Manche Spiele erinnern einen an eine ganz bestimmte Zeit. Bei Kuh Vadis ist das für uns die Corona-Pandemie. Irgendwann 2019 oder 2020 ist das kleine Würfelspiel bei uns eingezogen und wurde damals ziemlich häufig gespielt. Während der Lockdowns haben die Kinder es zeitweise sogar über Microsoft Teams miteinander gespielt. Keine Zeit, an die man unbedingt zurückdenken möchte.
Danach verschwand Kuh Vadis für einige Jahre im Spieleschrank. Erst durch unsere Spiele-App ist es wieder aufgetaucht und so haben Maja und ich Ende September ein paar neue Partien gespielt.
Kniffel trifft Tic-Tac-Toe
Das Spielprinzip ist denkbar einfach. Auf einem Spielblock versuchen zwei Spieler, ihre drei vorgegebenen Felder miteinander zu verbinden. Dafür wird gewürfelt. Bis zu dreimal pro Zug dürfen die fünf Würfel geworfen werden, wobei man nach jedem Wurf entscheiden kann, welche Würfel man behält.
Das kennt man natürlich schon von Kniffel. Bei Kuh Vadis geht es allerdings nicht darum, möglichst viele Punkte zu sammeln, sondern die passenden Felder anzukreuzen und gleichzeitig dem Gegner den Weg zu verbauen.
Maja brachte es nach unserer ersten Partie ziemlich treffend auf den Punkt:
„Eigentlich nur ausgeweitetes Tic-Tac-Toe.“
Und damit hat sie gar nicht so unrecht. Ein bisschen taktieren kann man durchaus, aber am Ende entscheidet eben doch häufig das Würfelglück.
Schnell gespielt, schnell vergessen?
Roll & Write ist grundsätzlich eine solide Spielvariante. Die Spiele sind schnell aufgebaut, brauchen kaum Platz und lassen sich praktisch überall spielen. Das gilt auch für Kuh Vadis. Ein Block, ein paar Würfel und nach rund zehn Minuten ist die Partie vorbei.
Optisch gibt es allerdings wenig zu entdecken. Maja merkte dazu nur trocken an:
„Man hätte ja mal die Rückseite der Zettel auch bedrucken können.“
Mehr gibt es eigentlich kaum zu sagen. Kuh Vadis ist ein einfaches, solides Würfelspiel, das niemandem wehtut, aber auch keine Begeisterungsstürme auslöst. Wir hatten früher durchaus unseren Spaß damit. Heute gibt es allerdings genügend andere Spiele, die wir lieber auf den Tisch bringen.
Unser Fazit
Kuh Vadis ist unkompliziert, schnell erklärt und ebenso schnell gespielt. Für zwischendurch völlig in Ordnung, gerade wenn man ein kleines Spiel für zwei Personen sucht. Wer allerdings mit Kniffel und anderen glücksabhängigen Würfelspielen wenig anfangen kann, wird auch hier nicht unbedingt glücklich.
Schön, dass wir es noch einmal hervorgeholt haben. Auf unserer persönlichen Hotlist wird es aber wohl nicht mehr landen.
⚔️ Drei Wege zum Sieg – und ständig steht der andere im Weg
🧭 Übersicht
Nach Pentago ging unser Spieleabend zu zweit weiter. Wieder Maja gegen mich, wieder ein Spiel, das schon lange in unserer Sammlung steht und trotzdem bislang keinen eigenen Testbericht bekommen hatte.
Diesmal landete 7 Wonders Duel auf dem Tisch.
Das passt gerade ziemlich gut. Erst vor wenigen Tagen haben wir über 7 Wonders Architects geschrieben – den deutlich leichteren Vertreter der Familie. 7 Wonders Duel spielt in derselben Welt, sieht entsprechend vertraut aus, ist aber eine ganz andere Hausnummer.
Und eigentlich schiebe ich schon länger noch einen anderen Artikel vor mir her: den direkten Vergleich zwischen 7 Wonders Duel und Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde.
Beide Spiele teilen sich im Kern sehr viel DNA und unterscheiden sich im Detail dann doch deutlich genug, dass bei uns inzwischen sogar klare Lager entstanden sind.
Josef bevorzugt Mittelerde. Maja bleibt lieber bei den Weltwundern.
Die letzte Partie mit Josef in Mittelerde liegt inzwischen wieder etwas zurück. Dafür gab es jetzt mit Maja endlich wieder eine Runde des Originals.
Also kümmern wir uns zunächst darum.
⚙️ Spielmechanik
7 Wonders Duel ist ausschließlich für zwei Spieler gedacht und lebt davon, dass man seinem Gegenüber eigentlich permanent im Weg steht.
Über drei Zeitalter liegen Karten in wechselnden Auslagen aus. Nicht alle sind sofort verfügbar. Manche werden erst freigelegt, wenn andere Karten genommen wurden.
Und genau dort beginnt das eigentliche Spiel.
Natürlich schaut man darauf, was man selbst benötigt. Rohstoffe, Geld, Wissenschaft, Militär oder einfach Siegpunkte.
Aber mindestens genauso wichtig ist die Frage:
Was braucht der andere?
