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Ich packe meinen Berlingo… und nehme 30 Brettspiele mit

Es gibt Menschen, die überlegen vor dem Urlaub zuerst, welche Kleidung sie einpacken.

Bei mir läuft das etwas anders.

Die erste Frage lautet jedes Jahr: Welche Brettspiele müssen mit?

Meine Frau Anne behauptet mittlerweile, ich würde dabei etwas übertreiben (also nicht nur bei den Brettspielen). Ich sehe das naturgemäß völlig anders. Schließlich weiß man nie, worauf man nach einem langen Urlaubstag Lust hat. Ein schnelles Kartenspiel? Einen anspruchsvollen Kennerspielabend? Oder vielleicht doch eine große Kampagne?

Und außerdem: Dieses Jahr ist der Neo sogar zuhause geblieben. Das ist doch schon fast Minimalismus.


Der Berlingo als Spielemobil

Wer unseren Reiseberichten schon länger folgt, kennt die Tradition.

Im Berlingo wird zuerst die obere Kofferraumablage mit Brettspielen gefüllt. Dort sind sie jederzeit griffbereit und lassen sich schnell hervorholen.

Normalerweise verschwinden zusätzlich noch einige kleine Schachteln unter den Vordersitzen. Dieses Jahr hat das allerdings längst nicht gereicht.

Also wanderte zusätzlich eine komplette Klappkiste voller Spiele ins Auto.

Werden wir wirklich alle Spiele spielen? Vermutlich nicht.

Werden wir es versuchen? Auf jeden Fall.

Genau das gehört inzwischen irgendwie zu unseren Urlauben dazu.


Brettspiele sind nur ein Teil des Urlaubs

Auch wenn der Kofferraum etwas anderes vermuten lässt: Wir verbringen den Urlaub natürlich nicht ausschließlich am Spieltisch.

In der Dachbox und im restlichen Auto befinden sich außerdem unter anderem:

  • Tischtennisschläger
  • Frisbee
  • Taucherflossen
  • Schnorchelausrüstung
  • Boulderschuhe
  • diverses Camping- und Freizeitmaterial.

Gebouldert haben wir inzwischen bereits zweimal und auch das Tauchen beziehungsweise Schnorcheln wird in den kommenden Tagen sicherlich noch eine größere Rolle spielen. Nach zwei Tagen SUP fragen wir uns außerdem gerade: Wieviele SUP könnte man noch ins Auto bekommen?

Die Brettspiele übernehmen dann den gemütlichen Teil des Tages.


Technik darf ebenfalls nicht fehlen

Ganz ohne Technik fahren wir ebenfalls nicht los.

Mit dabei sind dieses Jahr:

  • Steam Deck
  • Nintendo Switch 2
  • Apple Vision Pro
  • Surface
  • iPad Pro
  • Kindle
  • fünf oder sechs Romane.

Besonders spannend entwickelt sich dabei für mich inzwischen die Apple Vision Pro.

Während längerer Autofahrten kann ich als Beifahrer Filme schauen, Bilder sortieren, Rezensionen schreiben oder mit Tastatur und Trackpad insbesondere produktiv arbeiten. Gerade für längere Reisen ist das deutlich angenehmer geworden, als ich ursprünglich erwartet hätte.

Dazu wird es nach dem Urlaub sicherlich noch einen eigenen Erfahrungsbericht geben.

Das Surface begleitet mich dagegen hauptsächlich für die Redaktion der Spielwiese der Hügelzelter, für ein wenig Arbeit und aktuell natürlich auch für die Gründung unseres Gaming & E-Sport Vereins.


Auch das Hobby fährt mit

Wie schon im vergangenen Jahr befinden sich außerdem wieder Miniaturen und Farben im Gepäck.

Die Farben reisen selbstverständlich gut gekühlt in einer Kühltasche.

Vielleicht ergibt sich irgendwo zwischen Campingplatz, Ferienwohnung und Terrasse wieder die Gelegenheit, ein paar Figuren zu bemalen.

