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SPIEL Essen 2026 – Was sonst noch alles bei uns eingezogen ist

Vier Tage Brettspielmesse, jede Menge spontane Entscheidungen und am Ende deutlich mehr Spiele, Erweiterungen und Zubehör als ursprünglich geplant.

Und plötzlich sind die Taschen voll

In den ersten beiden Teilen unserer SPIEL-Nachberichterstattung haben wir bereits ausführlich über unsere Crowdfunding-Projekte und die zahlreichen Spiele berichtet, die wir in Essen ausprobieren konnten.

Dabei haben wir natürlich auch das eine oder andere Spiel gekauft. Manchmal nach einer ausführlichen Partie, manchmal nach einer kurzen Demonstration und gelegentlich nach einem besonders netten Gespräch mit den Menschen hinter dem Spiel.

Aber das war längst nicht alles.

Schließlich gibt es auf der SPIEL noch eine andere Sorte Neuzugänge: Spiele, die man bereits im Vorfeld auf der Wunschliste hatte. Erweiterungen für alte Bekannte. Titel, über die man irgendwo einen Podcast gehört hat. Oder Spiele, die einfach deshalb mitkommen, weil sie gerade günstig in einer Kiste liegen.

Und dann gibt es natürlich noch die Dinge, die man eigentlich überhaupt nicht kaufen wollte.

Unsere Einkaufsliste ist jedenfalls ordentlich gewachsen. Wobei wir streng genommen nicht alles gekauft haben. Einige Spiele haben wir gewonnen, andere geschenkt bekommen oder als Rezensionsexemplar erhalten.

Aber der Reihe nach.

Große Spiele und neue Geschichten

Braided Skies – ein Spiel und gleich ein ganzes Universum

Braided Skies von Stonemaier Games gehörte zu den Spielen, die ich vor der SPIEL gar nicht auf dem Schirm hatte.

Am Stand ergab sich ein längeres und ausgesprochen interessantes Gespräch mit einem der Künstler, der an der Gestaltung des Spiels beteiligt war.

Dabei ging es nicht nur um das eigentliche Brettspiel, sondern auch um die größere Vision hinter der Spielwelt. Weitere Bücher und Spiele sollen das Universum künftig ergänzen und die Hintergrundgeschichte ausbauen.

Das klang spannend genug, um nicht nur das Spiel, sondern direkt auch das erste Buch mitzunehmen. Dabei handelt es sich um ein Prequel zur eigentlichen Geschichte.

Nun werde ich zunächst etwas lesen und anschließend das Spiel ausprobieren. Ich bin gespannt, wie gut sich die erzählerische Welt und die Spielmechaniken ergänzen.

Cozy Stickerville – ein bisschen Entspannung muss sein

Über Cozy Stickerville hatten wir bereits vor der Messe einiges gehört.

Das Spiel verspricht eine entspannte, kooperative Erfahrung, bei der wir gemeinsam eine kleine Welt entwickeln und diese im Laufe der Partien mit Stickern erweitern.

Eigentlich genau das Gegenteil unserer großen Dungeon-Crawler, Expertenspiele und umfangreichen Kampagnen.

In Computerspielbegriffen würde ich fast von einem Walking Simulator sprechen. Weniger Herausforderung, dafür Atmosphäre, kleine Entscheidungen und eine gemütliche gemeinsame Zeit.

Und genau darauf hatte ich Lust.

Also ist Cozy Stickerville eingezogen. Vielleicht ist es gerade zwischen unseren ganzen großen Projekten eine willkommene Abwechslung.

Der Herr der Ringe – Die Zwei Türme: Das Stichspiel

Auch das kooperative Stichspiel aus der Welt von Der Herr der Ringe bekommt mit Die Zwei Türme eine Fortsetzung.

Nachdem uns der erste Teil mit seinem zugänglichen Spielprinzip und der gelungenen Verbindung von Stichspielmechanik und erzählerischen Aufgaben bereits im letzten Jahr auf der Spiel gefallen hatte, war der zweite Teil für uns eine naheliegende Anschaffung.

Neue Aufgaben und Herausforderungen in Mittelerde können schließlich nicht schaden.

Und da das Spiel deutlich weniger Platz und Zeit benötigt als die meisten unserer großen Abenteuer, stehen die Chancen gut, dass es bald auf den Tisch kommt.

Erweiterungen für Spiele, die wir ohnehin lieben

Ein erheblicher Teil unserer Messekäufe bestand auch in diesem Jahr aus Erweiterungen.

