Schlagwort: Familienspiel (Seite 2 von 4)

Compile – Kurze Duelle, lange Denkwege

🧭 Übersicht

Es wird mal wieder Zeit für einen neuen Testbericht.
Heute geht es um Compile: Main 1 oder schlicht Compile, wie es im Deutschen heißt.

Im Original trägt das Spiel den Namen Compile: Main 1. Die deutsche Version erschien bei Pegasus und wer Pegasus kennt, weiß: Spiele mit Nummern im Titel sind dort eher unbeliebt. 😄
Nicht ganz unwichtig: 2025 ist mit Compile: Main 2 bereits der nächste Teil auf Englisch erschienen. Hoffentlich ist bald auch eine lokalisierte Variante verfügbar.

Empfohlen wurde mir Compile bei einem Besuch in der Spielebude (unserem lokalen Brettspieledealer) und bei Preis und Spieldauer war klar: No-Brainer.
Josef und ich zocken regelmäßig kurze Duellspiele am Abend, und Compile passte perfekt in dieses Raster.


🎮 Erste Partien & Lernkurve

Die ersten Wochen war ich ungeschlagen.
Ein Zustand, der – wie so oft – nicht von Dauer war.

Als ich Compile heute noch einmal gezielt für diesen Testbericht auf den Tisch bringen wollte, kam es zum Klassiker: Übermut vor dem Fall.
Josef hat mich sauber abgezogen.

Eine Partie dauert etwa 20–30 Minuten, was fast immer noch eine zweite Runde erlaubt und das sich jede Partie anders spielt, kommt es meist auch dazu.


🧩 Spielidee & Ablauf

Compile ist ein reines 2-Personen-Kartenspiel.
Beide Spieler schlüpfen in die Rolle konkurrierender künstlicher Intelligenzen, die versuchen, durch das Testen und „Kompilieren“ von Konzepten ein Verständnis der Realität zu erlangen.

Zu Beginn wählen beide Spieler abwechselnd aus 12 verschiedenen Protokollen (u. a. Dunkelheit, Feuer, Wasser, Leben, Tod …).
Jeder Spieler erhält anschließend drei Protokolle, zu denen jeweils ein Kartenstapel mit sechs unterschiedlichen Karten gehört.

👉 Dadurch entsteht schon vor dem ersten Zug eine enorme Varianz.

Im Spielverlauf werden Karten ausgespielt, Effekte ausgelöst und Schwellenwerte überschritten, um ein Protokoll zu kompilieren.
Wer als Erster alle drei eigenen Protokolle kompiliert, gewinnt.


🔧 Karten, Effekte & Interaktion

Die Karten­effekte sind überraschend vielseitig:

  • Manipulation des eigenen Decks
  • Eingriffe in die eigene Auslage
  • und sehr gern auch direkte Störungen beim Gegner

Gerade dieses ständige Eingreifen in den Spielplan des Gegenübers macht Compile so spannend.
Es fühlt sich wie ein taktisches Duell an, bei dem beide Spieler offen agieren, ihre eigentlichen Pläne aber erst Zug für Zug sichtbar werden.

Besonders gut gefällt uns das Experimentieren mit neuen Protokoll-Kombinationen.
Manche Synergien zünden sofort, andere entpuppen sich als Sackgasse; oft auch abhängig davon, welche Protokolle der Gegner gewählt hat.

Eine klare Winning Strategy haben wir bisher nicht gefunden.
Und genau das ist ein gutes Zeichen.


⭐ Unsere Bewertung ⭐

Zugänglichkeit: 🟢 Gut
Die Regeln sind überschaubar, brauchen aber 1–2 Partien, um wirklich zu sitzen.

Interaktion: 🟢 Sehr hoch
Kaum ein Zug ohne Auswirkungen auf den Gegner.

Spielspaß: 🟢 Hoch
Kurze Dauer, viel Denken, wenig Leerlauf.

Wiederspielwert: 🟢 Sehr hoch
Durch Protokollwahl und Kartenkombinationen entsteht enorme Varianz.

Duell-Tauglichkeit: 🟢 Exzellent
Perfekt für regelmäßige 2-Personen-Abende.


💬 Stimmen vom Tisch

Hendrik:
„Genau die Art Spiel, die man abends noch auf den Tisch bekommt und dann doch länger drüber nachdenkt als geplant.“

Josef:
„Am besten ist, dass Papa am Anfang dachte, er hätte das Spiel raus.“

(Anmerkung der Redaktion: Hatte er nicht.)


❣️ Fazit

Compile ist ein schnelles, taktisches Duellspiel mit erstaunlicher Tiefe.
Es lebt von Varianz, direkter Interaktion und dem ständigen Abwägen zwischen eigenem Fortschritt und gezielter Störung des Gegners.

Kein Spiel für große Runden.
Aber ein richtig starkes Spiel für zwei, mit hoher Wiederspielmotivation.

👉 Unser Fazit:
Schönes, schnelles Spiel zu zweit – mit Abwechslung, Taktik und echtem Reiz zum Wiederholen.

4 von 5 Meeples 🟩🟩🟩🟩⬜

ℹ️ Spieleinfos (BGG)

Name: Compile: Main 1
Designer: Michael Yang
Illustrationen: Nolan Nasser, Allen Panakal
Verlag: Greater Than Games
Spielerzahl: 2 Spieler
Spieldauer: 20–30 Minuten
Alter: ab 14 Jahren
Komplexität (BGG): 2,34 / 5
BGG-Wertung: 7,9 / 10

„Control your opponent’s Protocols, Compile your own reality, and grasp understanding.“

Aspens – Der finale Spieletest

Ein lebendiger Wald aus Entscheidungen, Würfeln und Varianten


🧭 Übersicht

Nach Crowdfunding-Erfahrungsbericht, Zwischenfazit (Teil 1) und Platz 8 unserer Brettspiele des Jahres 2025 war klar:
Aspens bekommt bei uns einen abschließenden Testbericht.

➡️ Teil 1 – Erste Runden & Zwischenfazit:
➡️ Crowdfunding-Erfahrungsbericht:

Inzwischen haben wir alle Inhalte der Crowdfunding-Kampagne gespielt:

  • das Grundspiel
  • die Erweiterungen Wild Weather, Ancient Artifacts
  • den 4-Spieler-Modus Deciduous Duos
  • sowie Majestic Marvels (ohne Wertung)

Und vorweg:
👉 Aspens zieht dauerhaft bei uns ein.


