Schlagwort: Frosted Games

Unsere Crowdfunding-Warteliste geht auf Reisen

In unserem ersten Vorbericht zur SPIEL Essen 2026 haben wir bereits erzählt, wie wir uns auf die vier Messetage vorbereiten und welche Rolle unsere Hügelzelter-App dabei inzwischen spielt.

Ein besonderer Schwerpunkt war in diesem Jahr die Durchsicht unserer offenen Crowdfunding-Kampagnen. Über Kickstarter und Gamefound haben wir in den vergangenen Jahren schließlich eine ganze Reihe von Brettspielen unterstützt, die noch immer auf ihre Auslieferung warten.

Und genau diese Spiele wollen wir in Essen möglichst wiedersehen. Oder überhaupt zum ersten Mal sehen. Denn zwischen einem hübschen Kampagnenvideo und einem aufgebauten Spiel auf dem Messetisch liegt bekanntlich manchmal eine ganze Menge.

Wir haben uns deshalb eine Liste mit Verlagen zusammengestellt, die wir gerne besuchen möchten. Mal geht es uns darum, einen Prototyp auszuprobieren, mal möchten wir nach dem aktuellen Stand der Auslieferung fragen. Und manchmal würden wir auch einfach gerne die Menschen hinter den Projekten kennenlernen.

Ludivore – mit Aspen schließt sich ein Kreis

Wie schön solche Begegnungen sein können, haben wir bereits im vergangenen Jahr erlebt.

Damals warteten wir voller Vorfreude auf Aspen von Ludivore, das wir zuvor im Crowdfunding unterstützt hatten. Schon während der Kampagne und in den Monaten danach standen wir mit Neil Edwards in Kontakt. Auf der SPIEL 2025 ergab sich dann die Gelegenheit, erstmals persönlich miteinander zu sprechen.

Kurz darauf traf Aspen schließlich bei uns ein. Und das Spiel hat uns begeistert. Es gehört zu unseren liebsten Crowdfunding-Entdeckungen des vergangenen Jahres.

Umso mehr freue ich mich darauf, Neil in diesem Jahr wiederzusehen. Der Kontakt ist schließlich nicht mit der Auslieferung abgebrochen, sondern hat uns noch einige Zeit begleitet.

Vielleicht ist genau das einer der schönsten Aspekte am Crowdfunding: Man unterstützt nicht nur die Entwicklung eines Brettspiels, sondern kommt gelegentlich auch mit den Menschen dahinter in Kontakt.

Und nachdem wir diese Erfahrung mit Ludivore gemacht haben, möchten wir die SPIEL 2026 nutzen, um auch bei anderen unterstützten Projekten persönlich vorbeizuschauen.

Awaken Realms – gleich sieben Projekte auf unserer Liste

Beginnen wir mit einem Verlag, der in unserer Crowdfunding-Sammlung mittlerweile einen ziemlich großen Platz einnimmt: Awaken Realms.

Gleich sieben Projekte stehen auf unserer aktuellen Warteliste. Dabei ist die Bandbreite erstaunlich groß. Von klassischen Eurogames über düstere Science-Fiction-Abenteuer bis hin zu Pen-&-Paper-Rollenspielen ist einiges vertreten.

Agricola Special Edition

Mit Agricola erhält einer der großen Worker-Placement-Klassiker von Uwe Rosenberg eine besonders aufwendig ausgestattete Neuauflage. Wir entwickeln unseren Bauernhof, bestellen Felder, züchten Tiere und versuchen, unsere Familie durch die nächste Ernte zu bringen.

Spielerisch bleibt das anspruchsvolle Ressourcenmanagement das Herzstück. Besonders neugierig bin ich auf die neue Ausstattung und darauf, wie sehr diese das Spielgefühl verändert.

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Concordia Special Edition

Auch Concordia bekommt eine Neuauflage. Hier bauen wir im Römischen Reich unser Handelsnetz aus, errichten Handelshäuser und verbessern durch geschickt eingesetzte Aktionskarten unsere wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Das Kartensystem, bei dem wir unsere bereits ausgespielten Aktionen erst wieder zurückholen müssen, gehört zu den interessanten Elementen des Spiels. Auch hier möchten wir sehen, was Awaken Realms aus dem Klassiker gemacht hat.

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Galileo’s Truth

Bei Galileo’s Truth führt uns Awaken Realms in die Welt der frühen Wissenschaft. Wir übernehmen die Rolle von Gelehrten, sammeln Erkenntnisse und entwickeln unsere wissenschaftlichen Möglichkeiten weiter.

Mechanisch verbindet das Spiel Worker-Placement mit Kartenentwicklung und Ressourcenmanagement. Interessant klingt insbesondere, wie wir durch wissenschaftlichen Fortschritt nach und nach neue Aktionsmöglichkeiten erschließen.

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Lands of Evershade

Mit Lands of Evershade geht es wieder mitten hinein in die Fantasy-Welt. Das Spiel verbindet die Erkundung einer umfangreichen Spielwelt mit Charakterentwicklung, taktischen Kämpfen und einer fortlaufenden Geschichte.

Gerade solche großen Abenteuer reizen uns immer wieder. Deshalb hoffe ich, dass wir in Essen einen ausführlicheren Blick auf das Spiel werfen und vielleicht sogar einige Mechaniken ausprobieren können.

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Nemesis: Legacy

Nemesis gehört zu den Spielen, die Spannung, Misstrauen und Science-Fiction-Horror besonders gelungen miteinander verbinden. Nun soll die Reihe um eine Legacy-Variante erweitert werden.

Unsere Entscheidungen und die Ereignisse einzelner Partien verändern dabei den Verlauf einer größeren Kampagne. Gerade die Verbindung aus Survival-Horror und langfristigen Konsequenzen klingt spannend. Wir haben uns für den Collector’s Pledge entschieden und möchten natürlich sehen, wie sich das Projekt entwickelt.

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Tainted Grail – gleich zweimal als Rollenspiel

Etwas aus der Reihe fallen unsere beiden unterstützten Pen-&-Paper-Projekte: Tainted Grail TTRPG: Life and Death in Avalon und Tainted Grail TTRPG: Song of a Dying World.

Beide entführen uns in die düstere, von Artussagen inspirierte Welt von Tainted Grail. Im Gegensatz zu den Brettspielen stehen hier das gemeinsame Erzählen, die Entwicklung eigener Charaktere und die Entscheidungen innerhalb einer von der Spielleitung gestalteten Geschichte im Mittelpunkt.

