigentlich sehr sinnvoll – kommt bald auf den Tisch.

Handelsstraßen
Könnten den Handel stärker pushen. Da ich bislang kein starker Händler war, vielleicht genau mein Modul 😉


⏳ Derzeit kein Fokus

Teamspiel – aktuell kein Bedarf.
Solospiel – reizt uns momentan nicht.


⚖️ Erweiterungen mit größerem Eingriff

Die Schilde
Verändert laut Beschreibung das Grundspiel deutlich. Aktuell fehlt uns die Motivation für diesen Eingriff.

Chateauma (Weinberge)
Stark verändernd, längere Spieldauer (2+ Stunden). Optisch großartig – das Display und die Acrytiles sehen hervorragend aus. Aber das testen wir nicht „mal eben“.

Hier braucht es bewusst Zeit.


🎨 Material & Spielgefühl

Die Premium-Komponenten helfen dem Spiel.

  • Dual Layer Boards verhindern Verrutschen
  • Größere Hexes erhöhen Übersicht
  • Acrylteile sorgen für Klarheit
  • Die Mini-Burgen geben Präsenz

Es spielt sich (vermutlich) nicht anders, aber angenehmer.

Gerade bei einem analytischen Eurogame ist gute Übersicht Gold wert.


⭐️ Unsere Bewertung ⭐️

Zugänglichkeit: 🟢 Hoch
Regeln schnell erklärt, Einstieg problemlos.

Interaktion: 🟡 Mittel
Indirekt, aber spürbar über Plättchenkonkurrenz – und ja, gezieltes „Wegschnappen“ kann durchaus strategisch eingesetzt werden.

Spielspaß: 🟢 Sehr hoch
Hoher Optimierungsreiz, starke Revanche-Motivation.

Wiederspielwert: 🟢 Sehr hoch
Durch Fürstentümer und Module enorm variabel.

Material & Gestaltung (Special Edition): 🟢 Sehr hoch
Hochwertig, funktional, beeindruckend.


💬 Familienmeinungen

Maja:
„Ich mag, dass man immer etwas machen kann – auch wenn man schlecht würfelt.“

Josef:
„Ich liebe die Taktik und den klaren strategischen Fokus. Man kann richtig zielorientiert spielen.“
(Eigentlich genau sein Genre.)

Anne:
„Ich mag es ja schon, dir das Plättchen wegzuschnappen, das du haben wolltest.“
(Anmerkung der Redaktion: Es zahlt sich selten aus, den Mann zu ärgern – wie man am Spielergebnis der letzten Partie sehen kann 😉)

Hendrik:
„Castles of Burgundy ist eines dieser Spiele, die man unterschätzt, bis man merkt, wie elegant alles ineinandergreift.“

Gewonnen 😎

❣️ Gesamtbewertung

4,5 von 5 Meeples

Castles of Burgundy ist:

  • ein zeitloser Euro-Klassiker
  • mit hervorragender Würfelmechanik
  • klarer Struktur
  • hoher strategischer Tiefe
  • und enormem Wiederspielwert

Die Special Edition macht daraus keine Revolution –
aber die vermutlich schönste Version dieses Klassikers.

Warum keine 5 von 5?

Wir spielen häufig zu dritt – und das Spiel ist unseres Erachtens zu viert noch einmal stärker.
Einfach deshalb, weil dann in der Auslage keine Lücken bleiben und gefühlt „alles“ ins Spiel kommt. Die Konkurrenz um Plättchen ist höher, Entscheidungen sind enger, und das Spiel entfaltet seine volle Dynamik.

Zu dritt ist es sehr gut.
Zu viert ist es exzellent.

👉 Das Spiel bleibt dauerhaft in unserer Sammlung.
👉 Weitere Module folgen Schritt für Schritt.
👉 Und vielleicht wagen wir uns doch schneller an Chateauma als gedacht.


ℹ️ Spieleinfos (BGG)

Name: Castles of Burgundy – Special Edition
Designer: Stefan Feld
Verlag: Awaken Realms / alea
Spielerzahl: 1–4
Spieldauer: 70–120 Minuten
Komplexität (BGG): 2,84 / 5
BGG-Wertung: Top 20 All-Time

🛡️ Valheim: The Board Game – Wenn das Brettspiel das Original atmet

🧭 Einstieg: Zurück in Valheim – diesmal am Tisch

Nachdem Lieferung und erster Eindruck überzeugt hatten, war klar:
Das Brettspiel muss sofort auf den Tisch.

Wir sind mit drei Spielern gestartet, hatten später auch eine Partie mit Maria dabei
und haben danach zu dritt alle Bosse einmal gelegt
Einige Szenarien haben wir gespielt, andere liegen noch vor uns – bewusst.

Denn eines wurde schnell klar:

Dieses Spiel lebt von Wiedererkennung – und davon, dass man ihm Raum lässt. Nicht zu viele Runden an einem Wochenende.


🗺️ Szenarien & Struktur

Das Spiel arbeitet mit klar strukturierten Szenarien:

  • eigene Karten
  • klare Ziele
  • unterschiedliche Anforderungen an Vorbereitung, Kampf und Ausbau

Man merkt sofort:
Hier wollte niemand einfach nur „Monster aneinanderreihen“,
sondern Valheim als Erlebnis übersetzen.

