🧭 Einstieg: Zurück in Valheim – diesmal am Tisch
Nachdem Lieferung und erster Eindruck überzeugt hatten, war klar:
Das Brettspiel muss sofort auf den Tisch.
Wir sind mit drei Spielern gestartet, hatten später auch eine Partie mit Maria dabei
und haben danach zu dritt alle Bosse einmal gelegt
Einige Szenarien haben wir gespielt, andere liegen noch vor uns – bewusst.
Denn eines wurde schnell klar:
Dieses Spiel lebt von Wiedererkennung – und davon, dass man ihm Raum lässt. Nicht zu viele Runden an einem Wochenende.
🗺️ Szenarien & Struktur
Das Spiel arbeitet mit klar strukturierten Szenarien:
- eigene Karten
- klare Ziele
- unterschiedliche Anforderungen an Vorbereitung, Kampf und Ausbau
Man merkt sofort:
Hier wollte niemand einfach nur „Monster aneinanderreihen“,
sondern Valheim als Erlebnis übersetzen.
Ein besonderer Reiz liegt darin, dass:
- Sterben dazugehört
- der Grabbesuch leider auch
- Vorbereitung wichtiger ist als Heldentum
Genau wie im PC-Spiel.
Aber analog zum PC-Spiel ist auch beim Brettspiel der Ressourcen-Grind zentral. Spätestens in der dritten Runde kann sich dieser Teil dann allerdings etwas eintönig anfühlen.
⚔️ Mechanik & Spielgefühl
🔁 Sterben & Loot-Rückholung
Das vielleicht wichtigste Lob zuerst:
👉 Sterben tut weh.
Und das ist gut so.
- Ausrüstung weg
- Buffs weg
- Nahrung weg
Ungebufft loszuziehen fühlt sich genau so falsch an wie am PC.
Und ja: Im Team geht es deutlich besser.
🎲 Kampfsystem
Das Kampfsystem hat uns alle überzeugt:
- schnell
- fair
- flüssig
- ohne Verwaltungsballast
Der aktive Spieler würfelt auch für die Gegner; das hält das Tempo hoch und fühlt sich erstaunlich ausgewogen an.
Für mich eines der besseren kooperativen Kampfsysteme der letzten Zeit.
Ganz ehrlich:
In dieser Richtung hätte ich mir bei Isofarian Guard manchmal mehr Straffung gewünscht –
dort dauern Kämpfe teils länger als die Geschichte,
obwohl die Geschichte eigentlich im Fokus steht.
(Aber das wird eine andere Rezension.)
🛠️ Ausbau & Progression – Licht und Schatten
✔️ Was hervorragend funktioniert
- Ausbau der Ausrüstung
- Vorbereitung auf Bosse
- Ressourcenmanagement
- Haus als zentrale Anlaufstelle
Aus jeder Pore des Spiels atmet das Brettspiel das PC-Original.
Wer Valheim kennt, fühlt sich sofort zu Hause.
⚠️ Der Wehrmutstropfen: Heldenprogression
Was fehlt – zumindest teilweise:
- keine echte Heldenprogression
- keine langfristigen Skillbäume
- keine Entwicklung „meines Charakters“
Ja, es gibt:
- einen Kampagnenmodus
- mehrere Szenarien in einem Run
Aber:
Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, das sofort zu spielen.
Warum?
Weil wir die Sorge hatten, uns zu übersättigen
und das Spiel dann aus einem falschen Blickwinkel zu bewerten.
Die Erfahrung bis hierhin war einfach zu gut, um sie zu überfrachten.
🎲 Komponenten & Material
- Miniaturen: stimmig, wertig
- Neoprenmatte: fantastisch
- Haus: Holz statt Pappe (positiv überrascht)
- Möbel: Standees – funktional, okay
Ein kleiner Wunsch bleibt:
👉 Ein zweiter Würfelsatz wäre Gold wert.
Memo an mich:
Bei allen zukünftigen Kampagnen immer einen Extra-Würfelsatz mitbacken.
💬 Stimmen aus unserer Runde
Hendrik:
„Ich erkenne das PC-Spiel in fast jedem Mechanik-Moment wieder.
Das hier ist keine Lizenzverwertung – das ist eine Adaption mit Herz.“
Maria:
„Das Kampfsystem ist überraschend elegant.
Ich hätte mehr Verwaltungsaufwand erwartet.“
Josef:
„Sterben ist nervig. Aber genau deshalb fühlt sich ein Boss-Kill richtig gut an.“
Maja:
„Der Gameplay-Loop ist in der fünften Runde dann doch zu gleichförmig. Wir brauchten eine Pause“
🔄 Der Kreis schließt sich: Zurück an den PC
Während wir das Brettspiel gespielt haben, ist etwas Lustiges passiert:
👉 Josef ist jetzt am PC eingestiegen.
Wir haben gemeinsam wieder von vorne angefangen – Multiplayer, Teamplay.
Parallel dazu spielt Call!po aktuell mit seinem Sohn. (mehr dazu im Beitrag zum PC-Spiel)
So sieht Wissensweitergabe generationsübergreifend 2026 aus:
- Discord
- Server
- Wikinger
- und viel gemeinsames Scheitern
⭐️ Unsere Bewertung (Hügelzelter-Schema)
⭐️ Unsere Bewertung
- Zugänglichkeit: 🟢 Gut (mit PC-Vorkenntnis sehr gut)
- Interaktion: 🟢 Hoch (echtes Koop-Gefühl)
- Spielspaß: 🟢 Hoch
- Wiederspielwert: 🟡 Gut (Kampagnenmodus noch offen)
- Gestaltung & Material: 🟢 Sehr hoch
❣️ Gesamtbewertung
4 von 5 Meeples ⭐⭐⭐⭐☆
Ein starkes, atmosphärisches kooperatives Brettspiel,
das sein digitales Vorbild respektiert und versteht.
🧾 Fazit
Valheim: The Board Game ist kein Spiel für jeden.
Aber für alle, die das PC-Original kennen oder kooperatives Survival mögen, ist es:
- ehrlich
- fordernd
- thematisch sehr stimmig
Kein All-In-Zwang.
Kein Blender.
Ein Spiel, das weiß, woher es kommt.
Und ja:
Wir bleiben dran –
mit dem Kampagnenmodus,
mit weiteren Szenarien
und sicher auch mit weiteren Abenden in Valheim.
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