Schließlich gehört für mich zum Brettspielhobby längst nicht mehr nur das Spielen selbst.


Was bisher auf den Tisch kam

Eine Woche Urlaub liegt inzwischen hinter uns. Erstaunlich viele Spiele haben wir bereits geschafft.

Und bei fast jedem davon gab es einen guten Grund, warum es unbedingt mitfahren musste.


Dune: Imperium

Eigentlich sollte unsere Rezension zu Dune: Imperium bereits online sein.

Unsere erste Partie in der Runde der Redaktion fand tatsächlich erst hier im Urlaub statt. Der Artikel ist inzwischen fast fertig geschrieben, allerdings möchten wir vor der Veröffentlichung noch mindestens eine weitere Partie spielen. Zum einen, um unsere Eindrücke zu bestätigen, zum anderen fehlen uns schlicht noch ein paar schöne Fotos.

Der Bericht wird deshalb vermutlich kurz nach diesem Urlaubsartikel erscheinen.

Schon jetzt können wir aber verraten: Das Spiel hat unsere Erwartungen definitiv erfüllt. Erneut!


Rebirth

Nach unserer ausführlichen Rezension musste Rebirth natürlich ebenfalls mit auf Reisen.

Das Spiel gehört inzwischen zu unseren liebsten Kennerspielen. Die Regeln sind schnell erklärt, trotzdem steckt jede Menge taktische Tiefe darin. Gerade an ruhigen Urlaubsabenden funktioniert Rebirth deshalb hervorragend.


Agent Avenue

Ein Spiel, das deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient.

Die Mischung aus Bluffen, Einschätzen des Gegners und cleverem Timing macht jede Partie spannend. Außerdem passt die kleine Schachtel problemlos noch irgendwo zwischen die großen Kartons.


Confusing Lands

Confusing Lands war ebenfalls schnell eingepackt.

Die Regeln sind in wenigen Minuten erklärt, trotzdem beginnt das Gehirn schon nach kurzer Zeit zu rauchen. Genau solche Spiele lieben wir im Urlaub.


Mindbug

Mindbug gehört inzwischen ebenfalls zu den festen Begleitern unserer Reisen.

Wenige Karten, kurze Spielzeit und trotzdem fühlt sich jede Partie komplett anders an. Besonders schön: Dieses Mal durfte zusätzlich auch Mindbug: King of Tokyo mit ins Gepäck.

Was in den nächsten Tagen noch auf den Tisch soll

Der Urlaub ist allerdings noch lange nicht vorbei. Gut neun Tage (in Ferienwohnungen) liegen noch vor uns und entsprechend lang ist auch die Liste der Spiele, die wir unbedingt noch spielen möchten.

Witchbound

Ganz oben auf meiner persönlichen Liste steht Witchbound.

Die Situation ist inzwischen fast schon etwas kurios. Nachdem ich vorher lange darauf gewartet habe, endlich meine Hände an das Spiel zu legen, bin ich immer noch nicht dazu gekommen. Maja hat das Spiel bereits komplett durchgespielt und wartet nun geduldig darauf, dass ich endlich nachziehe. Erst dann können wir gemeinsam unsere Eindrücke zusammentragen und den Artikel veröffentlichen.

Eigentlich ist genau dafür Urlaub da: endlich einmal genügend Zeit, um ein umfangreicheres Spiel in Ruhe kennenzulernen.


Deep Regrets

Auf Deep Regrets freue ich mich mindestens genauso sehr.

Das Spiel ist bei uns erst kurz vor dem Urlaub angekommen. Eigentlich hätte es schon deutlich früher im Regal stehen sollen. Ich hatte allerdings den Fehler gemacht, die Bestellung gemeinsam mit einigen Titeln aufzugeben, die erst deutlich später erschienen sind. Dadurch musste das gesamte Paket warten.

Umso größer war die Freude, als es schließlich doch noch rechtzeitig vor unserer Abreise ankam.

