Schlagwort: Eigenentwicklung

Von Karteikarten zur App (1/3): Warum ein Steuerberater Apps baut

In diesem Artikel wird kein (Brett-)Spiel besprochen, nicht mal ein Computerspiel. Es geht um das Werkzeug, das inzwischen zwischen uns und unserem Regal steht, und um die Frage, warum ich zehn Urlaubsabende und einige Autofahren als Beifahrer darauf verwendet habe, es selbst zu bauen.

Zwei Schreibtische

Ich sitze beruflich an zwei Schreibtischen. Am einen bin ich Steuerberater und Partner der Kanzlei Mußenbrock & Partner mbB. Am anderen entsteht das hier: die Spielwiese der Hügelzelter, seit 2025 unser Blog über Brettspiele, Messen und Crowdfunding.

Auf den ersten Blick haben die beiden Schreibtische wenig gemeinsam. Auf den zweiten sehr viel, denn an beiden <verändert sich gerade dasselbe. Wer heute Mandaten betreut, arbeitet mit Software, die vor fünf Jahren so nicht existierte. Wer heute publiziert, ebenso. Und in beiden Feldern steht dieselbe Frage im Raum: Was macht man eigentlich mit künstlicher Intelligenz, wenn man sie nicht nur ausprobieren, sondern verantwortlich einsetzen will?

Ich habe für mich beschlossen, dass ich diese Frage nicht vom Zuschauerrang aus beantworten möchte. Man versteht ein Werkzeug erst, wenn man damit etwas gebaut hat, das kaputtgehen kann.

1998, und was daraus wurde

Meine erste Homepage habe ich 1998 gebaut. Handgeschriebenes HTML, Tabellenlayout, ein Sammlung animierter GIFs und kein Gedanke an Copyright, Datenschutz oder auch nur Content. Der Stand der Technik seinerzeit genau wie heute war Anlass genug sich daran auszuprobieren. Danach kamen ein Schreibmaschinenkurs und Turbo Pascal; m Studium dann Java, irgendwann VBA in ziemlichem Umfang und SQL zumindest lesend. Nichts davon macht mich zum Entwickler. Aber es hinterlässt eine Art Grundgefühl dafür, wie Daten und Programme zusammenhängen.

So ähnlich sah es damals aus …

Im vergangenen Jahr habe ich mich an die Homepage gemacht, auf der du gerade liest. In diesem Jahr an Apps. Das ist (k)eine Midlife-Krise mit Tastatur, sondern eine Reihenfolge: Erst versteht man, wie man Inhalte ins Netz bringt. Dann, wie man eigene Daten strukturiert. Und irgendwann, wie man beides mit Modellen verbindet, die einem beim Denken helfen.

Das eigentliche Fernziel

Denn die App ist ein Zwischenschritt. Wohin ich eigentlich will, ist ein lokal betriebenes Sprachmodell – KI, die im Haus bleibt.

Der Grund dafür ist berufsbedingt naheliegend. In einer Steuerberatungskanzlei sind die interessantesten Anwendungsfälle immer die mit den heikelsten Daten. Genau dort verbieten sich Dienste, bei denen man nicht mit letzter Sicherheit sagen kann, wo die Eingaben landen und was mit ihnen geschieht. Ein Modell, das auf eigener Hardware läuft, löst dieses Problem an der Wurzel statt über Zusicherungen Dritter.

Bis dahin ist es ein weiter Weg, und ich bin ihn noch nicht zu Ende gegangen. Aber jeder Schritt darauf – Datenmodelle entwerfen, Schnittstellen anbinden, verstehen, wo ein Modell zuverlässig ist und wo es nur zuverlässig klingt – ist ein Schritt, den man einmal gemacht haben muss.

Reine Fingerübungen halten mich nicht am Ball

Nur: Lernen um des Lernens willen funktioniert bei mir nicht. Tutorials mit Beispieldaten sind nach drei Abenden erledigt, weil nichts davon weh tut, wenn es verlorengeht. Ich brauchte ein Projekt, das ich wirklich benutzen würde. Und bei dessen Nutzung, dann auch neue Ideen kommen, also ein Alltagsproblem.

Das lag näher, als ich dachte. Denn bei aller Sortierung im Regal fehlte uns seit Jahren die Übersicht über das eigene Hobby. Vier Fragen, die wir uns immer wieder stellten und nie sauber beantworten konnten:

  • Was haben wir eigentlich alles? Inklusive der Erweiterungen, die in fremden Schachteln stecken.
  • Was mögen wir davon? Und zwar wer genau, denn Josef, Maja und ich sortieren dieselbe Sammlung sehr unterschiedlich. Und das schon seit vielen Jahren.
  • Worüber haben wir schon berichtet? Eine Frage, die sich mit jedem Monat Blog dringlicher stellt.
  • Welche Kampagnen stehen eigentlich noch aus? Bei inzwischen rund 100 unterstützten Projekten auf Kickstarter und Gamefound eine Frage, die niemand mehr aus dem Kopf beantwortet.

Vier Fragen sind noch kein Lastenheft, aber sie sind ein Anfang. Und sie haben den Vorteil, dass falsche Antworten sofort auffallen.

Karteikarten, 2016

Die fünfte Frage ist die älteste und die einfachste: Was spielen wir heute Abend?