Ein besonderer Reiz liegt darin, dass:

  • Sterben dazugehört
  • der Grabbesuch leider auch
  • Vorbereitung wichtiger ist als Heldentum

Genau wie im PC-Spiel.

Aber analog zum PC-Spiel ist auch beim Brettspiel der Ressourcen-Grind zentral. Spätestens in der dritten Runde kann sich dieser Teil dann allerdings etwas eintönig anfühlen.


⚔️ Mechanik & Spielgefühl

🔁 Sterben & Loot-Rückholung

Das vielleicht wichtigste Lob zuerst:

👉 Sterben tut weh.
Und das ist gut so.

  • Ausrüstung weg
  • Buffs weg
  • Nahrung weg

Ungebufft loszuziehen fühlt sich genau so falsch an wie am PC.
Und ja: Im Team geht es deutlich besser.

🎲 Kampfsystem

Das Kampfsystem hat uns alle überzeugt:

  • schnell
  • fair
  • flüssig
  • ohne Verwaltungsballast

Der aktive Spieler würfelt auch für die Gegner; das hält das Tempo hoch und fühlt sich erstaunlich ausgewogen an.

Für mich eines der besseren kooperativen Kampfsysteme der letzten Zeit.

Ganz ehrlich:
In dieser Richtung hätte ich mir bei Isofarian Guard manchmal mehr Straffung gewünscht –
dort dauern Kämpfe teils länger als die Geschichte,
obwohl die Geschichte eigentlich im Fokus steht.
(Aber das wird eine andere Rezension.)


🛠️ Ausbau & Progression – Licht und Schatten

✔️ Was hervorragend funktioniert

  • Ausbau der Ausrüstung
  • Vorbereitung auf Bosse
  • Ressourcenmanagement
  • Haus als zentrale Anlaufstelle

Aus jeder Pore des Spiels atmet das Brettspiel das PC-Original.
Wer Valheim kennt, fühlt sich sofort zu Hause.

⚠️ Der Wehrmutstropfen: Heldenprogression

Was fehlt – zumindest teilweise:

  • keine echte Heldenprogression
  • keine langfristigen Skillbäume
  • keine Entwicklung „meines Charakters“

Ja, es gibt:

  • einen Kampagnenmodus
  • mehrere Szenarien in einem Run

Aber:
Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, das sofort zu spielen.

Warum?
Weil wir die Sorge hatten, uns zu übersättigen
und das Spiel dann aus einem falschen Blickwinkel zu bewerten.

Die Erfahrung bis hierhin war einfach zu gut, um sie zu überfrachten.


🎲 Komponenten & Material

  • Miniaturen: stimmig, wertig
  • Neoprenmatte: fantastisch
  • Haus: Holz statt Pappe (positiv überrascht)
  • Möbel: Standees – funktional, okay

Ein kleiner Wunsch bleibt:
👉 Ein zweiter Würfelsatz wäre Gold wert.
Memo an mich:

Bei allen zukünftigen Kampagnen immer einen Extra-Würfelsatz mitbacken.


💬 Stimmen aus unserer Runde

Hendrik:
„Ich erkenne das PC-Spiel in fast jedem Mechanik-Moment wieder.
Das hier ist keine Lizenzverwertung – das ist eine Adaption mit Herz.“

Maria:
„Das Kampfsystem ist überraschend elegant.
Ich hätte mehr Verwaltungsaufwand erwartet.“

Josef:
„Sterben ist nervig. Aber genau deshalb fühlt sich ein Boss-Kill richtig gut an.“

Maja:
„Der Gameplay-Loop ist in der fünften Runde dann doch zu gleichförmig. Wir brauchten eine Pause“


🔄 Der Kreis schließt sich: Zurück an den PC

Während wir das Brettspiel gespielt haben, ist etwas Lustiges passiert:

👉 Josef ist jetzt am PC eingestiegen.

Wir haben gemeinsam wieder von vorne angefangen – Multiplayer, Teamplay.
Parallel dazu spielt Call!po aktuell mit seinem Sohn. (mehr dazu im Beitrag zum PC-Spiel)

So sieht Wissensweitergabe generationsübergreifend 2026 aus:

  • Discord
  • Server
  • Wikinger
  • und viel gemeinsames Scheitern

⭐️ Unsere Bewertung (Hügelzelter-Schema)

⭐️ Unsere Bewertung

  • Zugänglichkeit: 🟢 Gut (mit PC-Vorkenntnis sehr gut)
  • Interaktion: 🟢 Hoch (echtes Koop-Gefühl)
  • Spielspaß: 🟢 Hoch
  • Wiederspielwert: 🟡 Gut (Kampagnenmodus noch offen)
  • Gestaltung & Material: 🟢 Sehr hoch

❣️ Gesamtbewertung

4 von 5 Meeples ⭐⭐⭐⭐☆

Ein starkes, atmosphärisches kooperatives Brettspiel,
das sein digitales Vorbild respektiert und versteht.


🧾 Fazit

Valheim: The Board Game ist kein Spiel für jeden.
Aber für alle, die das PC-Original kennen oder kooperatives Survival mögen, ist es:

  • ehrlich
  • fordernd
  • thematisch sehr stimmig

Kein All-In-Zwang.
Kein Blender.
Ein Spiel, das weiß, woher es kommt.

