Ein Komet rast auf euren Heimatplaneten Alarria zu. Und nur ihr könnt ihn retten. Oder ist das gar nicht mehr möglich und ihr solltet lieber einige Einwohner evakuieren und so eure Art retten.
⚙️Spielmechanik
In How to Save a World könnt ihr drei verschiedene Projekte unterstützen um eure Art zu retten. Projekt eins ist ein gewaltiger Laser, der den Kometen schmelzen und zu explodieren zu bringen. Sollte dieses Projekt nicht funktionieren muss Projekt zwei, ein riesiges Schild um den Planeten Alarria, helfen. Hat das erste und das zweite Projekt nicht funktioniert hilft es nur noch Teile der Bevölkerung zu evakuieren. Wer die einzelnen Projekte am meisten unterstützt hat, bekommt auch die meisten Punkte dafür. Dabei zählt das erfolgreiche Projekt aber am meisten. Unterstützten tut man die Projekte dadurch, das man mit seinen Figuren verschiedene Aktionen auf dem Mond und auf dem Planeten Alarria macht und seine Aktions- und Reaktionskarten spielt.
⭐️Unsere Bewertung⭐️
Zugänglichkeit: 😄hoch – die Regeln sind recht simpel
Interaktion: 🤩 sehr hoch – es gibt immer einen harten Kampf in und zwischen den Projekten
Spielspaß: 🙂mittel – eine tolle Spielidee, die aber nicht perfekt umgesetzt wurde
Wiederspielwert: 🙂 niedrig – eine Runde reicht meist erstmal, weil die Partien meistens ähnlich verlaufen
Gestaltung: 🙂 mittel – teilweise doublelayer Playerboards die sich leider etwas biegen. Sonst ist die Gestaltung sehr anschaulich
💬Familienmeinung
Josef: Eigentlich eine tolle Spielidee, aber für meinen Geschmack enthält es etwas zu viel Glück.
Hendrik: Mir werden immer wieder die Premium Komponenten angeboten. Diesmal brauche ich sie glaube ich aber nicht.
Maja: Eigentlich sollten wir zuerst die Erde retten, aber so ein Komet ist natürlich etwas anschaulicher.
❣️Gesamtbewertung
3 von 5 Meeples
Eine schöne Spielidee die mit recht viel Glück kombiniert wurde. Wer einfachere Spiele, Glücksmechanik und etwas Taktik mag, für denn könnte How to Save aWorld ein gutes Spiel sein.
Wir haben Speakeasy als Leihgabe von Skellig Games für eine frühe Rezension erhalten. Darüber freuen wir uns sehr, bleiben aber wie immer ehrlich, objektiv und direkt.
(Und ja, wir sagen es offen: Nach zwei Partien wissen wir bereits, dass wir das Spiel kaufen werden.)
📦 Unboxing – Euphorie, dann ein kleiner Dämpfer
Wir hatten dem Paket regelrecht entgegengefiebert. Entsprechend groß war der Schreck, als wir sahen, dass der Karton unterwegs gelitten hatte: eine eingedrückte Ecke, Risse im Deckel und am unteren Boxrand.
Skellig reagierte sofort freundlich, verständnisvoll und professionell. Schade war es trotzdem (erst recht auch für den nächsten Tester).
Dafür konnte das Material diesen Eindruck schnell wettmachen:
gigantische Tischpräsenz,
der unverkennbare Ian O’Toole-Grafikstil,
Triple-Layer-Playerboards, optisch wie mechanisch ein Highlight,
Premium-Komponenten bereits einsortiert.
Einziger Minuspunkt: Die Inlays wirken etwas dünn – unser 3D-Drucker wird hier wohl früher oder später aktiv.
🧱 Eckdaten zum Spiel
Titel: Speakeasy
Designer: Vital Lacerda
Artwork: Ian O’Toole
Publisher: Eagle-Gryphon Games, Skellig Games (DE)
Spielerzahl: 1–4
Spielzeit: 50–180 Minuten
Alter: ab 14 Jahren
Komplexität: 4,27 / 5 (laut BGG)
Erscheinungsjahr: 2025
🪑 Tischpräsenz & Material
Speakeasy braucht Platz. Viel Platz.
Speakeasy ist groß. Sehr groß.