Besonders interessant finde ich die Frage, wie die beiden Rollenspielprojekte unterschiedliche Zugänge zur gleichen Spielwelt eröffnen. Sollten wir Gelegenheit dazu bekommen, würden wir uns gerne genauer über die Unterschiede und den Entwicklungsstand informieren.

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Meeple Pug – drei Reisen in die Antike

Mit Meeple Pug steht ein weiterer Verlag auf unserer Liste, bei dem wir gleich drei Kampagnen unterstützt haben. Alle drei beschäftigen sich mit historischen Zivilisationen, setzen spielerisch aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Alexandria

In Alexandria entwickeln wir die berühmte antike Metropole und versuchen, mit unseren jeweiligen Fraktionen möglichst großen Einfluss auf ihre Entwicklung zu nehmen.

Das Strategiespiel verbindet unter anderem Würfeldrafting, Handel und technologische Entwicklung. Besonders interessant klingt, dass der gemeinsame Aufbau der Stadt immer wieder auch unseren Mitspielern zugutekommt.

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Byzantion

In Byzantion geht es um politische und militärische Machtkämpfe im Byzantinischen Reich. Unterschiedliche Fraktionen versuchen, ihre Interessen durchzusetzen und ihren Einfluss zu vergrößern.

Neben dem historischen Thema und der aufwendigen Ausstattung interessieren mich besonders die unterschiedlichen strategischen Möglichkeiten. Hier möchten wir außerdem nachfragen, wann wir mit der Auslieferung rechnen können.

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Mesopotamia

Mesopotamia führt uns noch weiter zurück in die Vergangenheit. Zwischen Euphrat und Tigris entwickeln wir unsere eigene Zivilisation, erforschen neue Technologien, errichten Städte und konkurrieren um Ressourcen und Einfluss.

Das Spiel greift klassische 4X-Elemente auf: Erkunden, Expandieren, Ausbeuten und Erobern. Besonders interessant finde ich das Forschungssystem, durch das sich unsere Aktionsmöglichkeiten im Spielverlauf verbessern.

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Große Abenteuer und kooperative Kampagnen

Natürlich dürfen auf unserer Liste die großen kooperativen Abenteuer nicht fehlen. Gerade hier gibt es einige Projekte, auf die wir schon länger gespannt sind.

Chip Theory Games / Frosted Games – The Elder Scrolls: Betrayal of the Second Era

Die Welt von The Elder Scrolls kennen wir natürlich vor allem aus den Computerspielen. Betrayal of the Second Era bringt dieses Universum als umfangreiches kooperatives Abenteuer auf den Spieltisch.

Wir erschaffen eigene Charaktere, entwickeln ihre Fähigkeiten weiter und erleben Kampagnen in den verschiedenen Regionen Tamriels. Taktische Kämpfe, Charakterentwicklung und zahlreiche individuelle Möglichkeiten sollen dabei für Abwechslung sorgen.

Besonders gespannt sind wir inzwischen auf die deutsche Ausgabe von Frosted Games. Auf diese warten wir schon eine ganze Weile, nun soll sie endlich bald erscheinen. Entsprechend möchten wir bei Frosted Games nachfragen, wie der aktuelle Stand aussieht und wann wir tatsächlich mit unserem Spiel rechnen dürfen.

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Contention Games – Slay the Spire: Downfall

Slay the Spire gehört zu den bekanntesten Deckbuilding-Spielen am Computer. Die Brettspielumsetzung hat das Prinzip aus Kartenoptimierung, taktischen Kämpfen und immer neuen Kombinationen sehr erfolgreich übernommen.

Mit Downfall kommen zusätzliche spielbare Charaktere und neue Herausforderungen hinzu. Wir sind gespannt, wie die Erweiterung das bekannte Spielprinzip verändert und welche neuen Möglichkeiten sich bei der Zusammenstellung unserer Kartendecks ergeben.

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ICE Makes – Terrorscape 2

Bei Terrorscape 2 erwartet uns erneut asymmetrischer Survival-Horror. Eine Seite übernimmt die Rolle eines Killers, während die anderen Spieler versuchen, sich zu verstecken, hilfreiche Gegenstände zu finden und schließlich zu entkommen.

Neue Charaktere, Schauplätze und Fluchtmöglichkeiten sollen das Katz-und-Maus-Spiel erweitern. Hier würden wir gerne sehen, welche neuen Ideen gegenüber dem ursprünglichen Terrorscape hinzugekommen sind.

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Smartup Games – Fairytale

Fairytale ist ein kooperatives Fantasy-Abenteuer mit tierischen Helden, einer märchenhaften Spielwelt und einer Geschichte voller Entscheidungen. Erkundung, Begegnungen und taktische Kämpfe bilden dabei die Grundlage.

Auf dieses Spiel freuen wir uns in Essen ganz besonders, allerdings aus einem etwas anderen Grund: Nach unserer Kontaktaufnahme mit Smartup Games können wir unser unterstütztes Exemplar direkt auf der Messe abholen.

Nach den zahlreichen Verzögerungen und meinen zwischenzeitlichen Zweifeln an einer erfolgreichen Auslieferung dürfte das ein erfreulicher Abschluss dieser Crowdfunding-Geschichte werden. Einen ausführlichen Spielbericht soll es natürlich ebenfalls geben.

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Erweiterungen und neue Kapitel bekannter Spiele

Nicht jedes unserer offenen Projekte ist ein vollständig neues Spiel. Einige Kampagnen erweitern Spiele, die wir bereits kennen und bei denen längst einiges im heimischen Spieleregal steht.

Mindclash Games – Voidfall: Resurgence

Mit Voidfall haben wir uns bereits intensiv beschäftigt. Das große Science-Fiction-Strategiespiel verbindet komplexes Engine-Building, galaktische Expansion und nahezu glücksfreie taktische Kämpfe.

Und mit dem Grundspiel sowie Revenant haben wir inzwischen auch schon einiges aus diesem Universum bei uns stehen.

Mit Resurgence soll die Spielwelt nun noch einmal erweitert werden. Neue Häuser, Technologien und psionische Fähigkeiten versprechen zusätzliche Möglichkeiten. Auch die kooperativen Spielvarianten erhalten weitere Inhalte.

Ob wir tatsächlich noch mehr Voidfall brauchen, könnte man natürlich fragen. Andererseits haben wir die neue Kampagne nicht ohne Grund unterstützt. Wir sind gespannt, was Mindclash Games in Essen zeigen wird und wann wir mit der nächsten Erweiterung rechnen können.

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OOMM Games – Mythwind: Herbalist & Shepherd

Mythwind verfolgt einen ungewöhnlich entspannten Ansatz. Statt ein klassisches Spielziel zu erreichen, entwickeln wir gemeinsam ein Fantasy-Dorf und erleben den Alltag seiner Bewohner.