Wir haben sie uns vor knapp zehn Jahren zum ersten Mal ernsthaft gestellt, damals noch mit deutlich kleineren Kindern und einem Regal voller Kinderspiele, das keiner mehr überblickte. Meine Lösung war analog: Ich habe von jedem Spiel ein Bild gemacht, die Bilder auf Karteikarten gebracht und die Karten zur Auslosung gestellt. Was gezogen wurde, wurde auch gespielt (Zumindest meistens). Das hat erstaunlich gut funktioniert, denn es nahm die Diskussion aus der Entscheidung und brachte Spiele zurück auf den Tisch, die sonst hinten im Regal verstaubt wären.

Was es nicht konnte: mitzählen. Es wusste nicht, wer wen wie oft geschlagen hat, wie lange ein Spiel wirklich dauert, wann wir es zuletzt gespielt haben und wer es überhaupt mag.

Zehn Jahre später kann das eine App. Sie fragt, wer mitspielt, wie viel Zeit wir haben und worauf wir Lust haben. Danach kommt ein strukturierte Vorschlag: Fünf Titel aus der Schnittmenge der persönlichen Ranglisten vor. Plus einen, den wir lange nicht auf dem Tisch hatten. Die Karteikarten von damals, nur dass sie sich merken, wie der Abend ausgegangen ist und noch etwas Luft für die eigene Entscheidung lassen.

Wie es dazu kam

Gebaut habe ich sie zwischen dem 8. und dem 17. August, im Urlaub, überwiegend abends und nachts. Auf einem iPad. Ohne Mac. Ohne je zuvor eine Zeile Swift geschrieben zu haben. Und mit einem KI-Modell als Gegenüber, das den Code schrieb, während ich entschied, was er können sollte.

Wie das ablief, was am Ende dabei herauskam und wo die Sache gehörig schiefging — davon handeln die beiden folgenden Teile.

Teil 2: Zehn Tage, ein iPad, kein Mac.

Die Hügelzelter-App im Rundgang

Offtopic und zugleich der Auftakt. In den kommenden Wochen erzähle ich in drei Teilen, wie diese App entstanden ist: in zehn Urlaubsabenden, auf einem iPad, ohne je zuvor eine Zeile Swift geschrieben zu haben. Vorher aber das Ergebnis: sieben Bildschirme, was sie zeigen und warum sie so aussehen, wie sie aussehen.

Stand der Dinge: Die App läuft in Swift Playground auf einem iPad. Sie liegt in keinem App Store und wird dort auch nie liegen. Sie verwaltet aktuell 151 Spiele und 16 erfasste Partien.

Die Sammlung

Der erste Reiter ist der, den ich am häufigsten öffne. Jede Zeile trägt das Cover, den Titel, den Verlag, die Spielerzahl und die Spieldauer — darunter die BGG-Bewertung, die Komplexität und das Erscheinungsjahr.

Zwei Details, die im Bild leicht untergehen: Bei Spielen mit abweichendem englischen Titel steht dieser klein unter dem deutschen — bei 7 Wonders Architects etwa 7 Wonders: Architects, bei Alhambra Family Box das Alhambra: Family Box von BGG. Ohne diese zweite Zeile findet man in einer deutschen Sammlung nichts wieder, was in einer englischen Datenbank steht.

Und die Liste ist ehrlich: Aventuria mit einer BGG-Wertung von 4,6 steht genauso drin wie Ark Nova mit 8,5. Eine Sammlung ist keine Bestenliste.

Das einzelne Spiel

Die Detailansicht ist bewusst dreigeteilt, und die Reihenfolge ist Absicht.

Oben unsere eigenen Angaben: Verlag, Spielerzahl, Spielzeit — dazu der Redaktionsstatus und unsere Bewertung. Bei Deep Regrets stehen dort noch zwei Striche, weil wir zwar zwei Partien gespielt, aber noch nichts geschrieben haben.

Darunter der Block von BoardGameGeek: Autor und Grafik (bei diesem Titel beides Judson Cowan), Jahr, Altersfreigabe, Komplexität, Bewertung, Rang und die Mechaniken. Wichtig ist die letzte Zeile: Stand: 17. Aug 2026. BGG-Werte altern, Ränge verschieben sich. Wer eine Zahl aus einer Datenbank zitiert, sollte dazusagen, wann er sie geholt hat — das gilt für einen Blogartikel genauso wie für einen Prüfbericht.

Ganz unten der Verlagstext, überschrieben mit „Verlagstext von BGG“. Er steht bewusst am Ende und bewusst mit Herkunftsangabe. Was der Verlag über sein Spiel sagt, ist eine Information — aber eben nicht unsere.

Die Partien

Jede Partie mit Datum und Teilnehmenden, absteigend nach Datum. Was hier nach einer schlichten Liste aussieht, ist die Grundlage für alles Weitere: Ohne erfasste Partien gibt es keine Statistik, keine Siegquoten und keinen „lange nicht gespielt“-Vorschlag.

Zu sehen ist übrigens auch, wie ein Urlaub aussieht, in dem nebenbei eine App entsteht: dreimal dnup an zwei Tagen, dreimal Quantik, zweimal Flip 7. Kurze Spiele gewinnen, wenn abends noch programmiert wird.