Bevor wir loslegen, möchte ich allerdings erst einmal in Ruhe die Regeln lesen und das Spiel vorbereiten. Genau dafür bieten sich entspannte Urlaubstage hervorragend an.

Vielleicht wird Deep Regrets sogar die Überraschung dieser Reise.


Keep the Heroes Out

Auch Keep the Heroes Out musste selbstverständlich wieder mit.

Eigentlich müsste inzwischen längst die Boss-Battles-Erweiterung auf den Tisch kommen. Die liegt nämlich schon seit einer gefühlten Ewigkeit bei uns im Regal.

Das Problem ist allerdings nicht die Erweiterung.

Wir sind schlicht noch immer nicht mit dem Grundspiel fertig.

Warum? Weil wir uns konsequent weigern, auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad zu spielen.

Das sorgt regelmäßig dafür, dass die Helden uns ordentlich einheizen. Frustig wird das erstaunlicherweise trotzdem nie. Im Gegenteil, gerade dieser Anspruch sorgt dafür, dass wir immer wieder eine neue Partie starten möchten.


Zug um Zug – Legenden des Westens

Auch Zug um Zug – Legenden des Westens durfte erneut mitfahren.

Die Legacy-Kampagne haben wir längst abgeschlossen und unsere Rezension ist ebenfalls bereits erschienen.

Viele Legacy-Spiele verschwinden nach der Kampagne dauerhaft im Regal.

Nicht dieses.

Denn genau das hat uns an Legenden des Westens so begeistert. Am Ende der Kampagne verschwindet das Spiel nicht im Schrank, sondern entwickelt sich zu einem vollwertigen Zug-um-Zug-Spiel, das wir auch Monate später noch unglaublich gerne auf den Tisch bringen.

Gerade deshalb durfte die große Schachtel erneut mit in den Urlaub. Auch ohne neue Umschläge oder Überraschungen macht das fertige Spiel einfach richtig viel Spaß.


DOG

Natürlich musste auch DOG wieder mitfahren.

Eigentlich besitzen wir inzwischen mehrere Varianten. Agent DOG, Black DOG und sogar die kleine Reiseversion stehen ebenfalls im Regal.

Mitgenommen wurde trotzdem das Original.

Nicht die platzsparende Reiseausgabe mit drei Figuren pro Spieler, sondern ganz bewusst die große Box.

Irgendwie spielt sich DOG mit vier Figuren pro Spieler einfach genau so, wie es sein soll.

Außerdem bietet die große Schachtel noch einen weiteren Vorteil.

Zwischen den Einsätzen verstecken sich bei uns nämlich gleich mehrere andere Spiele.


Skull Queen, Slice and Dice und Doppelkopf reisen gleich mit

In unserer DOG-Schachtel wohnen inzwischen nicht nur die Originalfiguren.

Dort haben außerdem Skull Queen, Slice and Dice und sogar ein Doppelkopfblatt ihren festen Platz gefunden.

Die Box ist einfach groß genug und spart dadurch erstaunlich viel Platz im Auto.


Die Frühstücksspiele

Während Maja und ich morgens durchaus noch etwas länger schlafen, sieht der Rest der Familie das etwas anders.

Anne und Josef sitzen häufig schon mit einer ersten Partie am Frühstückstisch.

Genau deshalb dürfen einige kleine Spiele bei keinem Urlaub fehlen.

Allen voran:

  • Qwixx
  • Qwinto
  • Noch mal! Noch mal so gut!

Gerade Noch mal! Noch mal so gut! begleitet uns inzwischen schon länger.

Die Partien dauern nur wenige Minuten und trotzdem entsteht erstaunlich schnell ein kleiner Wettkampf darum, wer den besseren Start in den Tag erwischt.


Terraforming Mars fährt zwar nicht mit…

… zumindest nicht als ganz großes Brettspiel.

Die riesige Schachtel mit allen Erweiterungen hätte dann vielleicht doch irgendwann den verfügbaren Platz gesprengt.

Ganz verzichten müssen wir auf den Mars allerdings trotzdem nicht.

