Manche Spieleabende verlangen einfach nach einer Fortsetzung.
Als ich vor einiger Zeit mit Marcel und Martin erstmals Dune: Imperium gespielt habe, waren wir von der Mischung aus Deckbuilding, Worker Placement und dem Ringen um Einfluss auf Arrakis auf Anhieb begeistert. Zwei spannende Partien, jede Menge Intrigen und ein rundum gelungener Abend.
Nun hatte Marcel zwischenzeitlich Geburtstag und von Martin, der Mann hat wirklich gut aufgepasst, die Erweiterung Dune: Imperium – Rise of Ix geschenkt bekommen.
Ein guter Grund also, erneut den Weg in die Region zwischen Düsseldorf und Köln anzutreten, die alte Runde wieder zusammenzubringen und herauszufinden, was die Erweiterung aus unserem ohnehin schon hervorragenden Spielerlebnis macht.
Und tatsächlich: Auf Arrakis hat sich einiges getan.
⚙️ Spielmechanik – Was bringt Rise of Ix?
Rise of Ix ist die erste große Erweiterung zu Dune: Imperium und verändert das Grundspiel an einigen entscheidenden Stellen, ohne dessen bewährte Mechaniken über Bord zu werfen.
Besonders auffällig ist das zusätzliche Spielbrett, das einen Teil des bisherigen Spielplans überdeckt. Dadurch verändern sich einige der bekannten Einsatzfelder für unsere Agenten. Insbesondere die Möglichkeiten, an Geld zu gelangen und dieses anschließend einzusetzen, verschieben sich spürbar.
Hinzu kommen mehrere neue Spielelemente:
🟦 Transporter
Über eine neue Transportleiste können wir Schiffe aussenden und uns zusätzliche Ressourcen, Einfluss und andere Vorteile sichern. Mit der richtigen Strategie lassen sich hier interessante Kombinationen aufbauen.
🟧 Schlachtschiffe
Die neuen Dreadnoughts bringen zusätzliche militärische Möglichkeiten ins Spiel. Sie sind deutlich mächtiger als gewöhnliche Truppen und können auch nach einem Konflikt noch eine wichtige Rolle spielen.
🟥 Technologien
Auf Ix lassen sich technologische Verbesserungen erwerben, die dauerhaft neue Vorteile eröffnen. Damit kommen weitere strategische Möglichkeiten hinzu, die über den unmittelbaren Einsatz unserer Agenten hinausgehen.
🟪 Neue Anführer
Neue Charaktere mit individuellen Fähigkeiten erweitern die Auswahl und sorgen für zusätzliche asymmetrische Spielweisen. Gerade die Kombination ihrer Fähigkeiten mit den neuen Mechaniken kann ausgesprochen interessant sein.
Das klingt zunächst nach einer ganzen Menge. Tatsächlich fügt sich die Erweiterung aber erstaunlich gut in das bestehende Spiel ein.
🧪 Unsere Partie – Geld regiert das Imperium
In unserer Partie hatte ich möglicherweise auch etwas Glück bei der Wahl meines Anführers. Dessen Fähigkeiten waren stark darauf ausgelegt, Solaris zu erwirtschaften und das gewonnene Geld anschließend möglichst gewinnbringend einzusetzen.
Gerade in Verbindung mit den neuen Transportmöglichkeiten ergaben sich daraus einige interessante Kombinationen. So konnte ich die neuen Mechaniken direkt ausprobieren und gleichzeitig eine Strategie verfolgen, die hervorragend zu meinem Charakter passte.
Das gefiel mir ausgesprochen gut. Denn genau darin liegt für mich eine der großen Stärken von Dune: Imperium: Man muss aus den vorhandenen Möglichkeiten etwas machen. Die Karten, der gewählte Anführer und die Aktionen der Mitspieler bestimmen, welche Strategie gerade erfolgversprechend ist.
Rise of Ix erweitert diese Möglichkeiten deutlich, ohne dass sich das Spiel grundsätzlich anders anfühlt.
Natürlich haben auch Marcel und Martin versucht, ihre Strategien durchzusetzen. Es wurde wieder um Einfluss gerungen, um Agentenfelder gestritten und um die besten Positionen in den Konflikten gekämpft.
Nach rund zwei Stunden war die Partie entschieden. Den Sieg konnte ich zwar erneut einfahren, aber es war eine denkbar knappe Angelegenheit. Und bevor ich das jetzt weiter ausführe: Ich weiß schließlich, wer hier alles mitliest. 😉
💬 Stimmen aus der Runde
Martin – 8/10
„Der Hendrik war doppelt so fleißig wie ich …“
Marcel – 8/10
Auch Marcel vergibt solide 8 von 10 Punkten.
Hendrik – 9/10
„Ohne Peter ist viel einfacher. 😉“
⭐️ Unsere Bewertung
Kategorie
Wertung
Zugänglichkeit
🟡 Mittel – etwas mehr Regeln und Möglichkeiten, aber gut in das Grundspiel integriert
Interaktion
🟢 Hoch – weiterhin viel Konkurrenz um Agentenfelder, Einfluss und Konflikte
Spielspaß
🟢 Sehr hoch – die neuen Möglichkeiten ergänzen das bekannte Spielgefühl hervorragend
Wiederspielwert
🟢 Extrem hoch – neue Anführer, Technologien und Strategien sorgen für noch mehr Abwechslung
Gestaltung
🟡 Solide – funktional und passend zum Grundspiel, ohne besondere optische Highlights
❣️ Gesamtbewertung
4,5 von 5 Meeples
Rise of Ix macht aus Dune: Imperium kein neues Spiel. Und genau das ist gut so.