Ein Eintrag heißt „Unbekanntes Spiel“. Auch das bleibt drin — es ist ein Testdatensatz aus den ersten Tagen, und er erinnert mich daran, dass jede Datenbank ihre Altlasten hat.

Die Statistik

Der Überblick oben ist schnell erzählt: 151 Spiele, 16 Partien, 9 Stunden 35 Minuten Spielzeit. Darunter der laufende Monat, die meistgespielten Titel und eine Zeile pro Person mit Partien und Siegen.

Interessanter ist der untere Teil, der nichts mit Statistik zu tun hat: Sicherung exportieren, Sicherung einlesen, BGG-Abgleich starten, Spiele einzeln nachbearbeiten, BGG-Kennzahlen aktualisieren. Das sind die Werkzeuge, die aus Schaden/Fehlern entstanden sind: ein verrutschtes Einfügen, zwei gelöschte Dateien, drei Stunden Reparatur. Die Geschichte dazu kommt im dritten Teil der Serie; die Export-Funktion steht jedenfalls nicht ohne Grund an erster Stelle.

Ganz unten steht das „Powered by BGG“-Logo. Das ist keine Höflichkeit, sondern die Bedingung, unter der BoardGameGeek seine Schnittstelle für private Zwecke freigibt.

Das Ranking

Hier liegt die Idee, auf die ich am meisten stolz bin, und sie ist geklaut — aus dem Schach.

Niemand bringt 151 Spiele in eine Reihenfolge. Aber jeder kann sagen, welches von zwei Spielen ihm besser gefällt. Genau das fragt die App, immer wieder, mit zwei Coverbildern nebeneinander: dnup oder The Witcher: Old World? Dazu „Unentschieden“, „Überspringen“ und — für jede Seite einzeln — „Kenne ich nicht“.

Aus diesen Paarvergleichen entsteht eine Elo-Wertung, wie man sie von Schachranglisten kennt. Unten sieht man das Ergebnis, und man sieht auch, wie jung es noch ist: An der Spitze stehen Dune: Imperium, Voidfall und Terra Nova mit 1.572 Punkten, aber der lange Rest hängt bei 1.548 — dem Startwert. Diese Spiele wurden schlicht noch nicht verglichen. Eine Rangliste braucht Zeit, und das ist in Ordnung: Sie soll ja das Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen sein, nicht eines langen Abends.

Der Vorschlag

Und hier kommen die Karteikarten von 2016 zurück, nur mit Gedächtnis.

Man stellt ein, wer mitspielt, wie viel Zeit zur Verfügung steht und ob eine bestimmte Mechanik gefragt ist. Die App nimmt daraufhin die persönlichen Top 50 aller Beteiligten, bildet die Schnittmenge und prüft, was zur Spielerzahl und zur Zeit passt.

Herauskommen fünf Vorschläge — im Bild Photosynthese, 7 Wonders Architects, Borderlands, Wizard und Agent Avenue, jeweils mit Mechaniken darunter. Wem das nicht gefällt, drückt auf „Nochmal würfeln“; der Name ist eine Verbeugung vor den Karten.

Darunter steht die Rubrik, die mir am wichtigsten ist: Lange nicht gespielt. Ein einzelner Titel, der es aus eigener Kraft nie in die Auswahl schaffen würde. Im Bild ist es Zug um Zug — ein Spiel, das jeder kennt, jeder mag und trotzdem seit Ewigkeiten im Regal steht.

Das Funding

Der siebte Reiter ist der, der außerhalb dieses Blogs vermutlich niemanden interessiert und für uns der wertvollste ist: zahlreihe unterstützte Crowdfunding-Projekte mit Plattform, Verlag, Status und gezahltem Betrag in Euro.

Tainted Grail: The Fall of Avalon für 127,44 €, Frosthaven für 125,32 €, Munchkin Dungeon für 77,79 € und dazwischen VOYAGES als Print-and-Play für 4,63 €. Genau diese Zahlen verschwinden nach ein paar Jahren gern aus dem Netz, wenn Kampagnenseiten umgebaut oder gelöscht werden. Was hier steht kann von uns später noch genutzt werden.

Oben lässt sich nach ausstehenden Projekten filtern. Die Antwort auf „Was kommt eigentlich noch?“ dauert jetzt zwei Sekunden statt zwei Stunden.

Hinter den Kulissen

Zum Schluss ein Blick auf das, worin das alles steckt: Swift Playground auf dem iPad, links die Dateiliste, rechts die ContentView — jene Datei, in der die sieben Reiter definiert werden, die durch diesen Artikel geführt haben.

Man sieht in der Seitenleiste ganz gut, wie so ein Projekt wächst: BGGService, BGGImport, BGGSearchView, CampaignFormView, ExpansionPickerView, HuegelzelterStore. Aus den drei Dateien, für die diese Umgebung gedacht ist, sind rund dreißig geworden.

Was noch fehlt

Alles, was hier zu sehen ist, liegt auf genau einem Gerät. Die Ranglisten der anderen entstehen nur, wenn ich ihnen das iPad reiche — für ein Werkzeug, dessen ganzer Sinn die unterschiedlichen Perspektiven auf dasselbe Regal sind, ist das der eigentliche Mangel.