Das ist eigentlich wenig überraschend. Wenn ein Spiel regelmäßig auf dem Tisch landet, sind zusätzliche Charaktere, Karten oder neue Mechaniken schließlich besonders verlockend.

Agent Avenue: Four Seasons – mehr Stoff für Josef und mich

Die Spiele von Nerdlab Games treffen inzwischen ziemlich genau unseren Geschmack.

Gerade Josef und ich spielen Mindbug und Agent Avenue immer wieder gerne. Kurze Partien, einfache Regeln und trotzdem genügend taktische Möglichkeiten, um sich gegenseitig das Leben schwer zu machen.

Mit Agent Avenue: Four Seasons gibt es nun weitere Möglichkeiten für das kleine Katz-und-Maus-Spiel.

Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr bei einer Erweiterung zugeschlagen hatten, war dieser Neuzugang fast schon Pflicht.

Boss Fighters QR – Dschungelfieber

Boss Fighters QR war für uns eine der großen Überraschungen der SPIEL 2025.

Das kooperative Bosskampfspiel hat uns damals so gut gefallen, dass wir die vorhandenen Herausforderungen innerhalb von nicht einmal einer Woche durchgespielt hatten.

Entsprechend war klar, dass die neue Erweiterung Dschungelfieber mit nach Hause kommen würde.

Wir freuen uns auf weitere Gegner, neue Herausforderungen und hoffentlich wieder einige intensive gemeinsame Spielabende.

Light Speed Arena – Laser, Bananen und eine besondere Spielmatte

Light Speed Arena gehörte ebenfalls zu unseren besten Entdeckungen des vergangenen Jahres.

Das ungewöhnliche Echtzeitspiel mit seinen Raumschiffen und Laserstrahlen hat uns sofort begeistert. In diesem Jahr gab es nun einige interessante Ergänzungen.

Besonders gespannt bin ich auf die neue Spielmatte. Mit ihr können Laserstrahlen am Rand des Spielfeldes reflektiert werden und dadurch möglicherweise ganz neue Treffer erzielen.

Das klingt zumindest nach einer interessanten Erweiterung der taktischen Möglichkeiten.

Ob das tatsächlich so viel bringt, werden wir ausprobieren müssen.

Zusätzlich sind einige Promokarten und die Bananen-Erweiterung eingezogen.

Warum ausgerechnet Bananen durch den Weltraum fliegen müssen, erschließt sich mir zwar noch nicht vollständig. Aber nach den bisherigen Erfahrungen mit Light Speed Arena bin ich bereit, mich darauf einzulassen.

Too Many Bones – Laborratten und Riffle

Bei Frosted Games haben wir zwei Ergänzungen für Too Many Bones mitgenommen: Laborratten und Riffle.

Das kooperative Abenteuerspiel mit seinen schweren Pokerchips, individuellen Würfeln und zahlreichen Möglichkeiten zur Charakterentwicklung gefällt uns ausgesprochen gut.

Weitere Inhalte sind deshalb immer willkommen.

Eigentlich hatten wir Frosted Games auch wegen der deutschen Ausgabe von The Elder Scrolls auf unserer Besuchsliste. Die müssen wir allerdings noch etwas länger erwarten.

Immerhin sind wir nicht mit leeren Händen weitergezogen.

Update: Heute man die Versandt-Benachrichtigung (27.10.2026)

Flügelschlag – ein Würfelwurf mit Folgen

Auch bei Feuerland konnte man sein Glück versuchen.

Josef würfelte eine Eins. Eigentlich eine Niete.

Ich hatte gerade noch gesagt, dass er sich ruhig irgendetwas aussuchen könne. Nur bitte nicht … Zu spät.

Da hatte er bereits das Flügelschlag Fan Art Pack entdeckt.

Nun ja, zumindest haben wir damit wieder eine hübsche Ergänzung für ein Spiel, das längst in unserer Sammlung steht.

Terra Mystica und Wer stiehlt mir die Show?

Mit der Terra Mystica Automa Solo Box haben wir außerdem eine weitere Ergänzung für einen großen Klassiker mitgenommen. (Dies gab es bei einer 1 noch dazu am Feuerland Stand)

Und auch Wer stiehlt mir die Show? hat Zuwachs bekommen. Die Buzzer Edition verspricht zusätzliche Möglichkeiten für unsere nächsten Quizrunden.

Beides keine besonders spektakulären Messekäufe, aber nette Ergänzungen für bereits vorhandene Spiele.

Die Queen-Games-Mystery-Bag

Manchmal ist nicht das konkrete Spiel der Kaufgrund, sondern die Überraschung.