Die Erweiterung greift an den richtigen Stellen ein, verändert die Ressourcenbeschaffung und eröffnet zusätzliche strategische Möglichkeiten. Besonders die neuen Einsatzfelder und die Transportmechanik haben mir gefallen. Auch die Schlachtschiffe und Technologien passen gut in das bestehende System.
Natürlich wird das Spiel dadurch ein wenig komplexer. Wer das Grundspiel bereits kennt, dürfte sich aber schnell zurechtfinden.
Für uns ist Rise of Ix eine sehr gelungene Erweiterung, die das ohnehin hervorragende Grundspiel sinnvoll ergänzt. Ich würde sie jederzeit wieder mit auf den Tisch bringen.
Und damit sind wir mit Dune noch lange nicht fertig. Schließlich warten weitere Erweiterungen und insbesondere Dune: Imperium – Uprising darauf, von uns ausprobiert zu werden.
Vielleicht schaffen Marcel und Martin es ja beim nächsten Mal, meine Siegesserie zu beenden. Das ist als Einladung zu verstehen … November?
Dies ist bewusst kein klassischer Ersteindruck. Über unsere ersten Partien von Dune: Imperium haben wir bereits Ende 2025 berichtet. Seitdem sind einige Monate vergangen, das Spiel hat seinen festen Platz im Hügelzelter-Regal gefunden und inzwischen durfte auch die gesamte Redaktion nach Arrakis reisen. Höchste Zeit also für einen zweiten Blick.
Übersicht
Es gibt Spielwelten, die begegnen einem immer wieder. Bei mir ist das inzwischen ganz klar Dune.
Den Roman von Frank Herbert besitze ich zwar schon seit Jahren, gelesen habe ich ihn allerdings bis heute nicht. Trotzdem lässt mich Arrakis irgendwie nicht mehr los.
Und eigentlich begann das schon deutlich früher.
Für viele Spieler meiner Generation war Dune II Anfang der 90er Jahre einer der ersten Berührungspunkte mit dem Genre der Echtzeitstrategie. Natürlich folgten später mit Command & Conquer, Warcraft und vielen anderen Titeln die ganz großen Klassiker. Trotzdem bleibt Dune II für mich eines der Spiele, das dieses Genre überhaupt erst geprägt hat. Vielleicht kommt daher auch bis heute die gedankliche Verbindung zwischen dem Spice auf Arrakis und dem Tiberium aus Command & Conquer. Beides sind wertvolle Ressourcen, um die ganze Kriege geführt werden und beide prägen das jeweilige Spielgefühl enorm.
Den nächsten großen Schritt machten dann die neuen Kinofilme. Gemeinsam mit Callipo und einigen weiteren Freunden gehörte jeder neue Teil praktisch zum Pflichtprogramm: Burger, Kino und einfach ein richtig guter Abend. Den alten Film von 1984 habe ich zwar vor vielen Jahren einmal ausschnittsweise gesehen, aber damals war ich noch weit davon entfernt, überhaupt ins Kino gehen zu dürfen. Die moderne Verfilmung hat mich dagegen sofort abgeholt. Jetzt warten wir gespannt auf den dritten Teil, der Ende 2026 erscheinen soll.
Zwischendurch führte mich der Weg auch auf den PC. Gemeinsam mit Callipo verbrachte ich viele Abende in Dune: Awakening. Nach unserem letzten Sommerurlaub erwartete uns allerdings eine kleine Überraschung: Unsere komplette Basis war verschwunden. Nicht im übertragenen Sinn: die Wüste hatte sie sich tatsächlich zurückgeholt. Mauern, Werkstätten, Fahrzeuge … fast alles war verschwunden.
Kurz überlegten wir, das Kapitel Dune: Awakening damit zu beenden.
Stattdessen bauten wir alles noch einmal auf, kämpften uns durch die komplette Hauptgeschichte und errichteten unsere Basis von Grund auf neu. Irgendwann hatten wir nahezu alles erreicht, was wir erreichen wollten. Inzwischen dürfte der Sand wieder ganze Arbeit geleistet haben. Geblieben sein sollten lediglich die eingelagerten Vorräte in der Bank und der Ornithopter, den ich vorsorglich für kommende Erweiterungen gesichert habe. Momentan reizt uns beide ein neuer Einstieg allerdings noch nicht.
Und dann ist da natürlich noch das Brettspiel.
Bevor wir die nächste Partie starteten, habe ich mir übrigens noch einmal den Wikipedia-Artikel zum Dune-Universum vorgenommen. Dabei wurde mir erst richtig bewusst, wie gewaltig diese Welt eigentlich ist. Die Geschichte von Dune umfasst nicht nur einige Jahrzehnte, sondern reicht – je nach Epoche – über viele Jahrtausende. Filme, Hörbücher, Computerspiele und Brettspiele beleuchten davon jeweils nur einen kleinen Ausschnitt.
Auch Dune: Imperium war längst nicht der erste Versuch, dieses Universum als Brettspiel umzusetzen. Es dürfte aber der bislang erfolgreichste sein. Nicht ohne Grund gehört es inzwischen zu den absoluten Spitzenreitern bei BoardGameGeek. Und wenn man sich den hervorragenden Ruf von Dune: Imperium – Uprising anschaut, dürfte auch diese eigenständige Weiterentwicklung früher oder später ihren Weg ins Hügelzelter-Regal finden.