Der nächste Schritt steht deshalb fest, und er hat mit Brettspielen wenig zu tun: ein Mac, Xcode statt Playground, eine Synchronisierung über die Geräte hinweg und eine Verteilung an die Familie. Wenn das läuft, melde ich mich wieder.

Zuvor aber die Geschichte dahinter. Warum ein Steuerberater überhaupt anfängt, Apps zu bauen; wie aus „welche App lade ich eigentlich?” in zehn Abenden das hier wurde; und was dabei gründlich schiefgegangen ist — in drei Teilen, hier auf der Spielwiese.

Ein neuer Untergrund für große Spiele

(oder: Wie aus einer Idee aus dem Brettzeit-Discord eine maßgeschneiderte Neopren-Tischdecke wurde)

Zu Weihnachten gab es bei uns kein neues Spiel, sondern etwas, das fast noch wichtiger ist: einen vernünftigen Untergrund für den Spieltisch.

Die Initialzündung kam – wie so oft – eher zufällig. Im Discord-Forum zum Podcast Brettzeit habe ich ein Foto von einem Spieltisch mit einem richtig guten Untergrund gesehen. Keine verrutschenden Karten, keine harten Tischkanten, kein Gefummel mehr beim Aufnehmen.
Die Idee gefiel mir so gut, dass ziemlich schnell klar war: Das will ich auch.


🪑 Der Ausgangspunkt: unser Tisch (und seine Schwächen)

Unser Spieltisch besteht aus drei IKEA-Tischen, die wir je nach Spiel zusammenschieben. Praktisch, flexibel … aber mit einem entscheidenden Nachteil: Stellkanten.

[Bild 1: Drei Tische mit Stellkanten]

Gerade bei großen Spielen oder längeren Partien ist das einfach nicht optimal. Karten bleiben hängen, Marker kippen, und optisch ist es auch eher… funktional.

[Bild 2: Valheim auf "weiß"]

Spätestens da war klar: Eine durchgehende Spielfläche muss her.


🔍 Die Suche: groß, größer, Sondermaß

Im Internet habe ich mich zunächst nach fertigen Spielmatten umgesehen. Das Problem:
Alles, was man bekommt, endet irgendwo bei 1,20 × 90 cm oder 1,50 × 90 cm.
Für unseren Tisch mit 1,20 × 1,80 m war das schlicht zu klein.

Also: Meterware statt Fertigprodukt.

Fündig wurde ich schließlich bei
👉 www.neoprenprofi.de

Zuerst habe ich dort eine Anfrage für eine mögliche Sonderanfertigung gestellt – am Ende aber direkt die passende Menge Neopren bestellt.


[Bild 3: Ausgerollte Neoprenfläche in Rot]
[Bild 4: Rückseite der Matte in Schwarz]

Das Material: ca. 3 mm stark, schwer, griffig, genau richtig.
Aber damit begann das nächste Problem.


🧵 Nähen ist nicht gleich Nähen

Durch die Bestellung kam ich in Kontakt mit Marion von „neoprenprofi.de“, die mir einen sehr guten Tipp gab:
👉 Polsterei oder Segelmacherei.

Klingt logisch, wenn man bedenkt, was 3 mm Neopren für eine Nähmaschine bedeuten.

Die lokale Polsterei Reining in Borken war sehr bemüht und hat es auch versucht, musste aber irgendwann aufgeben: Die Maschinen kamen schlicht nicht durch das Material.
Immerhin ein positiver Nebeneffekt: Ich werde mir dort wohl demnächst einen neuen Brettspielstuhl zulegen. Das Probesitzen war schon mal sehr überzeugend.


🧰 Die Lösung: Sattlerei (und falsche Vorstellungen)

Der nächste Tipp war eine Sattlerei.
Zu meiner Schande muss ich gestehen: Ich hatte dabei zuerst Pferdesättel im Kopf.
Weit gefehlt.

Hier geht es vielmehr um Autointerieur, dicke Stoffe, robuste Materialien – also genau das richtige Umfeld. Fündig geworden bin ich schließlich bei der Sattlerei Activia Automobilservice GmbH.

Ich hatte Kontakt zu Monique, und sie hatte sofort eine passende Idee:
Die Matte wird professionell zugeschnitten und – ähnlich wie bei Auto-Fußmatten – mit einem schwarzen Randmaterial sauber eingefasst.

[Bild 5: Einfassung der Neoprenmatte]

Das Ergebnis: Einfach perfekt. Ich glaube Monique wird sich auch noch eine Spielmatte erstellen.


🎲 In Aktion: Spiele auf dem neuen Untergrund

[Bild 5: Stars of Akarios auf der schwarzen Neoprenfläche]

[Bild 6: Stars of Akarios]

Gerade große Spiele kommen auf der Matte richtig zur Geltung.
Stars of Akarios – frisch gekauft – wirkt mit seiner Sternenthematik und der tollen Bemalung vom Vorbesitzer auf dem dunklen Untergrund noch einmal ganz anders.

[Bild 6: Valheim aufgebaut]

[Bild 7: Valheim auf schwarzem Untergrund]

Auch Valheim profitiert enorm:
Alles liegt ruhig, nichts verrutscht, Marker lassen sich leicht aufnehmen – und die Spielfläche wirkt endlich wie „aus einem Guss“.