Und ja:
Wir bleiben dran –
mit dem Kampagnenmodus,
mit weiteren Szenarien
und sicher auch mit weiteren Abenden in Valheim.

📦 Valheim: The Board Game – Warum ich (doch) eingestiegen bin

Kampagne, Zweifel & ein besserer zweiter Eindruck


🧭 Ausgangslage: Liebe zum Spiel – Skepsis zur Umsetzung

Dass ich eine starke emotionale Bindung zu Valheim habe, ist kein Geheimnis.
Umso überraschender vielleicht: Mein erster Eindruck vom Brettspiel war eher verhalten.

Als die Kampagne auf Gamefound startete, war ich skeptisch:

  • Das Bauelement wirkte auf den ersten Blick sehr schlicht
  • Das Haus sah nach Pappe aus und wenig passend zu den vielen Stunden, die ich im PC-Spiel mit dem Ausbau unserer Langhäuser verbracht hatte
  • Möbel als Standees statt als richtige Objekte?
    → fühlte sich nicht nach „Valheim“ an

Kurz: Nostalgie allein reicht nicht, um sofort einzusteigen.


🎙️ Wendepunkt: Spiel Essen & Brettzeit

Der Wendepunkt kam – wie sollte es anders sein – über die Spiel in Essen und einen Podcast.

Nick und Paul von „Brettzeit“ wirkten in ihrer Berichterstattung ehrlich angetan vom Brettspiel.
Und das, obwohl ihr Beuteschema eigentlich eher bei kooperativen Dungeon Crawlern mit Progression liegt.

Das hat mich aufhorchen lassen.

Also habe ich mir die Kampagne noch einmal in Ruhe angesehen:

  • Miniaturen
  • Meeples
  • Neoprenmatte
  • Produktionsqualität

Und irgendwann kam der Gedanke:

„Vielleicht ist das hier kein 1:1-Abbild meiner PC-Erinnerungen – aber eine durchdachte Adaption.“


💸 Meine Entscheidung im Pledge Manager

Ich bin nicht All-In gegangen – bewusst.

Gebackt habe ich:

  • Deluxe Version für 115 €

Nicht genommen habe ich:

  • Haldors Hoard (+ ca. 40 €)
    → thematisch nett, aber für mich kein Muss

Rückblickend:
👉 Ich glaube, das war genau die richtige Entscheidung.


📦 Lieferung & erster Eindruck

Schon kurz nach der Spiel 2025 in Essen kam die Lieferung.

Und hier hat sich mein Bild deutlich geändert:

  • ✔️ Sehr hochwertiger Karton
  • ✔️ Große, saubere Neoprenmatte für die Spielwelt (und für das Wasser um den Inseln)
  • ✔️ Schöne, stimmige Miniaturen
  • ✔️ Holzhaus statt Pappe – das hatte ich so nicht erwartet

Ja:

  • Möbel sind weiterhin aus Pappe bzw. Standees
  • Aber: Holzstandees wären optional gewesen – und ehrlich gesagt nicht nötig

Wenn ich will, drucke ich mir hier vielleicht irgendwann noch etwas aus.
Aber: Das Spiel funktioniert auch so sehr gut.


📊 Kampagnen-Fakten (kurz & nüchtern)

Valheim: The Board Game

  • Publisher: MOOD Publishing
  • Funding: ca. 2,4 Mio. €
  • Backer: über 10.600
  • Spieler: 1-4 (kooperativ)
  • Spielzeit: ca. 120 Minuten
  • Alter: ab 12 Jahren

🧾 Zwischenfazit zur Kampagne

Die Kampagne hat bei mir einen zweiten Blick gebraucht,
aber dieser zweite Blick hat sich gelohnt.

  • Die Umsetzung ist wertiger als erwartet
  • Die Deluxe-Version trifft für mich den Sweet Spot
  • Die Nähe zum PC-Original wird nicht über Material, sondern über Mechanik hergestellt

👉 Kein Nostalgie-Cashgrab, sondern eine ernst gemeinte Adaption.

🔺 Slay the Spire: The Board Game – Hügelzelter-Spielbewertung

November 2025 / Hendrik / Spielebewertungen

🧭 Übersicht

Manchmal liest man eine Empfehlung, die einfach hängen bleibt. Bei Slay the Spire: The Board Game war es für uns der Podcast „Brettzeit“. Paul und Nick – eigentlich nicht dafür bekannt, kooperative Dungeon-Crawler mit Deckbuilding-Fokus in den Himmel zu loben – waren unerwartet begeistert. Und genau dieser ungewöhnliche Enthusiasmus hat uns sofort neugierig gemacht.

Als wir das Spiel dann auf der SPIEL in Essen angespielt haben (englische Version, Premium-Matte, viel Platz), war ziemlich schnell klar: Das Ding zieht ein. Und zwar sofort.

Am Ende wurde es die deutsche Basis-Version. Ausnahmsweise ohne Neopren-Matte – und, Überraschung: Wir haben sie zu Hause nicht vermisst.

🧩 Das Spielgefühl – Deckbuilding trifft Koop trifft Rogue-Lite

Slay the Spire ist ein kooperativer Dungeon-Crawler mit Deckbuilding, der sich extrem taktisch, aber gleichzeitig angenehm leichtgängig spielt.

