Heute war ich auf der Boot Düsseldorf. Der Kontakt zur Messe Düsseldorf und zum Boot-Team wirkte dabei durchgehend professionell und gut organisiert. Nur eins habe ich leider nicht geschafft: schon am Freitag beim Presseevent aufzutauchen. Dort gab es einige Neuvorstellungen und eine gezielte Führung für Medienvertreter. Das hätte ich gern mitgenommen.
Wie schon im Vorjahr war ich mit Marcel dort unterwegs. Und obwohl wir beide wegen ganz handfester Themen (Tauchen, Ausrüstung, Einkauf) auf die Messe gehen, erwische ich mich jedes Mal dabei, wie ich zwischen den Hallen kurz stehenbleibe und denke: Das ist schon eine andere Welt.
Was mich dieses Jahr direkt wieder gepackt hat, war der Kontrast zu „unserer“ Messe in Essen: Die Hallen wirken auf der Boot noch einmal größer, die Publikumsdichte verteilt sich ganz anders – wirklich „crowded“ war es für mich eigentlich nur in der Tauchhalle. Und dann… naja: Eine Luxusyacht kostet dann eben doch etwas mehr als ein gut gefüllter Kallax. 😉
Von der Neoprenwelt zur Transportfrage
Auf der Boot war ich letztes Jahr zum ersten Mal und habe dabei eher zufällig mitbekommen, dass man über einen Blog (in dem Fall ein Wassersport-/Bootsblog) überhaupt eine Presseakkreditierung erreichen kann. Das war damals ein ziemlich spannender Gedanke. Dieses Jahr bin ich aber vor allem wieder als Wassersportler hier und mit einem sehr konkreten Ziel:
Ich suche eine große, möglichst wasserresistente Tasche für Tauchausrüstung. Flossen, Neo, Maske, Kleinkram – alles soll rein. Gleichzeitig sollen ein paar Dinge trocken bleiben, ohne dass ich dafür noch drei Extrabeutel brauche. Und: Die Tasche darf groß sein, aber bitte nicht so groß, dass sie im Schwimmbad wirkt, als würde ich gleich zu einer Expedition aufbrechen.
In der engeren Auswahl gelandet sind zwei sehr unterschiedliche Kandidaten – beide spannend, aber mit klar unterschiedlichem „Charakter“:
Nynamic Nord – Duffle Bag LDB-100 (104 l)
Volumen 104 l, Maße 33 × 35 × 90 cm, TPU-beschichtetes Nylon, IPX6, HF-geschweißte Nähte, wasserabweisender Reißverschluss, herausnehmbares inneres Trockenfach, weite Öffnung, Tragesystem als Rucksack.
Kurz gesagt: durchdacht, mit sauberer Trennung zwischen „nass“ und „trocken“ – und vom Format her noch so, dass man sie auch im Alltag gut nutzen kann.
Ich hatte am Stand einen sehr netten Kontakt, und es stand im Raum, dass online auch Messepreise möglich sind. Das ist noch nicht schriftlich bestätigt – das werde ich als nächstes einmal nachfassen.
Cressi – (135 l)
Die Cressi spielt in einer anderen Größenklasse: 135 l, Maße 95 × 34 × 42 cm, Gewicht 1,6 kg. Ebenfalls mit HF-/RF-geschweißten Nähten und wasserresistentem Reißverschluss – und mit ein paar Features, die sehr nach „Praxis am Wasser“ klingen:
Die Tasche ist lang genug für lange Freitauchflossen (z. B. Gara), besteht aus robustem PVC mit verschweißten Nähten und ist so dicht, dass man die Ausrüstung sogar im Inneren der Tasche ausspülen kann. Danach lässt sich Wasser über eine Ablasskappe am Ende der Tasche bequem ablassen. Dazu kommen Tragegriffe und Gurte, die auch als Schulterträger dienen. Laut Beschreibung bleibt beim Transport (selbst im Auto) alles dicht – kein Wasser läuft aus.
Was mir an diesem Thema gefällt: Es ist am Ende dieselbe Denke, die ich bei Spielen auch mag – praktisch, lösungsorientiert, und mit Blick darauf, dass Dinge heil und ordentlich bleiben. Nur dass es heute eben um Flossen statt um Kartenstapel geht.
Je länger ich darüber nachdenke, desto eher lande ich bei der Dynamic Nord – wegen der Trennung in nass/trocken und dem Format, das nicht sofort nach „Reisegepäck XXL“ aussieht. Die Cressi bleibt aber eine sehr starke Option, wenn „möglichst viel, möglichst unkompliziert“ das Hauptziel ist.
Update: Dynamic Nord hat sich gemeldet und den angekündigten Messepreis bestätigt – 20 % Messerabatt. Ich habe die Tasche direkt bestellt. Sobald sie da ist, mache ich einen kurzen Praxis-Check (Packen, nass/trocken, Alltagstauglichkeit) – dann sehen wir, ob sie auch als „Schwimmbad-taugliche“ Lösung durchgeht.
DYNAMICNORD hat mir in einer zweiten Mail die Nutzung von ein bis zwei offiziellen Produktbildern sowie der technischen Daten ausdrücklich erlaubt. Verlinkt wird auf die Produktseite. Es handelt sich um einen unabhängigen, unbezahlten Erfahrungsbeitrag.