Für „kleinere“ Runden liegt deshalb Terraforming Mars: Ares Expedition nich tmeh im Regal zuhause.


Pen & Paper darf natürlich ebenfalls nicht fehlen

Ganz ohne Das Schwarze Auge wäre ein Urlaub inzwischen offenbar ebenfalls unvollständig.

Diesmal hat Maja gleich mehrere Regelwerke eingepackt.

Eine komplette Pen-&-Paper-Runde steht zwar nicht auf dem Programm, aber sie möchte in den Ferien einmal in meine DSA-Runde hineinschnuppern.

Dafür entsteht gerade ihr eigener Held.

Ich bin ehrlich gespannt, was sie sich am Ende zusammenbaut.

Vielleicht ist das ja der Beginn einer neuen Mitspielerin in unserer langjährigen Runde.


Vielleicht schaffen sie es auch noch auf den Tisch

Ein paar Spiele warten außerdem noch geduldig in der Klappkiste.

  • Sea Salt & Paper
  • Skyjo
  • DNUP

Vielleicht kommen sie noch auf dem Campingplatz zum Einsatz.

Oder später während unserer letzten Stationen der Reise.

Besonders gute Chancen rechne ich allerdings unserem Exit-Spiel aus.

In der Jugendherberge in Würzburg dürfte sich dafür hoffentlich ein ruhiger Abend finden.

Urlaub bedeutet mehr als nur Brettspiele

Natürlich werden wir in den kommenden Tagen nicht ausschließlich am Spieltisch sitzen.

Wir werden tauchen und schnorcheln gehen, weiter klettern, Städte erkunden, am Strand liegen und sicherlich noch die ein oder andere spontane Idee umsetzen.

Genau diese Mischung macht unsere Urlaube aus.

Brettspiele sind für uns kein Selbstzweck. Sie gehören einfach genauso selbstverständlich dazu wie das gemeinsame Frühstück, ein Sprung ins Wasser oder ein gemütlicher Abend auf der Terrasse.

Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum jedes Jahr wieder so viele Schachteln den Weg ins Auto finden.


Ein kleiner Blick hinter die Kulissen

Vielleicht ist euch beim Lesen aufgefallen, dass wir gar nicht jedes Spiel rezensieren, sobald wir es gekauft haben.

Das hat einen einfachen Grund.

Viele Spiele begleiten uns zunächst über mehrere Wochen oder sogar Monate. Erst wenn wir das Gefühl haben, wirklich etwas dazu sagen zu können, entsteht daraus ein Artikel auf der Spielwiese der Hügelzelter.

Genau deshalb entstehen manche Rezensionen auch erst im Urlaub.

Hier bleibt endlich einmal genügend Zeit, mehrere Partien zu spielen, Fotos zu machen und Eindrücke zu sammeln.

So wird beispielsweise unser Artikel zu Dune: Imperium erst nach diesem Reisebericht erscheinen. Und auch Witchbound sowie Deep Regrets stehen bereits auf unserer To-do-Liste.

Der Urlaub ist für uns deshalb nicht nur Erholung.

Er ist gleichzeitig die produktivste Zeit des Jahres für unsere kleine Brettspielredaktion.


Was eigentlich nie fehlen darf

Bei all den Spielen, Büchern und technischen Geräten könnte man fast vergessen, dass wir eigentlich ganz unterschiedliche Hobbys haben.

Deshalb fahren neben den Brettspielen eben auch Boulderschuhe, Taucherflossen, Tischtennisschläger und Frisbee mit.

Und natürlich reichlich Lesestoff.

Manchmal verbringen wir einen ganzen Nachmittag draußen.

Manchmal sitzen wir bis spät in die Nacht über einem Brettspiel.

Und manchmal wird aus einem geplanten Spieleabend doch einfach nur ein langer Abend auf dem Balkon.

Genau diese Mischung macht Urlaub für uns aus.


Fazit

Meine Frau Anne hätte vermutlich lieber die Wanderschuhe eingepackt.