Dune: Imperium auf unserem Urlaubstisch – bereit für die nächste Reise nach Arrakis.
🪱 Hügelzelter-Exkurs: Warum gibt es eigentlich überall riesige Würmer?
Wer heute einen riesigen Wurm in einer Wüste sieht, denkt vermutlich sofort an Dune. Dabei sind ähnliche Kreaturen in vielen Science-Fiction-Welten zu finden – allerdings mit ganz unterschiedlichen Aufgaben.
Die Sandwürmer von Arrakis sind weit mehr als riesige Monster. Sie bilden das Herzstück des gesamten Ökosystems. Ohne sie gäbe es kein Spice, ohne Spice keine Raumfahrt und ohne Raumfahrt kein Imperium. Gleichzeitig werden sie von den Fremen verehrt und sogar als Reittiere genutzt.
Ganz anders sieht es beim Sarlacc aus Star Wars aus. Er lauert regungslos an einer Stelle und dient vor allem als tödliche Falle. Für das Universum selbst spielt er dagegen kaum eine Rolle. Der berühmte Weltraumwurm (Exogorth) aus Das Imperium schlägt zurück lebt wiederum im Inneren eines Asteroiden und ist schlicht ein außergewöhnliches Tier. Und selbst Spaceballs konnte sich eine herrliche Parodie auf die Dune-Würmer nicht verkneifen.
Tatsächlich war Frank Herbert seiner Zeit weit voraus: Die ersten Sandwürmer erschienen bereits 1965 im Roman Dune, lange bevor Star Wars überhaupt das Licht der Welt erblickte.
🎲 Und was machen die Sandwürmer im Brettspiel?
Nach all den Geschichten über Shai-Hulud könnte man meinen, dass die riesigen Sandwürmer im Brettspiel jederzeit unter den Spielfiguren hervorschießen und ganze Armeen verschlingen.
So gefährlich wird es bei Dune: Imperium nicht.
Hier übernehmen sie vielmehr eine elegante spielmechanische Aufgabe. Immer dann, wenn ein Spice-Feld längere Zeit nicht genutzt wird, sammelt sich dort immer mehr Spice an. Die Wüste wird also mit jeder Runde lukrativer und lockt die Spieler früher oder später doch dorthin. Die Sandwürmer sorgen dabei thematisch dafür, dass diese Entwicklung glaubwürdig wirkt. Eine zentrale Rolle im Spiel haben sie allerdings nicht.
Wer gehofft hat, selbst auf einem Sandwurm durch die Wüste zu reiten, wird ebenfalls enttäuscht. Dieser ikonische Teil der Dune-Geschichte bleibt den Filmen und Romanen vorbehalten.
Dafür zeigt sich hier eine der großen Stärken von Dune: Imperium: Das Spiel versucht gar nicht, jede Facette des Dune-Universums abzubilden. Stattdessen greift es einige prägende Elemente heraus: Spice, die großen Häuser, Intrigen, Fraktionen und eben auch die Sandwürmer; und verwandelt sie in eine elegante Spielmechanik, die den Blick ehr auf die Entstehung des Spice lenkt.
Nahaufnahme der Spice-Felder und der Sandwurm-Mechanik auf dem Spielplan.
🎲 Vom Wüstenplaneten auf den Spieltisch
Doch so faszinierend die Welt von Dune auch ist, am Ende geht es auf der Spielwiese der Hügelzelter natürlich vor allem um Brettspiele.
Und gerade hier ist Dune längst kein unbeschriebenes Blatt mehr.
Bereits Ende der 1970er Jahre erschien mit dem legendären Avalon-Hill-Spiel eine erste Brettspielumsetzung. In den folgenden Jahrzehnten folgten zahlreiche weitere Versuche, Frank Herberts Universum auf den Spieltisch zu bringen. Manche gelten heute als Geheimtipps, andere verschwanden schnell wieder in der Versenkung.
Den ganz großen Durchbruch schaffte aus unserer Sicht allerdings erst Dune: Imperium.
Paul Dennen kombinierte Deckbuilding und Worker Placement zu einem Spiel, das sich nicht nur hervorragend spielt, sondern das Thema überraschend gut transportiert. Statt riesige Armeen über Arrakis zu bewegen, dreht sich alles um Einfluss bei den großen Fraktionen, knappe Ressourcen, politische Intrigen und die richtige Vorbereitung auf den nächsten Konflikt.
Kein Wunder also, dass sich Dune: Imperium inzwischen dauerhaft in den Top 10 von BoardGameGeek etabliert hat.
Doch was macht das Spiel nach mehreren Monaten und zahlreichen Partien eigentlich so besonders?
Genau das wollten wir in unserem Urlaub noch einmal herausfinden.
⚙️ Die Spielmechanik in aller Kürze
Wer unseren ersten Artikel zu Dune: Imperium gelesen hat, kennt die grundlegenden Mechaniken bereits. Deshalb möchten wir an dieser Stelle gar nicht noch einmal jede Regel im Detail erklären.
Kurz zusammengefasst verbindet Dune: Imperium zwei der beliebtesten Mechaniken moderner Brettspiele:
Deckbuilding, bei dem sich das eigene Kartendeck im Laufe der Partie immer weiter verbessert.
