Schlagwort: Pegasus Spiele

Castle Rampage – Spielbewertung

Manchmal sind es gerade die unscheinbaren Spiele, die über Jahre immer wieder auf den Tisch kommen. Castle Rampage ist bei uns so ein Fall. Ein kleines Kartenspiel für zwei Personen, das wir inzwischen unzählige Male gespielt haben und das seinen Weg zu uns eher zufällig gefunden hat.

Eine Überraschungsbox aus der Coronazeit

Irgendwann im Jahr 2020, mitten in der Coronazeit, hatte ich bei der Spielebude eine Überraschungsbox gekauft. Für ungefähr 50 Euro gab es eine Zusammenstellung verschiedener Brett- und Kartenspiele, ohne vorher genau zu wissen, was darin steckte.

Damals ging es uns auch darum, den lokalen Einzelhandel zu unterstützen. Gerade die kleineren Geschäfte hatten während der Pandemie schließlich keine einfache Zeit.

Eines der Spiele in dieser Box war Castle Rampage. Kein großer Titel, auf den wir lange gewartet hatten, sondern eher eine nette Zugabe. Dass ausgerechnet dieses kleine Kartenspiel zu einem unserer meistgespielten Spiele werden würde, hätten wir damals wohl nicht erwartet.

Zunächst kam es vor allem mit Josef häufig auf den Tisch, später immer wieder auch mit Maja. Inzwischen dürften wir Castle Rampage tatsächlich mehrere Hundert Mal gespielt haben. Unsere App kennt davon allerdings nur die beiden jüngsten Partien.

Erst das Tor, dann die Burg!

Die Spielidee ist schnell erklärt: Zwei Spieler stehen sich mit ihren Burgen gegenüber und versuchen, die gegnerische Festung dem Erdboden gleichzumachen.

Dafür muss zunächst das Burgtor fallen, bevor wir uns an die eigentliche Burg machen können. Gleichzeitig versuchen wir natürlich, unsere eigene Verteidigung aufrechtzuerhalten.

Gespielt wird mit Karten, die wir entweder zur Verstärkung unserer Burg einsetzen oder für Angriffe verwenden. Dabei gilt es, die eigenen Möglichkeiten möglichst geschickt auszunutzen und den Gegner an den richtigen Stellen unter Druck zu setzen.

Das Ganze ist ausgesprochen unkompliziert. Eine Partie dauert bei uns meistens etwa zehn Minuten, manchmal auch weniger. Große Regelstudien sind nicht erforderlich und nach wenigen Zügen hat man das Prinzip verstanden.

Einfach, aber nicht ohne Taktik

Castle Rampage ist sicherlich kein besonders komplexes Spiel. BoardGameGeek bewertet die Komplexität mit 1,44 von 5 Punkten. Das trifft es aus meiner Sicht ziemlich genau.

Trotzdem steckt etwas mehr darin, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Wer das Spiel häufiger gespielt hat, entwickelt mit der Zeit unterschiedliche Taktiken. Mal lohnt es sich, möglichst schnell anzugreifen, mal ist eine stärkere Verteidigung der bessere Weg. Und manchmal entscheidet auch die Frage, welche Karten wir uns für einen späteren Zug aufheben.

Interessant ist außerdem, was der Gegner bereits ausgespielt hat. Wer sich merkt, welche Karten schon im Spiel waren, kann besser einschätzen, was noch kommen könnte. Auch die Karten, die der Gegner zur Verteidigung einsetzt, verraten mitunter etwas über seine Absichten.

Natürlich spielt das Kartenglück eine Rolle. Nicht immer bekommen wir genau die Karten, die wir gerade gebrauchen könnten. Aber das gehört bei einem so kleinen und schnellen Kartenspiel einfach dazu.

Gerade weil die Regeln so überschaubar sind, lassen sich immer wieder andere Vorgehensweisen ausprobieren. Und tatsächlich entwickelt sich jede Partie ein wenig anders.

Eine witzige kleine Burgenschlacht

Was mir an Castle Rampage ebenfalls gefällt, ist die Gestaltung. Die Karten sind witzig illustriert, die Ideen passen zum Thema und das Ganze nimmt sich selbst nicht besonders ernst.