Nehme ich eine Karte, weil sie für mich gut ist? Oder nehme ich sie, weil Maja sie auf keinen Fall bekommen darf?
Welche Karte decke ich dadurch anschließend auf?
Und kann ich abschätzen, welche Möglichkeiten sich daraus zwei oder drei Züge später ergeben?
Davon lebt 7 Wonders Duel.
🏆 Drei Wege zum Sieg
Besonders interessant sind die unterschiedlichen Siegbedingungen.
Der klassische Weg führt über Siegpunkte. Nach dem dritten Zeitalter wird abgerechnet und verglichen, wer die erfolgreichere Zivilisation aufgebaut hat.
Es kann aber auch deutlich früher Schluss sein.
Mit militärischen Karten verschiebt sich die militärische Macht immer weiter in Richtung des Gegners. Erreicht der Marker dessen Hauptstadt, endet die Partie sofort.
Alternativ kann man wissenschaftliche Symbole sammeln. Wer sechs unterschiedliche Wissenschaftssymbole zusammenbekommt, erreicht ebenfalls einen sofortigen Sieg.
Damit kann man sich nie nur auf den eigenen Plan konzentrieren.
Vielleicht möchte man eigentlich über Punkte gewinnen, muss aber plötzlich reagieren, weil der Gegner militärisch gefährlich nahe kommt. Oder man stellt fest, dass ihm nur noch ein Forschungssymbol fehlt.
Dann ändern sich die Prioritäten sehr schnell.
💰 Ressourcen und die Wirtschaft des Gegners
Auch die Rohstoffe sorgen für direkte Interaktion.
Viele Karten kosten bestimmte Ressourcen. Produziert man diese nicht selbst, kann man sie kaufen.
Der interessante Teil: Was der Gegner produziert, kann den eigenen Einkauf verteuern.
Damit reicht es nicht, nur auf die eigene Wirtschaft zu schauen. Wenn Maja bestimmte Ressourcen kontrolliert, kann das meine geplanten Karten plötzlich erheblich teurer machen.
Umgekehrt kann man selbst versuchen, genau dort Druck aufzubauen.
Auch deshalb fühlt sich 7 Wonders Duel deutlich konfrontativer an als 7 Wonders Architects.
Hier baut eben nicht jeder weitgehend für sich sein hübsches Weltwunder.
Hier schaut man sich gegenseitig ziemlich genau auf die Finger.
🏛️ Und natürlich Weltwunder
Ganz ohne die namensgebenden Weltwunder wäre es kein 7 Wonders.
Jeder Spieler bekommt mehrere Wunder, die während der Partie gebaut werden können. Dafür werden Karten und Ressourcen geopfert, anschließend gibt es besondere Effekte.
Das kann zusätzliche Züge, Ressourcen, Geld oder andere Vorteile bringen.
Und auch hier entsteht Konkurrenz: Insgesamt können nicht alle bereitliegenden Wunder gebaut werden.
Irgendwann ist Schluss.
Wer zu lange wartet, kann deshalb tatsächlich mit einem ungebauten Weltwunder dastehen.
Für jemanden, der ohnehin eine gewisse Schwäche für alte Steine hat, ist das natürlich grundsätzlich ein angenehmes Thema.
Warum meine Kinder bei echten Ruinen deutlich weniger Begeisterung zeigen, die Weltwunder hier aber problemlos bauen, gehört zu den Fragen, die vermutlich ungeklärt bleiben werden.
🧙 Ein kurzer Blick nach Mittelerde
Ganz ausblenden können wir Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde an dieser Stelle natürlich nicht.
Die Verwandtschaft ist dafür zu offensichtlich.
Auch dort gibt es mehrere Wege zum Sieg und auch dort muss man ständig beobachten, was der andere macht.
Nur wurden die Mechanismen sehr schön in das Tolkien-Thema übersetzt.
Statt einer klassischen Militärleiste geht es unter anderem um den Ring. Die Gemeinschaft versucht, ihn Richtung Mordor zu bringen, während Sauron den Ringträger verfolgt.
Die wissenschaftliche Dominanz wird durch die Unterstützung verschiedener Völker Mittelerdes ersetzt.
Und statt am Ende einfach Siegpunkte zu zählen, kämpfen beide Seiten um die Kontrolle über die verschiedenen Regionen Mittelerdes.
Rohan, Gondor und die übrigen Gebiete sollen eben entweder unter dem Banner der Freien Völker stehen oder Mordor zufallen.
Mechanisch sehr verwandt.
Thematisch ganz anders.
Und bei uns führt das zu einer interessanten Aufteilung:
Josef zieht Mittelerde vor. Maja bleibt bei 7 Wonders Duel.
Ich selbst würde Duell um Mittelerde momentan vielleicht einen halben Punkt höher einordnen.
Den ausführlichen Vergleich heben wir uns aber noch auf.
⭐️ Unsere Bewertung ⭐️
Zugänglichkeit: 😄 Hoch – Etwas anspruchsvoller als 7 Wonders Architects, aber nach wenigen Zügen gut verstanden.