Worker Placement, bei dem Agenten auf begehrte Aktionsfelder gesetzt werden; wie üblich oft genau vor der Nase der Mitspieler, wobei dies weitaus seltener vorkommt, wie bei anderen Genrevertretern.
Hinzu kommen Konflikte, politische Fraktionen, Intrigenkarten und natürlich das allgegenwärtige Spice als wichtigste Ressource auf Arrakis. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass sich keine Partie wie die vorherige anfühlt.
Wer sich ausführlicher für die Regeln interessiert, findet alle Grundlagen in unserem ersten Artikel. Heute möchten wir stattdessen darüber sprechen, warum uns Dune: Imperium auch Monate später noch so begeistert.
🎲 Warum Dune: Imperium bei uns einziehen musste
Unsere ersten Partien fanden übrigens gar nicht mit unserem eigenen Exemplar statt.
Das Spiel gehörte Marcel und nach einem gemeinsamen Spieleabend blieb Dune: Imperium selbstverständlich auch wieder in der Casa Marcel zurück. Ich durfte lediglich die Regeln vorbereiten und erklären.
Als sich einige Zeit später die Gelegenheit ergab, selbst ein Exemplar zu kaufen, musste ich nicht lange überlegen. Mir war schon nach diesen ersten Partien klar: Dieses Spiel passt einfach perfekt zu unserer Redaktion.
Warum? Weil hier gleich mehrere Dinge zusammenkommen, die wir ohnehin gerne spielen.
Deckbuilding gehört schon lange zu unseren Lieblingsmechaniken. Dominion hat auch bei uns zahlreiche Partien gesehen. Dies schon zu Studienzeiten und insbesondere mit Anne. Und auch Aeon’s End landet regelmäßig auf dem Tisch. (Und wir besitzen die Legacy und die ursprüngliche Variante)
Worker Placement dagegen ist spätestens seit vielen anderen Titeln eine Mechanik, bei der insbesondere Josef immer wieder seine Stärken ausspielt.
Und dann ist da natürlich noch das Thema. Seit Terraforming Mars haben Josef und ich eine gewisse Schwäche für Science-Fiction-Szenarien entwickelt. Maja wiederum konnte zuletzt vor allem Anno 1800 begeistern. Dune: Imperium verbindet von all diesen Spielen ein Stück weit etwas miteinander.
Eigentlich fehlte nur noch eines: Zeit.
Deshalb dauerte es einige Monate, bis unser eigenes Exemplar endlich auf den Tisch kam. Und da ging es dann recht schnell: Trotz der vielen Möglichkeiten im Spiel vergingen vom Öffnen der Schachtel bis zum ersten Zug kaum fünfzehn Minuten. Material ausstanzen, kurz die Regeln erklären, aufbauen und schon waren wir mitten auf Arrakis.
Das spricht für das erstaunlich zugängliches Regelwerk. Dune: Imperium ist sicherlich kein Familienspiel, aber eines dieser Kennerspiele, die deutlich weniger Einstiegshürde besitzen, als ihr Ruf zunächst vermuten lässt.
Der Spielaufbau vor der ersten Runde – erstaunlich schnell erklärt und aufgebaut.
🧰 Ein kleiner Kritikpunkt bleibt
Wenn ich dem Spiel dennoch einen kleinen Wunsch mit auf den Weg geben dürfte, dann wäre es ein besseres Insert.
Die Schachtel erfüllt ihren Zweck, aber nach ein paar Partien fliegen Karten, Marker und Ressourcen doch etwas zu ungeordnet durch die Box. Das kostet beim Auf- und Abbau jedes Mal ein paar unnötige Minuten.
Zum Glück lässt sich dieses Problem auf Hügelzelter-Art lösen.
Nach dem Urlaub dürfte sich mein 3D-Drucker wohl um eine passende Lösung kümmern.
Vielleicht wird daraus ja sogar noch ein kleiner Folgeartikel.
🧪 Unsere Urlaubsrunde
Diesmal stand Dune: Imperium zum ersten Mal mit der Hügelzelter-Redaktion auf dem Tisch.
Mit dabei waren Maja, Josef und ich.
Schon nach wenigen Zügen wurde klar, dass diese Partie anders verlaufen würde als unsere ersten Runden bei Marcel.
Ich selbst fühlte mich eigentlich gut aufgestellt. Meine Spice-Produktion lief ordentlich, ich hatte genügend Optionen für die kommenden Runden und hoffte, im Endspiel noch einmal entscheidend angreifen zu können.
Doch Josef hatte andere Pläne.
Vor allem die Intrigenkarten entschieden die Partie deutlich. Im perfekten Moment ausgespielt, machten sie aus einer ohnehin guten Ausgangslage einen am Ende überraschend klaren Sieg.
Bis heute frage ich mich ehrlich gesagt, woher er eigentlich all die Solari genommen hat. Mit meinen gut gefüllten Spice-Vorräten fühlte ich mich bestens vorbereitet; anscheinend lassen sich mit Spice nicht alle Probleme lösen.
Man muss eben auch mal verlieren können.
Oder zumindest so tun, als würde man die Niederlage gelassen hinnehmen.Das Ergebnis können wir so natürlich trotzdem nicht stehen lassen. Dune: Imperium begleitet uns schließlich nicht ohne Grund durch den Urlaub. Arrakis wird uns in den nächsten Tagen mit ziemlicher Sicherheit noch einmal wiedersehen, wenn nicht in Österreich, dann vielleicht in Kroatien.