Am besten zusammen mit unserem Hund Juli, der ausgedehnte Wanderungen deutlich mehr zu schätzen weiß als der Rest der Familie.

In diesem Sommerurlaub haben wir uns allerdings bewusst für einen anderen Schwerpunkt entschieden.

Viel Wasser, Bouldern, Städte entdecken und natürlich jede Menge Brettspiele passten einfach besser zu unseren Plänen. Deshalb verbringt Juli diese Reise bestens versorgt bei seinen Großeltern.

Das ist allerdings keineswegs die Regel. Allein in diesem Jahr war Juli bereits zweimal mit uns unterwegs und spätestens im Herbst- oder Osterurlaub gehört er wieder ganz selbstverständlich zur Reisegruppe.

Die Wanderschuhe durften dieses Mal trotzdem zuhause bleiben.

Dafür sind die Boulderschuhe mitgefahren. Denn ganz ehrlich …

Wer will schon wandern, wenn man stattdessen klettern, tauchen, schwimmen oder gemeinsam Brettspiele spielen kann?

Natürlich werden wir auch dieses Jahr längst nicht alles schaffen, was wir eingepackt haben.

Aber genau das gehört inzwischen irgendwie dazu.

Lieber ein Spiel zu viel im Auto als genau das eine zuhause lassen, auf das man plötzlich Lust bekommt.

Und falls ihr euch jetzt fragt, ob Anne vielleicht doch recht hat und ich mit meinem Gepäck ein wenig übertreibe …

… dann denkt einfach daran:

Ich habe den Neo dieses Jahr sogar zuhause gelassen.

Das nenne ich echte Selbstbeherrschung.

Boot Düsseldorf 2026: Tauchtaschen, Luxusdecks und ein Hai am Spieltisch

Heute war ich auf der Boot Düsseldorf. Der Kontakt zur Messe Düsseldorf und zum Boot-Team wirkte dabei durchgehend professionell und gut organisiert. Nur eins habe ich leider nicht geschafft: schon am Freitag beim Presseevent aufzutauchen. Dort gab es einige Neuvorstellungen und eine gezielte Führung für Medienvertreter. Das hätte ich gern mitgenommen.

Wie schon im Vorjahr war ich mit Marcel dort unterwegs. Und obwohl wir beide wegen ganz handfester Themen (Tauchen, Ausrüstung, Einkauf) auf die Messe gehen, erwische ich mich jedes Mal dabei, wie ich zwischen den Hallen kurz stehenbleibe und denke: Das ist schon eine andere Welt.

Was mich dieses Jahr direkt wieder gepackt hat, war der Kontrast zu „unserer“ Messe in Essen: Die Hallen wirken auf der Boot noch einmal größer, die Publikumsdichte verteilt sich ganz anders – wirklich „crowded“ war es für mich eigentlich nur in der Tauchhalle. Und dann… naja: Eine Luxusyacht kostet dann eben doch etwas mehr als ein gut gefüllter Kallax. 😉

Von der Neoprenwelt zur Transportfrage

Auf der Boot war ich letztes Jahr zum ersten Mal und habe dabei eher zufällig mitbekommen, dass man über einen Blog (in dem Fall ein Wassersport-/Bootsblog) überhaupt eine Presseakkreditierung erreichen kann. Das war damals ein ziemlich spannender Gedanke. Dieses Jahr bin ich aber vor allem wieder als Wassersportler hier und mit einem sehr konkreten Ziel:

Ich suche eine große, möglichst wasserresistente Tasche für Tauchausrüstung. Flossen, Neo, Maske, Kleinkram – alles soll rein. Gleichzeitig sollen ein paar Dinge trocken bleiben, ohne dass ich dafür noch drei Extrabeutel brauche. Und: Die Tasche darf groß sein, aber bitte nicht so groß, dass sie im Schwimmbad wirkt, als würde ich gleich zu einer Expedition aufbrechen.