Auf unserem Tisch (1,20 × 1,80 m) fühlte es sich genau richtig an. Darunter wird es eng. Wer Lacerda spielt, weiß: „Platzbedarf“ ist eine Mechanik für sich.
Optisch liefert Speakeasy exakt das, was man bei einem Team aus Vital Lacerda + Ian O’Toole erwartet:
der Stadtplan im 1920er-Look ist hoch thematisch gelungen
große, übersichtliche Playerboards,
hochwertige Komponenten, sehr „Eagle-Gryphon“-typisch,
Premium-Marker und dicke Pappteile,
wunderschöne Kartenillustrationen.
ein Plan, der sofort Lust macht, einzutauchen
🧠 Komplexität – Lacerda pur
Die BGG-Komplexität von 4,27/5 ist gerechtfertigt. (wobei die Anzahl der Stimmen noch übersichtlich ist)
Der Einstieg ist anspruchsvoll, aber es ist eine schöne Komplexität.
Die Regeln sind umfangreich, aber logisch aufgebaut. Die Iconografie ist hervorragend und führt einen fast intuitiv durchs Spiel.
Die Mechanik kombiniert:
Worker Placement (mit Möglichkeit, besetzte Felder durch „Bestechung“ trotzdem zu nutzen)
Kartenmanagement
Stadtviertel-Mehrheiten
Risiko durch Polizei & Mafia
schmutziges vs. gewaschenes Geld
Produktion & Verkauf von Schnaps
Schmuggel, Überfälle, Einfluss
Es ist intensiv. Aber es ist auch sehr belohnend
🕵️ Partie 1 – Die große Lernphase
Wir waren uns sicher, alles verstanden zu haben. Spoiler: Hatten wir nicht.
Josef manövrierte sich früh in eine ungünstige Lage, als mehrere seiner Speakeasies übernommen wurden.
Maja und ich hatten andere Anfängerfehler, die das gut kompensierten.
Erster Schreckmoment nach einer Stunde und der ersten Lucky-Luciano-Phase (eine Art Zwischenwertung):
Nach Runde 1 nimmt die Mafia dir erst mal die halbe Auslage wieder weg – und die Polizei erledigt den Rest. Es gab einen Moment, wo die Stimmung kippte und ein Neustart im Raum stand. Aber wir entschieden uns fürs Durchziehen. Gut so – denn die Runde war lehrreich und am Ende gewann überraschend Josef.
🚀 Partie 2 – Jetzt hat’s „geklickt“
Nur drei Stunden (statt vier) dauerte Durchlauf Nummer zwei, und plötzlich war klar:
Strategien wurden erkennbarer
Timing war besser
Ressourcenplanung floss leichter
die Interaktion nahm zu
Unsere Herangehensweisen in Partie 2:
Hendrik: Boote überfallen & riskant-aggressiv spielen Maja: Sofort auf große Gebäude und Prestige setzen Josef: Die Familie stärken, Stadtviertel dicht machen – und am Ende deutlich vorn liegen
Stark waren vor allem die Mechaniken rund um:
Blockaden durch die Polizei
Verdrängung durch fremde Mobster
schmutziges und gewaschenes Geld
Das alles wirkt strategisch steuerbar und nie rein zufällig.
Einzig das „Frisieren der Bücher“ erschien uns vorläufig etwas schwach im Verhältnis zum Aufwand. Demgegenüber wirkte Produktion & Verkauf aktuell sehr stark – hier werden weitere Partien zeigen, ob das nur unserem Lernstand geschuldet ist.
📊 Speakeasy im Vergleich zu Weather Machine
Unsere Einordnung im Lacerda-Kosmos:
Komplexer zu lernen als Weather Machine,
strategisch schneller greifbar, sobald der Knoten platzt,
interaktiver, da man sich gegenseitig massiv in die Quere kommt
ähnlich belohnend, wenn der eigene Plan aufgeht.
Speakeasy fühlt sich wie ein moderner, frischer Lacerda an – anders, aber auf Augenhöhe.
👥 Für wen eignet sich Speakeasy?
Speakeasy ist ein Expertenspiel. Es richtet sich klar an:
Vielspieler,
Lacerda-Fans,
Worker-Placement-Enthusiasten,
Gruppen, die Interaktion und Konfrontation mögen,
Spieler, die langfristige Planung lieben.