Der Spielstand kurz vor Schluss – Josef auf dem Weg zum verdienten Sieg.
💬 Stimmen aus der Redaktion
👦 Josef
“Worker Placement ist einfach genau mein Ding. Und wenn dann noch Deckbuilding dazukommt, wird’s richtig gut. Die Intrigenkarten haben diesmal perfekt funktioniert.”
👧 Maja
“Mir gefällt, dass jede Partie anders verläuft. Obwohl alle auf dieselben zehn Siegpunkte spielen, fühlt sich keine Runde gleich an. Man muss sich immer wieder auf neue Situationen einstellen.”
👨 Hendrik
“Mittlerweile verstehe ich noch besser, warum Dune: Imperium dauerhaft ganz oben bei BoardGameGeek steht. Es ist eines dieser Spiele, die mit jeder Partie eher besser als schlechter werden.”
Detailaufnahme des Spielmaterials mit Karten, Agenten und Ressourcen.
📊 Ein moderner Klassiker
Spätestens ein Blick auf BoardGameGeek zeigt, welchen Stellenwert Dune: Imperium inzwischen erreicht hat.
Als wir unseren ersten Artikel geschrieben haben, gehörte das Spiel bereits zur absoluten Weltspitze. Inzwischen konnte es sich sogar noch einmal verbessern.
Aktuelle Platzierungen
🌍 Platz 6 der besten Brettspiele weltweit
🧠 Platz 7 der Strategiespiele
⭐ 8,4 von 10 Punkten
👥 Rund 59.000 Bewertungen
💬 Mehr als 7.700 Kommentare
Auf den ersten Blick wirkt es etwas seltsam, dass Dune: Imperium im Gesamtranking sogar einen Platz vor seiner Platzierung in der Strategie-Kategorie geführt wird. Der Grund ist allerdings recht einfach: BoardGameGeek berechnet die verschiedenen Ranglisten unabhängig voneinander. Die Werte lassen sich deshalb nicht eins zu eins miteinander vergleichen.
Viel beeindruckender finden wir ohnehin etwas anderes:
Ein Spiel kurz nach seinem Erscheinen hoch zu bewerten, ist das eine. Über Jahre hinweg in den Top 10 zu bleiben und dabei von fast 60.000 Spielern bewertet zu werden, schaffen dagegen nur echte Ausnahmeerscheinungen.
Nach unseren inzwischen mehreren Partien können wir dieses Ergebnis jedenfalls sehr gut nachvollziehen.
Für mich persönlich ist Dune: Imperium inzwischen ein modernes Meisterwerk.
Es verbindet zwei meiner liebsten Spielmechaniken so elegant, dass sich jede Partie frisch anfühlt. Gleichzeitig gelingt es dem Spiel, das Dune-Universum hervorragend einzufangen, ohne sich in unzähligen Sonderregeln oder unnötiger Komplexität zu verlieren. Das Thema ist jederzeit präsent, drängt sich aber nie in den Vordergrund.
Vielleicht ist genau das die größte Stärke des Spiels.
Es möchte gar nicht jede Szene aus den Filmen oder jedes Detail der Romane simulieren. Stattdessen nimmt es die wichtigsten Elemente des Dune-Universums: Spice, Intrigen, Fraktionen, Konflikte und Machtkämpfe und macht daraus ein außergewöhnlich gutes Kennerspiel.
Dass ich diesmal gegen Josef verloren habe, ändert daran überhaupt nicht
Im Gegenteil. Gute Strategiespiele erkennt man oft daran, dass man nach einer Niederlage sofort die nächste Partie spielen möchte.
Genau dieses Gefühl hatte ich, als wir die Karten wieder in die Schachtel gelegt haben.
👨👧👦 Gemeinsame Wertung der Hügelzelter-Redaktion
⭐ 4,5 von 5 Meeples
Dune: Imperium gehört für uns zu den stärksten Kennerspielen der vergangenen Jahre.
Die Mischung aus Deckbuilding und Worker Placement funktioniert hervorragend, jede Partie entwickelt ihre eigene Dynamik und selbst nach mehreren Monaten entdecken wir immer wieder neue Strategien und Kombinationen.
Dass Josef unsere Urlaubsrunde so deutlich gewinnen konnte, zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Wege zum Sieg sein können. Genau das sorgt dafür, dass sich keine Partie wie eine Wiederholung anfühlt.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dennoch.
Ein besseres Insert hätte dem Spiel gutgetan. Nach mehreren Partien wird die Schachtel doch etwas unübersichtlich. Dieses Problem dürfte sich allerdings schon bald erledigt haben – spätestens wenn der 3D-Drucker nach dem Urlaub seine Arbeit aufnimmt.
Ansonsten bleibt eigentlich nur eine Erkenntnis: Das hervorragende Rating auf BoardGameGeek kommt nicht von ungefähr.
Dune: Imperium gehört völlig zu Recht zu den besten Brettspielen der vergangenen Jahre und hat sich seinen Platz in den weltweiten Top 10 redlich verdient.
Und eines steht schon jetzt fest:
Diese Niederlage gegen Josef bleibt nicht lange bestehen.
Dune: Imperium begleitet uns schließlich nicht ohne Grund durch unseren Urlaub. Arrakis wird uns mit ziemlicher Sicherheit schon in den nächsten Tagen wiedersehen.