Interaktion: 🤩 Sehr hoch – Karten wegnehmen, Ressourcen verteuern, Militär beobachten und Forschung verhindern. Man spielt ständig auch gegen den Plan des anderen.
Spielspaß: 😄 Hoch – Viele interessante Entscheidungen in überschaubarer Spielzeit.
Wiederspielwert: 🤩 Sehr hoch – Unterschiedliche Kartenauslagen, Weltwunder und Siegwege sorgen dafür, dass Partien verschieden verlaufen.
Gestaltung: 😄 Hoch – Die bekannte 7-Wonders-Optik funktioniert auch hier hervorragend.
Glücksfaktor: 🙂 Niedrig bis mittel – Die Kartenauslage bringt Unwägbarkeiten hinein, der entscheidende Faktor bleibt aber, wie gut man mit den verfügbaren Möglichkeiten umgeht.
💬 Familienmeinung
Hendrik:
„Grundsätzlich ein richtig gutes Spiel. Das Universum gefällt mir sowieso und Weltwunder gehen immer.
An dieser Stelle verstehe ich nur wieder nicht, warum die Kinder beim Thema alte Steine außerhalb des Spieltisches deutlich weniger Begeisterung zeigen.
Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde gefällt mir vielleicht noch einen halben Punkt besser.“
Wertung: 7 von 10
Maja:
„Ich mag dieses Spiel lieber als Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde.“
Wertung: 8 von 10
📊 Unsere Partie in Zahlen
Erfasste Partien: 1
Spielzeit: ca. 30 Minuten
Durchschnittsnote: 7,5 von 10
Siegerin: Maja
In unseren persönlichen Rankings liegt 7 Wonders Duel aktuell auf:
Hendrik: Platz 19 von 232 Maja: Platz 32 von 128
Wie schon bei den letzten Artikeln gilt: Die App erfasst bislang nur einen Teil unserer tatsächlich gespielten Partien. 7 Wonders Duel ist selbstverständlich schon deutlich häufiger bei uns auf dem Tisch gewesen.
❣️ Gesamtbewertung
4 von 5 Meeples
7 Wonders Duel ist ein hervorragendes Zwei-Personen-Spiel, weil man nie nur für sich selbst spielt.
Militär, Forschung und Punkte bieten drei unterschiedliche Wege zum Sieg. Gleichzeitig muss man ständig darauf achten, welchen Weg der Gegner gerade einschlägt.
Dazu kommen die offene Kartenauslage, knappe Ressourcen und die Weltwunder mit ihren besonderen Fähigkeiten.
Das Ergebnis ist ein taktisches Duell, bei dem man sich wunderbar gegenseitig in die Quere kommt.
Und auch wenn bei uns inzwischen Konkurrenz aus Mittelerde eingezogen ist: 7 Wonders Duel bleibt eines unserer stärkeren Spiele für zwei Personen.
ℹ️ Spielinfos
Name: 7 Wonders Duel
Autoren: Antoine Bauza, Bruno Cathala
Grafik: Miguel Coimbra
Verlag: Repos Production
Erscheinungsjahr: 2015
Spielart: Taktisches Zwei-Personen-Spiel / Kartenspiel / Set Collection
Spielerzahl: 2 Spieler
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Komplexität bei BoardGameGeek: 2,23 von 5
BGG-Bewertung: 8,07
BGG-Rang: #24
Mechaniken: Open Drafting, Set Collection, Track Movement, Tug of War, Variable Set-up, Multi-Use Cards, Tech Trees
Die Brettspiel-App der Hügelzelter durfte am Montagabend wieder ran.
Nachdem sie zuletzt Josef und mir mit Aqualin und 7 Wonders Architects zwei Spiele aus dem Regal geholt hatte, über die auf dem Blog tatsächlich noch kein Testbericht existierte, war diesmal Maja meine Mitspielerin.
Die Vorgabe blieb ähnlich: Wir hatten nicht ewig Zeit, wollten zu zweit spielen und möglichst wieder etwas aus unserer Sammlung hervorholen, das schon länger keinen Auftritt mehr auf dem Tisch hatte.
Die App lieferte zwei Vorschläge. Und vorwegnehmen kann man schon einmal: Beide haben wieder Spaß gemacht.
Das erste Spiel des Abends war ein alter Bekannter: Pentago.
Und „alt“ ist hier durchaus wörtlich zu verstehen. Pentago ist bereits 2005 erschienen und ich dürfte es nur kurze Zeit später zum ersten Mal gespielt haben. Damals bei Marcel, während seiner Promotionszeit in der Schweiz.
Marcel und mich verbindet schon seit unseren Studienzeiten eine ziemlich lange Tradition von Brettspielen zu zweit. Besonders gern haben wir dabei immer Spiele gespielt, bei denen möglichst wenig Glück entscheidet und möglichst viel davon, was man selbst auf dem Brett veranstaltet – oder eben übersieht.
Pentago passt perfekt in diese Kategorie.
Das Spiel steht inzwischen schon sehr lange in unserer eigenen Sammlung. Und auch nach ungefähr 20 Jahren funktioniert es immer noch.
⚙️ Spielmechanik
Die Aufgabe könnte kaum einfacher sein: Fünf eigene Kugeln in eine Reihe bringen. Horizontal, vertikal oder diagonal.