🧾 Fazit: Ein Upgrade, das bleibt

Die Neopren-Tischdecke ist eines dieser Upgrades, bei denen man sich im Nachhinein fragt:
Warum habe ich das nicht früher gemacht?

  • keine Kanten mehr
  • leise Würfel
  • Karten lassen sich problemlos aufnehmen
  • rutschfester Untergrund
  • und optisch einfach eine andere Liga

Für uns ist klar: Der Untergrund bleibt.
Und große Spiele fühlen sich darauf genau so an, wie sie es verdienen.

SPIEL 2025 – Tag 2 in Essen

🏁 Ankunft & Atmosphäre – Volle Hügelzelter-Besetzung

Der zweite Tag der SPIEL 2025 stand ganz im Zeichen der Familie – heute war die komplette Hügelzelter-Redaktion vor Ort: Anne, Maja, Josef, Maria (unser Freund, Patenonkel und quasi Teil der Familie) und ich.

Schon am Eingang zeigte sich: Freitag ist Besuchertag!
Die Schlangen waren deutlich länger als am Vortag, und der Einlass zog sich hin. (Ein Bild davon wird es später geben 😅).
Hinter uns war es allerdings noch schlimmer – also alles halb so wild.
In den Hallen selbst ging es dann wieder. Und weil wir mittlerweile ganz gut wussten, wo was steht, konnten wir die verlorene Zeit am Mittag locker wieder reinholen.

Unser Fokus lag heute auf Familien- und Eurogames, und es war wieder ein großartiger Tag voller Begegnungen, Spiele und kleiner Überraschungen.


💍 Herr der Ringe: Die Gefährten – Das Stichspiel (Asmodee)

Den Anfang machte das Herr der Ringe-Stichspiel von Asmodee.
Ein schönes, kleines Kartenspiel, das die Stimmung der Gefährten gut einfängt. Uns hat es richtig gut gefallen – ein klassisches Stichspiel mit thematischem Twist.
Gekauft hätten wir es sicher sofort, wenn nicht die Schlange am Asmodee-Shop endlos gewesen wäre. Das Spiel wird aber sicher noch den Weg zu uns finden.


🏙️ Cities (Kosmos)

Danach ging’s an den Stand von Kosmos, wo wir Cities gespielt haben. Ein Plättchenlegespiel mit cleveren Zusatzmechaniken und erstaunlich viel Tiefe.
Die Runde hat richtig Spaß gemacht – so sehr, dass wir direkt zugeschlagen haben.
Ein Testbericht folgt!


💀 Viva Catrina (The Flying Games)

Ein farbenfrohes Spiel, präsentiert von The Flying Games, inspiriert vom Día de los Muertos.
Das Spiel hat Charme, war aber für uns etwas zu kurz – das Ende kam zu abrupt.
Nett, aber kein Pflichtkauf.


🔪 Mord an einer Millionärin (Cryptic Killers)

Ein neuer Fall für die Hügelzelter – genauer gesagt: für Maja.
Das Krimispiel von Cryptic Killers ist bei uns eingezogen und wird bald mit ihren Freunden gespielt.
Die Bewertung dazu folgt direkt von Maja – schließlich ist sie bei uns die Expertin für Krimidinner & Detektivspiele.


🌿 Druids of Edora (Ravensburger)

Wir waren gefühlt zehnmal am Stand, aber nie war ein Tisch frei. Von außen sahen die Komponenten ganz ordentlich aus, aber ohne Test wollten wir es dann doch nicht kaufen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.


🧩 Flip 7 (The Op Games / Kosmos)

Ein Titel, der durch seine Nominierung zum Spiel des Jahres 2025 viel Aufmerksamkeit bekam.
Herausgegeben von The Op Games, auf Deutsch bei Kosmos.
Uns hat es sehr gut gefallen – dynamisch, flott, leicht zu lernen – und deshalb gleich zweimal gekauft (eins zum Verschenken).


⚔️ Dead Cells (Scorpion Masqué / Frosted Games)

Ebenfalls spannend: Dead Cells, ein Koop-Roguelike-Spiel von Scorpion Masqué, auf Deutsch bei Frosted Games.
Da wir ja schon Slay the Spire gekauft haben, passt Dead Cells perfekt als thematische Ergänzung – und zieht nun bei Maria ein.
Ein stimmiger Neuzugang, der sicher bald auf dem Tisch landet.


🏘️ Townsfolk Tussle

Ein Spiel, das wir uns ausführlich erklären ließen – charmant, schrullig und mit viel Charakter.
Es wird definitiv bei uns einziehen und vermutlich bald seinen ersten Spieleabend erleben.


🦌 Rudolph (DEVIR)

Für gerade einmal 10 € haben wir das Spiel spontan mitgenommen.
Ein sympathischer Titel über den Zusammenbau eines Schlittens mit einer ganzen Riege Rentiere – erschienen bei DEVIR.
Kommt sicher noch mal auf den Tisch, auch wenn es für mich persönlich (wegen meiner Farbsehschwäche) nicht ganz optimal ist.