🌳 Spielidee & Ablauf (Grundspiel)

Aspens ist ein schnelles, taktisches Zwei-Personen-Spiel, bei dem Sonne und Wind über Wachstum oder Stillstand entscheiden.

  • Die Spieler würfeln abwechselnd
  • das jeweilige Würfelergebnis gilt für beide
  • profitieren davon aber unterschiedlich, je nach Spielstil

Die Kernfrage jeder Partie bleibt:
Wachsen oder Expandieren? Sicherheit oder Risiko?

Besonders stark:
Trotz Würfeln fühlt sich keine Partie unfair an.
Der Zufall ist da, aber man entscheidet selbst, wie stark man ihn nutzt.


🎲 Würfel, Varianz & Fairness

Wir hatten Partien mit fast nur hohen Werten und andere mit vielen niedrigen.

  • viele kleine Waldflächen → niedrige Werte führen schell zu „Wachstum“
  • große Wälder → hohe Werte setzen dich vom anderen Spieler ab

👉 Wer auf Sicherheit spielt, gewinnt anders als jemand, der auf Glück setzt.
Beides funktioniert – und genau das macht Aspens so fair.


🛠️ Material & Immersion

Ein echtes Highlight sind die Custom Cut Treeple Pieces aus der Deluxe Edition.

  • vier unterschiedliche Baumtypen
  • gleiche Farbe, aber leicht variierende Formen
  • sofort erkennbar, wem welche Bäume gehören

Gleichzeitig entsteht auf dem Spielplan das Gefühl eines lebendigen, organischen Waldes.
Diese Detailverliebtheit verstärkt die Immersion enorm.

Hier setzt Aspens für mich neue Maßstäbe, die ich mir auch bei anderen Spielen wünschen würde.
Stellt euch vor, Meeple in Spielen wie Carcassonne, DOG oder anderen Klassikern wären nicht einfach nur gleichfarbig identisch, sondern würden sich in kleinen Details unterscheiden – gleiche Farbe, gleiche Funktion, aber leichte Varianz in Form oder Silhouette.
Keine Miniaturen, kein Overkill – sondern genau so viel Unterschied, dass das Spiel lebendiger wirkt.

Einziger kleiner Wermutstropfen:
👉 Das Custom Dice Tray fehlt mir noch.
Das muss ich irgendwie auftreiben –
hoffentlich auf der SPIEL in Essen 2026 😉


🌦️ Erweiterung: Wild Weather

Wild Weather bringt Wettereffekte ins Spiel:

  • unvorhersehbare Impulse
  • neue Chancen, neue Risiken
  • spürbar mehr Interaktion

Direkt nach den ersten Partien haben wir Wild Weather getestet –
und diese Runde konnte ich immerhin für mich entscheiden 😉

Das Wetter passt erstaunlich gut ins Grundsystem und verändert die strategischen Überlegungen genau so viel, dass es frisch bleibt, ohne zu überfordern.

💬 Maja:

„Ohne Erweiterungen spiele ich Aspens am stärksten – aber Wild Weather bringt richtig schöne Abwechslung.
Auch wenn Papa da einmal gewonnen hat.“
(Anmerkung der Redaktion: Es war nicht nur einmal 😉)


🏺 Erweiterung: Ancient Artifacts

Ancient Artifacts bringt einmalige Spezialfähigkeiten ins Spiel, die man sich durch geschicktes Positionieren verdient.

  • mehr Planung
  • mehr Tiefe
  • starke Effekte, aber gut kontrolliert

💬 Hendrik:

„Ancient Artifacts gibt mir genau die zusätzliche Tiefe, die ich mag – ohne Aspens komplizierter zu machen.“

Mein persönlicher Favorit unter den Erweiterungen.


🤝 Erweiterung: Deciduous Duos (4 Spieler)

Aspens im 2-vs-2-Teammodus:

  • stille Abstimmung mit dem Partner
  • kein offenes Reden (so zumindest spielen wir die Variante)
  • Abstimmung ohne Worte – wer oft zusammenspielt, versteht sich auch so

💬 Anne:

„Ein paar Partien Aspens zu viert brauche ich noch.
Zu viert spiele ich ja am liebsten.
Zu zweit bleibe ich bei Roll & Write.“

Die Variante ist spannend und funktioniert gut, auch wenn Aspens für uns im Kern weiterhin ein starkes Zwei-Personen-Spiel bleibt.


🏛️ Erweiterung außer Wertung: Majestic Marvels

Majestic Marvels verändert die Art der Wertung grundlegend (Flächenmehrheiten).

Die Idee ist interessant, aber das Spielbrett fühlt sich für uns weniger „Aspens-typisch“ an. Die Karten unter dem Spielbrett gefallen mir optisch weniger.

Da es ein Promo-Geschenk von der SPIEL war, lassen wir diese Variante bewusst raus aus der Wertung.


⭐️ Unsere Bewertung ⭐️

Zugänglichkeit: 🟢 Hoch
Schnell erklärt, gerade ohne Erweiterungen sofort spielbar.

Interaktion: 🟢 Hoch
Man spielt permanent gegeneinander – subtil, aber wirkungsvoll.

Spielspaß: 🟢 Sehr hoch
Kurze Partien, schnelle Revanche, hoher „Noch-eine-Runde“-Faktor.

Wiederspielwert: 🟢 Hoch
Durch Würfel, Spielstil und Erweiterungen immer leicht anders.

Material & Gestaltung: 🟢 Sehr hoch
Deluxe-Bäume, Würfel, Tableaus – Aspens ist ein echter Hingucker.


💬 Familienmeinungen

Maja:
„Aspens ohne Erweiterungen liegt mir am besten. Wild Weather ist cool – aber pur spiele ich es am stärksten.“

Josef:
„Ich mag eigentlich längere Spiele, aber Aspens ist perfekt für zwischendurch. Schnell erklärt, schnell gespielt.“

Anne:
„Zu viert brauche ich noch ein paar Partien. Aber grundsätzlich mag ich Teamspiele und Aspens hat da Potenzial.“

Hendrik:
„Aspens ist eines dieser Spiele, bei denen einfach alles zusammenpasst: Thema, Mechanik, Material und Präsentation.“


❣️ Gesamtbewertung

4,5 von 5 Meeples

Aspens ist:

  • ein starkes Zwei-Personen-Spiel
  • mit hervorragendem Material
  • fairer Würfelmechanik
  • und genau der richtigen Tiefe

Mit Erweiterungen wird es variabler,
ohne Erweiterungen bleibt es ein perfektes Spiel für zwischendurch.