In der engeren Auswahl gelandet sind zwei sehr unterschiedliche Kandidaten – beide spannend, aber mit klar unterschiedlichem „Charakter“:

Nynamic Nord – Duffle Bag LDB-100 (104 l)

Volumen 104 l, Maße 33 × 35 × 90 cm, TPU-beschichtetes Nylon, IPX6, HF-geschweißte Nähte, wasserabweisender Reißverschluss, herausnehmbares inneres Trockenfach, weite Öffnung, Tragesystem als Rucksack.
Kurz gesagt: durchdacht, mit sauberer Trennung zwischen „nass“ und „trocken“ – und vom Format her noch so, dass man sie auch im Alltag gut nutzen kann.

Ich hatte am Stand einen sehr netten Kontakt, und es stand im Raum, dass online auch Messepreise möglich sind. Das ist noch nicht schriftlich bestätigt – das werde ich als nächstes einmal nachfassen.

Cressi – (135 l)

Die Cressi spielt in einer anderen Größenklasse: 135 l, Maße 95 × 34 × 42 cm, Gewicht 1,6 kg. Ebenfalls mit HF-/RF-geschweißten Nähten und wasserresistentem Reißverschluss – und mit ein paar Features, die sehr nach „Praxis am Wasser“ klingen:
Die Tasche ist lang genug für lange Freitauchflossen (z. B. Gara), besteht aus robustem PVC mit verschweißten Nähten und ist so dicht, dass man die Ausrüstung sogar im Inneren der Tasche ausspülen kann. Danach lässt sich Wasser über eine Ablasskappe am Ende der Tasche bequem ablassen. Dazu kommen Tragegriffe und Gurte, die auch als Schulterträger dienen. Laut Beschreibung bleibt beim Transport (selbst im Auto) alles dicht – kein Wasser läuft aus.

Was mir an diesem Thema gefällt: Es ist am Ende dieselbe Denke, die ich bei Spielen auch mag – praktisch, lösungsorientiert, und mit Blick darauf, dass Dinge heil und ordentlich bleiben. Nur dass es heute eben um Flossen statt um Kartenstapel geht.

Je länger ich darüber nachdenke, desto eher lande ich bei der Dynamic Nord – wegen der Trennung in nass/trocken und dem Format, das nicht sofort nach „Reisegepäck XXL“ aussieht. Die Cressi bleibt aber eine sehr starke Option, wenn „möglichst viel, möglichst unkompliziert“ das Hauptziel ist.

Update: Dynamic Nord hat sich gemeldet und den angekündigten Messepreis bestätigt – 20 % Messerabatt. Ich habe die Tasche direkt bestellt. Sobald sie da ist, mache ich einen kurzen Praxis-Check (Packen, nass/trocken, Alltagstauglichkeit) – dann sehen wir, ob sie auch als „Schwimmbad-taugliche“ Lösung durchgeht.

DYNAMICNORD hat mir in einer zweiten Mail die Nutzung von ein bis zwei offiziellen Produktbildern sowie der technischen Daten ausdrücklich erlaubt. Verlinkt wird auf die Produktseite. Es handelt sich um einen unabhängigen, unbezahlten Erfahrungsbeitrag.

Quelle: DYNAMICNORD · Produkt: LDB-10

🌐 DYNAMICNORD: https://dynamicnord.com/de/

🎒 Produkt: https://dynamicnord.com/de/ldb-100/

Update2: Praxis-Fazit nach dem ersten Packen:

Die Tasche nimmt problemlos komplette Tauchausrüstung auf, inklusive langer Flossen und Neopren. Nasses und trockenes Material lässt sich sauber trennen. Zusätzlich bleibt noch ausreichend Platz für weiteres Zubehör.

Viel Platz für Tauchausrüstung, inklusive langer Flossen für das Freitauchen

Fun Fact:
Es passen auch erstaunlich viele Brettspiele hinein. Zwölf Stück wären vermutlich problemlos möglich, wobei auf dem Foto durchaus ein paar größere Klopper dabei sind. Das Format entspricht ziemlich genau der bekannten Kallax-Breite.
Ob das sogar eine Tasche für die SPIEL in Essen sein könnte? Möglich. Für zwölf Spiele in einer Tasche sollte man dann allerdings auch etwas Muskeltraining einplanen. 😉

Bonus: Auch Brettspiele lassen sich überraschend gut verstauend.