Bei Queen Games gab es eine Mystery Bag, die zwei ältere Titel aus dem Verlagsprogramm und ein Spiel aus der Stefan-Feld-City-Collection enthalten sollte.

Das klang nach einer ganz unterhaltsamen Möglichkeit, unsere Sammlung um ein paar Spiele zu erweitern, die wir uns vielleicht nicht selbst ausgesucht hätten.

Also haben wir zugeschlagen. In unserer Tasche landeten schließlich drei Spiele:

Future Energy beschäftigt sich mit dem Ausbau von Energieversorgung und entsprechenden Netzwerken. Wir entwickeln Verbindungen, investieren in neue Möglichkeiten und versuchen, mit unserer Energieversorgung erfolgreich zu wirtschaften.

Helsinki ist ein vergleichsweise zugängliches Legespiel rund um die finnische Hauptstadt. Hier stehen die geschickte Platzierung von Elementen und der Aufbau einer möglichst erfolgreichen Auslage im Mittelpunkt.

Kathmandu gehört zur Stefan-Feld-City-Collection und führt uns nach Nepal. Wir bewegen uns durch die Spielwelt, sammeln Gegenstände und versuchen, unsere Reise möglichst erfolgreich zu gestalten.

Ob wir mit diesen drei Titeln wirklich einen Glücksgriff gemacht haben, wird sich erst zeigen.

Aber schließlich gehört es zum Reiz einer Mystery Bag, dass man vorher nicht genau weiß, was man bekommt.

Wenn die Würfel für neue Spiele sorgen

Nicht alle unsere Neuzugänge mussten wir bezahlen.

Manchmal gehört auf der SPIEL auch einfach eine ordentliche Portion Glück dazu.

Planet Unknown – Maja räumt ab

Bei Strohmann Games konnte Maja ihr Glück versuchen.

Und sie war ziemlich erfolgreich. Eine 19 bei einem Dice 20. Mit ihrem Ergebnis sicherte sie uns den zweiten Preis: Planet Unknown zusammen mit zwei Erweiterungen.

Das Spiel beschäftigt sich mit der Entwicklung eines eigenen Planeten. Mithilfe unterschiedlicher Polyomino-Plättchen gestalten wir unsere Landschaft, erschließen Ressourcen und optimieren unsere Möglichkeiten.

Das klingt nach einem interessanten Legespiel. Wir sind gespannt.

Nun haben wir direkt genügend Material für zahlreiche Partien.

Maja sei Dank.

Tapestry – 27 von 30!

Auch bei Feuerland durfte gewürfelt werden.

Und diesmal hatte ich das Glück auf meiner Seite.

Mit 27 von 30 möglichen Punkten habe ich tatsächlich Tapestry gewonnen.

Das Zivilisationsspiel von Jamey Stegmaier hatte ich (eigentlich Maria) schon länger auf dem Schirm. Wir entwickeln unsere eigene Zivilisation, schreiten auf verschiedenen Entwicklungsleisten voran und versuchen, möglichst erfolgreich zu wirtschaften und zu expandieren.

Ein Spiel, das man wohl mit der Erweiterung testen sollte. Nun steht es bereits in unserem Regal.

Gelungenes Glücksspiel, würde ich sagen.

Exploding Kittens – noch mehr Verrücktheiten

Auch bei Exploding Kittens haben wir unser Glück versucht und gleich mehrere Spiele gewonnen, nachedem wir fleißig Stempel gesammelt haben.

Danger Danger, Hand-to-Hand Wombat und Happy Salmon sind auf diese Weise bei uns eingezogen.

Was uns dabei im Einzelnen erwartet, weiß ich noch nicht so genau.

Aber wer die Spiele des Verlags kennt, dürfte ahnen, in welche Richtung das Ganze gehen könnte. Ich rechne jedenfalls mit reichlich Unsinn.

Dazu kommt noch ein gewonnenes UNO Stack Pack. Auch das werden wir irgendwann ausprobieren.

Katzen, Explosionen und winzige Schachteln

Bei Exploding Kittens blieb es allerdings nicht nur bei den Gewinnen.

Mit Exploding Kittens: Fluch & Segen haben wir uns auch eine neue Variante des bekannten Kartenspiels gekauft.

Schon das ursprüngliche Exploding Kittens und die NSFW-Variante hatten uns mit ihrem absurden Humor und den gemeinen Aktionen gut unterhalten.

Deshalb bin ich gespannt, welche neuen Gemeinheiten sich die Entwickler diesmal ausgedacht haben.

Außerdem gab es das bekannte Grundspiel noch in einer Mini-Ausgabe.

Und wenn ich Mini sage, meine ich wirklich mini.