Das Grundprinzip ist uralt. Bei uns begann diese Karriere schon in der Schule mit Vier gewinnt auf der Tischplatte. Bleistift und Zirkel sorgten dafür, dass das Spielfeld dauerhaft erhalten blieb und in der nächsten Pause direkt weitergespielt werden konnte.
Wir waren eben schon damals nachhaltig.
Pentago nimmt dieses bekannte Prinzip und ergänzt genau einen entscheidenden Kniff.
Das Spielfeld besteht aus vier einzelnen 3×3-Feldern, die gemeinsam ein großes 6×6-Feld bilden. Im eigenen Zug setzt man zunächst eine Kugel. Anschließend wird eines der vier Teilfelder um 90 Grad gedreht.
Und damit verändert sich plötzlich das komplette Bild.
Eine fast fertige Reihe kann auseinandergerissen werden. Umgekehrt können Kugeln, die gerade noch weit voneinander entfernt lagen, plötzlich zusammengehören. Man muss daher nicht nur überlegen, wo man die eigene Kugel platziert, sondern gleichzeitig vorausdenken, was durch die anschließende Drehung passiert.
Noch wichtiger ist die Frage, welche Möglichkeiten man dem Gegner eröffnet.
Damit wird aus dem simplen „Fünf in einer Reihe“ schnell ein Spiel um Muster, Fallen und räumliches Denken. Man baut nicht nur die eigene Reihe auf und blockiert den Gegner, sondern versucht mögliche Drehungen gleich mit einzuplanen.
Majas Kommentar trifft es deshalb ziemlich gut:
„Cooles, kurzweiliges Taktikspiel. Oder ist es doch eher ein Logikspiel?“
Ein Glücksfaktor existiert praktisch nicht. Beide Spieler haben dieselben Möglichkeiten und sämtliche Informationen liegen offen auf dem Tisch. Wer verliert, hat etwas übersehen oder der andere hat schlicht besser gespielt.
Auch die kurze Spielzeit passt hervorragend dazu. Unsere beiden Partien dauerten im Durchschnitt rund fünf Minuten. Damit kann man problemlos mehrere Runden hintereinander spielen. Diesmal blieb es bei zwei – schließlich sollte die App uns noch ein zweites Spiel für den Abend liefern.
⭐️ Unsere Bewertung ⭐️
Zugänglichkeit: 🤩 Sehr hoch – Kugel setzen, Feld drehen, fünf in eine Reihe bekommen. Einfacher lässt sich ein Spiel kaum erklären.
Interaktion: 🤩 Sehr hoch – Jeder Zug verändert unmittelbar die Möglichkeiten beider Spieler.
Spielspaß: 🤩 Sehr hoch – Extrem kurze Partien, aber trotzdem echte taktische Entscheidungen.
Wiederspielwert: 🤩 Sehr hoch – Eine Partie dauert nur wenige Minuten und lädt unmittelbar zur Revanche ein.
Gestaltung: 😄 Hoch – Abstrakt, klar und funktional. Gerade die beweglichen Spielfeldsegmente machen das Spiel auch haptisch interessant.
Glücksfaktor: 🟢 Praktisch keiner – Alle Informationen liegen offen. Entscheidend sind Planung, räumliches Denken und die Fehler der beiden Spieler.
💬 Familienmeinung
Hendrik:
„Erstmals habe ich Pentago vor ungefähr 20 Jahren mit Marcel gespielt. Lange ist es inzwischen auch bei uns eingezogen – und mir gefällt es immer noch sehr gut.
Einfachste Regeln, praktisch kein Glück und trotzdem kann eine einzige Drehung alles verändern.“
Wertung: 8 von 10
Maja:
„Cooles, kurzweiliges Taktikspiel. Oder ist es doch eher ein Logikspiel?“
Wertung: 8 von 10
📊 Unsere Partien in Zahlen
Erfasste Partien: 2
Durchschnittliche Spielzeit: 5 Minuten
Durchschnittsnote: 8,0 von 10
Siege Hendrik: 2
In meinem persönlichen Ranking liegt Pentago aktuell auf:
Platz 22 von 233 Spielen.
Natürlich spiegeln die zwei erfassten Partien nur unseren aktuellen App-Datenbestand wider. Tatsächlich haben wir Pentago über die Jahre deutlich häufiger gespielt.
❣️ Gesamtbewertung
4 von 5 Meeples
Pentago nimmt ein uraltes Spielprinzip und macht mit einer einzigen Idee erstaunlich viel daraus. Durch die drehbaren Spielfeldteile reichen einfaches Blockieren und Reihenbauen nicht mehr aus. Räumliches Denken und das Vorausplanen möglicher Drehungen werden entscheidend.
Dazu kommen extrem kurze Partien und praktisch kein Glück.
Auch nach rund 20 Jahren ist Pentago für mich deshalb noch immer eines der richtig guten Spiele für zwei Personen.
🏛️ Wenn das Weltwunder mal eben zwischendurch entsteht
🧭 Übersicht
Nach Aqualin ging der Feldtest unserer eigenen Brettspiel-App direkt in die zweite Runde.
