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SPIEL Essen 2026 – Vier Tage, viele Spiele und einige Überraschungen

Von Concordia über Generals of Kaladan bis Pictures: Was wir auf der SPIEL ausprobiert haben, welche Spiele uns begeistern konnten und was schließlich mit nach Hause durfte.

Vier Tage und jede Menge Spielzeit

Vier Tage SPIEL Essen. Das bedeutet nicht nur unzählige Schritte durch die Messehallen, volle Gänge und jede Menge Neuheiten, sondern vor allem die Gelegenheit, Spiele auszuprobieren.

Und genau das haben wir ausgiebig getan.

Während wir uns in unserem ersten Rückblick mit den Crowdfunding-Projekten und Verlagsbesuchen beschäftigt haben, soll es diesmal um die eigentlichen Spielerlebnisse gehen.

Am Donnerstag waren Maja, Josef und ich unterwegs. Freitag und Samstag verstärkte Maria unsere Runde, bevor am Sonntag auch Anne dazukam und wir als komplette Hügelzelter-Familie die letzten Stunden auf der Messe verbrachten.

Dabei haben wir uns keineswegs nur an unsere ursprünglichen Wunschlisten gehalten. Natürlich gab es Spiele, die wir unbedingt ausprobieren wollten. Aber mindestens genauso häufig führte uns ein freier Tisch zu einem Titel, den wir vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatten.

Und manchmal sind gerade das die schönsten Entdeckungen.

Donnerstag – Ein Klassiker, ein paar Überraschungen und die ersten Einkäufe

Concordia: Mare Nostrum – eine vollständige Partie mit Mac Gerdts

Gleich am ersten Messetag ergab sich eine Gelegenheit, die uns besonders gut gefallen hat.

Concordia ist schließlich bereits 2013 erschienen. Trotzdem hatten wir es bislang noch nie gespielt. Nun saßen wir auf der SPIEL am Tisch, und das Spiel wurde uns von Mac Gerdts persönlich vorgestellt und erklärt.

Gemeinsam mit Philipp, der ebenfalls Interesse hatte, spielten wir eine vollständige Partie auf der neuen Karte Mare Nostrum.

Und ja, eine vollständige Partie auf der SPIEL funktioniert durchaus!

Man hört gelegentlich, dass man auf einer Messe möglichst viele Spiele kurz anspielen sollte. Wir sehen das etwas anders. Gerade bei einem anspruchsvolleren Strategiespiel braucht es manchmal ein wenig Zeit, bis die Mechaniken ineinandergreifen und man wirklich erkennt, warum es Spaß macht.

Concordia hat uns mit seinem kartenbasierten Aktionssystem, dem Ausbau von Handelswegen und dem wirtschaftlichen Wettstreit jedenfalls überzeugt.

Und nicht zuletzt war es eine schöne gemeinsame Runde mit einem zuvor völlig unbekannten Mitspieler.Brettspiele sind eben auch ein soziales Medium.

Unser Fazit: Concordia und die Erweiterung sind eingezogen. Dass ich die Special Edition bereits im Crowdfunding unterstützt hatte, fiel mir leider erst später beim Eintragen in unsere App auf. Nun ja, doppelt hält besser.

Check Mates – klein, schnell und genau richtig für zwischendurch

Mit Check Mates landeten wir bei einem deutlich kleineren Spiel.

Wir haben uns die Regeln direkt vor Ort selbst erarbeitet und anschließend gespielt. Das Spiel ist schnell erklärt, braucht nicht viel Platz und dauert gerade einmal rund 15 Minuten.

Uns hat es gut gefallen. Kein Spiel, für das man einen ganzen Abend reserviert, aber genau die Art von Titel, die man zwischendurch immer wieder hervorholen kann.

Unser Fazit: Eingezogen.

Vroom – Brumm, brumm!

Von Vroom hatte ich schon im Vorfeld in einem Podcast gehört. Die Idee klang etwas albern, aber durchaus unterhaltsam.

Wir bewegen kleine Autos um Hindernisse und erzeugen dabei selbst die passenden Motorengeräusche. Überzeugt haben uns die „Legacy“ Elemente.

Das macht erstaunlich viel Spaß, solange man bereit ist, sich auf den Unsinn einzulassen.

Noch am selben Abend haben wir das Spiel bei meiner Schwester und ihrer Familie erneut ausgepackt. Auch dort kam es gut an.

Ob Vroom langfristig regelmäßig auf unserem Spieltisch landen wird, bleibt abzuwarten. Aber als kurzer Absacker ist es eine schöne Idee.