Bluegame: „Spielzimmer auf See“ – nur ohne Zugang

In Halle 6 bin ich bei den großen Yachten zufällig über Bluegame gestolpert. Vom Namen her musste ich direkt grinsen – „Bluegame“ schreit ja schon nach einer Brücke. Ich hätte total gern ein paar Eindrücke der Innenausstattung gesammelt (und ja: in meinem Kopf stand da sofort ein Tisch, auf dem man problemlos ein episches Brettspiel ausbreiten könnte).

Kurzfristig war aber kein Zugang möglich: Das Boot war voll – und selbst potenzielle Kunden wurden zeitweise nicht mehr zugelassen. Am frühen Abend hätte ein Termin mit einem Marketing-Kontakt klappen können, aber mein Zeitfenster war weg. Das ist kein Drama, eher ein guter Reminder: Bei den großen Marken läuft vieles nur mit Slot. Ich werde daher Pressematerial anfragen, vielleicht ergibt sich daraus noch etwas für einen späteren Beitrag.

Ein sehr netter Kontakt: Michel Ley, Cartoons und ein Hai, der spielt

Ein weiteres Highlight war ein Stand in der Tauchhalle: Dort habe ich Michel Ley (Gummersbach) kennengelernt, der sein Buch „Unter Wasser lachen kann tödlich sein“ dabeihatte – eine Sammlung von Cartoons.

Wir kamen ins Gespräch, er hat ein Exemplar seines Buches signiert, ein paar Anekdoten erzählt und wir haben lose vereinbart, uns gegenseitig zu verlinken. Als ich erwähnte, dass ich mit huegelzelter.de eigentlich aus der Brettspiel-Ecke komme, passte es perfekt, dass ich mir als kleine Zeichnung „einen Hai beim Brettspielen“ wünschen durfte.

Der Zufall war dann zu gut: Auf den ersten Seiten gibt es ohnehin schon einen Cartoon, in dem ein Hai mit einem Taucher Schach spielt, mit dem Spruch „mit dem Essen spielt man nicht“.

Cartoon von Michel Ley („Unter Wasser lacht man nicht“) – Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.
Cartoon von Michel Ley („Unter Wasser lacht man nicht“) – Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.

Mehr von Michel Ley:

https://www.michels-imbaerium.de/ https://www.instagram.com/stories/michels.imbaerium/ https://www.facebook.com/michelsimbaerium?locale=de_DE

Als nette Randnotiz: Michel erwähnte, dass er in Gummersbach auch Inka und Markus Brand kennt – in unserer Szene natürlich ein Name wie ein Türöffner, wenn man einmal „Exit“ gesagt hat.

Reiseziele: Malta und wie immer ohne Kompromisse

In einer Halle habe ich außerdem einen längeren Beitrag über Malta gesehen. Und ich merke: Das könnte wirklich das nächste Ziel werden. Ein paar Mittelmeerinseln haben wir ja schon hinter uns – aber Malta fühlt sich gerade wie der nächste logische Schritt an. Tauchen und Brettspiele: klingt für mich nach einer ziemlich guten Kombination.

Damit das auch mit Kindern entspannt klappt, planen wir als Vorbereitung noch einen Abstecher ins Monte Mare Rheinbach, um das Flaschentauchen nochmal aufzufrischen.

Und ganz ehrlich: Ich mag diese Kombination aus „draußen etwas erleben“ und „abends gemeinsam am Tisch landen“. Wenn Malta wirklich klappt, wir wollen und müssen per Auto und Boot anreisen, wird das vermutlich genauso laufen: tagsüber Wasser, abends Spiele und dazwischen die ganz praktische Frage, wie man Ausrüstung und Spieleschachteln so organisiert, dass am Ende alles in die Familienkutsche passt.