Jeder Charakter spielt sich völlig anders:

  • Ironclad – schwere Treffer, Selbstheilung
  • Silent – Gift, Kombos, viele kleine Angriffe
  • Defect – Orbs, Positionierung, Timing
  • Watcher – riskante Haltungswechsel mit hohem Risiko/Ertrag

Schon im Brettspiel entsteht ein echtes PC-Feeling: Karten ziehen, Karten ausspielen, Energie verwalten, Relikte einsammeln, Bosse legen – es ist verblüffend, wie nah die Umsetzung am digitalen Original ist.

Und das gilt selbst für die kleinen Dinge:

  • Wie Schaden berechnet wird
  • Wie Upgrades funktionieren
  • Wie sich ein Deck im Lauf des Runs immer runder anfühlt
  • Wie wichtig es ist, „schlechte“ Karten loszuwerden

🏆 Überraschung Nr. 1 – unsere Runs

Wir haben beim ersten Run direkt alle drei Akte geschafft und alle drei Bossmonster gelegt.
Und nein, wir haben nicht geschummelt.

Run 2: wieder Sieg.
Run 3: wieder Sieg.

Nach nur drei vollständigen Runs waren wir im Brettspiel im Prinzip schon im New Game Plus; also dort, wo neue Karten freigeschaltet werden, zusätzliche Optionen entstehen und das Spiel neue Herausforderungen anbietet.

Ob wir einfach gut waren oder der Einstieg gnädig ist, sei dahingestellt. Motiviert hat es uns auf jeden Fall.

🧠 Meta-Progression – leichter Legacy-Effekt, der funktioniert

Das Brettspiel hat eine kleine, aber sehr schöne Form von Meta-Fortschritt:

  • Besiegt man Bosse, kommen neue Karten in den allgemeinen Pool.
  • Einige Karten lassen sich upgraden, indem man sie im Sleeve dreht.
  • Weitere Herausforderungen verlangen, dass man sich im übertragenen Sinn „eine Hand auf den Rücken bindet“ – schwierigere Bedingungen, neue Ziele.

Besonders gut: Diese Meta-Schicht ist schnell, zugänglich und stört nicht den Spielfluss. Sie liefert ein leichtes Legacy-Gefühl, aber ohne Zerstörung, ohne Aufkleber, ohne Reue.

🃏 Sleeves als Mechanik – ungewohnt und clever

Wir hatten das erste Mal Sleeves, die gameplay-relevant sind. Ein Upgrade bedeutet: Karte einfach umdrehen und plötzlich:

  • mehr Schaden,
  • andere Effekte,
  • neue Synergien mit Relikten und anderen Karten.

Das fühlt sich logisch, elegant und überraschend spaßig an. Es verstärkt das Gefühl, dass das eigene Deck wirklich wächst und sich nicht nur numerisch „verbessert“.

🎮 Mini-Abstecher: Das PC-Spiel

Zum Vergleich habe ich kurz in die digitale Vorlage hineingespielt. Es war tatsächlich mein erstes Mal im PC-Spiel, vorher kannte ich nur Berichte und Screenshots.

Erster Eindruck:

  • Ja, es ist ein Kartenspiel: rundenbasiert, sehr nah am Brettspiel.
  • Ich habe den Ironclad gewählt, wie am Tisch und sofort viele Karten wiedererkannt.
  • Die Art, wie die Upgrades und Relikte funktionieren, ist extrem nah an der Brettspielumsetzung.
  • Der Computer vereinfacht einiges (z.B. Berechnungen, Zurücksetzen), aber das Grundgefühl bleibt erstaunlich gleich.

Spannend ist, dass sich das Ganze fast „verkehrt herum“ anfühlt: Als wäre das Brettspiel zuerst da gewesen. Das digitale Spiel wirkt im Kern wie ein bereits existierendes Brettspiel mit Automatisierung.

Zur Metaprogression im Digitalspiel kann ich nach 5 Minuten ehrlicherweise noch nichts Seriöses sagen; aber der erste Eindruck ist: auch hier sehr motivierend.

Skala: Wie sehr hat mich der kurze Ausflug gepackt?
6 von 10 – ich bin beim Schreiben zweimal zurückgekehrt, bleibe aber vorerst lieber beim Brettspiel.

Ein ausführlicher Vergleich „Digital vs. Analog“ wäre spannend – das heben wir uns vielleicht für später auf. Vielleicht ist das auch ein Thema, das die Community häufiger sehen möchte.

⭐ Unsere Bewertung ⭐

  • Zugänglichkeit: 🟢 Gut – Deckbuilding-typische Einstiegshürde, aber sehr klar strukturiert.
  • Interaktion: 🟢 Hoch – kooperativ, viel Abstimmung, trotzdem spielt jeder sein eigenes Deck.
  • Spielspaß: 🟢 Sehr hoch – starke Synergien, Erfolgserlebnisse, spannende Entscheidungen.
  • Wiederspielwert: 🟢 Extrem hoch – vier Klassen, viele Relikte, variable Runs.
  • Gestaltung: 🟢 Klar und funktional – gute Lesbarkeit, stimmige Optik.