📌 Unser Gesamturteil
Kategorie
Wertung
🎓 Zugänglichkeit
🟢 Erstaunlich hoch für ein Kennerspiel
⚔️ Interaktion
🟢 Sehr hoch
🧠 Strategie
🟢 Sehr hoch
🔁 Wiederspielwert
🟢 Extrem hoch
🎨 Material
🟡 gut – mit Luft nach oben beim Insert. Ansonsten Euro-typisch
Gemeinsame Wertung der Hügelzelter-Redaktion: ⭐⭐⭐⭐½ (4,5/5 Meeples)
Hinweis: Sobald unser 3D-Drucker ein passendes Insert für Dune: Imperium ausgespuckt hat – und vermutlich auch, wenn Dune: Imperium – Uprising bei uns eingezogen ist – wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fortsetzung zu diesem Artikel geben. Arrakis lässt einen eben nicht so schnell wieder los.
PS: Eigentlich wollte ich nach diesem Artikel nur noch die Bilder sortieren. Stattdessen werde ich vermutlich erst einmal nach dem LEGO-Ornithopter suchen. Irgendwie fehlt der in meiner Sammlung inzwischen doch ziemlich offensichtlich.
Es gibt Menschen, die überlegen vor dem Urlaub zuerst, welche Kleidung sie einpacken.
Bei mir läuft das etwas anders.
Die erste Frage lautet jedes Jahr: Welche Brettspiele müssen mit?
Meine Frau Anne behauptet mittlerweile, ich würde dabei etwas übertreiben (also nicht nur bei den Brettspielen). Ich sehe das naturgemäß völlig anders. Schließlich weiß man nie, worauf man nach einem langen Urlaubstag Lust hat. Ein schnelles Kartenspiel? Einen anspruchsvollen Kennerspielabend? Oder vielleicht doch eine große Kampagne?
Und außerdem: Dieses Jahr ist der Neo sogar zuhause geblieben. Das ist doch schon fast Minimalismus.
Der Berlingo als Spielemobil
Wer unseren Reiseberichten schon länger folgt, kennt die Tradition.
Im Berlingo wird zuerst die obere Kofferraumablage mit Brettspielen gefüllt. Dort sind sie jederzeit griffbereit und lassen sich schnell hervorholen.
Normalerweise verschwinden zusätzlich noch einige kleine Schachteln unter den Vordersitzen. Dieses Jahr hat das allerdings längst nicht gereicht.
Also wanderte zusätzlich eine komplette Klappkiste voller Spiele ins Auto.
Werden wir wirklich alle Spiele spielen? Vermutlich nicht.
Werden wir es versuchen? Auf jeden Fall.
Genau das gehört inzwischen irgendwie zu unseren Urlauben dazu.
Brettspiele sind nur ein Teil des Urlaubs
Auch wenn der Kofferraum etwas anderes vermuten lässt: Wir verbringen den Urlaub natürlich nicht ausschließlich am Spieltisch.
In der Dachbox und im restlichen Auto befinden sich außerdem unter anderem:
Tischtennisschläger
Frisbee
Taucherflossen
Schnorchelausrüstung
Boulderschuhe
diverses Camping- und Freizeitmaterial.
Gebouldert haben wir inzwischen bereits zweimal und auch das Tauchen beziehungsweise Schnorcheln wird in den kommenden Tagen sicherlich noch eine größere Rolle spielen. Nach zwei Tagen SUP fragen wir uns außerdem gerade: Wieviele SUP könnte man noch ins Auto bekommen?
Die Brettspiele übernehmen dann den gemütlichen Teil des Tages.
Technik darf ebenfalls nicht fehlen
Ganz ohne Technik fahren wir ebenfalls nicht los.
Mit dabei sind dieses Jahr:
Steam Deck
Nintendo Switch 2
Apple Vision Pro
Surface
iPad Pro
Kindle
fünf oder sechs Romane.
Besonders spannend entwickelt sich dabei für mich inzwischen die Apple Vision Pro.
Während längerer Autofahrten kann ich als Beifahrer Filme schauen, Bilder sortieren, Rezensionen schreiben oder mit Tastatur und Trackpad insbesondere produktiv arbeiten. Gerade für längere Reisen ist das deutlich angenehmer geworden, als ich ursprünglich erwartet hätte.
Dazu wird es nach dem Urlaub sicherlich noch einen eigenen Erfahrungsbericht geben.
Das Surface begleitet mich dagegen hauptsächlich für die Redaktion der Spielwiese der Hügelzelter, für ein wenig Arbeit und aktuell natürlich auch für die Gründung unseres Gaming & E-Sport Vereins.
Auch das Hobby fährt mit
Wie schon im vergangenen Jahr befinden sich außerdem wieder Miniaturen und Farben im Gepäck.
Die Farben reisen selbstverständlich gut gekühlt in einer Kühltasche.
Vielleicht ergibt sich irgendwo zwischen Campingplatz, Ferienwohnung und Terrasse wieder die Gelegenheit, ein paar Figuren zu bemalen.
Schließlich gehört für mich zum Brettspielhobby längst nicht mehr nur das Spielen selbst.
Was bisher auf den Tisch kam
Eine Woche Urlaub liegt inzwischen hinter uns. Erstaunlich viele Spiele haben wir bereits geschafft.
Und bei fast jedem davon gab es einen guten Grund, warum es unbedingt mitfahren musste.
Dune: Imperium
Eigentlich sollte unsere Rezension zu Dune: Imperium bereits online sein.