Unser Fazit: Eingezogen. Auf die weiteren Varianten in der Schachtel sind wir gespannt.

Compress – Nullen, Einsen und ein wenig Informatik

Ein Spiel mit Nullen und Einsen?

Da werde ich als Wirtschaftsmathematiker natürlich neugierig.

Compress reduziert seine Karten auf die beiden Ziffern des Binärsystems. Spielerisch erinnert das Ganze an „Ich packe meinen Koffer“, nur eben in einer etwas anderen, „mathematisch“ angehauchten Variante. (Falls Fragen aufkommen: Mathematisch, weil man sich das ganze über Zahlenfolgen gut merken kann)

Die Idee ist simpel, ungewöhnlich und hat uns gefallen.

Unser Fazit:

01010101 01101110 01110011 01100101
01110010 00100000 01000110 01100001
01111010 01101001 01110100 00111010
00100000 01000101 01101001 01101110
01100111 01100101 01111010 01101111
01100111 01100101 01101110 00101110.

Rätselboxen und alte Bekannte

Daneben haben wir uns bei iDventure und Puzzle Potato einige Rätselboxen angesehen und ausprobiert.

Uns dreien gefallen solche Knobeleien grundsätzlich sehr gut. Allerdings finde ich die Boxen teilweise recht teuer, wenn man berücksichtigt, dass sie in der Regel nur einmal gelöst werden können.

Interessanterweise haben beide Anbieter bereits gemeinsam eine Kickstarter-Kampagne durchgeführt. Einige ihrer Rätselwürfel stehen deshalb ohnehin schon bei uns zu Hause.

Für mich sind solche Rätselboxen allerdings nicht unbedingt klassische Brettspiele.

Außerdem haben Maja und Josef noch einmal Paco Ŝako angespielt, das bereits vor einigen Jahren bei uns eingezogen war.

Auch für solche kurzen Wiederbegegnungen ist auf der SPIEL immer wieder Zeit.

Freitag – Kooperative Abenteuer und ein langer Spieleabend

Mit Maria waren wir am Freitag zu viert unterwegs. Und damit boten sich noch einmal andere Möglichkeiten, insbesondere für kooperative Spiele und längere Partien.

Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft

Bereits 2025 war Das Schicksal der Gemeinschaft auf der SPIEL ein großes Thema. Damals hatten wir allerdings keine Gelegenheit gefunden, das Spiel auszuprobieren. In diesem Jahr ergab sich die Chance.

Das kooperative Spiel von Matt Leacock überträgt Grundideen aus Pandemic in die Welt von Der Herr der Ringe. Gemeinsam versuchen wir, die Gemeinschaft zu unterstützen, Bedrohungen abzuwehren und unsere jeweiligen Aufgaben zu erfüllen.

Wir konnten einen Teil der Partie anspielen, aber der erste Eindruck war ausgesprochen positiv.

Die Atmosphäre passt, die Mechaniken greifen gut ineinander und die bekannte Geschichte funktioniert als Grundlage für ein kooperatives Brettspiel.

Unser Fazit: Der Hype aus dem vergangenen Jahr erscheint uns durchaus gerechtfertigt. Das Spiel war sogar schon am Donnerstag bei uns eingezogen. Jetzt müssen wir nur noch die vollständige Partie nachholen.

Professor Boom – erst getestet, dann verschenkt

Ein weiterer Titel auf unserer Liste war Professor Boom von Reiner Knizia.

Knizia hat inzwischen so viele Spiele entwickelt, dass selbst bei Wer stiehlt mir die Show? seine Veröffentlichungszahl schon als Quizfrage taugt.

Professor Boom sah nett aus, und wir wollten das Spiel gerne als Dankeschön für unsere Neffen mitbringen, bei denen wir während der Messe übernachten durften.

Aber selbstverständlich sollte vor dem Verschenken noch ein Test stattfinden.

Der verlief gut genug, dass wir das Spiel mitgenommen haben.

Unser Fazit: Am Donnerstag eingezogen und am Samstag bereits wieder ausgezogen. Unsere Neffen haben sich hoffentlich darüber gefreut.

Confusing Lands – Josef auf Rekordjagd

Confusing Lands kannten wir bereits ausführlich.

Board Game Circus hatte uns das Spiel freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, und wir haben es seitdem häufig gespielt. Auch nach Veröffentlichung unserer Rezension landete es immer wieder auf dem Tisch, vor allem bei Maja und Josef.

Auf der SPIEL gab es nun einen Wettbewerb zum Spiel. Eine Gelegenheit, die sich die beiden natürlich nicht entgehen ließen.