Es ist einfach unterhaltsam, sich gegenseitig die Burgen auseinanderzunehmen, die eigene Verteidigung im letzten Moment wieder aufzubauen und anschließend doch noch einen erfolgreichen Angriff zu starten.

Castle Rampage will kein großes Strategiespiel sein. Es bietet eine kleine, kurzweilige Auseinandersetzung, die schnell gespielt ist und trotzdem genügend Abwechslung mitbringt.

Und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb es bei uns seit Jahren regelmäßig auf den Tisch kommt.

Unsere Wertung

Hendrik: 6/10 Punkten

Castle Rampage ist für mich ein unkompliziertes, sympathisches Kartenspiel, das immer wieder Spaß macht. Die Regeln sind einfach, die Partien kurz und trotzdem gibt es kleine taktische Entscheidungen. Das Kartenglück verhindert natürlich eine höhere Wertung. Dass wir es über die Jahre vermutlich Hunderte Male gespielt haben, spricht aber durchaus für das Spiel.

Maja: 7/10 Punkten

Maja bewertet Castle Rampage etwas besser als ich. Auch bei ihr kommt das schnelle Kartenduell immer wieder gut an. Gerade als kleine Partie zwischendurch funktioniert es wunderbar.

Unsere Partien in Zahlen

Erfasste Partien2
Spieldatum29. September 2026
Durchschnittliche Spieldauer10 Minuten
Durchschnittliche Bewertung6,5/10
SiegeMaja 1, Hendrik 1

Die Statistik ist diesmal allerdings nur bedingt aussagekräftig. Castle Rampage begleitet uns schon seit ungefähr 2020. Die tatsächliche Anzahl unserer Partien liegt um ein Vielfaches höher. Unsere App ist ja noch sehr neu.

Fazit: Klein, schnell und erstaunlich langlebig

Castle Rampage ist eines dieser Spiele, die man eigentlich gar nicht besonders hervorheben würde. Es ist weder innovativ noch sonderlich anspruchsvoll und sicherlich kein Kandidat für einen abendfüllenden Spieleabend.

Die Mischung aus einfachem Spielablauf, einer ordentlichen Portion Glück, kleinen taktischen Möglichkeiten und humorvoller Gestaltung sorgt dafür, dass wir immer wieder gerne zu den Karten greifen.

Die Überraschungsbox aus der Coronazeit hat uns einige Spiele beschert. Castle Rampage ist eines davon, das sich über all die Jahre wirklich bewährt hat.


Spieldaten

  • Spiel: Castle Rampage
  • Autor: Matthias Cramer
  • Illustrationen: Christian Fiore
  • Verlage: Gen-X Games, Pegasus Spiele
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Spielerzahl: 2 Personen
  • Spieldauer: ca. 15 Minuten
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Komplexität laut BGG: 1,44/5
  • BoardGameGeek: https://boardgamegeek.com/boardgame/256569

Schlagwörter für WordPress

Castle Rampage, Matthias Cramer, Pegasus Spiele, Gen-X Games, Kartenspiel, Zwei-Personen-Spiel, Brettspiel für zwei, Familienspiel, Burgenspiel, Spielebude, Brettspiel Rezension, Spielerezension, Hügelzelter

Boss Fighters QR – Spielbewertung


Dieser Boss Battler war auf der Spiel 2025 in Essen ein voller Erfolg und hatte dazu eine sehr große Erstauflage. Doch trotz der Unübersehbarkeit dieses Messehits griffen wir hier nicht zu. Der Grund: Wir hatten bereits eine beträchtliche Anzahl an Spielen in unseren Taschen. Außerdem wartete mit One Hit Heroes bereits ein Boss Battler zuhause auf uns.

One Hit Heroes – Spielbewertung

Doch dann landete Boss Fighters QR unter unserem Weihnachtsbaum…


⚙️Spielmechanik – Was ist das für ein Spiel?

In diesem kooperativen Boss Battler kämpft man mit seinen individuellen Helden gegen dreiköpfige Oger und explosive Erfindungen. Die Charaktere kann man selbst aus einer Klasse und einer Rasse zusammenstellen und so als Elfen Schurke oder Troll Magierin kämpfen.