Mit dem Kräuterkundigen und dem Schäfer kommen zwei weitere Charaktere hinzu, die jeweils eigene Mechaniken und Tätigkeiten mitbringen.

Das Grundspiel besitzen wir bereits auf Englisch. Entsprechend geht es uns bei der Erweiterung vor allem darum, mehr über den aktuellen Projektstand zu erfahren.

Einen Besuch bei Board Game Circus haben wir unabhängig davon ebenfalls eingeplant. Die Pressearbeit des Verlags erleben wir als ausgesprochen angenehm, und neben mehreren interessanten Spielen gibt es auch noch eine offene Bestellung, wegen der wir gerne vorbeischauen möchten.

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FryxGames – Terraforming Mars: The Legacy of Mars

Terraforming Mars gehört seit Jahren zu den Spielen, für die wir uns immer wieder begeistern können. Das Zusammenspiel aus Karten, Ressourcenproduktion und dem langfristigen Aufbau einer eigenen Strategie macht uns nach wie vor Spaß.

Mit The Legacy of Mars erhält das bekannte Spielprinzip nun eine übergreifende Kampagnenentwicklung. Entscheidungen aus einer Partie sollen sich auf spätere Spiele auswirken und so eine zusammenhängende Geschichte entstehen lassen.

Wir sind gespannt, wie gut sich dieser Ansatz mit dem ursprünglichen Spielgefühl verträgt.

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Tycoon Games – Everdell Journeys

Mit Everdell Journeys kehren wir in die bekannte und wunderschön illustrierte Welt von Everdell zurück. Diesmal steht allerdings nicht der klassische Stadtaufbau im Mittelpunkt.

Stattdessen stellen wir mithilfe von Card-Drafting einen Reiseweg zusammen, bewegen unsere Spielfigur darüber und versuchen, möglichst gewinnbringende Kombinationen aus Karten und Aktionen zu entwickeln.

Das klingt nach einer interessanten neuen Interpretation der Everdell-Welt, die wir uns gerne näher ansehen würden.

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Weitere Verlage auf unserer Besuchsliste

Auch abseits der besonders großen Projekte haben sich einige Spiele angesammelt, die wir gerne näher kennenlernen würden.

Addax Games – Rove: Anchorpoint

Mit Rove: Anchorpoint erwartet uns ein kooperatives Fantasy-Abenteuer mit taktischen Kämpfen, Charakterentwicklung und einer fortlaufenden Geschichte. Gleichzeitig haben wir den Reprint des ursprünglichen Rove unterstützt.

Gerade bei diesen kompakteren Abenteuerspielen finde ich interessant, wie viel taktische Tiefe und Atmosphäre sich mit vergleichsweise überschaubarem Material erreichen lässt.

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Haumea Games – Eternitium

Eternitium kombiniert Zeitreisen mit Deckbuilding. Wir bewegen uns durch verschiedene Epochen und versuchen, möglichst schnell den geheimnisvollen Kristall des ewigen Lebens zu erreichen.

Dabei optimieren wir unser Kartendeck und müssen geschickt entscheiden, welche neuen Technologien uns tatsächlich voranbringen. Das klingt nach einem schnellen, aber durchaus taktischen Kartenspiel.

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Brueh Games – Flame & Forge

Zwerge, Drachen und eine bedrohte Stadt bilden den Hintergrund von Flame & Forge. Spielerisch erwartet uns eine Mischung aus Worker-Placement, Deckbuilding und Push-your-Luck.

Wir sammeln Ressourcen, schmieden Ausrüstung und stellen uns immer größeren Gefahren. Gerade diese Kombination verschiedener Mechaniken hat mich bei der Kampagne neugierig gemacht.

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Und dann wäre da noch Zombicide …

Einen kleinen Umweg hat unsere Messevorbereitung bereits bei Zombicide: Dead Men Tales genommen.

Zombies und Piraten – eigentlich klingt diese Kombination schon ziemlich unterhaltsam. Im kooperativen Spiel kämpfen wir uns durch eine von Untoten heimgesuchte Piratenwelt, erkunden Schauplätze und versuchen, unsere Missionen zu erfüllen.

Bei der Durchsicht meiner App fiel mir allerdings auf, dass dort noch CMON als Verlag hinterlegt war. Tatsächlich wurden die Rechte an Zombicide inzwischen an Asmodee übertragen, und Dead Men Tales läuft über Fantasy Flight Games.

Einen eigenen Messestand von Fantasy Flight Games haben wir bislang nicht gefunden. Vielleicht können wir aber bei Asmodee zumindest etwas über den aktuellen Stand erfahren.

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Nicht nur unterstützte Projekte: Arctica

Neben unseren bereits finanzierten Spielen möchten wir uns auch neue Crowdfunding-Projekte anschauen. Ein besonders interessanter Kandidat ist dabei Arctica von This Way!.

Mit I C E haben wir bereits ein Spiel dieses Verlags unterstützt. Gerade die ungewöhnliche Gestaltung des mehrschichtigen Spielbretts hatte uns damals begeistert. Allerdings hat sich die Auslieferung erheblich länger hingezogen als ursprünglich erwartet.

Nun beschäftigt sich Arctica mit den empfindlichen Ökosystemen der Polarregionen. Über simultane Aktionswahl, Engine-Building und Gebietskontrolle entwickeln wir Tierpopulationen und versuchen, ihre Lebensräume möglichst geschickt zu beeinflussen.

Das klingt spannend. Allerdings möchten wir nach unseren Erfahrungen mit I C E nicht sofort wieder eine Kampagne unterstützen. Stattdessen hoffen wir, Arctica auf der SPIEL zunächst selbst ausprobieren oder zumindest genauer ansehen zu können.

Danach sehen wir weiter.

Und was steht sonst noch auf unserer Liste?

Natürlich sind das längst nicht alle Kampagnen, auf deren Auslieferung wir warten. Auch Brass: Pittsburgh, The Witcher: Legacy, Gothic: A Shadow’s Quest, NPC Rivals, Ronin’s Revenge und einige weitere Projekte würden wir uns gerne genauer ansehen.

Nicht für jeden dieser Titel haben wir allerdings einen passenden Messebesuch gefunden. Gerade bei Dragori Games, mit denen wir bereits im Zusammenhang mit Odalin Kontakt hatten, sieht es derzeit nicht nach einem eigenen Messeauftritt aus.

Aber wer weiß schon, über welche Prototypen oder Verlagskontakte wir in den Hallen noch stolpern werden?