💬 Familienmeinung

Hendrik:
„Toll, wie vertraut sich das Deckbuilding anfühlt. Und diese Upgrades im Sleeve… großartige Idee!“

Maja:
„Einer meiner Lieblings-Deckbuilder dieses Jahr. Besonders mit Silent macht es richtig Laune.“

Josef:
„Ich mag, dass wir kooperativ spielen – aber trotzdem jeder versucht, sein Deck optimal zu bauen.“

❣️ Gesamtbewertung

4,5 von 5 Meeples
Ein Brettspiel, das die Magie des digitalen Originals auf außergewöhnlich elegante Weise einfängt. Motivierend, zugänglich und voll kleiner „Aha“-Momente. Wir kommen definitiv zurück an den Spire.

ℹ️ Spieleinfos

  • Name: Slay the Spire: The Board Game
  • Designer: Gary Dworetsky, Anthony Giovannetti, Casey Yano
  • Artist: Bruce Brenneise, Jose David Lanza Cebrian, Anailis Dorta
  • Publisher: Contention Games
  • Spieltyp: Kooperativer Deckbuilder / Rogue-Lite / Dungeon-Crawler
  • Spielerzahl: 1–4
  • Spieldauer: 30–150 Minuten
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Komplexität: 2,91 / 5
  • BGG-Rating: 8,7
  • Erscheinungsjahr: 2024

❄️ Holiday in ICE Cinema of Dreams & IceCool – Ein Abend zwischen Showglitzer und Pinguinen

🎬 Holiday on Ice – Ein Ausflug mit der ganzen Hügelzelter-Redaktion

Heute stand ein Ausflug auf dem Programm, der mittlerweile fast schon Tradition hat: Holiday on Ice. Diesmal lief die Show unter dem Titel „Cinema of Dreams“ – und wieder einmal war es ein echtes Spektakel.

Mit dabei waren die gesamte Hügelzelter-Redaktion, die Großeltern und ein Publikum, das sich von Beginn an mitreißen ließ.

Wie gewohnt bot die Show eine Mischung aus Eiskunstlauf, Akrobatik, visuellen Effekten und einer charmanten Geschichte, die alles miteinander verbindet. Besonders schön war, wie über das Filmthema hinweg verschiedenste Tropes eingebaut wurden: Sci-Fi, Abenteuer, Romantik, Fantasy – jede Szene hatte ihren eigenen Stil, inklusive abwechslungsreicher Kostüme und Effekte.

Ein rundum gelungener Nachmittag.

🧊 Vom Eis zur Spielbox – mein Versuch mit IceCool

Nach so viel Eis und Bühnenmagie kam mir eine Idee: Warum nicht den Abend mit einem passenden Brettspiel ausklingen lassen?

IceCool lag thematisch natürlich nahe. Ein schnelles Schnippspiel mit Pinguinen, die durch eine Highschool flitzen, Fisch sammeln und versuchen, der Pausenaufsicht zu entkommen. Also aufgebaut, erklärt…

…und schon nach einer Runde war klar: Die Kinder sind wohl nicht mehr für diese Art Spiel zu begeistern…zumindest nicht in unserer Runde.

Die Hügelzelter-Fazitrunde

Josef:
„Ach Papa, warum hast du das denn nun aufgebaut? Danach tut mir höchstens der Finger vom Schnipsen weh.“

Johanna:
„Ich hätte echt mal Lust, das mal wieder mit den Cousins und Cousinen zu spielen.“

Hendrik:
„Ach, was war das ein Highlight, als die Kinder noch kleiner waren – 2018, also vor 7 Jahren.“

Und ja, irgendwie stimmt das. IceCool ist charmant, schnell erklärt und perfekt für jüngere Spieler. Vielleicht ist es wirklich wieder Zeit für eine Runde mit den jüngeren Nichten und Neffen.

🐧 IceCool – Kurzbewertung

  • Zugänglichkeit: 🟢 Sehr hoch
  • Interaktion: 🟡 Mittel – abhängig von Geschick und Stimmung
  • Spielspaß: 🟡 Gut – besonders mit Kindern
  • Wiederspielwert: 🟡 Okay – eher ein spontaner Spaß
  • Gestaltung: 🟢 Schön und liebevoll umgesetzt

Gesamtbewertung: 3 von 5 Meeples

ℹ️ IceCool – Spieleinfos

  • Name: ICECOOL
  • Designer: Brian Gomez
  • Artist: Reinis Pētersons
  • Publisher: Brain Games
  • Spielerzahl: 2–4
  • Spieldauer: ca. 30 Minuten
  • Alter: ab 6 Jahren
  • BGG-Rating: 6,8
  • Komplexität: 1.06 / 5
  • Besonderheit: Pinguine können springen – wirklich!

🎯 Fazit

Ein wunderbarer Familienausflug und ein thematisch perfekter Versuch, den Abend mit einem „Eis-Spiel“ ausklingen zu lassen. Auch wenn IceCool heute nicht richtig gezündet hat, bleibt es ein schönes Stück Familiengeschichte – und vielleicht landet es bald wieder auf dem Tisch, zusammen mit den jüngeren Nichten und Neffen.