Im Artikel zu Aqualin hatte ich bereits beschrieben, dass ich unsere App inzwischen um eine für uns ziemlich praktische Funktion erweitert habe: Zu den Spielen sind nun auch unsere bisherigen Blogartikel hinterlegt. Bei den Empfehlungen kann ich damit gezielt nach Spielen suchen lassen, über die wir noch nicht geschrieben haben.
Genau das wollten Josef und ich ausprobieren, während der Rest der Hügelzelter noch gut eine Stunde unterwegs war.
Vorschlag Nummer eins war Aqualin. Vorschlag Nummer zwei:
7 Wonders Architects.
Ein Spiel, das bei uns keineswegs unbekannt ist.
Kennengelernt habe ich 7 Wonders Architects vor ungefähr 22 Monaten bei einem Spieleabend bei Maggi, einem meiner engsten Freunde. Mitgebracht hatte es Maria, der hier auf dem Blog ja inzwischen ebenfalls kein Unbekannter mehr ist.
Wir waren damals zu fünft. Keine klassische Vielspielergruppe, aber alles Leute, die am Anfang des Abends klug genug sind, neue Regeln schnell zu verstehen und bei unseren größeren Brettspielaktionen auch immer mal wieder mit am Tisch sitzen.
Und genau dort zeigte 7 Wonders Architects bereits eine seiner größten Stärken:
Der Einstieg funktioniert erstaunlich problemlos.
Die Regeln waren schnell verstanden, die Partie lief flüssig und anschließend blieb es nicht bei einer Runde.
Irgendwann ist das Spiel dann auch bei uns eingezogen. Seitdem gab es immer wieder einzelne Partien, auch Josef und Maja haben es bereits zu zweit gespielt.
Ich selbst hatte dabei allerdings immer im Hinterkopf:
Ist das nicht eigentlich ein Spiel, das mit mehr Leuten besser funktioniert?
Gerade beim militärischen Teil erschien mir eine größere Runde irgendwie passender. Zeit, das zu überprüfen.
⚙️ Spielmechanik
Das grundlegende Ziel ist schnell erklärt:
Jeder Spieler bekommt eines der berühmten Weltwunder der Antike und versucht, dieses Stück für Stück fertigzustellen.
Dafür sammeln wir hauptsächlich Karten.
Je nach Karte erhalten wir Rohstoffe, Siegpunkte, wissenschaftliche Symbole oder militärische Stärke.
Besonders angenehm ist dabei die Art, wie die Karten gewählt werden. Vor jedem Spieler liegen Kartenstapel, und grundsätzlich greift man auf Karten aus der eigenen unmittelbaren Umgebung oder auf eine verdeckte Alternative zurück.
Dadurch gibt es Entscheidungen, ohne dass das Spiel in längere Grübelphasen verfällt.
Brauche ich gerade einen Rohstoff für mein Weltwunder?
Will ich Wissenschaftssymbole sammeln? Sollte ich militärisch verhindern, dass Josef zu weit davonzieht?
Oder nehme ich einfach sichere Siegpunkte? Damit hat Josef dann auch gewonnen.
Das alles ist relevant, aber nie so kompliziert, dass der Spielfluss ins Stocken gerät.
7 Wonders Architects spielt sich einfach gut herunter.
🏛️ Ein bisschen Asymmetrie ist immer gut
Ganz identisch sind die Ausgangsbedingungen allerdings nicht.
Jeder Spieler baut ein anderes Weltwunder, und diese bringen jeweils leicht unterschiedliche Vorteile mit.
Die Unterschiede sind nicht riesig. Zumindest nach unseren bisherigen Partien wirken die Wunder ziemlich ausgewogen.
Trotzdem verändern sie die Partie ein wenig.
Mit einem anderen Weltwunder setzt man vielleicht andere Prioritäten oder freut sich über bestimmte Karten mehr als in der vorherigen Runde.
Wir wählen die Wunder bislang übrigens gar nicht bewusst aus.
Es wird zugelost.
Das passt für uns ganz gut, weil die Unterschiede groß genug sind, um ein bisschen Abwechslung hineinzubringen, aber nicht so groß, dass man vor der Partie erst über die optimale Wahl diskutieren müsste.
👀 Das kommt mir doch bekannt vor
Wer 7 Wonders Duel kennt, wird sich bei Architects ohnehin sehr schnell zu Hause fühlen.
Grafik, Symbolsprache, Karten und das gesamte Erscheinungsbild erinnern deutlich an den bekannten Zweier-Ableger.
Das liegt natürlich nicht nur am ähnlichen Namen.
Antoine Bauza steckt hinter beiden Spielen und auch Repos Production sorgt dafür, dass die optische Familienzugehörigkeit kaum zu übersehen ist.
Spielerisch sind die Unterschiede allerdings deutlich.
7 Wonders Duel ist wesentlich taktischer, kontrollierter und konfrontativer.
Architects ist dagegen die leichtere Variante. (nach meiner Meinung)
🎲 Entscheidungen ja – Kontrolle nur bedingt
Ganz ohne Glück geht es allerdings nicht.