Brass: Pittsburgh – Kampagne

The Witcher: Legacy – Kampagne

Gothic – A Shadow‘s Quest – Kampagne

NPC Rivals (Viva La Dirt League) – Kampagne

Ronin’s Revenge – Kampagne

Von Kampagnenupdates zu persönlichen Gesprächen

Natürlich wissen wir, dass nicht jedes unserer Spiele auf der Messe zu sehen sein wird. Manche Kampagnen befinden sich noch mitten in der Entwicklung, andere stehen vielleicht bereits kurz vor der Auslieferung.

Gerade deshalb möchten wir die Gelegenheit nutzen, direkt mit den Verlagen ins Gespräch zu kommen.

Denn so interessant die regelmäßigen Kampagnenupdates auch sind, ein persönliches Gespräch kann noch einmal einen ganz anderen Eindruck vermitteln. Vielleicht verstehen wir anschließend besser, warum sich manche Projekte so lange hinziehen. Vielleicht entdecken wir bei einem Prototyp neue Mechaniken, die in der ursprünglichen Kampagne noch gar nicht erkennbar waren.

Und vielleicht erleben wir bei einem der Verlage ja etwas Ähnliches wie im vergangenen Jahr mit Neil Edwards und Aspen.

Wobei wir uns über eine ganz bestimmte Entwicklung besonders freuen würden: wenn unsere Liste der offenen Crowdfunding-Projekte nach der SPIEL tatsächlich ein wenig kürzer geworden ist.

Die nächsten Kampagnen warten schließlich schon darauf, unterstützt zu werden.

Und vermutlich werden wir auch in Essen wieder mindestens ein Spiel entdecken, bei dem der Gedanke aufkommt:

Das sieht wirklich interessant aus. Vielleicht sollten wir uns die Kampagne doch einmal genauer ansehen …

Rebirth – Aufbruch in eine neue Zeit – Spielbewertung

Wir mochten es schon, bevor es jeder mochte.

🏆 Kennerspiel des Jahres 2026? Was auch sonst!

Als Anfang Juli Rebirth zum Kennerspiel des Jahres 2026 gewählt wurde, mussten wir ein wenig schmunzeln. Nicht, weil uns die Entscheidung überrascht hätte, sondern weil wir das Spiel bereits Monate vorher ins Herz geschlossen hatten.

Schon auf der SPIEL DOCH! konnten wir Rebirth am Stand von Frosted Games bzw. im offenen Brettspielbereich anspielen. Damals war uns schnell klar: Das hier ist ein Titel, den wir unbedingt noch einmal in Ruhe zu Hause auf den Tisch bringen möchten. Leider war das Spiel auf der Messe bereits ausverkauft und anschließend auch im Handel kaum noch zu bekommen.

SPIEL DOCH! Dortmund

Also hieß es warten.

Umso größer war die Freude, als uns Frosted Games schließlich den Reprint zuschickte. Eine kleine Besonderheit: Unsere Ausgabe stammt noch aus der ersten Nachproduktion und trägt deshalb noch nicht das inzwischen bekannte anthrazite Kennerspiel-des-Jahres-Siegel.

Nicht aus Sammlergründen, sondern weil es uns daran erinnert, dass wir Rebirth schon begeistert waren, bevor plötzlich alle begeistert waren.


🎲 Ein weiterer Knizia – aber wieder ein ganz anderer

Der Name Reiner Knizia dürfte Brettspielfans längst ein Begriff sein. Kaum ein anderer Spieleautor hat in den vergangenen Jahrzehnten so viele Spiele veröffentlicht.

Erst kürzlich begegnete uns sein Name sogar im Inhalt eines anderen Brettspiels, bei einer Schätzfrage in Wer stiehlt mir die Show?. Dort lautete die Aufgabe sinngemäß:

Wie viele Spiele hat Reiner Knizia eigentlich veröffentlicht?

Die tatsächliche Zahl war beeindruckend und zeigt eindrucksvoll, welchen Einfluss Knizia bis heute auf unser Hobby hat.

Mit Rebirth beweist er erneut, dass elegante Spielmechaniken oft mehr überzeugen als komplizierte Regelwerke.


🏰 Worum geht es?

Nach mehreren Katastrophen liegt Schottland in Trümmern. Die alten Clans beginnen damit, das Land neu aufzubauen: nachhaltiger, naturverbundener und hoffnungsvoller als zuvor. EIne Thema, dass ins unsere Zeit passt.

Spielerisch geschieht dies durch das Platzieren von Plättchen auf dem Spielplan. Jeder Spieler verfügt über denselben Vorrat und damit grundsätzlich über identische Voraussetzungen. Runde für Runde übernimmt man Burgen, prägt die Landschaft durch Energie oder Landwirtschaft und versucht sich in der Nähe von Kathedralen zu platzieren; während gleichzeitig verschiedene Wertungsziele erfüllt werden.

Die Regeln sind erstaunlich schnell erklärt. Genau darin liegt aber auch die große Stärke des Spiels.

Denn schon nach wenigen Partien merkt man, dass hinter den einfachen Abläufen eine beachtliche strategische Tiefe steckt.


🤔Thema und Mechanik – zwei verschiedene Welten?

Während unserer Partien entstand eine spannende Diskussion am Tisch.

Rebirth erzählt die Geschichte einer Welt, die sich nach dem Zusammenbruch der Zivilisation neu erfindet. Nachhaltigkeit, Windkraft und ein respektvoller Umgang mit der Natur stehen im Mittelpunkt der Hintergrundgeschichte.

Spielmechanisch spürt man davon allerdings vergleichsweise wenig.

Letztlich legen wir Plättchen, erfüllen Wertungen und sammeln Punkte. Mit einer anderen Illustration könnte dieselbe Mechanik vermutlich genauso gut Eisenbahnstrecken, Handelsrouten oder mittelalterliche Städte darstellen.

Das ist ausdrücklich keine Kritik.

Im Gegenteil. Rebirth funktioniert spielerisch hervorragend und zeigt vielmehr, dass ein Brettspiel nicht zwangsläufig eine tief verwobene Geschichte erzählen muss, um Spaß zu machen.

Die Diskussion hat uns vielmehr auf eine spannende Idee gebracht: Vielleicht lohnt sich irgendwann einmal ein eigener Artikel darüber, wie eng Thema und Mechanik in Brettspielen tatsächlich miteinander verbunden sind oder eben auch nicht.


🖼️ Eines der schönsten Cover des Jahres

Auch wenn das Thema spielmechanisch eher im Hintergrund bleibt, begeistert uns die Gestaltung umso mehr.