👉 Das Spiel zieht dauerhaft bei uns ein.
👉 Weitere Partien folgen sicher auch 2026.
👉 Und wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen mit Ludivore Games,
Neil Edwards und Luke Roberts auf der SPIEL 2026 🌲
👉 Im Austausch mit den Entwicklern haben wir außerdem bereits gehört,
dass dort eine neue Kampagne von Ludivore vorgestellt werden soll.
Wir sind sehr gespannt, wohin die Reise geht und werden das natürlich aufmerksam begleiten.


ℹ️ Spieleinfos (BGG)

Name: Aspens
Designer: Neil Edwards, Luke Roberts
Verlag: Ludivore Games
Spielerzahl: 2 Spieler (4 mit Deciduous Duos)
Spieldauer: 20–45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Komplexität (BGG): 1,73 / 5
BGG-Wertung: 7,8 / 10

Erweiterungen:

  • Wild Weather
  • Ancient Artifacts
  • Deciduous Duos
  • Majestic Marvels (außer Wertung)

Meine persönliche Top 10 der Brettspiele 2025

Jahreslisten haben bei mir Tradition – nicht nur, weil Formate wie BoardGameTheory (BGT) oder zuvor Brettzeit dazu einladen, sondern weil sie zwingen, innezuhalten.
2025 war spielerisch ein außergewöhnlich gutes Jahr. Wir sind tiefer in Kampagnen eingestiegen, haben große Welten kennengelernt, kleine Spiele zwischendurch gespielt und viele Abende zu zweit, zu dritt oder mit der ganzen Familie am Tisch verbracht.

Besonders schön: In diesem Jahr ist aus der Blog-Idee auch wirklich Praxis geworden.
Im zweiten Halbjahr haben wir deutlich bewusster gespielt, reflektiert, notiert und uns gefragt, warum uns Spiele gefallen.
Diese Liste ist daher keine objektive Bestenliste, sondern mein persönlicher Rückblick auf das, was 2025 für mich besonders war, inklusive einiger „nachgeholter“ Titel, die ihren Platz absolut verdient haben.


🥇 1. Gloomhaven: Pranken des Löwen

Der perfekte Einstieg in die Welt von Gloomhaven.
Schnell auf dem Tisch, hervorragend strukturiert, leicht zu lernen und trotzdem tief genug, um uns komplett hineinzuziehen.
Pranken des Löwen hat genau das geschafft, was ein Einstiegsspiel leisten soll: Es hat Lust auf mehr gemacht. Sehr viel mehr.


🥈 2. Gloomhaven

Und dann ging es richtig los.
Ab hier hat der 3D-Drucker geglüht: Gelände, Inserts, Marker – ich bin bis heute sehr glücklich mit dem Ergebnis auf dem Tisch.
Unser Ausflug in die Erweiterung Forgotten Circles haben wir allerdings abgebrochen. Nicht aus Frust, sondern weil wir schlicht übersättigt waren. Gloomhaven ist groß. Und manchmal zu groß. In 2026 sind wir nun mit Frosthaven gestartet.


🥉 3. Speakeasy

Unser erstes erhaltenes Rezensionsexemplar – eine Pre-Production-Copy.
Gespielt, gesuchtet und am Ende abgekauft.
Neben der sehr persönlichen Note hat uns vor allem die starke Lacerda-Mechanik überzeugt. Ein Spiel, das sich überraschend schnell festgesetzt hat und bei dem wir sofort wussten: Das bleibt.


4. Slay the Spire

Auf der SPIEL in Essen getestet, für gut befunden, gekauft und gefühlt an einem Wochenende durchgespielt.
Das Öffnen der „Lootboxen“, das stetige Optimieren, das permanente Noch-eine-Runde-Gefühl:
Slay the Spire macht schlicht unfassbar viel Spaß.


5. Dune: Imperium

Gespielt bei Marcel, für sehr gut befunden, direkt selbst gekauft.
Ein starkes Spiel, das bei uns auch in 2026 auf der Liste steht, schlicht, weil es mit der Familie noch einmal richtig auf den Tisch muss.


6. Valheim

Eine tolle Kampagne mit einer starken Verbindung zum PC-Spiel.
Die Hintergrundgeschichte, das Erkunden, das gemeinsame Fortschreiten. Valheim hat bei mir vor allem emotional gepunktet.
Vielleicht nicht das „beste“ Spiel des Jahres, aber definitiv eines der persönlichsten.


7. Die Burgen von Burgund – Deluxe Edition

Mein erstes richtiges „Premium-Paket“ von Awaken Realms.
Ja, nicht günstig – aber auf dem Tisch einfach wunderschön.
Ein vollständiger Testbericht steht noch aus, den schiebe ich bewusst wieder nach oben auf die To-Do-Liste. Dieses Spiel hat mehr Aufmerksamkeit verdient.


8. Aspens

Toller Messekontakt, sehr angenehmer Austausch per Mail, eine schöne Kampagne und vor allem ein rundes, stimmiges Spiel.
Aspens ist eines dieser Spiele, bei denen einfach alles zusammenpasst: Thema, Mechanik, Material und Präsentation.


9. Mythwind (inkl. Erweiterungen)

Eine Woche Osterferien in Holland und Mythwind stand fast jeden Tag auf dem Tisch.
Ein Spiel, das scheinbar endlos weitergeht. Schicke Komponenten, eine süße Geschichte, charmante Ereigniskarten.
Irgendwann hört man auf. Nicht, weil es schlecht wird, sondern weil man satt ist.
Für einen finalen Test müssen wir wohl noch einmal neu einsteigen. Die Urlaubserinnerung bleibt auf jeden Fall.