Welche Karten zur Verfügung stehen und welche anschließend nachkommen, lässt sich nur begrenzt beeinflussen.
Natürlich kann man Entscheidungen treffen und Wahrscheinlichkeiten einschätzen. Trotzdem gibt es Partien, in denen die passenden Karten etwas angenehmer auf einen zulaufen als in anderen.
Der Glücksfaktor ist also durchaus vorhanden.
Mich stört das hier allerdings wenig.
Vielleicht liegt das auch daran, dass ich Niederlagen bei Spielen mit etwas höherem Glücksanteil wesentlich besser verkraften kann.
Dann lag es schließlich nicht ausschließlich an meiner spielerischen Leistung.
Nach meiner Farbfehlsichtigkeit bei Aqualin ist damit auch für die zweite Niederlage des Abends eine vollkommen plausible Erklärung gefunden.
⚔️ Und funktioniert es zu zweit?
Das war für mich eigentlich die spannendste Frage dieser Partie.
Meine prägendste Erinnerung an 7 Wonders Architects stammt schließlich aus der Fünferrunde bei Maggi.
Mehr Spieler bedeuten mehr Nachbarn, mehr Bewegung beim Militär und grundsätzlich mehr Leben am Tisch.
Zu zweit funktioniert das Spiel aber überraschend gut.
Natürlich fehlt ein Teil dieses Gruppengefühls. Dafür geht die Partie noch einmal besonders flott von der Hand und die Entscheidungen bleiben trotzdem interessant.
Auch der militärische Bereich funktioniert.
Vielleicht ist er mit mehreren Spielern etwas lebendiger – kaputt geht das Spiel zu zweit dadurch aber keineswegs.
Nach rund 20 Minuten war unser Weltwunder-Wettstreit beendet.
Und wie schon bei Aqualin hieß der Sieger: Josef.
Zwei Empfehlungen unserer App, zwei Spiele, zwei Siege für Josef.
Vielleicht muss ich den Algorithmus noch einmal überarbeiten.
⭐️ Unsere Bewertung ⭐️
Zugänglichkeit: 🤩 Sehr hoch – Wenige Regeln, einfache Symbolik und nach wenigen Zügen vollständig verstanden.
Interaktion: 😄 Mittel bis hoch – Man schaut durchaus darauf, was der andere sammelt, und gerade Militär sowie verfügbare Karten sorgen für gegenseitige Einflussnahme.
Spielspaß: 😄 Hoch – Flott, unkompliziert und trotzdem mit genügend Entscheidungen.
Wiederspielwert: 😄 Hoch – Unterschiedliche Weltwunder, wechselnde Karten und verschiedene Spielerzahlen sorgen für Abwechslung.
Gestaltung: 😄 Hoch – Die 7-Wonders-Familie ist sofort erkennbar. Besonders der Bau des eigenen Weltwunders macht auch optisch etwas her.
Glücksfaktor: 🙂 Mittel – Die verfügbaren Karten bestimmen einen Teil der Möglichkeiten. Genug Entscheidungen bleiben trotzdem bestehen.
💬 Familienmeinung
Hendrik:
„Es spielt sich einfach angenehm herunter. Genug Entscheidungen, damit es nicht belanglos wird, aber gleichzeitig so wenig Ballast, dass man jederzeit schnell eine Partie einschieben kann. Auch zu zweit funktioniert es besser, als ich erwartet hatte.
Und bei dem Glücksanteil kann ich die Niederlage auch ganz gut verkraften.“
Wertung: 7 von 10
Josef:
„Schönes Spiel, schöne Mechanik. Und ich musste Papa mal nicht bei 7 Wonders Duel oder dem ‚Klon‘ Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde abziehen.“
Wertung: 7,5 von 10
Maja:
„Hat schon Spaß gemacht. Papa mag ja die alten Steine. Und dann doch lieber auf dem Tisch als irgendwo zwischen den Ruinen der Weltwunder.“
📊 Unsere Partie in Zahlen
Für diesen Artikel erfasste Partien: 1
Spielzeit: ca. 20 Minuten
Durchschnittsnote: 7,2 von 10
Sieger: Josef
Dabei ist wichtig: Diese Partie war natürlich nicht unsere erste Begegnung mit 7 Wonders Architects. Das Spiel war bereits mehrfach bei uns und zuvor auch in anderen Gruppen auf dem Tisch.
Die Statistik stammt lediglich aus der inzwischen in unserer App erfassten Partie.
❣️ Gesamtbewertung
4 von 5 Meeples
7 Wonders Architects ist kein besonders schweres Strategiespiel – und möchte das auch gar nicht sein.
Seine Stärke liegt woanders.
Es schafft es, Elemente aus der bekannten 7-Wonders-Welt so weit herunterzubrechen, dass praktisch jeder sehr schnell mitspielen kann.
Rohstoffe sammeln, Weltwunder bauen, Wissenschaft entwickeln, ein bisschen kämpfen und Siegpunkte einsammeln.
Das alles passiert in rund 20 bis 30 Minuten, ohne dass man das Gefühl bekommt, überhaupt nichts entscheiden zu können.