Und was soll ich sagen? Josef steht seit Freitag mit seinem Ergebnis auf Platz eins der Wertungsliste. Und am Sonntagnachmittag stand er dort noch immer.

Vor unserem Einsatz

Ich bin gespannt, ob überhaupt noch jemand an dieses Ergebnis herangekommen ist. 64 Punkte sind nahe am theroetischen Maximum.

Yut Nori – ein Blick in die koreanische Spielkultur

Bei Queensell konnten wir Yut Nori ausprobieren, ein traditionelles koreanisches Spiel. Spielerisch fühlten wir uns stark an Mensch ärgere dich nicht erinnert. Wir haben zu viert einige Runden gespielt, fanden das Ganze in Ordnung, aber nicht so spannend, dass es unbedingt bei uns einziehen musste.

Interessanter war fast noch das Konzept des Verlags, traditionelle Spiele verschiedener Kulturen im Rahmen eines geplanten Crowdfundings neu zugänglich zu machen. Darunter ist laut Kickstarter Preview auch The Royal Game of Ur sein. Und Mesopotamien ist nun einmal ein Thema, bei dem ich ziemlich schnell hellhörig werde.

Diese Kampagne werde ich deshalb im Auge behalten.

Fateforge – ein Dungeon-Crawler, der vielleicht öfter auf den Tisch kommt

Mit Fateforge: Die Chroniken von Kaan begegnete uns ein kooperativer Dungeon-Crawler, der eigentlich genau in unser Beuteschema fällt.

Monster bekämpfen, Charaktere entwickeln und gemeinsam Abenteuer erleben: Das mögen wir sehr.

Unser Problem ist allerdings bekannt. Wir besitzen längst zahlreiche Kampagnenspiele, von denen einige noch nicht abgeschlossen und andere noch nicht einmal begonnen sind.

Was Fateforge für mich besonders interessant macht, ist die App-Unterstützung.

Normalerweise bin ich kein großer Freund davon, wenn Brettspiele zwingend digitale Unterstützung benötigen. Hier übernimmt die App allerdings einen erheblichen Teil der Verwaltung. Dadurch kann der Fokus stärker auf den Kämpfen und den eigentlichen Entscheidungen liegen.

Weniger Verwaltungsaufwand, kürzere Partien und weniger Materialchaos auf dem Tisch?

Das könnte tatsächlich dafür sorgen, dass wir ein solches Spiel häufiger zwischendurch hervorholen.

Unser Fazit: Die Demopartie hat uns gefallen. Trotzdem habe ich noch drei Tage überlegt, bevor Fateforge am Sonntag schließlich eingezogen ist.

Tempel der Fünf – wenn die Regeln nicht ganz stimmen

Bei Stonemaier Games war gerade ein Tisch frei. Eigentlich wollte ich etwas anderes ausprobieren. Aber ein freier Tisch und ein Spiel mit einer Pyramide sind schon eine verlockende Kombination.

Also setzten wir uns zu Tempel der Fünf. (Vorsicht Dad Joke: Auch wenn wir nur zu viert waren)

Leider stellte sich heraus, dass uns die Regeln nicht vollständig korrekt erklärt worden waren. Dadurch entwickelte sich eine Mechanik in unserer Partie deutlich anders, als sie eigentlich vorgesehen war. Das hat unseren Eindruck natürlich beeinflusst.

Aber auch mit diesem Wissen blieb am Ende das Gefühl, dass uns das Spiel nicht ausreichend begeistert hatte.

Unser Fazit: In Ordnung, aber nicht eingezogen.

Freitagabend – Board Game Theory und noch mehr Spiele

Nach einem langen Messetag hätte man eigentlich denken können, dass irgendwann genug gespielt ist.

Aber natürlich hatten wir für Freitagabend noch das Community-Treffen von Board Game Theory im Roll&Dine Bistro eingeplant.

Und dort wurde weitergespielt.

Flip 7: With a Vengeance – noch ein bisschen gemeiner

Flip 7 hatten wir auf der SPIEL 2025 kennengelernt und waren sofort begeistert.

Einfach, schnell und gerade für Gelegenheitsspieler hervorragend geeignet. Entsprechend häufig haben wir es seitdem auch verschenkt.

Mit Flip 7: With a Vengeance bekommt das bekannte Push-your-Luck-Prinzip nun eine weitere Variante. Beim Community-Treffen konnten wir es zusammen mit Timo und Chris ausprobieren.

Und tatsächlich: Das Spiel wird gemeiner.