Die Schachtel ist kaum größer als eine Streichholzschachtel. Damit dürfte das Spiel künftig auch unterwegs problemlos Platz finden.

Ob man es unbedingt braucht? Vermutlich nicht.

Aber irgendwie ist es schon witzig.

Die Grabbelkisten der SPIEL

Es gibt auf der Messe natürlich nicht nur große Neuheitenstände und aufwendig präsentierte Spiele.

Manchmal sind gerade die Grabbelkisten besonders interessant.

Bei Frosted Games haben wir gleich mehrere kleine Entdeckungen gemacht.

Lucktails – der Entenhintern war schuld

Bei Lucktails kann ich den Kaufgrund ziemlich einfach erklären.

Ich habe keine Ahnung, ob das Spiel besonders gut ist.

Aber auf der Schachtel ist ein Entenhintern zu sehen.

Und irgendwie musste der mit.

Mehr gibt es dazu eigentlich noch nicht zu sagen.

War of the 3 Sanchos

Auch War of the 3 Sanchos stammt aus einer solchen Restekiste.

Ein kleines taktisches Spiel, das wir bislang noch nicht ausprobiert haben.

Vielleicht erwartet uns hier eine schöne Überraschung. Vielleicht auch nicht.

Der Preis war jedenfalls niedrig genug, um das Risiko einzugehen.

KartenReich – ein Geschenk für Josef

Mit KartenReich gab es außerdem noch ein kleines Geschenk.

Maria hat das Solo-Kartenspiel für sein Patenkind Josef entdeckt und für gerade einmal einen Euro mitgenommen.

Wir werden sehen, wie ihm das Spiel gefällt.

Thron der Lügen

Thron der Lügen gehört ebenfalls zu den spontanen Anschaffungen.

Ich hatte vor der Messe davon gehört, konnte es vor Ort aber leider nicht ausprobieren.

Das Spiel klang interessant, der Preis war günstig und am Ende hat die Neugier gewonnen.

Manchmal reicht das eben schon.

Für die nächste Reise ist ebenfalls gesorgt

Eine Tradition, die sich bei uns inzwischen über viele Jahre entwickelt hat, sind Rätselspiele im Urlaub.

Gerade wenn wir in Jugendherbergen übernachten, landen regelmäßig Exit– oder Unlock!-Spiele auf dem Tisch.

Deshalb haben wir uns mit Unlock! Short Adventures: Der Pfad des Katana direkt schon einmal für die nächste Reise ausgestattet.

Die kürzeren Abenteuer eignen sich hervorragend, um zwischendurch gemeinsam zu rätseln, ohne gleich einen ganzen Abend verplanen zu müssen.

Damit wäre also auch dieser Programmpunkt für den nächsten Urlaub vorbereitet.

Ein Rezensionsexemplar: Amfibido

Einen besonderen Platz unter unseren Messemitbringseln nimmt Amfibido: A Dojo Duel ein.

Bereits vor der SPIEL hatte uns Ron Cadier von Roca Games angeschrieben und gefragt, ob wir Interesse hätten, sein Spiel kennenzulernen und darüber zu berichten.

Am Samstagmorgen konnten wir uns am Stand treffen und einen ersten Eindruck gewinnen.

Amfibido ist ein taktisches Kartenduell für zwei Personen. Wir stellen unsere Kämpfer zusammen, kombinieren unterschiedliche Fähigkeiten und versuchen, in mehreren Dojos die Oberhand zu gewinnen.

Ron hat uns freundlicherweise ein Rezensionsexemplar überlassen.

Der erste Eindruck macht neugierig. Bevor wir uns allerdings ein Urteil erlauben, möchten wir natürlich noch einige ausführliche Partien spielen.

Eine eigene Rezension ist deshalb bereits vorgesehen.

Und nun? Ab an den Spieltisch!

Wenn ich mir unsere Neuzugänge nach vier Tagen SPIEL ansehe, muss ich schon ein wenig schmunzeln.

Wir hatten uns hervorragend vorbereitet. Die Hügelzelter-App war mit Crowdfunding-Projekten gefüllt, wir hatten Wunschlisten erstellt, Podcasts gehört und zahlreiche interessante Spiele vorgemerkt.

Und am Ende? Sind wir nicht nur mit den geplanten Titeln, sondern auch mit Mystery Bags, gewonnenen Spielen, spontanen Grabbelkistenfunden, Erweiterungen und reichlich neuen Ideen nach Hause gefahren.

Manches davon stand seit Monaten auf unserer Wunschliste. Andere Spiele hätten wir ohne die Messe vermutlich niemals entdeckt.