Natürlich muss man akzeptieren, dass Glück eine größere Rolle spielt als etwa bei 7 Wonders Duel. Wer jeden Zug mehrere Runden vorausplanen möchte, wird hier vermutlich nicht glücklich.
Wer dagegen ein unkompliziertes Spiel sucht, das mit Gelegenheitsspielern genauso funktioniert wie mit erfahrenen Brettspielern und sowohl zu zweit als auch in größerer Runde auf den Tisch kommen kann, bekommt erstaunlich viel Spiel für vergleichsweise wenig Regelaufwand.
Dass jedes Weltwunder zudem noch leicht unterschiedliche Fähigkeiten besitzt, bringt genau genug Asymmetrie hinein, um die nächste Partie ein bisschen anders aussehen zu lassen.
Und unsere Partie hat noch eine zweite Erkenntnis gebracht:
Ja, auch zu zweit funktioniert 7 Wonders Architects ziemlich gut.
Nur den Sieger sollten wir beim nächsten Mal vielleicht austauschen.
ℹ️ Spielinfos
Name: 7 Wonders Architects
Originaltitel: 7 Wonders: Architects
Autor: Antoine Bauza
Grafik: Etienne Hebinger
Verlag: Repos Production
Erscheinungsjahr: 2021
Spielart: Familienspiel / Set Collection / Open Drafting
Spielerzahl: 2–7 Spieler
Spieldauer: ca. 25 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Komplexität bei BoardGameGeek: 1,39 von 5
BGG-Bewertung: 7,03
BGG-Rang: #816
Mechaniken: Neighbor Scope, Open Drafting, Set Collection, Variable Player Powers
Feldtest für unsere (eigene) Brettspiel-App. Wir wollten ein paar kurze Spiele für Josef und mich raussuchen, da der Rest der Hügelzelter noch gut eine Stunde weg war ….
Zuvor hatte ich die App der Hügelzelter noch einmal etwas erweitert. Inzwischen sind dort auch unsere bisherigen Artikel mit den Spielen verknüpft. Bei den Spielvorschlägen kann ich damit nun gezielt danach filtern, über welche Spiele wir noch nicht geschrieben haben.
Eine Erweiterung, die natürlich getestet werden wollte.
Der erste Vorschlag der App: Aqualin. Danach sollte noch 7 Wonders Architects folgen.
Beide Spiele standen schon häufiger bei uns auf dem Tisch, schlummerten inzwischen aber zugegebenermaßen eine ganze Weile unbeachtet im Regal. Also haben wir uns auf die Empfehlung eingelassen.
Und bei Aqualin musste ich zunächst tatsächlich überlegen.
Ich wusste gar nicht mehr so richtig, wo das Spiel überhaupt herkam. Natürlich war mir die kleine Schachtel im Regal immer wieder aufgefallen, aber eine konkrete Erinnerung an eine Partie hatte ich nicht mehr. Im Zweifel hätte ich sogar behauptet:
Das haben wir noch gar nicht gespielt.
Offenbar eher ein Problem meines Namensgedächtnisses.
Denn kaum war die Schachtel geöffnet, kamen die Erinnerungen zurück. Vor allem die schönen, schweren Spielsteine kamen mir sofort bekannt vor. Sie wirken fast wie kleine Steine oder Fliesen – vermutlich Acryl beziehungsweise ein ähnlich hochwertiger Kunststoff – und machen haptisch auf jeden Fall einiges her.
Und auch die Spielidee war plötzlich wieder präsent.
Aqualin ist ein kleines, abstraktes Zwei-Personen-Spiel, bei dem beide Spieler auf demselben Spielfeld und sogar mit denselben Steinen spielen – aber vollkommen unterschiedliche Ziele verfolgen.
⚙️ Spielmechanik
Auf jedem Spielstein befinden sich gleich zwei Merkmale:
eine Farbe
und ein Motiv aus der Meereswelt
Der Clou dabei: Ein Spieler versucht, möglichst große Gruppen gleicher Farben zu bilden. Der andere sammelt dagegen möglichst große zusammenhängende Gruppen gleicher Meerestiere beziehungsweise Symbole.
Damit verfolgen beide Spieler auf demselben Spielbrett unterschiedliche Ziele.
In jedem Zug darf zunächst ein bereits ausliegender Stein horizontal oder vertikal verschoben werden. Anschließend wird einer der offen ausliegenden Steine genommen und auf ein freies Feld gelegt.
Immer sechs Steine stehen zur Auswahl. Wird einer davon verwendet, rückt ein neuer nach.
Dadurch gibt es durchaus einen kleinen Glücksfaktor. Viel wichtiger ist aber, was man aus dem vorhandenen Angebot macht.
Denn nahezu jeder Zug verändert gleichzeitig die eigenen Möglichkeiten und die des Gegners.
Vielleicht verschiebe ich einen Stein, um meine eigene Gruppe zu vergrößern. Vielleicht geht es mir aber auch nur darum, Josefs schöne Dreier- oder Vierergruppe auseinanderzureißen.
Und meistens versucht man natürlich beides gleichzeitig.
Das sorgt für erstaunlich viel direkte Interaktion.