🌩️ Cosmere Roleplaying Game – Stormlight Edition (Kickstarter)

🧭 Übersicht

Vor gut einem Jahr habe ich die Kampagne zum Cosmere Roleplaying Game unterstützt – und nun ist es endlich da! Am 30. August 2024 sammelte Brandon Sanderson über 13 Millionen Euro auf Kickstarter ein und machte damit eines der größten Rollenspielprojekte aller Zeiten möglich.

Ich selbst bin mit der Collector’s Edition eingestiegen – und heute, am 11. November 2025, hat mich meine Lieferung erreicht. Noch nicht vollständig (die Mistborn-/Nebelgeborenen-Bücher fehlen offenbar und kommen vermutlich in einer zweiten Welle), aber der Rest liegt endlich hier auf dem Tisch – und sieht großartig aus.

📦 Lieferung & Inhalt

Auf dem Bild seht ihr alles, was bisher angekommen ist:

  • Die Stormlight Premium Box
  • Cosmere RPG: Stormlight Handbooks & World Guides
  • Bridge Nine und The First Ideal (Abenteuerbände)
  • Stormlight Adventure Maps
  • Würfelset mit Liquid Dice
  • Miniaturen der Collector’s Edition
  • Mehrere Kartendecks
  • und das ikonische blaue Samtbeutel-Set

Schon beim Auspacken spürt man, dass hier viel Liebe zum Detail drinsteckt – und deutlich mehr als nur ein weiteres Rollenspielsystem.

📚 Vom Roman zum Rollenspiel

Meine Reise ins Cosmere begann schon vor vielen Jahren mit Elantris – einem Roman, den ich inzwischen sogar ein zweites Mal gelesen habe. Danach folgten die Sturmlichtchroniken, die ich 2022 neu entdeckt und dann regelrecht verschlungen habe – teils gelesen, teils über Audible gehört.

Acht Bände später war ich endgültig in Roshar angekommen. Mein aktueller Held in unserer DSA-Kampagne trägt sogar den Namen Musta Dalan – eine kleine Hommage an die Reihe.

2024 folgten dann die ersten drei Bände der Nebelgeborenen, gelesen übrigens erst, nachdem ich in die Kampagne eingestiegen war. Das Cosmere hat mich einfach gepackt – und dass es nun in ein vollständiges Rollenspielsystem überführt wurde, fühlt sich an wie der logische nächste Schritt.

🎲 Ersteindruck

Ich habe bisher alles einmal durchgeblättert, die Würfel getestet und das Material in die Hand genommen – und kann nur sagen: Optisch und haptisch top.

Der Druck ist gestochen scharf, die Bücher liegen schwer und hochwertig in der Hand, und die Liquid Dice sehen fantastisch aus. Die Miniaturen sind gut modelliert, und ich freue mich schon darauf, sie irgendwann zu bemalen – wenn hier nicht noch so viele andere Projekte liegen würden.

Alles wirkt durchdacht, thematisch stimmig und vor allem: liebevoll umgesetzt.

💬 Crowdfunding-Erlebnis

Die Kommunikation während der Kampagne und der Auslieferung war reibungslos. Die digitalen Inhalte sind schon länger verfügbar – ich muss sie mir nur endlich in Ruhe anschauen.

Für eine Kampagne dieser Größe war die Lieferung aus meiner Sicht erstaunlich pünktlich. Das ist bei diesem Projekt keine Selbstverständlichkeit.

⚔️ Spielpläne & Zukunft

Geplant ist, das System mit meiner DSA-Runde auszuprobieren – aber das wird wohl noch etwas dauern. Alternativ könnte ich mir auch gut vorstellen, mit Maja und Josef ein paar Einstiegsabenteuer zu spielen.

Das Cosmere bietet genug eigene Tiefe, um als solitäres Rollenspielerlebnis zu funktionieren – eine Verbindung zu DSA-Regeln ist also gar nicht nötig. Ich bin gespannt, wie sich die Welt am Spieltisch anfühlen wird – und ob die Regeln halten, was die Bücher versprechen.

❣️ Fazit

Ein beeindruckendes Gesamtpaket, das Fans von Brandon Sandersons Welten sofort in den Bann zieht. Die Collector’s Edition ist wunderschön gestaltet, die Qualität stimmt, und allein das Durchblättern fühlt sich schon nach Abenteuer an.

Fehlt nur noch die zweite Lieferung mit den Mistborn-/Nebelgeborenen-Bänden – und dann kann es richtig losgehen.

Ein großartiger Auftakt in die Welt des Cosmere-RPGs.

ℹ️ Kampagneninfos

Name:The Stormlight Archive: The Roleplaying Game
Verlag:Brotherwise Games
Welt / Vorlage:Cosmere von Brandon Sanderson
Kampagnenstart:30. August 2024
Finanzierung:ca. 13 Mio. €
Edition:Collector’s Edition
Erhalten am:11. November 2025
Lieferstatus:Wave 1 vollständig, Wave 2 (Mistborn/Nebelgeborene) ausstehend
Sprache:Englisch
Erwartete Retail-Veröffentlichung:voraussichtlich 2026
Bewertung (Ersteindruck):5 von 5 Meeples – episch in jeder Hinsicht

„Vom Roman zum Rollenspiel – das Cosmere wird endlich lebendig.“

🚀 Arche Nova – Gamefound Deluxe Upgrades von Kekpop Spiele

🌍 Eine etwas andere Kampagne

Eines der absoluten Top-Spiele bei BoardGameGeek, Arche Nova, hat bei uns endlich Einzug gehalten – passend zu Majas Geburtstag.