10. Keep the Heroes Out

Ein schwieriger Kandidat, aber genau deshalb auf der Liste.
Viel Zeit ist hier hineingeflossen: in den Druck eines eigenen Inserts, in zahlreiche Kampagnen, selbst im Urlaub in Frankreich und Spanien.
Wir sind noch immer im Basisspiel, die Boss-Battle-Erweiterung wartet noch.
Kein leichtes Spiel, aber eines, das uns lange begleitet hat und noch weiter begleiten wird. Kürzlich sind die letzten Premiumkomponenten eingetroffen.


🏅 Besondere Erwähnungen

Europa Universalis: The Price of Power
Ein Megaklopper. Lang, komplex, faszinierend – aber zu lang, um regelmäßig auf den Tisch zu kommen.
Ich warte noch auf eine Erweiterung aus einer Kampagne, dann darf es noch einmal ran. Und wird wieder ewig dauern. Wie das PC-Original eben auch.

Zug um Zug: Legenden des Westens
Meine Frau liebt es.
Obwohl wir die Legacy-Kampagne seit über 1,5 Jahren abgeschlossen haben, spielen wir es weiterhin regelmäßig – etwa einmal im Monat.
Ein großartiger Familienklopper, selbst im Endgame.

Too Many Bones
Zu viele Würfel? Gibt es nicht.
Ein Spiel, das immer wieder begeistert. Allerdings warte ich immer noch auf das nächste große Würfelspiel von Chip Theory Games bzw. Frosted Games (Elder Scrolls).

Carcassonne Legacy (Maja Edition)
Ein ganz besonderes Projekt.
Zu Weihnachten 2024 bekamen wir eine selbst entworfene Legacy-Variante auf Basis von Carcassonne. Wir sind noch nicht durch. Aber es ist ein Evergreen mit Herz und Geschichte.

Das schwarze Auge – 36 Jahre in Aventurien

Es gibt Spiele, die spielt man.
Und es gibt Welten, in die wächst man hinein – gemeinsam mit anderen.

Das Schwarze Auge ist für mich genau das.
Nicht nur wegen Aventurien, Regeln oder Kampagnen.
Sondern wegen der Menschen, mit denen ich diese Welt seit Jahrzehnten teile.

Mein Einstieg liegt 1988. Abenteuer-Basisspiel. Der Streuner soll sterben. Die Kanäle von Grangor.
Damals ahnte ich nicht, dass diese Spielwelt mich nicht nur begleiten, sondern verbinden würde.

Richtig tief wurde es im Studium. Anfang der 2000er.
Unser Meister für die großen Geschichten war und ist Christian. Wir haben schon gemeinsam das Abitur gemeistert, verloren uns aus den Augen, und trafen uns später zufällig auf einer Studentenparty wieder. Aus einem „Was machst du eigentlich heute?“ wurde eine Runde. Aus einer Runde eine Kampagne. Und aus einer Kampagne die legendäre G7.

Mein Kor-Geweihter Daedalus al Shrabat wurde zu Ruhm geführt – und starb. Aventurisch konsequent. Sicherlich war er der kämpferische Kern der Gruppe, außer bei Grottenschraten. Aber die sind unfair.
Aber die Gruppe blieb.

Zu dieser Gruppe gehört auch Maria. Damals wie heute Mitspieler, inzwischen nicht nur Freund, sondern auch Patenonkel von Josef.
Esther, jahrelang Teil der Runde, damals Nachbarin von Maria, später Mitspielerin, heute mit Christian verheiratet.
Tim und Franzi komplettieren die Gruppe – ebenfalls verheiratet, nachdem Tim früher einmal WG-Mitbewohner von Maria war und später mit Esther und Maria zusammenlebte.

Es gab aber nicht nur konstanz.
Diese Runde ist kein statisches Konstrukt. Sie hat Phasen erlebt. Nähe und Abstand. Umzüge, neue Partner, Kinder, berufliche Wege, andere Städte.
Manchmal wurde weniger gespielt. Manchmal monatelang gar nicht.
Und dann kam immer wieder der Moment, in dem jemand schrieb:
„Habt ihr Lust, mal wieder?“

Heute spielen wir anders.
Online über Zoom, unterstützt von Roll20 und Foundry VTT. Die Technik ist moderner, die Geschichten nicht weniger intensiv. Und Aventurien fühlt sich immer noch vertraut an.

Und dann ist da die nächste Generation.

Mit den Kindern habe ich die erste Kampagne der DSA-Einsteigerbox „Das Geheimnis des Drachenritters“ gespielt. Zunächst geleitet von Esther über Foundry für uns alte Krieger, später habe ich selbst für die Kinder gemeistert. Eine Rezension dazu steht noch aus. Sie wird folgen, nachdem wir auch das zweiter Abenteuer beschritten haben.

Auch abseits des klassischen Rollenspiels sind wir tief in der Welt verankert:
Crowdfunding-Projekte wie Das Aventurische Lexikon und Kirchen Alverans, Aventuria – The Adventure Board Game mit Erweiterungen, der Aventurische Bote, den ich seit Jahren abonniert lese. Aventurien ist bei uns kein Nostalgiethema, sondern Gegenwart.

Warum dieser Beitrag?
Weil Out of Context auf der Spielwiese der Hügelzelter genau dafür da ist:
für die Geschichten hinter den Spielen. Für das, was bleibt, wenn man Regeln vergisst und Charakterbögen verblassen.

👉 Die Rezension zur Einsteigerbox folgt.
👉 Weitere Beiträge zu Aventurien sind geplant.

Manche Spielwelten wechseln Editionen.
Manche Gruppen wechseln Lebensphasen.

Aber manche Geschichten trägt man ein Leben lang mit sich –
und würfelt sie immer wieder neu.

Spiele aus Holz – unser 2-Personen-Holzabend (Quarto!, Quoridor & Lass die Kirche im Dorf)

🧭 Übersicht

Josef und ich waren allein zu Hause und hatten Lust auf eine Runde – eigentlich nur „kurz was Kleines“. Nach Aspen und Quarto! war mir aber ziemlich schnell klar: Heute wird ein Holzabend. Und zwar mit Spielen, die sich zu zweit richtig gut anfühlen: wenig Regeln, viel Taktik, schnelle Revanche.