Schon das Cover sorgte auf der Messe dafür, dass wir stehen blieben.

Während unserer Partien waren wir uns sogar einig: Diese Illustration könnte problemlos als Poster an der Wand hängen.

Eine mächtige Burg erhebt sich über sanfte Hügel, moderne Windräder drehen sich zwischen weiten Feldern und im Hintergrund erstreckt sich eine Landschaft, die sofort an Schottland erinnert.

Zufällig hatte ich erst heute einen Artikel über die enorme Anzahl historischer Burgen in Wales gelesen. Auch wenn Rebirth in Schottland spielt, transportiert das Cover genau dieses Gefühl der britischen Burgenlandschaften.

Historische Architektur trifft auf eine hoffnungsvolle Zukunft.

Genau dieses Bild vermittelt Rebirth schon, bevor die erste Partie überhaupt begonnen hat.


🧠 Überraschend viele Wege zum Sieg

Nach mehreren Partien wurde deutlich, dass jeder von uns ganz unterschiedliche Strategien verfolgte.

Josef konzentrierte sich fast ausschließlich auf die Auftragskarten. Während wir noch versuchten, überall ein paar Punkte mitzunehmen, arbeitete er konsequent auf die Zusatzwertungen hin.

Maja entschied sich dagegen für eine vollkommen andere Herangehensweise. Im letzten Spiel baute sie nahezu ein riesiges Energiefeld auf und sammelte damit eine beeindruckende Anzahl an Punkten.

Ich selbst versuchte möglichst ausgewogen zu spielen und überall ein wenig mitzunehmen.

Rückblickend war das allerdings die schwächste unserer Strategien.

Gerade das zeigt, dass Rebirth deutlich mehr Tiefe besitzt, als man den wenigen Seiten der Spielanleitung zunächst zutrauen würde.


⚔️ Man spielt irgendwann gegen die Mitspieler, nicht gegen das Spiel

Eine weitere Erkenntnis stellte sich erst nach einigen Partien ein.

Anfangs sucht man einfach den eigenen besten Zug.

Mit zunehmender Erfahrung richtet sich der Blick aber immer häufiger auf die Mitspieler.

Welche Wertung verfolgt Josef gerade?

Welche Landschaft möchte Maja unbedingt noch vervollständigen?

Ab welchem Zeitpunkt lohnt es sich mehr, einen gegnerischen Plan zu verhindern, als den eigenen weiter auszubauen?

Genau diese kleinen Störmanöver sorgen dafür, dass Rebirth auch nach mehreren Partien spannend bleibt.


⚡ Kaum Downtime und genau unser Geschmack

Einen Punkt möchten wir besonders hervorheben.

Rebirth spielt sich unglaublich flüssig.

Während die Mitspieler am Zug sind, kann der eigene Zug meist bereits vollständig geplant werden. Die Entscheidungsmöglichkeiten sind bewusst überschaubar, ohne banal zu wirken.

Wer aufmerksam mitzählt, kann sogar relativ gut abschätzen, welche Plättchen sich noch im eigenen Vorrat befinden und welche Wahrscheinlichkeiten sich daraus ergeben.

Dadurch reduziert sich der Glücksfaktor Stück für Stück.

Für uns ist genau das die ideale Mischung:

Wenig Downtime, schnelle Spielzüge und trotzdem ausreichend strategische Tiefe.


📦 Material & Ausstattung

Die Materialqualität bewegt sich auf einem sehr guten Retail-Niveau.

Alle Komponenten erfüllen ihren Zweck, die Plättchen sind stabil und das Spiel macht auf dem Tisch einen hochwertigen Eindruck.

Dennoch würden wir – wie inzwischen bei einigen unserer Lieblingsspiele – vermutlich auch hier zu einer zukünftigen Premium-Version greifen, sollte Frosted Games oder Mighty Boards irgendwann eine solche veröffentlichen.

Notwendig wäre das allerdings keineswegs.

Bereits die Standardausgabe macht einen ausgezeichneten Eindruck.


👨‍👩‍👧‍👦 Stimmen aus der Runde

Hendrik ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)

„Für mich lebt Rebirth genau von der Mischung aus schnellen Spielzügen und echter strategischer Tiefe. Ich mag Spiele, die kaum Downtime besitzen und trotzdem viele Entscheidungen verlangen. Genau das gelingt hier hervorragend.“

Anne ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)

„Leicht erklärt, wunderschön gestaltet und trotzdem jedes Mal spannend. Genau die Art Spiel, die man immer wieder gern auf den Tisch bringt.“

Maja ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)

„Mir gefällt, dass man völlig unterschiedliche Strategien ausprobieren kann. Mein riesiges Energiefeld hat gezeigt, dass Spezialisierung richtig belohnt werden kann.“

Josef ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)

„Die Auftragskarten fand ich am spannendsten. Es macht Spaß, seine ganze Strategie auf diese Ziele auszurichten und zu sehen, dass das am Ende auch funktioniert.“


⚖️ Für wen eignet sich Rebirth?

Persönlich hätten wir Rebirth durchaus auch im Bereich Familienspiel des Jahres gesehen.

Die Regeln sind innerhalb weniger Minuten erklärt. Das Regelheft umfasst nur wenige Seiten und ermöglicht einen schnellen Einstieg.

Wie so häufig bei Spielen von Reiner Knizia gilt jedoch:

Easy to learn – hard to master.

Die ersten Partien gelingen sofort.

Wer allerdings dauerhaft gewinnen möchte, wird lernen müssen, Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen, die Strategien der Mitspieler zu lesen und langfristig zu planen.

Gerade dadurch spricht Rebirth sowohl Familien als auch erfahrene Vielspieler an.

Besonders empfehlen können wir das Spiel allen, die strategische Entscheidungen mögen, dabei aber keine zwei Stunden Grübelzeit am Tisch verbringen möchten.


⭐ Unser Fazit

Gesamtwertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5)

Rebirth gehört für uns zu den größten positiven Überraschungen des Jahres.

Nicht wegen einer spektakulären Innovation oder außergewöhnlich komplexer Mechaniken.

Sondern weil es etwas schafft, das erstaunlich wenige Spiele erreichen:

Es erklärt sich in wenigen Minuten, spielt sich in unter einer Stunde, besitzt kaum Downtime und entfaltet dennoch genügend strategische Tiefe, um auch nach mehreren Partien immer wieder neue Wege zum Sieg zu eröffnen.

Dass wir den Titel bereits vor seiner Auszeichnung entdeckt hatten, macht die Geschichte für uns natürlich noch ein wenig schöner.