Zeitgleich startete im August 2025 eine Gamefound-Kampagne, die allerdings einen etwas anderen Weg ging:

Man konnte nicht das Spiel selbst, sondern ausschließlich Premium-Komponenten unterstützen.

Hinter dem Projekt stehen Awaken Realms in Kooperation mit Kekpop Spiele – dem Studio von Mathias Wigge, dem Autor von Arche Nova (2021).

Die Idee: einem modernen Klassiker das Material-Upgrade zu geben, das er verdient hat – ähnlich wie Awaken Realms es zuvor schon bei The Castles of Burgundy umgesetzt hat.

💎 Warum wir eingestiegen sind

Da Arche Nova ohnehin gerade bei uns eingezogen war und sich schnell als Favorit herauskristallisierte, war die Entscheidung klar:

Ich habe das Upgrade-Pack unterstützt – nicht All-In, aber eine vernünftige und hochwertige Zusammenstellung, die das Spielgefühl deutlich verbessert.

Unsere Auswahl:

  • Acryltokens
  • Premium Dual-Layer-Playerboards
  • Neopren-Spielbretter
  • 3D-Spezialgebäude

Kurz gesagt: eine Vernunft-Kombination – genug, um das Spiel spürbar aufzuwerten, ohne in übertriebenen Luxus abzurutschen.

📦 Fazit zur Gamefound-Kampagne

  • Kampagne: professionell präsentiert, transparent kommuniziert
  • Thema: gezieltes Material-Upgrade, kein neues Spiel
  • Qualität: erwartungsgemäß sehr hoch – Awaken Realms & Kekpop liefern Premium-Anspruch
  • Pledge: durchdacht – hochwertige, funktionale Komponenten
  • Gesamt: ein gelungenes Deluxe-Projekt für eines der besten Spiele der letzten Jahre

🔮 Ausblick

Die Lieferung ist derzeit für 2026 angekündigt.

Wir freuen uns darauf, Arche Nova dann in voller Deluxe-Ausstattung auf den Tisch zu bringen – und sind gespannt, ob es bis dahin vielleicht noch ein paar zusätzliche Promos oder Bonuskomponenten geben wird.

Mit diesem Upgrade dürfte sich unser Exemplar endgültig zum Highlight im Spieleregal entwickeln. 🐘🦒🦜

ℹ️ Kampagnendaten

  • Plattform: Gamefound
  • Projektname: Arche Nova – Deluxe Upgrades
  • Start: August 2025
  • Veranstalter: Awaken Realms & Kekpop Spiele (Mathias Wigge)
  • Lieferung: voraussichtlich 2026
  • Unterstützter Pledge: Upgrade Pack (kein All-In)

🎲 The Witcher: Old World – Spielbewertung

🧭 Übersicht

The Witcher: Old World versetzt bis zu fünf Spieler in die bekannte Fantasywelt von Andrzej Sapkowski – allerdings nicht in die Rolle von Geralt oder Ciri. Stattdessen treten die Spieler als eigenständige Witcher verschiedener Schulen gegeneinander an, um Ruhm zu sammeln.

Der Weg zum Sieg führt über Monsterjagden, das Erfüllen von Quests und Duelle zwischen den Witchern. Das Spielbrett zeigt eine detailreiche Karte mit Städten, Ländern und Schauplätzen, die liebevoll illustriert sind.

Die Deluxe-Edition bringt atmosphärische Miniaturen mit, die bemalt auf dem Tisch richtig Eindruck machen. Spielerisch zeigt sich jedoch schnell: Das Abenteuer zieht sich – gerade in voller Besetzung.


⚙️ Spielmechanik

  • Deckbuilding und Kartenmanagement als Motor für Aktionen
  • Reisen über die Karte, Quests annehmen und Monster jagen
  • Duelle zwischen Witchern – als spannende, aber auch zeitintensive Zwischenspiele
  • Siegpunkte (Ruhm) als zentrales Ziel

Besonders interessant ist die Mischung aus gemeinsamer Welt (alle bewegen sich auf derselben Karte) und individueller Optimierung (Decks, Fähigkeiten, Ausrüstung).


⭐️ Unsere Bewertung ⭐️

  • Zugänglichkeit: 🟡 Mittel – Regeln sind umfangreich, Einstieg dauert.
  • Interaktion: 🟢 Hoch – durch Duelle, Monsterjagden und Konflikte um Quests.
  • Spielspaß: 🟡 Mittel – thematisch stimmig, aber langatmig; ab 4 Spielern zäh.
  • Wiederspielwert: 🟡 Mittel – reizt für thematische Abende, aber kein Dauerbrenner.
  • Gestaltung: 🟢 Hoch – stimmige Illustrationen, hochwertige Miniaturen, schönes Brett.

💬 Familienmeinung

Hendrik:
„Tolles Setting, und die Minis zu bemalen war ein Highlight. Aber spielerisch einfach zu lang für uns – vor allem zu fünft.“

Maja:
„Die Welt ist spannend, aber es dauert mir zu lange“

Josef:
„Das Kampfsystem ist interessant, aber ich mag es nicht, so lange zu warten, bis ich wieder dran bin.“


❣️ Gesamtbewertung

3 von 5 Meeples

Ein stimmiges Brettspiel-Erlebnis in der Witcher-Welt, das Fans der Reihe begeistert. Spielerisch aber eher ein Event für besondere Abende – und nichts für schnelle Partien.