Unsere erste Partie in der Runde der Redaktion fand tatsächlich erst hier im Urlaub statt. Der Artikel ist inzwischen fast fertig geschrieben, allerdings möchten wir vor der Veröffentlichung noch mindestens eine weitere Partie spielen. Zum einen, um unsere Eindrücke zu bestätigen, zum anderen fehlen uns schlicht noch ein paar schöne Fotos.
Der Bericht wird deshalb vermutlich kurz nach diesem Urlaubsartikel erscheinen.
Schon jetzt können wir aber verraten: Das Spiel hat unsere Erwartungen definitiv erfüllt. Erneut!
Rebirth
Nach unserer ausführlichen Rezension musste Rebirth natürlich ebenfalls mit auf Reisen.
Das Spiel gehört inzwischen zu unseren liebsten Kennerspielen. Die Regeln sind schnell erklärt, trotzdem steckt jede Menge taktische Tiefe darin. Gerade an ruhigen Urlaubsabenden funktioniert Rebirth deshalb hervorragend.
Agent Avenue
Ein Spiel, das deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient.
Die Mischung aus Bluffen, Einschätzen des Gegners und cleverem Timing macht jede Partie spannend. Außerdem passt die kleine Schachtel problemlos noch irgendwo zwischen die großen Kartons.
Wenige Karten, kurze Spielzeit und trotzdem fühlt sich jede Partie komplett anders an. Besonders schön: Dieses Mal durfte zusätzlich auch Mindbug: King of Tokyo mit ins Gepäck.
Was in den nächsten Tagen noch auf den Tisch soll
Der Urlaub ist allerdings noch lange nicht vorbei. Gut neun Tage (in Ferienwohnungen) liegen noch vor uns und entsprechend lang ist auch die Liste der Spiele, die wir unbedingt noch spielen möchten.
Witchbound
Ganz oben auf meiner persönlichen Liste steht Witchbound.
Die Situation ist inzwischen fast schon etwas kurios. Nachdem ich vorher lange darauf gewartet habe, endlich meine Hände an das Spiel zu legen, bin ich immer noch nicht dazu gekommen. Maja hat das Spiel bereits komplett durchgespielt und wartet nun geduldig darauf, dass ich endlich nachziehe. Erst dann können wir gemeinsam unsere Eindrücke zusammentragen und den Artikel veröffentlichen.
Eigentlich ist genau dafür Urlaub da: endlich einmal genügend Zeit, um ein umfangreicheres Spiel in Ruhe kennenzulernen.
Deep Regrets
Auf Deep Regrets freue ich mich mindestens genauso sehr.
Das Spiel ist bei uns erst kurz vor dem Urlaub angekommen. Eigentlich hätte es schon deutlich früher im Regal stehen sollen. Ich hatte allerdings den Fehler gemacht, die Bestellung gemeinsam mit einigen Titeln aufzugeben, die erst deutlich später erschienen sind. Dadurch musste das gesamte Paket warten.
Umso größer war die Freude, als es schließlich doch noch rechtzeitig vor unserer Abreise ankam.
Bevor wir loslegen, möchte ich allerdings erst einmal in Ruhe die Regeln lesen und das Spiel vorbereiten. Genau dafür bieten sich entspannte Urlaubstage hervorragend an.
Vielleicht wird Deep Regrets sogar die Überraschung dieser Reise.
Keep the Heroes Out
Auch Keep the Heroes Out musste selbstverständlich wieder mit.
Eigentlich müsste inzwischen längst die Boss-Battles-Erweiterung auf den Tisch kommen. Die liegt nämlich schon seit einer gefühlten Ewigkeit bei uns im Regal.
Das Problem ist allerdings nicht die Erweiterung.
Wir sind schlicht noch immer nicht mit dem Grundspiel fertig.
Warum? Weil wir uns konsequent weigern, auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad zu spielen.
Das sorgt regelmäßig dafür, dass die Helden uns ordentlich einheizen. Frustig wird das erstaunlicherweise trotzdem nie. Im Gegenteil, gerade dieser Anspruch sorgt dafür, dass wir immer wieder eine neue Partie starten möchten.
Zug um Zug – Legenden des Westens
Auch Zug um Zug – Legenden des Westens durfte erneut mitfahren.
Die Legacy-Kampagne haben wir längst abgeschlossen und unsere Rezension ist ebenfalls bereits erschienen.
Viele Legacy-Spiele verschwinden nach der Kampagne dauerhaft im Regal.
Nicht dieses.
Denn genau das hat uns an Legenden des Westens so begeistert. Am Ende der Kampagne verschwindet das Spiel nicht im Schrank, sondern entwickelt sich zu einem vollwertigen Zug-um-Zug-Spiel, das wir auch Monate später noch unglaublich gerne auf den Tisch bringen.
Gerade deshalb durfte die große Schachtel erneut mit in den Urlaub. Auch ohne neue Umschläge oder Überraschungen macht das fertige Spiel einfach richtig viel Spaß.
Die Partien dauern nur wenige Minuten und trotzdem entsteht erstaunlich schnell ein kleiner Wettkampf darum, wer den besseren Start in den Tag erwischt.
Terraforming Mars fährt zwar nicht mit…
… zumindest nicht als ganz großes Brettspiel.
Die riesige Schachtel mit allen Erweiterungen hätte dann vielleicht doch irgendwann den verfügbaren Platz gesprengt.
Ganz verzichten müssen wir auf den Mars allerdings trotzdem nicht.