Ob mit oder ohne Kennerspiel-Siegel:

Rebirth hätte seinen Platz in unserem Spieleregal ohnehin sicher gehabt.


Unsere Wertung

KategorieWertung
🎲 Spielspaß⭐⭐⭐⭐⭐
📖 Zugänglichkeit⭐⭐⭐⭐⭐
🧠 Strategische Tiefe⭐⭐⭐⭐⭐
👨‍👩‍👧‍👦 Familien­tauglichkeit⭐⭐⭐⭐⭐
🎨 Material & Gestaltung⭐⭐⭐⭐☆
🔁 Wiederspielreiz⭐⭐⭐⭐⭐

📊 Eckdaten

Autor: Reiner Knizia

Illustrationen: Anna „Mikado“ Przybylska, Vesna Redesiuk

Verlag (deutsch): Frosted Games

Originalverlag: Mighty Boards

Erscheinungsjahr: 2024

Spielerzahl: 2–4 Personen

Alter: ab 10 Jahren

Spieldauer: 45–60 Minuten

BGG-Bewertung: 7,8 / 10

Komplexität (Weight): 2,00 / 5

BGG-Rang (Stand heute):

  • Gesamt: Platz 365
  • Strategy Games: Platz 233
  • Family Games: Platz 57

Mechaniken: Tile Placement, Area Majority, Contracts, Endwertungen, Hexfeld-Spielplan

Themen: Nachhaltigkeit, Wiederaufbau, Schottland, Burgen, Zukunft

Unsere Wertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)

Spiel Doch!-Gespielt, aber nicht gekauft

Am 26.4. haben wir die SPIEL DOCH! in Dortmund besucht, eine tolle Gelegenheit neue Spiele auszuprobieren. Denn diese Messe lädt mit ihren unzähligen Tischen und einem großen Spieleverleih genau dazu ein. Einen ausführlichen Überblick über die SPIEL DOCH! findet ihr bereits in Hendriks Artikel. Bei mir soll es um einige Spiele gehen, die wir getestet, aber nicht gekauft haben.

Hier findet ihr den ersten Teil der Reihe zur SPIEL DOCH!:

https://huegelzelter.de/🎲-spiel-doch-dortmund-2026-familienmesse-spieltische-und-ein-sonntag-am-alten-studienort/


🌱Als erstes gespielt: Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit

Direkt nach dem ersten durchqueren der Halle, haben wir uns eingeladen gefühlt, etwas zu spielen und so ist Rebirth auf unserem Tisch gelandet. Dank der kurzen Anleitung von nur vier Seiten konnten wir schnell unsere erste Partie des Tages starten.

Nach dem Spielen waren wir uns einig, dieses Spiel mit seiner Plättchenlegemechanik und der kurzen Downtime gefällt uns. Auf der Messe haben wir zwar nur die einfachere Variante auf dem Schottlandplan, wir sind aber auch gespannt auf die Irland Variante.

Wir hätten Rebirth gerne mitgenommen, aber leider war es vergriffen. Dennoch wird es wahrscheinlich noch in unsere Spielesammlung einziehen.


🐘Artengarten – Ein Zoo aus Plättchen

Im Anschluss kam uns Artengarten, ein Arche Nova Spiel, in die Hände. Hierbei baut man aus Plättchen einen Zoo auf. Arche Nova haben wir bereits zuhause, aber Artengarten ist an sich ein anderes Spiel. Einige Dinge sind zwar analog, dennoch enthält es andere Mechaniken. Insgesamt ist es simpler.

Uns persönlich hat es jedoch gestört, dass man seinen Zug nicht vorausplanen kann, weil sich die zentrale Plättchenauslage während jedes Zuges deutlich verändert. Dadurch sind bei uns lange Wartezeiten entstanden. Das ist aber nur unser erster Eindruck und natürlich nicht aussagekräftig genug für eine richtige Bewertung

Insgesamt ist Artengarten trotzdem ein einsprechendes Spiel mit schönen Mechaniken.


🐈‍⬛Witchbound-Solospiel an der Kesselküste

Im Verlauf der Messe sind wir am Stand von Board Game Circus auf Witchbound gestoßen. Dieses liebevoll illustrierte Solospiel erlaubt es einem, in die Rolle des neugierigen Mädchens Reni zu schlüpfen.

Die Kernmechanik des Spiels ist es, als Point and Click Adventure verschiedene Orte zu erkunden und Charaktere kennenzulernen. Dabei wollen wir mehr über die mysteriöse Magie herausfinden.

Besonders mich hat Witchbound total angesprochen, doch leider war es auf der Messe nicht erhältlich.


🃏Kleine Kartenspiel- Castle Combo und Ghostbumpers

Zwischendurch hatten wir auch noch die Gelegenheit, zwei kleine Kartenspiele anzuspielen.

Bei Castle Combo kauft man sich Karten aus einer Auslage und legt sie bei sich in einem 3×3 Feld aus. Dabei geben uns die Karten nützliche Soforteffekte und Punkte, wenn wir bestimmte Bedingungen erfüllen. Es war jedoch etwas ungünstig, dass wir dafür nur einen kleinen Stehtisch hatten.

Ghostbumpers ist ein Stichspiel von Inka und Markus Brand bei dem man mehrere Zahlen zu einer Dezimalzahl kombinieren kann. Dabei schätzt man im Vorhinein, wie viele Stiche man bekommt und darf auf keinen Fall mehr bekommen. Uns war das Spiel nach dem ersten Test aber zu unberechenbar, weil man , wenn man eine Dezimalzahl spielt neue Karten zieht und es unvorhersehbare Sonderkarten gibt. Deswegen ist es kein schlechtes Spiel, würde sich bei uns aber wahrscheinlich nicht gegen andere Stichspiele durchsetzten.


➡️ Fazit

Insgesamt war die Spiel Doch! ein gelungenes Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken. Auch wenn wir nicht alles mitnehmen konnten oder wollten, hat es sich auf jeden Fall gelohnt!

Bald folgt außerde Teil 3 von Josef.

SPIEL DOCH! Dortmund 2026 – Familienmesse, Spieltische und ein Sonntag am alten Studienort

🧭 Übersicht

Freundlicherweise wurden wir vom w. nostheide verlag gmbh für die SPIEL DOCH! 2026 akkreditiert und so konnte ich es mir nicht nehmen lassen, den Sonntag gemeinsam mit Josef und Maja an meinem alten Studienort Dortmund zu verbringen.

