🧭 Übersicht
Am zweiten Weihnachtstag und noch einmal am 2. Januar, anlässlich des Geburtstags meiner Schwiegermutter, wurde im Familienkreis gespielt. Auf den Tisch kam dabei ein Spiel, das bei uns bislang eher unter dem Radar lief – mitgebracht von Josefs und Majas Cousin (also meinem Neffen): Karak!
Gespielt haben wir jeweils zu viert, zusammen mit unseren beiden Neffen im Alter von 6 und 4 Jahren, wobei der Vierjährige natürlich noch etwas Unterstützung bekommen hat. Trotzdem: Er war voll dabei, hat gewürfelt, gekämpft und Beute gesammelt.
Karak! ist ein klassischer Dungeon Crawler, aber mit einem entscheidenden Unterschied zu vielen unserer anderen Vertreter dieses Genres:
👉 Hier spielt jeder gegen jeden. Kein kooperatives Team, kein gemeinsames Ziel, sondern ein Wettlauf um Beute, Ausrüstung und Ruhm.
⚔️ Spielidee & Ablauf
Das Spielprinzip ist schnell erklärt:
- Jeder Spieler steuert einen Helden mit eigener Spezialfähigkeit.
- Das Labyrinth entsteht nach und nach, indem neue Plättchen aufgedeckt werden.
- In den Räumen warten Monster, Fallen und Schatztruhen.
- Kämpfe werden mit Würfeln entschieden – manchmal glorreich, manchmal brutal unfair 😉
Besonders spannend (und für Kinder sehr motivierend) ist die Progression:
Wer zuerst kleinere Monster besiegt, erhält Waffen, Zauber oder Ausrüstung und wird nach und nach stärker. Dadurch steigen die Chancen, später auch gegen größere Gegner – bis hin zum Drachen – bestehen zu können.
Und ja: Man kann sich auch gegenseitig Beute oder Monster „wegschnappen“, wenn man schneller oder glücklicher ist. Das sorgt für kleine Sticheleien, aber nie für Frust – zumindest in unseren Runden nicht.
🐉 Legendärer Moment
Ein echtes Highlight gab es am zweiten Spieltag:
🎉 Die Schwiegermutter hat an ihrem Geburtstag tatsächlich den Drachen besiegt.
Fast von allen großer Jubel, stolze Blicke und ein schöner Beweis dafür, dass Karak! wirklich generationenübergreifend funktioniert.
⭐️ Unsere Bewertung ⭐️
Zugänglichkeit: 🟢 Sehr hoch
Regeln sind schnell erklärt, der Einstieg gelingt auch mit jüngeren Kindern problemlos.
Interaktion: 🟡 Mittel
Man spielt gegeneinander, aber eher spielerisch als konfrontativ.
Spielspaß: 🟢 Hoch
Würfelglück, Beute, neue Ausrüstung – das motiviert, vor allem die Kinder.
Wiederspielwert: 🟡 Gut
Das modulare Labyrinth sorgt für Abwechslung, bleibt aber überschaubar.
Familientauglichkeit: 🟢 Sehr hoch
Ein Dungeon Crawler, den man wirklich mit der ganzen Familie spielen kann.
💬 Familienmeinungen
Hendrik:
„Ein sehr rundes Familienspiel. Einfach genug für Kinder und Großmütter 😉, spannend genug für Erwachsene – und ideal für Feiertage. Ich muss mich wohl mal um den zweiten Teil kümmern.“
Maja:
„Es macht mir unglaublich viel Spaß mit den Neffen zu spielen und dann auch noch in unserem Brettspielkosmos“
Josef:
„Nicht so kompliziert wie unsere anderen Dungeon Crawler, aber macht trotzdem Spaß.“
Neffe (6):
„Ich spiel aber mit Mogeln: Ich lose nicht den Character, ich spiele die böse Diebin!“
❣️ Gesamtbewertung
4 von 5 Meeples
Karak! ist kein epischer Kampagnen-Crawler und will das auch gar nicht sein.
Es ist ein zugänglicher, kurzweiliger Dungeon Crawler, der besonders im Familienkreis glänzt – mit Kindern, Großeltern und allen dazwischen.
ℹ️ Spieleinfos (BGG)
- Name: Karak
- Alternativtitel: Catacombs of Karak
- Designer: Petr Mikša
- Illustrationen: Roman Hladík
- Verlag: Albi
- Spielerzahl: 2–5 Spieler
- Spieldauer: ca. 45 Minuten
- Altersempfehlung: ab 7 Jahren
- Komplexität (BGG): 1,30 / 5
- BGG-Rang:
- Overall: 1.432
- Children: 13
- Family: 440
- BGG-Wertung: 7,2 / 10
- Neuimplementierung: Karak II
Kurzbeschreibung (Publisher):
Unter den bröckelnden Mauern der Burg Karak verbirgt sich ein Labyrinth voller Schätze – und Monster. Die Spieler erkunden Raum für Raum den Dungeon, rüsten ihre Helden aus, besiegen Kreaturen und sammeln möglichst viel Beute. Wer am Ende die meisten Schätze besitzt, wird zum wahren Champion von Karak!
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