Die Helden steuert man über Karten. Auf deren Rückseite befindet sich jeweils ein QR-Code, den man mit der App scannt. Mithilfe einer App kann man so verschiedene Gegner herausfordern, die jeweils über besondere Fähigkeiten verfügen. Immer wenn man dran ist wählt man eine Karte, die man spielen will und scannt den QR-Code auf ihrer Rückseite. Um Strafen zu umgehen, müssen die Spieler darauf achten, welche Verhaltensweisen bei welchem Boss negative Effekte auslösen können.

Nachdem man einen Kampf erfolgreich beendet, schaltet man neue Inhalte, wie hilfreiche Gegenstände oder mächtige Karten, frei. Außerdem kommen im Laufe des Spiels neue Regeln hinzu.


👤Unsere Spielrunde

Kurz nach Weihnachten weckte das Spiel sofort unser Interesse und es kam schnell auf den Tisch. Als erstes haben wir die Kampagne zu viert mit Maria begonnen, der gerade zu Besuch war. Danach haben wir das Spiel zurückgesetzt, um zu dritt und mit anderen Heldenkombinationen noch mal von vorne zu beginnen.

In Höchstgeschwindigkeit haben wir noch in den Ferien einen Boss nach dem anderen bekämpft. Wir wollten immer direkt wissenm, was wohl der nächste für Fähigkeiten, Sonderregeln und Herausforderungen mit sich bringt. Dazu gab es noch einen speziellen Weihnachtsboss, den wir uns zusätzlich vornehmen konnten.


⭐️Unsere Bewertung⭐️

Zugänglichkeit: 😄 hoch – Die Regeln sind einfach und werden nach und nach mehr, ein idealer Boss Battler gerade für Familien.

Interaktion: 😄hoch – Man muss sich als Team abstimmen und überlegen, wie angegriffen und verteidigt wird.

Spielspaß: 🤩sehr hoch – Uns hat es persönlich super gefallen, es ist zugänglich und hat trotzdem verschiedene Spielansätze und eine gewisse taktische Tiefe.

Wiederspielwert: 😄 hoch – Neue Karten, Regeln und Bosse bieten Abwechslung und machen Lust auf mehr, nachdem wir alle Bosse einmal besiegt hatten, wanderte Boss Fighters QR zwar erstmal wieder ins Regal, aber es sollten noch weitere Gegner hinzugekommen, wie z. B. zu Weihnachten oder Ostern


💬Stimmen aus der Familie

Hendrik

Tolles Spiel! Das zeigt sich auch daran, dass ich mich darüber ärgere, den Oster Boss verpasst zu haben.

Josef

Ich mag die QR-Mechanik und die versteckten Bossfähigkeiten.

Maja

Ich war vor jedem Boss gespannt, was es für Fähigkeiten und neue Regeln wohl gibt! Das hat mich total gepackt.


❣️Gesamtbewertung

Insgesamt hat uns Boss Fighters QR richtig abgeholt. Die Kombination von der App mit dem Brettspiel funktioniert sehr gut. Außerdem gefällt es uns, dass über die App neue Bosse eingefügt werden können, ohne dass es einer Erweiterung bedarf.

Unser einziger Kritikpunkt ist, dass wenn man die Kampagne einmal durch hat, die Motivation, die ganzen Karten auseinander zu sortieren, um in anderen Kombinationen erneut loszulegen, eher gering ist.

⭐️⭐️⭐️⭐️½ 4,5/5 Huegelzelterpunkte


📊Eckdaten

  • 🎲 Spieler: 2–4 (Community-Empfehlung: 3 Spieler)
  • ⏱️ Spieldauer: 40–60 Minuten
  • 👦 Alter: ab 10 Jahren (Community: bereits ab 8 Jahren gut spielbar)
  • 🧠 Komplexität (BGG Weight): 2,13 / 5
  • ⭐ BoardGameGeek-Rating: 8,0 / 10
  • 🏆 BGG-Rang: Platz 1.529 insgesamt, Platz 388 der Familienspiele
  • ✍️ Autoren: Michael Palm & Lukas Zach
  • 🎨 Illustrationen: Artur Fast, Maximilian Jasionowski, Bartłomiej Kordowski und Timo Mimus
  • 🏢 Verlag: Pegasus Spiele