Die Klammer des Abends: Holz (okay… und bei Jenga auch ein bisschen Quatsch), aber vor allem: 2-Personen-Duelle, bei denen man die Regeln schnell drauf hat – und trotzdem nach der dritten Partie denkt: „Mist, das hätte ich doch sehen müssen.“

Aspen gehört thematisch perfekt dazu – bekommt aber wegen Tiefe und Umfang eine eigene Rezension.
👉 Hier geht’s zur Aspen-Bewertung


🪵 Holzabend in Zahlen

Drei Spiele waren die „Kopf“-Fraktion: leicht zu lernen, schwer zu meistern – ohne echtes Glückselement.

Zum Schluss gab’s dann Jenga als Absacker: Holz ja, Hirn… eher nicht. 😉

📊 Mini-Vergleich – Haptik, Größe, Holzgefühl

SpielTischpräsenzHaptik / MaterialAufbau / TransportDenkmuskel
Quarto!kleinsehr fein, edelsuper kompakthoch
Quoridormittelwertig, „preiswürdig“sperrigerhoch
Lass die Kirche im Dorfmittel„roher“, aber charmantokaysehr hoch
Jengamittelklassisch Holzeasy…Finger 😄

🧠 Quarto! – Reisebegleiter mit Köpfchen

🧭 Übersicht

Quarto! ist für uns ein echter Klassiker. Das Spiel hat Anne und mich schon 2008 auf unserer Rucksacktour durch Südostasien begleitet (Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha – und kurz Malediven).

Fun Fact: Eine Studienfreundin hat uns damals in Bangkok besucht und im Hostel („Friends House“) wurde – natürlich – erstmal Quarto gespielt.

Mechanisch ist Quarto herrlich gemein: Du willst schlau sein – aber dein Gegner gibt dir das Teil, mit dem du schlau sein musst. 😅

Kurz: ein Duell, bei dem man sich in 20 Minuten sehr elegant auseinandernehmen kann.

BGG: Quarto! (1991), 2 Spieler, ca. 20 Min, ab 8+, Weight ~1.87/5,
Designer/Artist: Blaise Muller, Publisher u. a. Gigamic

⭐️ Unsere Bewertung

  • Zugänglichkeit: Hoch – Regeln schnell drin, sofort spielbar
  • Interaktion: Sehr hoch – du spielst immer gegen den Kopf des anderen
  • Spielspaß: Hoch – schnelle Revanche-Gefahr
  • Wiederspielwert: Hoch – jedes Spiel läuft anders
  • Gestaltung / Haptik: Hoch – schlicht, edel, Holz pur

💬 Familienmeinung

Hendrik: „Unser Reise-Klassiker. Quarto funktioniert überall.“
Josef: „Man denkt, man hat’s im Griff – und dann legst du mir den letzten Stein selbst hin.“

❣️ Gesamtbewertung: 4,0 von 5 Meeples


🧱 Quoridor – Blocken, bis es weh tut

🧭 Übersicht

Quoridor stand lange auf der Wunschliste, war mir aber irgendwie immer etwas zu teuer. Dieses Jahr habe ich dann in einem Ausverkauf in der Spielebude Bocholt zugeschlagen: Testexemplar, Verpackung leicht mitgenommen – innen aber top.

Spielerisch ist das Ding ein fieses Duell aus „ich will rüber“ und „ich setze dir ’ne Wand in den Weg“. Und ja: Wir blocken viel. Sehr viel.

BGG: Quoridor (1997), 2–4 Spieler, ca. 15 Min, ab 8+, Weight ~1.82/5,
Designer/Artist: Mirko Marchesi, Publisher u. a. Gigamic

⭐️ Unsere Bewertung

  • Zugänglichkeit: Hoch
  • Interaktion: Sehr hoch
  • Spielspaß: Gut – aber weniger elegant als Quarto
  • Wiederspielwert: Hoch
  • Gestaltung / Haptik: Hoch, aber sperriger

❣️ Gesamtbewertung: 3,5 von 5 Meeples


⛪ Lass die Kirche im Dorf – roher, aber gnadenlos

🧭 Übersicht

Dieses Spiel kam als Geschenk meines Schwiegervaters – und hat sich als überraschend bissig entpuppt.

Optisch nicht so fein wie Quarto oder Quoridor, spielerisch aber das gemeinste der drei.

Josef gewinnt hier gefühlt immer – meist, indem er eines meiner Häuser so platziert, dass ich es nicht mehr herausbekomme, während er in Ruhe sein Ziel fertig baut. 😄

BGG: Lass die Kirche im Dorf! (2016), 2 Spieler, 15-30 Min, ab 10+, Weight ~2.00/5,
Designer: Dieter Stein, Publisher: Gerhards Spiel und Design

⭐️ Unsere Bewertung

  • Zugänglichkeit: Mittel
  • Interaktion: Hoch
  • Spielspaß: Hoch (wenn man Ehrgeiz mag)
  • Wiederspielwert: Hoch
  • Gestaltung / Haptik: Mittel – spielerisch top, optisch rau

❣️ Gesamtbewertung: 3,5 von 5 Meeples


🧊 Jenga – der Holz-Absacker (ohne Wertung)

Nach vier Spielen mit viel Nachdenken war klar: Jetzt wird gezogen.

Zwei Runden, ehrgeizig, kompetitiv – und ein guter Abschluss, bevor man merkt, dass auch Finger müde werden können.


🧾 Fazit – Holzabend? Bitte wieder.

Quarto! bleibt unser eleganter Favorit.
Quoridor ist tief und wertig – aber sperriger.
Lass die Kirche im Dorf ist das raue Biest mit dem größten Denk-Punch.

Jenga war der Holz-Quatsch zum Runterkommen.

Und Aspen? Aspen bleibt in der Holz-Ecke – spielt aber in einer anderen Liga und hat deshalb seine eigene Rezension. 😉

Vier Gewinnt auf 10 Metern – Freitauchen, Klassiker & Erinnerungen

🎬 Einleitung – Offtopic? Ja. Aber völlig im Rahmen.

Heute wird’s mal etwas anders hier auf Hügelzelter.de.
Denn manchmal stolpert man über ein Spiel an Orten, an denen man es wirklich nicht erwartet.
Zum Beispiel auf 10 Metern Tiefe, im Tauchbecken des Monte Mare Rheinbach.

Dort war ich mit Marcel zum Freitauchen unterwegs – und plötzlich stand es da:
Ein riesiges, massives Vier Gewinnt-Spielfeld am Boden des Beckens.
Natürlich haben wir spontan eine Runde angefangen. Wie sollte es anders sein.