✈️ Rain and Paper (Not Enough Games)

Rain and Paper stammt von Sven Müller aus Hessen und erscheint bei Not Enough Games.
Ein charmantes kleines Spiel über Papierflieger im Regen – und aktuell auf Kickstarter zu unterstützen.
Kein echtes Highlight, aber solide.
Maja, die selbst gern Spiele entwickelt, fiebert mit, dass das Projekt erfolgreich wird – und ich bin gespannt, wohin die Reise geht.


🧂 Sea Salt & Pepper – Extra Salt & Extra Pepper

Zwei kleine, aber feine Erweiterungen für eines unserer Lieblingsspiele.
Josef und Maja spielen Sea Salt & Pepper regelmäßig, daher war der Kauf der neuen Karten-Sets quasi Pflicht. Mehr Abwechslung, mehr Salz – perfekt.


🍕 Dice and Slice

Ein spontaner Mitnahme-Kauf: ein Roll & Write rund ums Würfeln und – natürlich – Pizzaschneiden.
Schnell erklärt, locker gespielt – ideal für zwischendurch.


📺 Wer stiehlt mir die Show?

Eher ein Überraschungskauf: ein Quizspiel zur bekannten TV-Show.
Normalerweise bin ich bei solchen Umsetzungen skeptisch – seit mir vor 25 Jahren das „Big Brother“-Spiel geschenkt wurde 😅.
Aber der BGT-Podcast (Board Game Theory) hat uns Mut gemacht, und ein Quiz gehört auf einer Messe einfach dazu.


🎁 Promos & Kontakte

Zum Schluss gab’s noch ein paar Promos direkt von Asmodee – als nettes Extra nach einem kurzen Gespräch über Majas Praktikumspläne für 2025.
Ein schöner Abschluss für einen erfolgreichen Tag!


☕ Tagesfazit

Ein langer, aber großartiger Tag – wenn auch nicht ganz bis zum Schluss.
Maria hat noch ein paar Extrarunden in den Hallen gedreht, während der Rest schon den Heimweg antrat.
Dafür stand am Abend sofort wieder Zocken auf dem Programm:
Light Speed Arena und Wir haben dieses Spiel überhaupt nicht getestet – beide erneut auf dem Tisch!


👀 Ausblick & Nachklang

Für uns war das der letzte Messetag der SPIEL 2025.
Am Wochenende stehen Geburtstagsfeiern bei Freunden und Familie an – also keine weiteren Messebesuche.
Aber gezockt wird natürlich trotzdem 😉
Wir werden die Berichterstattung der SPIEL weiterverfolgen, auch wenn wir diesmal selbst nichts mehr beitragen.


📸 Bildergalerie

Über mich – Maja

Ich bin Maja – Schülerin, Ballerina, Eigenentwicklerin und leidenschaftliche Gesellschaftsspielerin.


🎭 Tanz & Musik

Neben der Schule tanze ich Ballett und Modern Dance, insgesamt dreimal pro Woche.
Momentan proben wir mit Begeisterung für unsere geplante Aufführung des klassischen Stücks „Schwanensee“, die im nächsten Jahr stattfinden soll – darauf freue ich mich ganz besonders.

Außerdem spiele ich seit vielen Jahren Klavier, was für mich der perfekte Ausgleich zwischen Schule, Tanz und Spielen ist.


🗣️ Engagement & Projekte

Neben meinen Hobbys nehme ich an einem lokalen Sprachförderprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund teil.
Im Moment übe ich einmal wöchentlich mit einem fünfjährigen Jungen spielerisch die deutsche Sprache – eine schöne Erfahrung, die mir viel Freude macht.

Darüber hinaus mache ich – wie schon im letzten Jahr – wieder beim „Schüler macht MI(N)T“-Wettbewerb mit.
Unser kleines Team trifft sich wöchentlich, um gemeinsam an einem eigenen Projekt zu tüfteln.

Man kann also sagen: Meine Woche ist gut gefüllt!


🎲 Spiele & Freizeit

Trotz allem bleibt natürlich immer noch Zeit für ein kleines oder auch mal größeres Spiel.
Mit meinen Freunden treffe ich mich regelmäßig zum Spielen – und dabei kommt auch gerne mal ein Krimidinner auf den Tisch.

In der Schule interessieren mich besonders die Naturwissenschaften – meine Lieblingsfächer sind Mathe, Chemie und Physik.
Aber auch Gesellschaftswissenschaften finde ich spannend – vor allem, wenn man darin Zusammenhänge entdecken kann, die über das Schulwissen hinausgehen.


✍️ Kreativität & Blog

In meiner verbleibenden Freizeit schreibe ich an neuen Spieleideen, Krimidinnern oder Beiträgen für unseren Blog.
So kann ich meine Leidenschaft fürs Spielen, Tüfteln und Erzählen perfekt miteinander verbinden.


💡 Manchmal ist mein Stundenplan ziemlich voll – aber wenn am Ende des Tages ein gutes Spiel auf dem Tisch liegt, war’s genau richtig so.

Eigenes Carcassonne Legacy


💡Idee

Zug um Zug Legacy (dazu gibt es auch einen eigenen Artikel) haben wir als Familie auf der Spiel entdeckt und oft gespielt. Davor kam auch schon Zug um Zug Europa oft auf den Tisch. Ein weiteres Familienspiel, dass sich bei uns etabliert hat ist Carcassonne. So haben wir uns gedacht, dass sich dieses Spiel mit seinen vielen Erweiterungen auch gut als Legacy Variante machen würde.