Gerade das macht für mich einen großen Teil der Faszination aus.

Vier Tage waren wir gemeinsam unterwegs. Haben gespielt, gelacht, Menschen kennengelernt und unser Hobby genossen. Als Familie, mit unserem Freund Maria und bei zahlreichen Begegnungen mit anderen Brettspielbegeisterten.

Die vielen neuen Spiele sind dabei eigentlich nur ein Teil dessen, was wir von der SPIEL mitgenommen haben. Allerdings ein ziemlich großer Teil.

Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wann wir das alles spielen wollen.

Zum Glück haben wir dafür ja unsere Hügelzelter-App. Und die darf in den kommenden Wochen gerne wieder etwas häufiger entscheiden, was als Nächstes auf den Tisch kommt.

Nach der SPIEL ist schließlich vor dem nächsten Spieleabend.

Ich packe meinen Berlingo… und nehme 30 Brettspiele mit

Es gibt Menschen, die überlegen vor dem Urlaub zuerst, welche Kleidung sie einpacken.

Bei mir läuft das etwas anders.

Die erste Frage lautet jedes Jahr: Welche Brettspiele müssen mit?

Meine Frau Anne behauptet mittlerweile, ich würde dabei etwas übertreiben (also nicht nur bei den Brettspielen). Ich sehe das naturgemäß völlig anders. Schließlich weiß man nie, worauf man nach einem langen Urlaubstag Lust hat. Ein schnelles Kartenspiel? Einen anspruchsvollen Kennerspielabend? Oder vielleicht doch eine große Kampagne?

Und außerdem: Dieses Jahr ist der Neo sogar zuhause geblieben. Das ist doch schon fast Minimalismus.


Der Berlingo als Spielemobil

Wer unseren Reiseberichten schon länger folgt, kennt die Tradition.

Im Berlingo wird zuerst die obere Kofferraumablage mit Brettspielen gefüllt. Dort sind sie jederzeit griffbereit und lassen sich schnell hervorholen.

Normalerweise verschwinden zusätzlich noch einige kleine Schachteln unter den Vordersitzen. Dieses Jahr hat das allerdings längst nicht gereicht.

Also wanderte zusätzlich eine komplette Klappkiste voller Spiele ins Auto.

Werden wir wirklich alle Spiele spielen? Vermutlich nicht.

Werden wir es versuchen? Auf jeden Fall.

Genau das gehört inzwischen irgendwie zu unseren Urlauben dazu.


Brettspiele sind nur ein Teil des Urlaubs

Auch wenn der Kofferraum etwas anderes vermuten lässt: Wir verbringen den Urlaub natürlich nicht ausschließlich am Spieltisch.

In der Dachbox und im restlichen Auto befinden sich außerdem unter anderem:

  • Tischtennisschläger
  • Frisbee
  • Taucherflossen
  • Schnorchelausrüstung
  • Boulderschuhe
  • diverses Camping- und Freizeitmaterial.

Gebouldert haben wir inzwischen bereits zweimal und auch das Tauchen beziehungsweise Schnorcheln wird in den kommenden Tagen sicherlich noch eine größere Rolle spielen. Nach zwei Tagen SUP fragen wir uns außerdem gerade: Wieviele SUP könnte man noch ins Auto bekommen?

Die Brettspiele übernehmen dann den gemütlichen Teil des Tages.


Technik darf ebenfalls nicht fehlen

Ganz ohne Technik fahren wir ebenfalls nicht los.

Mit dabei sind dieses Jahr:

  • Steam Deck
  • Nintendo Switch 2
  • Apple Vision Pro
  • Surface
  • iPad Pro
  • Kindle
  • fünf oder sechs Romane.

Besonders spannend entwickelt sich dabei für mich inzwischen die Apple Vision Pro.

Während längerer Autofahrten kann ich als Beifahrer Filme schauen, Bilder sortieren, Rezensionen schreiben oder mit Tastatur und Trackpad insbesondere produktiv arbeiten. Gerade für längere Reisen ist das deutlich angenehmer geworden, als ich ursprünglich erwartet hätte.

Dazu wird es nach dem Urlaub sicherlich noch einen eigenen Erfahrungsbericht geben.

Das Surface begleitet mich dagegen hauptsächlich für die Redaktion der Spielwiese der Hügelzelter, für ein wenig Arbeit und aktuell natürlich auch für die Gründung unseres Gaming & E-Sport Vereins.


Auch das Hobby fährt mit

Wie schon im vergangenen Jahr befinden sich außerdem wieder Miniaturen und Farben im Gepäck.

Die Farben reisen selbstverständlich gut gekühlt in einer Kühltasche.