Und da merkt man mal wieder:
Spieleklassiker begleiten einen durchs ganze Leben – sogar unter Wasser.


🌊 Freitauchen im Monte Mare – Rheinbach

Der Ausflug selbst war großartig:
Ein angenehm tiefes Becken, schöne Anlage und genug kleine Herausforderungen zum Durchtauchen.
Perfekt für ein paar entspannte Sessions – und fürs „Runterkommen“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich stehe nach wie vor bei 3:30 Minuten Statik, was okay ist, wenn man bedenkt, wie selten ich dazu komme.
Marcel hingegen hat sich mit 4:15 Minuten souverän abgesetzt.
Respekt, mein Freund – Herausforderung fürs nächste Mal ist gesetzt!

Zwischen Hindernissen, Abtauchen und Buddy-Checks dann diese Überraschung:
Ein riesiges Vier Gewinnt am Grund.
Natürlich haben wir es ausprobiert – abwechselnd runterzutauchen, einen Stein einzusetzen und wieder hoch.
Langsam, anstrengend und irgendwie herrlich absurd.


🫧 Vier Gewinnt – Unterwasser-Edition

Unter Wasser Vier Gewinnt zu spielen fühlt sich an wie:

  • ein Mix aus Konzentration, Atemtraining und leichter Orientierungslosigkeit
  • „Runter, Stein setzen, HOCH!“
  • strategisches Denken im 10-Sekunden-Takt

Es ist sicher nicht die effizienteste Art, ein Spiel zu spielen –
aber definitiv eine der ungewöhnlichsten.

Und überraschend spaßig.
Auch wenn wir es nicht bis zum bitteren Ende geschafft haben – irgendwann war klar:
Wir wollten tauchen, nicht knobeln.
Aber als Anekdote bleibt’s unvergesslich.


🎒 Vier Gewinnt in meinem Leben – kleine Zeitreise

Vier Gewinnt ist eines dieser Spiele, das dich über Jahrzehnte begleitet, selbst wenn du’s gar nicht aktiv sammelst.

🏫 1. Schulzeit – Das OG-Legacy-System

Auf einem unserer Schultische war damals ein Raster eingeritzt.
Man spielte mit Bleistift und Radiergummi.
100% analog, 0% Materialkosten –
und perfekt, um Unterrichtsstunden etwas… erträglicher zu machen.
Grüße an Moritz.

🎯 2. Familienversion mit bunten Bällen

Jahre später gab es eine physisch-aktive Variante:
Bunte Bälle aus wenigen Metern Entfernung in ein großes Raster werfen.
Ein Mix aus:

  • Geschick
  • Glück
  • und erstaunlich viel Taktik

Legendäre Nachmittage.

👨‍👩‍👧‍👦 3. Oberhausen – Familienduell gegen die Patentochter

Noch so eine aktive Version, diesmal in Oberhausen.
Die Familie meiner Patentochter hat uns sehr würdig Paroli geboten –
und wieder hat dieses simple Spiel für ein Lächeln bei allen gesorgt.

Man sieht:
Vier Gewinnt hat mehr Facetten als man denkt.


📊 Ein Blick auf den Klassiker – Fakten & Daten

Zur Einordnung hier ein kurzer Blick auf die offiziellen Infos:

  • Titel: Connect Four (1974)
  • Designer: Ned Strongin & Howard Wexler
  • Spieler: 2
  • Spielzeit: ~10 Minuten
  • Komplexität: 1,18 / 5
  • BGG-Rating: 5,0
  • Deutscher Verlag: Schmidt Spiele

Es gibt unzählige Adaptionen, darunter sogar moderne Neuinterpretationen und aktive Versionen.
Und jetzt auch: die Unterwasser-Edition von Rheinbach (inoffiziell).


🧊 Fazit – Vier Gewinnt geht immer

„Vier Gewinnt hat die niedrige 5,0 bei BGG nicht verdient.
Ein Klassiker, der mich schon mein ganzes Leben begleitet …
heute müssen die Kinder dann wohl doch noch mal ran an das Spiel ;)“


📸 PS: Monte Mare – wir melden uns

Wir schreiben die Betreiber an, um eventuell Fotomaterial nutzen zu dürfen.
Sobald wir eine Rückmeldung haben, ergänzen wir den Artikel.

Freundlicherweise wurde uns Bildmaterial zur Verfügung gestellt

Holiday in ICE Cinema of Dreams & IceCool – Ein Abend zwischen Showglitzer und Pinguinen

🎬 Holiday on Ice – Ein Ausflug mit der ganzen Hügelzelter-Redaktion

Heute stand ein Ausflug auf dem Programm, der mittlerweile fast schon Tradition hat: Holiday on Ice. Diesmal lief die Show unter dem Titel „Cinema of Dreams“ – und wieder einmal war es ein echtes Spektakel.

Mit dabei waren die gesamte Hügelzelter-Redaktion, die Großeltern und ein Publikum, das sich von Beginn an mitreißen ließ.

Wie gewohnt bot die Show eine Mischung aus Eiskunstlauf, Akrobatik, visuellen Effekten und einer charmanten Geschichte, die alles miteinander verbindet. Besonders schön war, wie über das Filmthema hinweg verschiedenste Tropes eingebaut wurden: Sci-Fi, Abenteuer, Romantik, Fantasy – jede Szene hatte ihren eigenen Stil, inklusive abwechslungsreicher Kostüme und Effekte.

Ein rundum gelungener Nachmittag.

🧊 Vom Eis zur Spielbox – mein Versuch mit IceCool

Nach so viel Eis und Bühnenmagie kam mir eine Idee: Warum nicht den Abend mit einem passenden Brettspiel ausklingen lassen?

IceCool lag thematisch natürlich nahe. Ein schnelles Schnippspiel mit Pinguinen, die durch eine Highschool flitzen, Fisch sammeln und versuchen, der Pausenaufsicht zu entkommen. Also aufgebaut, erklärt…

…und schon nach einer Runde war klar: Die Kinder sind wohl nicht mehr für diese Art Spiel zu begeistern…zumindest nicht in unserer Runde.