🌐 DYNAMICNORD: https://dynamicnord.com/de/
🎒 Produkt: https://dynamicnord.com/de/ldb-100/
Update2: Praxis-Fazit nach dem ersten Packen:
Die Tasche nimmt problemlos komplette Tauchausrüstung auf, inklusive langer Flossen und Neopren. Nasses und trockenes Material lässt sich sauber trennen. Zusätzlich bleibt noch ausreichend Platz für weiteres Zubehör.

Fun Fact:
Es passen auch erstaunlich viele Brettspiele hinein. Zwölf Stück wären vermutlich problemlos möglich, wobei auf dem Foto durchaus ein paar größere Klopper dabei sind. Das Format entspricht ziemlich genau der bekannten Kallax-Breite.
Ob das sogar eine Tasche für die SPIEL in Essen sein könnte? Möglich. Für zwölf Spiele in einer Tasche sollte man dann allerdings auch etwas Muskeltraining einplanen. 😉

Bluegame: „Spielzimmer auf See“ – nur ohne Zugang
In Halle 6 bin ich bei den großen Yachten zufällig über Bluegame gestolpert. Vom Namen her musste ich direkt grinsen – „Bluegame“ schreit ja schon nach einer Brücke. Ich hätte total gern ein paar Eindrücke der Innenausstattung gesammelt (und ja: in meinem Kopf stand da sofort ein Tisch, auf dem man problemlos ein episches Brettspiel ausbreiten könnte).
Kurzfristig war aber kein Zugang möglich: Das Boot war voll – und selbst potenzielle Kunden wurden zeitweise nicht mehr zugelassen. Am frühen Abend hätte ein Termin mit einem Marketing-Kontakt klappen können, aber mein Zeitfenster war weg. Das ist kein Drama, eher ein guter Reminder: Bei den großen Marken läuft vieles nur mit Slot. Ich werde daher Pressematerial anfragen, vielleicht ergibt sich daraus noch etwas für einen späteren Beitrag.
Ein sehr netter Kontakt: Michel Ley, Cartoons und ein Hai, der spielt
Ein weiteres Highlight war ein Stand in der Tauchhalle: Dort habe ich Michel Ley (Gummersbach) kennengelernt, der sein Buch „Unter Wasser lachen kann tödlich sein“ dabeihatte – eine Sammlung von Cartoons.
Wir kamen ins Gespräch, er hat ein Exemplar seines Buches signiert, ein paar Anekdoten erzählt und wir haben lose vereinbart, uns gegenseitig zu verlinken. Als ich erwähnte, dass ich mit huegelzelter.de eigentlich aus der Brettspiel-Ecke komme, passte es perfekt, dass ich mir als kleine Zeichnung „einen Hai beim Brettspielen“ wünschen durfte.
Der Zufall war dann zu gut: Auf den ersten Seiten gibt es ohnehin schon einen Cartoon, in dem ein Hai mit einem Taucher Schach spielt, mit dem Spruch „mit dem Essen spielt man nicht“.

Mehr von Michel Ley:
https://www.michels-imbaerium.de/ https://www.instagram.com/stories/michels.imbaerium/ https://www.facebook.com/michelsimbaerium?locale=de_DE
Als nette Randnotiz: Michel erwähnte, dass er in Gummersbach auch Inka und Markus Brand kennt – in unserer Szene natürlich ein Name wie ein Türöffner, wenn man einmal „Exit“ gesagt hat.
Reiseziele: Malta und wie immer ohne Kompromisse
In einer Halle habe ich außerdem einen längeren Beitrag über Malta gesehen. Und ich merke: Das könnte wirklich das nächste Ziel werden. Ein paar Mittelmeerinseln haben wir ja schon hinter uns – aber Malta fühlt sich gerade wie der nächste logische Schritt an. Tauchen und Brettspiele: klingt für mich nach einer ziemlich guten Kombination.
Damit das auch mit Kindern entspannt klappt, planen wir als Vorbereitung noch einen Abstecher ins Monte Mare Rheinbach, um das Flaschentauchen nochmal aufzufrischen.
Und ganz ehrlich: Ich mag diese Kombination aus „draußen etwas erleben“ und „abends gemeinsam am Tisch landen“. Wenn Malta wirklich klappt, wir wollen und müssen per Auto und Boot anreisen, wird das vermutlich genauso laufen: tagsüber Wasser, abends Spiele und dazwischen die ganz praktische Frage, wie man Ausrüstung und Spieleschachteln so organisiert, dass am Ende alles in die Familienkutsche passt.
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