Vielleicht ergibt sich irgendwo zwischen Campingplatz, Ferienwohnung und Terrasse wieder die Gelegenheit, ein paar Figuren zu bemalen.

Schließlich gehört für mich zum Brettspielhobby längst nicht mehr nur das Spielen selbst.


Was bisher auf den Tisch kam

Eine Woche Urlaub liegt inzwischen hinter uns. Erstaunlich viele Spiele haben wir bereits geschafft.

Und bei fast jedem davon gab es einen guten Grund, warum es unbedingt mitfahren musste.


Dune: Imperium

Eigentlich sollte unsere Rezension zu Dune: Imperium bereits online sein.

Unsere erste Partie in der Runde der Redaktion fand tatsächlich erst hier im Urlaub statt. Der Artikel ist inzwischen fast fertig geschrieben, allerdings möchten wir vor der Veröffentlichung noch mindestens eine weitere Partie spielen. Zum einen, um unsere Eindrücke zu bestätigen, zum anderen fehlen uns schlicht noch ein paar schöne Fotos.

Der Bericht wird deshalb vermutlich kurz nach diesem Urlaubsartikel erscheinen.

Schon jetzt können wir aber verraten: Das Spiel hat unsere Erwartungen definitiv erfüllt. Erneut!


Rebirth

Nach unserer ausführlichen Rezension musste Rebirth natürlich ebenfalls mit auf Reisen.

Das Spiel gehört inzwischen zu unseren liebsten Kennerspielen. Die Regeln sind schnell erklärt, trotzdem steckt jede Menge taktische Tiefe darin. Gerade an ruhigen Urlaubsabenden funktioniert Rebirth deshalb hervorragend.


Agent Avenue

Ein Spiel, das deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient.

Die Mischung aus Bluffen, Einschätzen des Gegners und cleverem Timing macht jede Partie spannend. Außerdem passt die kleine Schachtel problemlos noch irgendwo zwischen die großen Kartons.


Confusing Lands

Confusing Lands war ebenfalls schnell eingepackt.

Die Regeln sind in wenigen Minuten erklärt, trotzdem beginnt das Gehirn schon nach kurzer Zeit zu rauchen. Genau solche Spiele lieben wir im Urlaub.


Mindbug

Mindbug gehört inzwischen ebenfalls zu den festen Begleitern unserer Reisen.

Wenige Karten, kurze Spielzeit und trotzdem fühlt sich jede Partie komplett anders an. Besonders schön: Dieses Mal durfte zusätzlich auch Mindbug: King of Tokyo mit ins Gepäck.

Was in den nächsten Tagen noch auf den Tisch soll

Der Urlaub ist allerdings noch lange nicht vorbei. Gut neun Tage (in Ferienwohnungen) liegen noch vor uns und entsprechend lang ist auch die Liste der Spiele, die wir unbedingt noch spielen möchten.

Witchbound

Ganz oben auf meiner persönlichen Liste steht Witchbound.

Die Situation ist inzwischen fast schon etwas kurios. Nachdem ich vorher lange darauf gewartet habe, endlich meine Hände an das Spiel zu legen, bin ich immer noch nicht dazu gekommen. Maja hat das Spiel bereits komplett durchgespielt und wartet nun geduldig darauf, dass ich endlich nachziehe. Erst dann können wir gemeinsam unsere Eindrücke zusammentragen und den Artikel veröffentlichen.

Eigentlich ist genau dafür Urlaub da: endlich einmal genügend Zeit, um ein umfangreicheres Spiel in Ruhe kennenzulernen.


Deep Regrets

Auf Deep Regrets freue ich mich mindestens genauso sehr.

Das Spiel ist bei uns erst kurz vor dem Urlaub angekommen. Eigentlich hätte es schon deutlich früher im Regal stehen sollen. Ich hatte allerdings den Fehler gemacht, die Bestellung gemeinsam mit einigen Titeln aufzugeben, die erst deutlich später erschienen sind. Dadurch musste das gesamte Paket warten.

Umso größer war die Freude, als es schließlich doch noch rechtzeitig vor unserer Abreise ankam.

Bevor wir loslegen, möchte ich allerdings erst einmal in Ruhe die Regeln lesen und das Spiel vorbereiten. Genau dafür bieten sich entspannte Urlaubstage hervorragend an.

Vielleicht wird Deep Regrets sogar die Überraschung dieser Reise.


Keep the Heroes Out

Auch Keep the Heroes Out musste selbstverständlich wieder mit.