Die Hügelzelter-Fazitrunde

Josef:
„Ach Papa, warum hast du das denn nun aufgebaut? Danach tut mir höchstens der Finger vom Schnipsen weh.“

Johanna:
„Ich hätte echt mal Lust, das mal wieder mit den Cousins und Cousinen zu spielen.“

Hendrik:
„Ach, was war das ein Highlight, als die Kinder noch kleiner waren – 2018, also vor 7 Jahren.“

Und ja, irgendwie stimmt das. IceCool ist charmant, schnell erklärt und perfekt für jüngere Spieler. Vielleicht ist es wirklich wieder Zeit für eine Runde mit den jüngeren Nichten und Neffen.

🐧 IceCool – Kurzbewertung

  • Zugänglichkeit: 🟢 Sehr hoch
  • Interaktion: 🟡 Mittel – abhängig von Geschick und Stimmung
  • Spielspaß: 🟡 Gut – besonders mit Kindern
  • Wiederspielwert: 🟡 Okay – eher ein spontaner Spaß
  • Gestaltung: 🟢 Schön und liebevoll umgesetzt

Gesamtbewertung: 3 von 5 Meeples

ℹ️ IceCool – Spieleinfos

  • Name: ICECOOL
  • Designer: Brian Gomez
  • Artist: Reinis Pētersons
  • Publisher: Brain Games
  • Spielerzahl: 2–4
  • Spieldauer: ca. 30 Minuten
  • Alter: ab 6 Jahren
  • BGG-Rating: 6,8
  • Komplexität: 1.06 / 5
  • Besonderheit: Pinguine können springen – wirklich!

🎯 Fazit

Ein wunderbarer Familienausflug und ein thematisch perfekter Versuch, den Abend mit einem „Eis-Spiel“ ausklingen zu lassen. Auch wenn IceCool heute nicht richtig gezündet hat, bleibt es ein schönes Stück Familiengeschichte – und vielleicht landet es bald wieder auf dem Tisch, zusammen mit den jüngeren Nichten und Neffen.

Aspens – Erste Runden & Zwischenfazit (Teil 1)


🧭 Übersicht

Nach der Lieferung der Aspen-Crowdfunding-Edition konnten wir nun endlich tiefer in das Spiel eintauchen. Gespielt haben wir mehrere Runden der klassischen Variante – jene Version, die wir bereits auf der SPIEL 2025 angespielt hatten. Zusätzlich haben wir die erste Erweiterung „Wild Weather“ ausprobiert.

Und was soll ich sagen?
Aspens macht in jeder Runde Lust auf mehr.


🎲 Die klassischen Partien

Gleich drei Partien haben wir in der Basisversion gespielt – und alle drei hat Maja gewonnen.
Die dritte sogar sehr deutlich.
Ich selbst mache dafür aktuell entweder meine Taktik oder mein Würfelglück verantwortlich … vermutlich beides.

Trotzdem hatten wir enorm viel Spaß:

  • Die Entscheidungen zwischen Wachsen und Expandieren fühlen sich jedes Mal anders an.
  • Der Mix aus Planung & Zufallsfaktoren ist wirklich gelungen.
  • Und das Spieltempo bleibt angenehm flott.

🌦️ Erweiterung: Wild Weather

Direkt danach haben wir auch Wild Weather getestet – und diese Runde konnte ich immerhin für mich entscheiden.

Das Wetter bringt spürbar neue Elemente ins Spiel:
unvorhersehbare Impulse, neue Chancen, manchmal neue Risiken.
Das passt erstaunlich gut ins Grundsystem und ändert die strategischen Überlegungen gerade so viel, dass es frisch bleibt, aber nicht überfordert.


🛠️ Material & Verarbeitung

Ein Punkt bleibt absolut konstant: Die Qualität ist hervorragend.

  • Die Bäume wirken sogar detailreicher als auf der Verpackung.
  • Das Material der Erweiterungen ist ebenso hochwertig wie das Grundspiel.
  • Alles fühlt sich stabil, durchdacht und liebevoll produziert an.

Aspens sieht auf dem Tisch schlicht wunderschön aus.


🔍 Ausblick – „Ancient Artifacts“

Bevor der vollständige Testbericht erscheint (Teil 2), steht die zweite Erweiterung Ancient Artifacts an.
Die Regeln habe ich gerade gelesen – klingt nach mehr Tiefe, neuen Entscheidungen und zusätzlichen taktischen Möglichkeiten.

Wir werden diese Erweiterung in den kommenden Tagen testen, bevor wir ein abschließendes Gesamtfazit veröffentlichen.


❣️ Zwischenfazit

Aspens bestätigt bisher unseren ersten Eindruck von der Messe:
tolles Material, solide Mechanik, entspannter Spielfluss, viel taktisches Potenzial.

Das Spiel wird sicher dauerhaft bei uns einziehen – und wie es sich vollständig mit allen Modulen spielt, erfahrt ihr in Teil 2 unserer Rezension.

Aspens – Crowdfunding-Erfahrungsbericht


🧭 Übersicht

Das Warten hat ein Ende – heute, am 15. November 2025, ist mein Exemplar von Aspens angekommen.
Unterstützt habe ich die Kickstarter-Kampagne bereits am 14. Oktober 2024, und mit über 6.000 Unterstützern wurden dabei stolze 443.880 € eingesammelt.

Ich selbst bin mit dem All-In-Bundle (99 $) eingestiegen – preislich im moderaten Bereich, gerade für ein Crowdfunding-Projekt dieser Größe.
Warum genau ich eingestiegen bin? Gute Frage. Vermutlich, weil meine Tochter Maja Bäume liebt 🌳, und weil wir kurz zuvor auf der SPIEL 2024 schon ein anderes baumbasiertes Spiel – Forest of Pangaia – mitgenommen hatten.
Und vielleicht, weil gerade keine andere Kampagne lief … manchmal entscheidet der Bauch.


🌞 Das Spielkonzept

Aspens ist ein strategisches Zwei-Personen-Spiel von Neil Edwards und Luke Roberts, veröffentlicht von Ludivore Games.
Thematisch geht es darum, mit Hilfe von Sonne und Wind den eigenen Wald wachsen zu lassen – und dabei die perfekte Balance zwischen Wachstum und Expansion zu finden.