Für klassische Familienrunden ist es zu komplex. Für uns Hügelzelter aber: genau richtig.
Wir möchten unbedingt noch mit Maria spielen – unserem Lacerda-Enthusiasten im Freundeskreis.
🗣️ Hügelzelter-Stimmen
Maja: „So viele Möglichkeiten! Ich will gleich noch mal spielen.“
Josef: „Wenn man die Familie richtig spielt, ist es eigentlich gar nicht so schwer.“
Hendrik: „Der Kontakt zu Skellig Games, das schöne geschriebene Regelheft mit den Passagen zum Hintergrund der Geschichte. Ich bin sehr begeistert. Das Spiel wird lange in Erinnerung bleiben“
Nach der Lieferung der Aspen-Crowdfunding-Edition konnten wir nun endlich tiefer in das Spiel eintauchen. Gespielt haben wir mehrere Runden der klassischen Variante – jene Version, die wir bereits auf der SPIEL 2025 angespielt hatten. Zusätzlich haben wir die erste Erweiterung „Wild Weather“ ausprobiert.
Und was soll ich sagen? Aspens macht in jeder Runde Lust auf mehr.
🎲 Die klassischen Partien
Gleich drei Partien haben wir in der Basisversion gespielt – und alle drei hat Maja gewonnen. Die dritte sogar sehr deutlich. Ich selbst mache dafür aktuell entweder meine Taktik oder mein Würfelglück verantwortlich … vermutlich beides.
Trotzdem hatten wir enorm viel Spaß:
Die Entscheidungen zwischen Wachsen und Expandieren fühlen sich jedes Mal anders an.
Der Mix aus Planung & Zufallsfaktoren ist wirklich gelungen.
Und das Spieltempo bleibt angenehm flott.
🌦️ Erweiterung: Wild Weather
Direkt danach haben wir auch Wild Weather getestet – und diese Runde konnte ich immerhin für mich entscheiden.
Das Wetter bringt spürbar neue Elemente ins Spiel: unvorhersehbare Impulse, neue Chancen, manchmal neue Risiken. Das passt erstaunlich gut ins Grundsystem und ändert die strategischen Überlegungen gerade so viel, dass es frisch bleibt, aber nicht überfordert.
🛠️ Material & Verarbeitung
Ein Punkt bleibt absolut konstant: Die Qualität ist hervorragend.
Die Bäume wirken sogar detailreicher als auf der Verpackung.
Das Material der Erweiterungen ist ebenso hochwertig wie das Grundspiel.
Alles fühlt sich stabil, durchdacht und liebevoll produziert an.
Aspens sieht auf dem Tisch schlicht wunderschön aus.
🔍 Ausblick – „Ancient Artifacts“
Bevor der vollständige Testbericht erscheint (Teil 2), steht die zweite Erweiterung Ancient Artifacts an. Die Regeln habe ich gerade gelesen – klingt nach mehr Tiefe, neuen Entscheidungen und zusätzlichen taktischen Möglichkeiten.
Wir werden diese Erweiterung in den kommenden Tagen testen, bevor wir ein abschließendes Gesamtfazit veröffentlichen.
❣️ Zwischenfazit
Aspens bestätigt bisher unseren ersten Eindruck von der Messe: tolles Material, solide Mechanik, entspannter Spielfluss, viel taktisches Potenzial.
Das Spiel wird sicher dauerhaft bei uns einziehen – und wie es sich vollständig mit allen Modulen spielt, erfahrt ihr in Teil 2 unserer Rezension.
Arche Nova zählt nicht ohne Grund zu den bestbewerteten Brettspielen der letzten Jahre. Das Spiel von Mathias Wigge (Kekpop Spiele) verbindet strategische Planung, thematische Tiefe und hohen Wiederspielwert: Ein moderner Zoo entsteht – mit Gehegen, Tieren, Sponsoren und Naturschutzprojekten.
Bei uns kam Arche Nova zuerst zu zweit auf den Tisch; kurz darauf im Kurzurlaub in den Niederlanden zu dritt – der große Esstisch war ideal. Schon nach den ersten Partien war klar: Das Spiel bleibt.
⚙️ Spielmechanik
Kartengetriebenes Engine-Building: fünf Aktionskarten steuern alles; Reihenfolge & Aufwertungen entscheiden.