Am Sonntag, den 26. April 2026, waren wir also zusammen auf der Messe unterwegs. Für mich hatte das Ganze dadurch gleich mehrere Ebenen: ein Messetag mit der Familienredaktion, viele Spieleindrücke, nette Gespräche vor Ort und dazu noch ein kurzer Ausflug zurück an einen Ort, mit dem ich ohnehin viele Erinnerungen verbinde.

Zwischendurch haben wir außerdem noch Freunde aus Schulzeit und Studium getroffen, die mittlerweile wieder in Dortmund wohnen. Eigentlich hatten wir uns ursprünglich für Spielenachmittag an diesem Sonntag bei uns in Bocholt verabredet. Nun wurde es stattdessen ein kurzes Treffen auf der Messe. Da die beiden erst gegen 15 Uhr ankamen, blieb es diesmal bei einem Austausch erster Eindrücke; gemeinsam gespielt haben wir leider nicht mehr. Das holen wir nach.

Dieser Artikel soll kein Spieletest werden. Es geht um die Messe selbst: um das Ambiente, die Erreichbarkeit, den Aufbau, die vorhandenen Spielmöglichkeiten, Presseinformationen und die Kontakte vor Ort. Die eigentlichen Spieleindrücke folgen dann in separaten Beiträgen der Jugendpresse.


🚗 Anreise nach Dortmund, unkompliziert trotz Fußballabend

Die Lage der Messe Dortmund ist für eine solche Veranstaltung fast schon dankbar: direkt an der B1, gut erreichbar und grundsätzlich angenehm anzusteuern. Selbst mit dem Stadion direkt nebenan und einem Fußballspiel am Abend blieb die Anreise beziehungsweise Abreise für uns am Sonntag problemlos.

Gerade für eine Publikumsmesse ist das aus meiner Sicht ein wichtiger Punkt. Wer mit Familie, Taschen, vielleicht noch Einkaufsliste und Spielplänen unterwegs ist, möchte nicht schon vor dem Betreten der Halle das Gefühl haben, die erste größere Herausforderung des Tages bestanden zu haben.

Für uns war der Start jedenfalls entspannt und das passte sehr gut zum Charakter der Messe.


🏛️ Halle 4: voll belegt, aber angenehm spielbar

Die SPIEL DOCH! in Dortmund ist spürbar eine Publikumsmesse. Hier geht es nicht darum, möglichst laut Neuheiten in die Halle zu rufen, sondern möglichst viele Menschen an Tische zu bringen. Und genau das funktionierte aus unserer Sicht richtig gut.

Die große Halle 4 der Messe Dortmund war vollständig belegt: mit Ausstellern, Verlagen, Ständen, Spielbereichen, Demotischen und einem großen Bereich zum Ausleihen und Testen von Spielen. Die Halle war gut gefüllt, aber für uns nie unangenehm überlaufen.

Das fand ich besonders bemerkenswert: Wir hatten trotz vieler Besucherinnen und Besucher nie das Gefühl, keinen Platz zu finden. Immer wieder ergab sich irgendwo eine Möglichkeit, sich an einen Tisch zu setzen, etwas auszuprobieren oder eine neue Entdeckung genauer anzuschauen.

Gerade dadurch unterscheidet sich die SPIEL DOCH! für mich angenehm von Messen, auf denen man am Ende mehr durch Gänge geschoben wird, als tatsächlich zu spielen.


🧩 Spielen statt nur schauen

Besonders angenehm war für uns, dass die SPIEL DOCH! nicht nur aus Ständen und Verkaufsflächen besteht. Der große Spielbereich mit Ausleihe und zahlreichen Tischen machte die Messe zu dem, was sie im Kern sein möchte: ein Ort, an dem gespielt wird.

Nicht irgendwann zuhause.
Nicht nur theoretisch nach einer Erklärung am Stand.
Sondern direkt vor Ort.

Man konnte Spiele ausprobieren, Eindrücke sammeln, sich treiben lassen und immer wieder neu entscheiden, worauf man gerade Lust hatte. Für Familien, Gelegenheitsspieler, Vielspieler und Neugierige ist das ein sehr zugängliches Konzept.

Und genau diese Mischung macht die Messe sympathisch: Sie wirkt nicht wie eine reine Verkaufsfläche, sondern wie ein großer gemeinsamer Spieltag.


🛍️ Second-Hand-Markt und Spieleflohmarkt

Auch einen Second-Hand-Bereich beziehungsweise Spieleflohmarkt gab es auf der Messe. Der Bereich machte auf uns grundsätzlich einen guten Eindruck. Der Aufbau wirkte überlegt, die Mitarbeitenden waren freundlich.

Allerdings waren wir am letzten Messetag dort und aus unserer Sicht war die Ausbeute zu diesem Zeitpunkt eher mau.

Das möchte ich aber ausdrücklich nicht als Kritik verstanden wissen. Gerade bei einem Second-Hand-Markt hängt der Eindruck stark davon ab, wann man kommt, wonach man sucht und was vorher bereits den Besitzer gewechselt hat. Wer am Sonntag schaut, darf sich vermutlich nicht wundern, wenn die spannendsten Funde schon früher entdeckt wurden.

Deshalb enthalten wir uns hier einer echten Bewertung.

Eine interessante Idee für die Zukunft wäre vielleicht ein noch stärker ausgebauter Spieleflohmarkt. Vom Spieleflohmarkt der Bonn-Spielt hört man beispielsweise viel Gutes. So etwas in ähnlicher Form wäre sicher auch für Dortmund spannend – gerade weil die SPIEL DOCH! ohnehin so stark vom Gedanken lebt, Menschen an Spiele und Spieltische zu bringen.


👨‍👧‍👦 Unterwegs als Familienredaktion

Da wir als Familienredaktion unterwegs waren, teilen wir unsere Eindrücke auch entsprechend auf.

Dieser Artikel bleibt bewusst beim Messegefühl, bei Dortmund, der Organisation, dem Ambiente und den Kontakten vor Ort. Die eigentlichen Spieleindrücke folgen in separaten Beiträgen der Jugendpresse.

Und da kam an diesem Sonntag einiges zusammen.

Maja wird sich den Spielen widmen, die wir gespielt, aber nicht gekauft haben. Josef schaut auf die Spiele, die nicht nur ausprobiert, sondern auch direkt mitgenommen wurden. So entsteht aus einem Messetag nicht nur ein einzelner Bericht, sondern eine kleine Artikelreihe aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Das passt gut zu unserer Seite und ehrlich gesagt auch gut zu einer Messe, die so stark vom gemeinsamen Entdecken lebt.


🧙 Was Maja noch erzählen wird: Witchbound und Rebirth

Maja wird sich in einem eigenen Beitrag den Spielen widmen, die wir auf der Messe gespielt, aber noch nicht gekauft haben.