Eigentlich müsste inzwischen längst die Boss-Battles-Erweiterung auf den Tisch kommen. Die liegt nämlich schon seit einer gefühlten Ewigkeit bei uns im Regal.

Das Problem ist allerdings nicht die Erweiterung.

Wir sind schlicht noch immer nicht mit dem Grundspiel fertig.

Warum? Weil wir uns konsequent weigern, auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad zu spielen.

Das sorgt regelmäßig dafür, dass die Helden uns ordentlich einheizen. Frustig wird das erstaunlicherweise trotzdem nie. Im Gegenteil, gerade dieser Anspruch sorgt dafür, dass wir immer wieder eine neue Partie starten möchten.


Zug um Zug – Legenden des Westens

Auch Zug um Zug – Legenden des Westens durfte erneut mitfahren.

Die Legacy-Kampagne haben wir längst abgeschlossen und unsere Rezension ist ebenfalls bereits erschienen.

Viele Legacy-Spiele verschwinden nach der Kampagne dauerhaft im Regal.

Nicht dieses.

Denn genau das hat uns an Legenden des Westens so begeistert. Am Ende der Kampagne verschwindet das Spiel nicht im Schrank, sondern entwickelt sich zu einem vollwertigen Zug-um-Zug-Spiel, das wir auch Monate später noch unglaublich gerne auf den Tisch bringen.

Gerade deshalb durfte die große Schachtel erneut mit in den Urlaub. Auch ohne neue Umschläge oder Überraschungen macht das fertige Spiel einfach richtig viel Spaß.


DOG

Natürlich musste auch DOG wieder mitfahren.

Eigentlich besitzen wir inzwischen mehrere Varianten. Agent DOG, Black DOG und sogar die kleine Reiseversion stehen ebenfalls im Regal.

Mitgenommen wurde trotzdem das Original.

Nicht die platzsparende Reiseausgabe mit drei Figuren pro Spieler, sondern ganz bewusst die große Box.

Irgendwie spielt sich DOG mit vier Figuren pro Spieler einfach genau so, wie es sein soll.

Außerdem bietet die große Schachtel noch einen weiteren Vorteil.

Zwischen den Einsätzen verstecken sich bei uns nämlich gleich mehrere andere Spiele.


Skull Queen, Slice and Dice und Doppelkopf reisen gleich mit

In unserer DOG-Schachtel wohnen inzwischen nicht nur die Originalfiguren.

Dort haben außerdem Skull Queen, Slice and Dice und sogar ein Doppelkopfblatt ihren festen Platz gefunden.

Die Box ist einfach groß genug und spart dadurch erstaunlich viel Platz im Auto.


Die Frühstücksspiele

Während Maja und ich morgens durchaus noch etwas länger schlafen, sieht der Rest der Familie das etwas anders.

Anne und Josef sitzen häufig schon mit einer ersten Partie am Frühstückstisch.

Genau deshalb dürfen einige kleine Spiele bei keinem Urlaub fehlen.

Allen voran:

  • Qwixx
  • Qwinto
  • Noch mal! Noch mal so gut!

Gerade Noch mal! Noch mal so gut! begleitet uns inzwischen schon länger.

Die Partien dauern nur wenige Minuten und trotzdem entsteht erstaunlich schnell ein kleiner Wettkampf darum, wer den besseren Start in den Tag erwischt.


Terraforming Mars fährt zwar nicht mit…

… zumindest nicht als ganz großes Brettspiel.

Die riesige Schachtel mit allen Erweiterungen hätte dann vielleicht doch irgendwann den verfügbaren Platz gesprengt.

Ganz verzichten müssen wir auf den Mars allerdings trotzdem nicht.

Für „kleinere“ Runden liegt deshalb Terraforming Mars: Ares Expedition nich tmeh im Regal zuhause.


Pen & Paper darf natürlich ebenfalls nicht fehlen

Ganz ohne Das Schwarze Auge wäre ein Urlaub inzwischen offenbar ebenfalls unvollständig.

Diesmal hat Maja gleich mehrere Regelwerke eingepackt.

Eine komplette Pen-&-Paper-Runde steht zwar nicht auf dem Programm, aber sie möchte in den Ferien einmal in meine DSA-Runde hineinschnuppern.

Dafür entsteht gerade ihr eigener Held.

Ich bin ehrlich gespannt, was sie sich am Ende zusammenbaut.

Vielleicht ist das ja der Beginn einer neuen Mitspielerin in unserer langjährigen Runde.


Vielleicht schaffen sie es auch noch auf den Tisch

Ein paar Spiele warten außerdem noch geduldig in der Klappkiste.