„Harness the wind and sun, and carefully balance growth with expansion to outgrow and outwit your loved ones.“

Jede Partie startet mit kleinen Setzlingen an Wasserfeldern. Dann entscheiden die Spieler, ob sie lieber in die Höhe wachsen oder in die Breite expandieren wollen.
Ein Sonnenwürfel bestimmt, welche Bäume gedeihen, während der Windwürfel die Richtung vorgibt, in der sich der Wald ausbreitet.
Dieses Wechselspiel aus Risiko, Planung und Timing macht den Reiz des Spiels aus – wer am Ende die meisten Felder kontrolliert, gewinnt.


🌿 Ersteindruck von der SPIEL 2025

Schon auf der SPIEL 2025 in Essen hatten wir Gelegenheit, Aspens zu testen – Maja und Maria gegeneinander, und Josef und ich in einer zweiten Runde.
Beide Partien waren spannend, eng und erstaunlich taktisch.

Die Macher von Ludivore Games waren vor Ort sehr freundlich, aber auch etwas zerknirscht, dass Backer ihre Exemplare noch nicht erhalten hatten, während auf der Messe schon erste Kopien verkauft wurden.
Das war nachvollziehbar – und ändert nichts daran, dass das Spiel bereits dort einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hat.

Als kleine Wiedergutmachung gab es Promokarten und eine Mini-Erweiterung, die ich heute gleich in meine Lieferung einsortiert habe.


📦 Lieferung & Inhalt

Das Paket kam in einwandfreiem Zustand an – ein schön gestalteter Karton mit klarer Struktur.
Das Material wirkt hochwertig, das Design ist stimmungsvoll, und die Komponenten (Holzteile, Würfel, Tableaus) machen direkt Lust auf den ersten Einsatz.

Besonders schön: Das All-In-Bundle enthält nicht nur das Grundspiel, sondern auch zusätzliche Module und die erwähnten SPIEL-Promos, die perfekt in die Box passen.


🎲 Ausblick

Direkt nach diesem Beitrag werden Maja und ich die erste Partie spielen – und wenn alles gut läuft, überzeuge ich vielleicht auch Anne und Josef, es mit der Erweiterung zu viert zu versuchen.

Ein Testbericht mit unserer vollständigen Spielebewertung folgt also in Kürze.


ℹ️ Kampagneninfos

KategorieInhalt
Name:Aspens
Designer:Neil Edwards, Luke Roberts
Verlag:Ludivore Games
Spieltyp:Strategie / Engine Builder / 2-Personen-Spiel
Spielerzahl:2 / 4 (mit Erweiterung)
Spieldauer:20–45 Minuten
Alter:ab 10 Jahren
Kampagnenstart:14. Oktober 2024
Finanzierung:443.880 € von 6.000+ Backern
Pledge:All-In-Bundle (99 $)
Erhalten am:15. November 2025
Sprache:Englisch
Bewertung (Erwartung):🌳 Erster Eindruck: sehr positiv – endgültiges Fazit nach den ersten Partien

Cities – Spielbewertung

🧭 Übersicht

Erstkontakt hatten wir mit Cities auf der SPIEL 2025 in Essen, wo wir das Spiel direkt am Stand testen konnten. Gespielt haben Maja, Josef, Maria und ich – und schon die erste Runde hat Lust auf mehr gemacht.

Heute folgte die zweite Partie – diesmal mit Anne, aber ohne Maria. Auch in kleinerer Besetzung funktioniert das Spiel hervorragend und bietet genau das, was der Titel verspricht: Städtebau in Kartenform – kompakt, taktisch und trotzdem entspannt.

Über acht Runden hinweg wählt man jeweils aus fünf Optionen, um seine eigene Stadt auszubauen: Grünanlagen, Seen, Wohnviertel, Geschäftsgebäude, Wahrzeichen und mehr. Neben den Bauplänen wählt man auch Aufgaben, die am Ende Punkte bringen – etwa für bestimmte Strukturen oder Anordnungen.

Besonders schön: Es gibt verschiedene Städte, die man entwickeln kann. Im Grundspiel sind bereits mehrere Varianten enthalten, und auf der Messe gab es als Promokarte zusätzlich die Stadt Hamburg – ein nettes Extra, das wir natürlich gleich mitgenommen haben.

⭐️ Unsere Bewertung ⭐️

  • Zugänglichkeit: 🟢 Hoch – Klare Regeln, intuitive Mechanik, schnell erklärt.
  • Interaktion: 🟡 Mittel – Jede*r baut seine eigene Stadt, aber das Vergleichen der Strategien macht Spaß.
  • Spielspaß: 🟡 Gut – Knifflige Entscheidungen, schöne Fortschrittskurve, aber kein Dauerbrenner.
  • Wiederspielwert: 🟡 Mittel – Durch wechselnde Städte und Aufgaben bleibt es abwechslungsreich, könnte aber langfristig etwas an Reiz verlieren.
  • Gestaltung: 🟢 Hoch – Wunderschön illustriert, stimmungsvoll und hochwertig produziert.

💬 Familienmeinung

Hendrik:
„Ein cleveres Städtebauspiel – schnell gespielt, aber mit mehr Tiefe, als es auf den ersten Blick scheint.“

Maja:
„Ich finde es cool, dass jede Stadt anders ist. Außerdem habe ich schon zwei Mal gewonnen 😉“

Josef:
„Man muss schon aufpassen, was man baut. Wenn man die Aufgaben vergisst, verliert man schnell Punkte.“

Anne:
„Gefällt mir richtig gut – ruhig, planbar, aber trotzdem spannend bis zum Schluss.“

❣️ Gesamtbewertung

3,5 von 5 Meeples

Ein schön gestaltetes und taktisches Städtebauspiel, das durch seine Vielfalt an Stadtvarianten und Aufgaben immer wieder neue Kombinationen ermöglicht. Für Zwischendurch genau richtig – wir hoffen aber, dass es nicht am Ende doch nur im Regal einstaubt.

ℹ️ Spieleinfos

Name:Cities
Verlag:Devir Games (Deutsch: Kosmos)
Designer:Steve Finn, Phil Walker-Harding
Artist:Jorge Tabanera Redondo
Erschienen:2024
Spieltyp:Städtebau / Plättchenlegen / Aufgabenerfüllung
Spielerzahl:1–4
Spieldauer:ca. 30–45 Minuten
Alter:ab 10 Jahren
Sprache:Deutsch
Besonderheit:Mehrere Stadtvarianten, Promokarte „Hamburg“ (SPIEL 2025)
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