⚙️Spielmechanik von Carcassonne

In diesem Spiel baut man aus Plättchen zusammen eine große Landschaft mit Städten, Wegen und Wiesen. Dabei versucht jeder mit seinen Meepel möglichst viele Punkte zu bekommen. Außerdem gibt es zahlreiche Erweiterungen mit neuen Plättchen und Regeln.


🔎Was ist Legacy

Bei einem „Legacy Spiel“ kommen jede Partie Regeln dazu und das Spiel kann sich durch das Handeln der Spieler ( im kleinen Teilen) verändern.


🔨Meine Umsetzung

Ich habe die Vorhandenen Materialien von Carcassonne benutzt und ihnen neue Funktionen zugeordnet. Bis jetzt habe ich für 10 Partien Regeln entwickelt, wobei immer weiter Plättchen aus je einer der Erweiterungen dazukommen. Für diese habe ich mir auch neue Mechaniken ausgedacht. Außerdem hat jeder Spieler unterschiedliche Sonderfähigkeiten, die ich gegebenenfalls noch anpassen muss, damit das ganze Spiel „balanced“ ist.


💬Familienmeinung

Hendrik

Endlich eine neue Variante von Carcassonne, so kommt mal endlich frischer Wind auf.

Josef

Den asymmetrischen Start finde ich super und er bringt mir einen kleinen Vorteil.

Anne

Seit Zug um Zug bin ich totaler Fan von Legacy, dass ist bei Carcassonne auch toll.


🫆Fazit

Das Spielen mit neuen Regel macht sehr viel Spaß und bringt Abwechslung. Dazu ist es einfacher umzusetzen, ein bestehendes Spiel zu verändern, weil das Spielmaterial schon vorhanden ist. Bei anderen Spielideen ist es oft nicht einfach Karten, Spielpläne… selber herzustellen und zu gestalten. Ich mache bald vielleicht noch mehr Partien, da es bei uns oft auf dem Tisch landet.

Giftiger Glaube- Mein zweites eigenes Krimi Dinner


🧭Übersicht

Nachdem ich mein erstes Krimi Dinner entwickelt und gespielt habe, hatte ich Lust, nochmal eines zu schreiben. (Eine Erklärung, was ein Krimi Dinner für zuhause ist, findet ihr im Artikel zu meinem ersten Krimi Dinner😉). Diesmal mussten meine Freunde neben der Aufklärung des Mordes auch noch aus einem Escape Room entkommen.


📖Geschichte

In diesem Krimi Dinner geht es um eine Glaubensgemeinschaft, die andere wohl als Sekte bezeichnen würden. Sie haben ihren Anführer verloren. Altu Olkada ist verstorben, aber keiner glaubt an Zufälle. Die Gläubigen haben kein Vertrauen zu Polizisten, wollten stattdessen ein Medium beauftragen und selber mit dem Geist in Kontakt treten. Die Gläubigen treffen sich im Haus der Olkada Familie oft und übernachten auch gelegentlich dort. Am Tag des Todes waren 5 Personen im Haus, sie sitzen nun am Abend zusammen. Werden die Sterne richtig stehen und die Auren stimmen? Wird der Mörder gefunden?


🕵️Charaktere

Auch in diesem Krimidinner gibt es wieder genau fünf Rollen. Dazu bin ich als Erzählerin und Spielleiterin das Medium.

Meine Charaktere sind:

🌞🔮Melissa Olkada ist die Frau des Verstorbenen und Wahrsagerin. Sie wird als bestimmend, direkt, ordentlich aber auch künstlerisch wahrgenommen.

🌙💄Alissa Olkada ist Melissas Zwillingsschwester und ebenfalls Wahrsagerin. Sonst sind sie eher gegensätzlich und zerstritten.

🪘🍂Selina Marokon ist afrikanische Aurenleserin und eher zurückhaltend. Sie sieht die Zukunft pessimistisch.

📚✏️Elvira Olkada ist die Tochter von Melissa und Altu, aber sie ist nicht gläubig und scheut sich nicht das zu sagen.

⚽️🐈Isabel Marokon ist Selinas Tochter, zurückhaltend, gläubig und sportlich. Sie hat eine streunende Katze.


🗝️Escape Room

Dieses Mal habe ich statt nur ein paar Rätseln sogar einen ganzen Escape Room in meinem Zimmer vorbereitet. Ich habe mein Zimmer passend dekoriert und überall Hinweise versteckt.

Ich habe verschiedene Rätselarten sowie Rätsel die man parallel lösen kann eingeben. Der Escape Room passte meiner Meinung nach gut in das Gesamtbild. Generell einen Escape Room zuhause selber zu gestalten macht viel Spaß und ist sehr zu empfehlen, auch wenn es natürlich etwas Arbeit macht. Außerdem fügt es sich super in die Atmosphäre eines Mordfalls.


🕯️Spielerlebnis

Wir haben erneut zusammen eine interessante und spannende Zeit verbracht. Das neue Thema hat viel Spaß gemacht, dazu haben eingebaute Ereignisse und Zukunftsvorhersagen eine tolle Atmosphäre geschaffen. Besonders schön war, dass sich alle sehr in ihren Charakter hinein versetzt haben, die Rollen also authentisch ausgelebt wurden😊.