  • Sea Salt & Paper
  • Skyjo
  • DNUP

Vielleicht kommen sie noch auf dem Campingplatz zum Einsatz.

Oder später während unserer letzten Stationen der Reise.

Besonders gute Chancen rechne ich allerdings unserem Exit-Spiel aus.

In der Jugendherberge in Würzburg dürfte sich dafür hoffentlich ein ruhiger Abend finden.

Urlaub bedeutet mehr als nur Brettspiele

Natürlich werden wir in den kommenden Tagen nicht ausschließlich am Spieltisch sitzen.

Wir werden tauchen und schnorcheln gehen, weiter klettern, Städte erkunden, am Strand liegen und sicherlich noch die ein oder andere spontane Idee umsetzen.

Genau diese Mischung macht unsere Urlaube aus.

Brettspiele sind für uns kein Selbstzweck. Sie gehören einfach genauso selbstverständlich dazu wie das gemeinsame Frühstück, ein Sprung ins Wasser oder ein gemütlicher Abend auf der Terrasse.

Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum jedes Jahr wieder so viele Schachteln den Weg ins Auto finden.


Ein kleiner Blick hinter die Kulissen

Vielleicht ist euch beim Lesen aufgefallen, dass wir gar nicht jedes Spiel rezensieren, sobald wir es gekauft haben.

Das hat einen einfachen Grund.

Viele Spiele begleiten uns zunächst über mehrere Wochen oder sogar Monate. Erst wenn wir das Gefühl haben, wirklich etwas dazu sagen zu können, entsteht daraus ein Artikel auf der Spielwiese der Hügelzelter.

Genau deshalb entstehen manche Rezensionen auch erst im Urlaub.

Hier bleibt endlich einmal genügend Zeit, mehrere Partien zu spielen, Fotos zu machen und Eindrücke zu sammeln.

So wird beispielsweise unser Artikel zu Dune: Imperium erst nach diesem Reisebericht erscheinen. Und auch Witchbound sowie Deep Regrets stehen bereits auf unserer To-do-Liste.

Der Urlaub ist für uns deshalb nicht nur Erholung.

Er ist gleichzeitig die produktivste Zeit des Jahres für unsere kleine Brettspielredaktion.


Was eigentlich nie fehlen darf

Bei all den Spielen, Büchern und technischen Geräten könnte man fast vergessen, dass wir eigentlich ganz unterschiedliche Hobbys haben.

Deshalb fahren neben den Brettspielen eben auch Boulderschuhe, Taucherflossen, Tischtennisschläger und Frisbee mit.

Und natürlich reichlich Lesestoff.

Manchmal verbringen wir einen ganzen Nachmittag draußen.

Manchmal sitzen wir bis spät in die Nacht über einem Brettspiel.

Und manchmal wird aus einem geplanten Spieleabend doch einfach nur ein langer Abend auf dem Balkon.

Genau diese Mischung macht Urlaub für uns aus.


Fazit

Meine Frau Anne hätte vermutlich lieber die Wanderschuhe eingepackt.

Am besten zusammen mit unserem Hund Juli, der ausgedehnte Wanderungen deutlich mehr zu schätzen weiß als der Rest der Familie.

In diesem Sommerurlaub haben wir uns allerdings bewusst für einen anderen Schwerpunkt entschieden.

Viel Wasser, Bouldern, Städte entdecken und natürlich jede Menge Brettspiele passten einfach besser zu unseren Plänen. Deshalb verbringt Juli diese Reise bestens versorgt bei seinen Großeltern.

Das ist allerdings keineswegs die Regel. Allein in diesem Jahr war Juli bereits zweimal mit uns unterwegs und spätestens im Herbst- oder Osterurlaub gehört er wieder ganz selbstverständlich zur Reisegruppe.

Die Wanderschuhe durften dieses Mal trotzdem zuhause bleiben.

Dafür sind die Boulderschuhe mitgefahren. Denn ganz ehrlich …

Wer will schon wandern, wenn man stattdessen klettern, tauchen, schwimmen oder gemeinsam Brettspiele spielen kann?

Natürlich werden wir auch dieses Jahr längst nicht alles schaffen, was wir eingepackt haben.

Aber genau das gehört inzwischen irgendwie dazu.

Lieber ein Spiel zu viel im Auto als genau das eine zuhause lassen, auf das man plötzlich Lust bekommt.

Und falls ihr euch jetzt fragt, ob Anne vielleicht doch recht hat und ich mit meinem Gepäck ein wenig übertreibe …

… dann denkt einfach daran:

Ich habe den Neo dieses Jahr sogar zuhause gelassen.

Das nenne ich echte Selbstbeherrschung.