Während es beim ursprünglichen Flip 7 hauptsächlich darum geht, das eigene Glück herauszufordern, können wir nun auch unsere Mitspieler gezielt ärgern.

Uns hat das Spaß gemacht. Allerdings dürfte die neue Variante nicht in jeder Spielrunde gleich gut ankommen.

Unser Fazit: Eingezogen, vorerst aber nur für uns selbst.

Heat – warum habe ich das eigentlich so lange ignoriert?

Heat war für mich lange ein Spiel, um das ich einen Bogen gemacht habe.

Ein Autorennspiel als Brettspiel? Das erschien mir irgendwie absurd.

Beim Community-Treffen haben wir dann doch eine Runde gespielt, ebenfalls mit Timo und Chris.

Und ich muss zugeben: Ich habe dem Spiel unrecht getan.

Die Kombination aus Handkartenmanagement, Geschwindigkeit und dem Risiko, in den Kurven die Kontrolle zu verlieren, funktioniert erstaunlich gut. Besonders in einer größeren Runde mit bis zu sechs Spielern kann ich mir das richtig unterhaltsam vorstellen.

Unser Fazit: Mein Versprechen: Wenn ich gewinne, dann kaufe ich es … Hätte ich auch gern getan. Bei Asmodee waren allerdings nur Erweiterungen verfügbar. Vielleicht zieht Heat also später noch bei uns ein.

Samstag – Entwicklerkontakte, Miniaturen und ungewöhnliche Ideen

Am Samstag stand unter anderem ein konkreter Termin auf unserem Programm.

Generals of Kaladan – ein Spiel aus Ägypten

Bereits vor der Messe hatte uns Sherif kontaktiert, einer der Entwickler von Generals of Kaladan: Age of Crowns.

Das Spiel wurde in Ägypten entwickelt und produziert. Ein Ansatz, den ich durchaus sympathisch finde, zumal man bei Sherif schnell merkt, wie viel Begeisterung und persönliche Arbeit in diesem Projekt steckt.

Am Freitag hatten wir uns kurz am Stand getroffen und für Samstag um elf Uhr eine Spielrunde vereinbart.

Generals of Kaladan ist ein Fantasy-Skirmish-Spiel, bei dem verschiedene Fraktionen mit ihren Helden und Einheiten auf einem modularen Hexfeld-Schlachtfeld gegeneinander antreten.

Würfel spielen dabei eine wichtige Rolle, während die eigentlichen Regeln vergleichsweise zugänglich bleiben.

Uns hat die Partie gefallen. Ich würde meinen ersten Eindruck irgendwo bei sechs bis sieben von zehn Punkten einordnen.

Josef war dagegen deutlich begeisterter.

Gerade die einfache Zugänglichkeit könnte dafür sorgen, dass er das Spiel auch mit seinen Freunden auf den Tisch bringt. Für gelegentliche Spieler ist das schließlich ein großer Vorteil.

Sherif hatte uns bereits im Vorfeld erzählt, dass rund 80 Prozent der Spieler nach einer Proberunde sein Spiel kaufen würden.

Nun, wir gehören offenbar dazu.

Unser Fazit: Eingezogen. Wir haben das Spiel regulär gekauft und kein angebotenes Rezensionsexemplar angenommen.

Zoology – wer bin ich, nur mit Tieren?

Manchmal beginnt eine Partie damit, dass man einfach vor einem freien Stehtisch stehen bleibt. So war es bei Zoology.

Das Spiel erinnert an klassische „Wer bin ich?“-Konzepte, arbeitet allerdings mit Tieren und ihren unterschiedlichen Eigenschaften.

Über die Einschätzung von Charakteristika versuchen wir, die richtigen Zuordnungen herauszufinden.

Die Idee war nett, das Spiel funktionierte und wir hatten durchaus Spaß. Mehr aber auch nicht. Stimmt nicht ganz: Wir haben Aufkleber bekommen … 🙂

Unser Fazit: In Ordnung, aber nichts für unsere Sammlung.

Whitehall – ein Fall für Scotland Yard?

Während ich bei The Army Painter eine Miniatur bemalte, haben die anderen Whitehall ausprobiert.

Das gehört für mich ebenfalls zu einer Brettspielmesse: Man muss nicht unbedingt jede Partie gemeinsam spielen, wenn sich unterschiedliche Interessen ergeben.

Nach dem, was mir anschließend berichtet wurde, erinnert sehr stark Whitehall an Scotland Yard. Passenderweise spielt das Ganze ebenfalls in London.

Einen ausführlicheren eigenen Eindruck kann ich allerdings nicht liefern, da ich diesmal nicht mitgespielt habe.