Für „kleinere“ Runden liegt deshalb Terraforming Mars: Ares Expedition nich tmeh im Regal zuhause.
Ganz ohne Das Schwarze Auge wäre ein Urlaub inzwischen offenbar ebenfalls unvollständig.
Diesmal hat Maja gleich mehrere Regelwerke eingepackt.
Eine komplette Pen-&-Paper-Runde steht zwar nicht auf dem Programm, aber sie möchte in den Ferien einmal in meine DSA-Runde hineinschnuppern.
Dafür entsteht gerade ihr eigener Held.
Ich bin ehrlich gespannt, was sie sich am Ende zusammenbaut.
Vielleicht ist das ja der Beginn einer neuen Mitspielerin in unserer langjährigen Runde.
Vielleicht schaffen sie es auch noch auf den Tisch
Ein paar Spiele warten außerdem noch geduldig in der Klappkiste.
Sea Salt & Paper
Skyjo
DNUP
Vielleicht kommen sie noch auf dem Campingplatz zum Einsatz.
Oder später während unserer letzten Stationen der Reise.
Besonders gute Chancen rechne ich allerdings unserem Exit-Spiel aus.
In der Jugendherberge in Würzburg dürfte sich dafür hoffentlich ein ruhiger Abend finden.
Urlaub bedeutet mehr als nur Brettspiele
Natürlich werden wir in den kommenden Tagen nicht ausschließlich am Spieltisch sitzen.
Wir werden tauchen und schnorcheln gehen, weiter klettern, Städte erkunden, am Strand liegen und sicherlich noch die ein oder andere spontane Idee umsetzen.
Genau diese Mischung macht unsere Urlaube aus.
Brettspiele sind für uns kein Selbstzweck. Sie gehören einfach genauso selbstverständlich dazu wie das gemeinsame Frühstück, ein Sprung ins Wasser oder ein gemütlicher Abend auf der Terrasse.
Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum jedes Jahr wieder so viele Schachteln den Weg ins Auto finden.
Ein kleiner Blick hinter die Kulissen
Vielleicht ist euch beim Lesen aufgefallen, dass wir gar nicht jedes Spiel rezensieren, sobald wir es gekauft haben.
Das hat einen einfachen Grund.
Viele Spiele begleiten uns zunächst über mehrere Wochen oder sogar Monate. Erst wenn wir das Gefühl haben, wirklich etwas dazu sagen zu können, entsteht daraus ein Artikel auf der Spielwiese der Hügelzelter.
Genau deshalb entstehen manche Rezensionen auch erst im Urlaub.
Hier bleibt endlich einmal genügend Zeit, mehrere Partien zu spielen, Fotos zu machen und Eindrücke zu sammeln.
So wird beispielsweise unser Artikel zu Dune: Imperium erst nach diesem Reisebericht erscheinen. Und auch Witchbound sowie Deep Regrets stehen bereits auf unserer To-do-Liste.
Der Urlaub ist für uns deshalb nicht nur Erholung.
Er ist gleichzeitig die produktivste Zeit des Jahres für unsere kleine Brettspielredaktion.
Was eigentlich nie fehlen darf
Bei all den Spielen, Büchern und technischen Geräten könnte man fast vergessen, dass wir eigentlich ganz unterschiedliche Hobbys haben.
Deshalb fahren neben den Brettspielen eben auch Boulderschuhe, Taucherflossen, Tischtennisschläger und Frisbee mit.
Und natürlich reichlich Lesestoff.
Manchmal verbringen wir einen ganzen Nachmittag draußen.
Manchmal sitzen wir bis spät in die Nacht über einem Brettspiel.
Und manchmal wird aus einem geplanten Spieleabend doch einfach nur ein langer Abend auf dem Balkon.
Genau diese Mischung macht Urlaub für uns aus.
Fazit
Meine Frau Anne hätte vermutlich lieber die Wanderschuhe eingepackt.
Am besten zusammen mit unserem Hund Juli, der ausgedehnte Wanderungen deutlich mehr zu schätzen weiß als der Rest der Familie.
In diesem Sommerurlaub haben wir uns allerdings bewusst für einen anderen Schwerpunkt entschieden.
Viel Wasser, Bouldern, Städte entdecken und natürlich jede Menge Brettspiele passten einfach besser zu unseren Plänen. Deshalb verbringt Juli diese Reise bestens versorgt bei seinen Großeltern.
Das ist allerdings keineswegs die Regel. Allein in diesem Jahr war Juli bereits zweimal mit uns unterwegs und spätestens im Herbst- oder Osterurlaub gehört er wieder ganz selbstverständlich zur Reisegruppe.
Die Wanderschuhe durften dieses Mal trotzdem zuhause bleiben.
Dafür sind die Boulderschuhe mitgefahren. Denn ganz ehrlich …
Wer will schon wandern, wenn man stattdessen klettern, tauchen, schwimmen oder gemeinsam Brettspiele spielen kann?
Natürlich werden wir auch dieses Jahr längst nicht alles schaffen, was wir eingepackt haben.
Aber genau das gehört inzwischen irgendwie dazu.
Lieber ein Spiel zu viel im Auto als genau das eine zuhause lassen, auf das man plötzlich Lust bekommt.
Und falls ihr euch jetzt fragt, ob Anne vielleicht doch recht hat und ich mit meinem Gepäck ein wenig übertreibe …
… dann denkt einfach daran:
Ich habe den Neo dieses Jahr sogar zuhause gelassen.