Gerade weil kein Stein eindeutig einem Spieler gehört, entstehen ständig kleine Zielkonflikte: Ein für mich hervorragend passender Stein kann gleichzeitig genau das Symbol besitzen, das Josef gerade benötigt.
Oder umgekehrt.
🎨 Farbe oder Form?
Bei uns war schnell geklärt, wer welche Aufgabe übernimmt.
Da Farben bekanntlich nicht unbedingt meine Paradedisziplin sind und Aqualin keinen speziellen Modus für Farbfehlsichtigkeit besitzt, habe ich mich für die Symbole entschieden.
Das passt ohnehin besser zu mir.
Ich sortiere meine Bücher schließlich auch nach Autor, Thema und Inhalt – und nicht nach der Farbe des Buchrückens.
Auch wenn ich eine solche Sortierung innerhalb unserer Familie tatsächlich schon einmal gesehen haben soll.
Theoretisch herrscht bei Aqualin natürlich Chancengleichheit.
Da Josef die Partie allerdings gewonnen hat, möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich festhalten, dass ich grünblind bin.
Man muss Niederlagen schließlich einordnen können.
Josef sieht das naturgemäß etwas anders.
⭐️ Unsere Bewertung ⭐️
Zugänglichkeit: 😄 Hoch – Die Regeln sind schnell erklärt und nach wenigen Zügen vollständig verstanden.
Interaktion: 🤩 Sehr hoch – Fast jeder Zug beeinflusst auch die Pläne des Gegners. Man baut ständig selbst auf und gleichzeitig beim anderen wieder ab.
Spielspaß: 😄 Hoch – Ein schönes kleines Duell mit erstaunlich vielen Entscheidungen.
Wiederspielwert: 😄 Hoch – Durch die zufällige Auswahl der Steine und das gemeinsame Spielfeld entwickelt sich jede Partie etwas anders.
Gestaltung: 😄 Hoch – Die massiven Spielsteine fühlen sich gut an und passen hervorragend zum abstrakten Spielprinzip.
Glücksfaktor: 🙂 Niedrig bis mittel – Welche Steine nachkommen, lässt sich nicht beeinflussen. Da aber immer sechs Steine zur Auswahl stehen, bleibt genügend Raum für eigene Entscheidungen.
💬 Familienmeinung
Hendrik:
„Schönes kleines Zwei-Personen-Spiel. Kaum Regeln, schnell gespielt und trotzdem steht man sich permanent gegenseitig im Weg. Mir hat es nach der langen Pause wieder richtig Spaß gemacht.
Und wegen der Niederlage möchte ich noch einmal ausdrücklich auf meine Farbfehlsichtigkeit hinweisen.“
Josef:
„Mal wieder den Herrn Vater abgezogen. Und die Farben sind unterschiedlich genug – keine Ausreden hier.“
Maja:
„Ach ja, Aqualin. Das würde ich auch gern mal wieder spielen.“
📊 Unsere Partie in Zahlen
Partien für diesen Artikel: 1 Spielzeit: ca. 20 Minuten Sieger: Josef
Wobei diese eine Partie nicht unsere erste Begegnung mit Aqualin war. Das Spiel war früher durchaus häufiger auf dem Tisch – nur offenbar lange genug nicht mehr, dass zumindest ich es gedanklich beinahe als ungespielt einsortiert hätte.
Die App hat ihren ersten Test damit jedenfalls bestanden:
Ein vergessenes Spiel wieder aus dem Regal geholt.
Genau dafür war die neue Filterfunktion gedacht.
❣️ Gesamtbewertung
4 von 5 Meeples
Aqualin erfindet das abstrakte Zwei-Personen-Spiel nicht neu, kombiniert aber einige sehr schöne Ideen.
Besonders gefällt mir, dass beide Spieler dieselben Steine auf demselben Spielfeld benutzen und trotzdem vollkommen unterschiedliche Ziele verfolgen. Dadurch entsteht fast automatisch eine starke Interaktion.
Man arbeitet ständig am eigenen Punktestand und zerstört gleichzeitig die Pläne des anderen.
Dazu kommen eine kurze Spielzeit von rund 20 Minuten und Regeln, die praktisch sofort verstanden sind.
Genau die Art Spiel also, die man am Abend schnell aus dem Regal ziehen kann, ohne erst wieder eine halbe Stunde Regeln zu lesen.
Und offenbar auch genau die Art Spiel, die man nach längerer Pause problemlos vergessen kann – bis man die Schachtel öffnet und sofort wieder weiß, warum sie überhaupt im Regal steht.
Hat Spaß gemacht. Kommt diesmal hoffentlich etwas früher wieder auf den Tisch.
ℹ️ Spielinfos
Name: Aqualin
Autor: Marcello Bertocchi
Grafik: Sophie Rekasowski
Verlag: KOSMOS
Erscheinungsjahr: 2020
Spielart: Abstraktes Zwei-Personen-Spiel / Tile Placement / Set Collection
Spielerzahl: 2 Spieler
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Komplexität bei BoardGameGeek: 1,52 von 5
BGG-Bewertung: 6,94
BGG-Rang: #2430
Mechaniken: Grid Movement, Set Collection, Square Grid, Tile Placement