🫆Fazit

Ich denke man hat deutlich Verbesserung im Vergleich zum ersten Krimi Dinner gemerkt. Durch die Erfahrung konnte ich ein paar Dinge anders machen als zuvor. Es war wieder richtig gelungen. Die Arbeit hat sich echt gelohnt, aber auch das Schreiben lebst hat mir sehr viel Freude gemacht. Also habe ich bald mit meinem dritten Krimi Dinner angefangen…

Mein erstes eigenes Krimi Dinner


🔎Was ist ein Krimi Dinner?(für zuhause)

In einem Krimi Dinner geht es darum ein Verbrechen, meistens einen Mord, aufzudecken. Jeder Spieler schlüpft in die Rolle einer verdächtigen Person. Nur der Täter/ die Täterin darf lügen , aber auch die anderen haben brisante Geheimnisse, die sie lieber für sich behalten, indem sie die Wahrheit möglichst gut für sich auslegen. Die Spieler erhalten dann (meist in mehreren Runden) Hinweise und erfahren, was ihr Charakter an dem Tag gemacht hat. Am Ende gibt es eine Abstimmung darüber, wer verdächtigt wird. Wenn der Täter/ die Täterin nicht die meisten Stimmen bekommt, hat er/sie gewonnen.

Man kann sich dazu passend Verkleiden, den Raum dekorieren und Essen kochen, wenn man möchte, das ist aber nicht zwingend notwendig, sondern kann je nach Geschmack eine passende Atmosphäre schaffen.


🧭Überblick

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich an meinem ersten Krimi Dinner gearbeitet. Das Entwickeln des Spiels hat mir sehr viel Spaß gemacht und besonders auf den langen Autofahrten unseres Urlaubs hatte ich viel Zeit. Schließlich habe ich Freunde zu mir eingeladen, die meine Eigenkreation von einem Krimi Dinner gespielt haben. Ich fand toll, zu planen, entwickeln und vorzubereiten.


📖Geschichte

Leon Narlies ist unerwartet gestorben. Im Haus seiner verwitweten Frau treffen alle aus seinem Umfeld zusammen: Sohn, Frau, Arbeitskollege, Chefin und eine Handwerkerin. Wer hatte ein Motiv? Nach und nach kommen die Geheimnisse der Charaktere ans Licht.


🕵️Charaktere

In der Regel gibt es in einem Krimi Dinner zusätzlich zu den Rollen, die auf jeden Fall besetzt werden müssen, noch ein oder zwei optionale Rollen, damit die Spielerzahl variabel ist. Bei mir war das nicht nötig.

Meine Charaktere sind:

👠💅Madam Narlies (39) ist die aufbrausende, rechthaberische Frau vom verstorbenen Leon Narlies.

👔📚Max Didilijon (39) ist der ehrgeizige Arbeitskollege von Leon. Er kommt aus Frankreich und hält sich strikt an Rollenbilder.

🏳️‍🌈🏢Klara Ringe (49) ist Inhaberin des Unternehmen Ringe und damit Chefin von Leon und Max. Sie ist mit ihrer Frau verheiratet.

🎾🤳Finn Narlies (14) ist der Sohn von Leon und Madam Narlies. Er spielt Tennis und legt viel Wert auf Aussehen mit eigenem Stil.

🔨🏋️‍♀️Fiona Kiedel (34) sind, als Frisöse, Haare sehr wichtig. Nebenbei arbeitet sie als Handwerkerin und macht Gewichtheben.


🔐Rätsel

Ich habe zusätzlich Rätsel in mein Krimi Dinner eingebaut, was dafür eigentlich nicht typisch ist. Solche Rätsel findet man eben eher in Rätselspielen, wie zum Beispiel in Exit Spielen. Ich finde aber, dass es in den mysteriösen Mordfall gut reinpasst. Es gibt viele Geheimnisse, da Rätsel super dazu passen. Es bietet Abwechslung und zusätzlichen Spielspaß, auch wenn das gewiss nicht jeder mag.


🕯️Spielerlebnis

Ich habe, um das fertige Krimi Dinner auszuprobieren, fünf Freundinnen eingeladen und wir haben uns zusammen einen geheimnisvollen Nachmittag und Abend gemacht. Alle haben sich verkleidet, ich habe die Rolle der Haushälterin übernommen, auch wenn das kein Charakter im Spiel ist. Ich konnte so das Krimi Dinner leiten und Hinweise verteilen, da ich ja selbst nicht richtig mitspielen konnte, weil ich schon alles wusste. Es war ein gelungenes Erlebnis und auch wirklich lustig. Der Mörder/ Die Mörderin wurde erfolgreich enttarnt 😁.


🫆Fazit

Es hat sowohl das Krimi Dinner zu entwickeln, als auch das Spielen, richtig viel Spaß gemacht. Ich habe daraufhin noch zwei weitere Krimi Dinner geschrieben und bin an meinen Erfahrungen gewachsen (dazu kommt bald auch noch ein Artikel) und es folgen garantiert weitere. Krimi Dinner für zuhause sind generell sehr zu empfehlen und bieten tolle, lebendige Unterhaltung.