ℹ️ Spieleinfos

  • Verlag: Go on Board / CD Projekt Red
  • Autor: Łukasz Woźniak
  • Erscheinungsjahr: 2023 (Kickstarter 2021)
  • Spieltyp: Abenteuer-, Karten- & Miniaturenspiel
  • Spielerzahl: 1–5
  • Spieldauer: 90–180 Minuten (zu fünft deutlich länger)
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Sprache: EN/DE (je nach Version)

🚀 The Witcher: Old World – Crowdfunding


🌍 Hintergrund

11. Juni 2021, Kickstarter – 45.162 Unterstützer: Auch ich war dabei, als Go on Board gemeinsam mit CD Projekt Red die Kampagne zu The Witcher: Old World ins Leben rief. Für mich als langjährigen Witcher-Fan war das eine „Pflichtunterstützung“.

Meine Verbindung zur Witcher-Welt ist alt und breit:

  • Die Romane von Andrzej Sapkowski habe ich gelesen oder als Hörbuch verschlungen.
  • Die PC-Spiele (The Witcher 1 & 2 komplett durchgespielt, The Witcher 3 mehrfach angefangen – zuletzt auf dem Steam Deck).
  • Serienadaption? Auch gesehen.

Kurz gesagt: Die Welt von Geralt & Co. ist mir vertraut. Umso gespannter war ich, wie sich dieses Setting als Brettspiel anfühlt.


📦 Was habe ich gebackt?

  • Deluxe Box (nicht All-In)
  • Entscheidung im Rückblick: richtig! – der Content ist üppig, die Extras nett, aber der Sprung zum All-In erschien mir überdimensioniert.

🎲 Das Spiel

  • Thema: Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Witchern – jedoch nicht Geralt oder andere „alte Bekannte“. Stattdessen kämpfen bis zu fünf Hexer in einem Wettstreit darum, wer der „Beste“ wird.
  • Mechaniken:
    • Duelle untereinander
    • Monsterjagden
    • Quests in Städten und Ländern
  • Illustrationen & Karte: atmosphärisch, mit Liebe zum Detail.

👉 Aber: Die Partien ziehen sich.

  • Gespielt mit Maja & Peter (3 Spieler) – sehr lang.
  • Gespielt mit vier Freunden (5 Spieler) – auf keinen Fall zu empfehlen: Downtime enorm.

🖌️ Miniaturen

Die Deluxe-Box brachte hübsche Witcher-Minis mit. Für mich ein echtes Highlight – ich habe sie mit Freude bemalt. Damit gewann das Spiel auf dem Tisch optisch einiges.


⚖️ Fazit zur Kampagne

  • Kampagne: Stark inszeniert, Material hochwertig, Miniaturen gelungen.
  • Spielerlebnis: Stimmig im Setting, aber langatmig – gerade in größerer Runde.
  • Empfehlung: Für Fans der Witcher-Welt ein schönes Sammlerstück. Spielerisch aber eher ein „Epic Experience“ für seltene Abende als ein Titel, der regelmäßig auf den Tisch kommt.

🔮 Ausblick

Die Witcher-Reise geht für uns weiter:

  • The Witcher – Pfad des Schicksals wurde ebenfalls unterstützt und ist inzwischen eingetroffen.
  • Ein Artikel zur Kampagne und später eine Bewertung folgen bald.

🎲 Primal: The Awakening – Kickstarter

🧭 Hintergrund

Manchmal ist weniger nicht mehr – manchmal muss es einfach groß sein. Genau das war meine Motivation 2021, als ich Primal: The Awakening auf Kickstarter unterstützt habe. Ich wollte große Miniaturen, und ich bekam große Miniaturen.

Die Kampagne versprach einen Bossbattler in epischem Maßstab, mit detailreichen Kreaturen und einem spannenden taktischen Kampfkonzept. Die Auslieferung hat allerdings auf sich warten lassen – erst 2024 kam das Paket bei uns an.


📦 Auslieferung & erster Eindruck

Der Inhalt ist gigantisch: riesige Figuren, ein beeindruckendes Spielbrett und hochwertige Komponenten. Schon beim Auspacken war klar: Das ist ein Projekt für die Vitrine ebenso wie für den Spieltisch.

Die ersten Miniaturen habe ich bereits bemalt – und allein diese Arbeit ist ein Erlebnis. Sie füllen fast schon das halbe Mal-Setup aus.


🕹️ Spielerfahrung (bisher)

Gespielt haben wir Primal noch nicht. Der Bossbattler wartet darauf, auf den Tisch zu kommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns noch nicht sicher sind, ob das Spielgefühl langfristig fesselt – oder ob es eher ein Sammlerstück bleibt.


❣️ Fazit

Für mich ist Primal: The Awakening aktuell vor allem ein Miniaturenprojekt, das zeigt, wie weit Crowdfunding inzwischen gehen kann. Ob es auch spielerisch überzeugt, müssen wir erst noch herausfinden.

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