Ganz vorne steht dabei Witchbound, das auf Deutsch bei Board Game Circus im Vertrieb ist. Wir hatten das Spiel vollständig auf dem Tisch, haben aber nur etwa 15 Minuten hineingespielt. Für einen vollständigen Test reicht das natürlich noch nicht – für einen sehr deutlichen Ersteindruck aber schon.

Material, Geschichte und Grafik haben uns am Tisch sofort abgeholt. Gerade Maja wirkte nach der kurzen Partie durchaus so, als könne hier ihr erstes echtes Solospiel einziehen. Ich gebe zu: Ich würde vermutlich ebenfalls hineinschauen.

Die Mechanik machte auf mich einen sehr angenehmen Eindruck, die optische Gestaltung hat uns ohnehin sofort angesprochen. Das war kein „nett gesehen und weiter“, sondern eher ein Spiel, das gedanklich direkt auf der Liste gelandet ist.

Ebenfalls auf Majas Liste steht Rebirth von Reiner Knizia, das auf Deutsch bei Frosted Games erschienen ist beziehungsweise aktuell in unsere Richtung winkt. Auch hier gilt: Das war kein flüchtiger Messeneindruck, sondern ein Titel, der ziemlich sicher noch bei uns einziehen und später einen vollständigen Testbericht erhalten wird. Nur leider war das Spiel am Sonntagnachmittag vergriffen.


🪵 Was Josef noch erzählen wird: Spiele aus Holz – Teil 2

Josef wird dagegen auf die Spiele schauen, die nicht nur gespielt, sondern auch gekauft wurden.

Darunter war einiges von Gigamic – und damit sind wir wieder bei einem Thema, das bei uns schon einmal sehr gut funktioniert hat: Zweipersonenspiele aus Holz.

Nach Quarto und Quoridor wird es also vermutlich Zeit für:

„Spiele aus Holz – Teil 2“

Mitgenommen beziehungsweise gespielt wurden unter anderem:

Quantik Mini,
Pylos Mini,
Quixo Mini
und das ganz neue Qomet.

Das schreit eigentlich nach einem eigenen Abend, einem eigenen Tisch und einem eigenen Artikel.

Den ersten Teil findet ihr hier:

🪵 Spiele aus Holz – unser 2-Personen-Holzabend: Quarto, Quoridor & Lass die Kirche im Dorf


🤝 Kontakte vor Ort: Board Game Circus und Haumea Games

Schön war auch, dass sich vor Ort einige Kontakte auffrischen und neu knüpfen ließen.

Unter anderem kam ich mit mehreren Mitarbeitenden von Board Game Circus ins Gespräch. Die Spiele des Verlags gefallen uns schon seit längerer Zeit, und tatsächlich steht bei uns auch noch eine etwas größere Bestellung aus.

Mit Daniel konnte ich kurz darüber sprechen, ob sich eine Lieferung vielleicht sinnvoll splitten lässt, denn gegen früheren Nachschub im Spieleregal haben wir natürlich nichts einzuwenden.

Besonders hängen geblieben ist aber Witchbound. Das Spiel hatte uns am Tisch sofort, und gerade für Maja könnte das ein spannender Einstieg in ein größeres Solospiel werden. Dass Board Game Circus hier die deutsche Version begleitet, macht den Titel für uns natürlich noch interessanter.

Ein ebenfalls sehr sympathischer Kontakt ergab sich mit dem Team von Haumea Games aus Belgien, das die Erweiterung zu Eternitium zeigte.

Ein kleines Spiel, ein kleiner Verlag – aber genau solche Begegnungen machen Messen für mich besonders reizvoll. Aufmerksam geworden war ich ursprünglich über BGT, widerstehen konnte ich der Gamefound-Kampagne dann nicht.

Vor Ort blieb mir also nur noch, mein Pledgelevel abzugleichen. Kaufen konnte ich nichts mehr – es war schlicht schon alles enthalten.


🗞️ Ein Blick in die Presseinformationen

Auch die Presseinformationen passten gut zu unserem Eindruck vor Ort: Die 7. SPIEL DOCH! wurde als bislang größte und vielfältigste Ausgabe angekündigt.

Neben bekannten Branchengrößen wie Pegasus, Ravensburger, Schmidt Spiele, KOSMOS oder Asmodee waren auch neue beziehungsweise zurückkehrende Aussteller vertreten. Genannt wurden unter anderem Ulisses/Ottavio, Helvetiq und HABA, das nach kurzer Absenz wieder dabei war.

Dazu kamen Rahmenpunkte wie die Deutsche CATAN Meisterschaft, verschiedene Turniere, Signierstunden und der Schülertag am Freitag. Gerade dieser Schülertag passt aus meiner Sicht sehr gut zum Charakter der Veranstaltung: Brett- und Kartenspiele werden hier nicht nur als Hobby für bestehende Szenemenschen verstanden, sondern als etwas, das neue Zielgruppen erreichen kann.

Besonders spannend ist der Blick nach vorne: Die Halle 4 war mit 8.300 Quadratmetern vollständig belegt, die Flächen waren trotz Erweiterung ausgebucht. Für 2027 steht daher offenbar bereits die mögliche Hinzunahme einer weiteren Halle im Raum.

Das wäre aus meiner Sicht ein logischer Schritt, solange die Messe dabei ihren angenehm spielerischen Charakter behält.


❤️ Fazit: 2027 kommen wir wieder

Für uns war die SPIEL DOCH! 2026 ein sehr gelungener Messesonntag: gut erreichbar, angenehm organisiert, voll, aber nicht überfordernd, mit vielen Spieltischen, netten Gesprächen und mehreren Titeln, die uns noch weiter beschäftigen werden.

Die Messe fühlte sich nicht wie ein hektischer Pflichttermin an, sondern wie ein großer öffentlicher Brettspieltag. Genau das ist ihre Stärke.

Für uns als Familienredaktion war es außerdem schön, dass jeder von uns eigene Eindrücke mitgenommen hat. Maja wird über Witchbound, Rebirth und ihre weiteren Ersteindrücke schreiben. Josef wird sich den gekauften Spielen und sehr wahrscheinlich einer neuen Runde „Spiele aus Holz“ widmen. Und ich nehme aus Dortmund vor allem das Gefühl mit, dass die SPIEL DOCH! eine Messe ist, die sehr gut verstanden hat, was sie sein möchte.

2027 werden wir zurückkehren – und dann hoffentlich noch mehr spielen.

Es hat Spaß gemacht und hilft wunderbar dabei, die Zeit bis zur SPIEL in Essen zu überbrücken.