Isabella Lucy Bird – plötzlich zum Regelerklärer geworden

Bei Isabella Lucy Bird mussten wir uns zunächst selbst durch die Regeln arbeiten.

Das Roll-and-Write-Spiel war danach durchaus zugänglich, allerdings empfanden wir die Wertung nicht ganz rund. Irgendwie wollte der Funke nicht richtig überspringen.

Lustiger als die eigentliche Partie war schließlich eine Begegnung mit zwei Spielerinnen aus Hamburg am Nachbartisch.

Da wir die Regeln inzwischen verstanden hatten, konnte ich ihnen das Einlesen ersparen und erklärte kurzerhand das Spiel.

Offenbar machte ich meine Sache so überzeugend, dass ich zwischenzeitlich für einen Mitarbeiter des Standes gehalten wurde.

Irgendwann fiel dann allerdings auf, dass ich ebenfalls nur ein gewöhnlicher Messebesucher war.

Unser Fazit: Nicht eingezogen. Eine nette Begegnung war es trotzdem.

Yōtei – Kartoffeln, Japan und Worker-Placement

Yōtei war eines der Spiele, die mich schon vor der Messe interessiert hatten.

Das japanische Setting, die Gestaltung und die Verbindung aus Worker-Placement und Kartenentwicklung hatten meine Neugier geweckt.

Vor Ort wurde uns das Spiel direkt vom Entwickler erklärt.

Und irgendwie ist es schon witzig, wenn man in einem japanischen Setting Kartoffeln als wichtige Ressource nutzt, Karten kauft und versucht, seine eigene Stadt möglichst geschickt bzw. „beautiful“ weiterzuentwickeln.

Das Spiel hat uns jedenfalls gefallen.

Unser Fazit: Eingezogen.

Sonntag – mit Anne durch die Hallen

Am letzten Messetag war auch Anne dabei. Damit waren wir als Hügelzelter-Familie vollständig unterwegs.

Unser Schwerpunkt verschob sich nun etwas stärker zu zugänglichen Spielen, kleineren Titeln und Neuheiten, die man auch ohne lange Regellektüre ausprobieren konnte.

Manila – schön, aber nicht unser Spiel

Mit Manila wollten wir endlich einmal einen Vertreter der Stefan-Feld-City-Collection ausprobieren.

Optisch hat uns das Spiel durchaus gefallen.

Spielerisch konnte es uns allerdings nicht überzeugen. Der Glücksanteil war uns zu hoch, und die Mechaniken trafen nicht wirklich unseren Geschmack.

Schade, aber auch dafür sind Messetests schließlich da.

Unser Fazit: Nicht eingezogen.

Pili Pili – ein kleines Stichspiel

Pili Pili ist ein unkompliziertes Stichspiel, bei dem wir zunächst vorhersagen, wie viele Stiche wir erzielen werden.

Das Grundprinzip erinnert an eine Mischung aus einem klassischen Stichspiel und Wizard. Zusätzliche Regeln sorgen für etwas Abwechslung.

Das Ganze ist schnell erklärt und flott gespielt.

Kein spielerisches Schwergewicht, aber ein netter Kandidat für den Beginn oder das Ende eines Spieleabends.

Unser Fazit: Eingezogen.

Quick Stop – Buchstaben, Kategorien und viel Gelächter

Mit Quick Stop wurde es dann wieder deutlich lebhafter.

Das Partyspiel verbindet Buchstaben mit unterschiedlichen Kategorien. Wir haben gleich drei Varianten ausprobiert, darunter die klassische, eine Party- und eine Weihnachtsversion.

Und wir haben viel gelacht.

Gerade für größere Runden, in denen nicht jeder Lust auf komplexe Regeln hat, sind solche Spiele eine schöne Ergänzung.

Unser Fazit: Eingezogen.

Sonntagsmaler – malen, ohne zu sehen

Ein Spiel mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen Titel.

Sonntagsmaler heißt im Englischen I suck at drawing, wobei der englische Name das Prinzip zumindest etwas besser beschreibt.

Wir müssen Begriffe zeichnen, während die Mitspieler versuchen, unsere Kunstwerke zu erraten. Der entscheidende Haken: Wir sehen nicht, was wir gerade malen.

Das führt natürlich zu reichlich absurden Ergebnissen und entsprechenden Lachern. Wir hatten Spaß, allerdings war uns der spielerische Reiz für eine dauerhafte Anschaffung nicht groß genug.

Unser Fazit: Lustig, aber nicht eingezogen.

Pictures – nach Jahren endlich ausprobiert

Pictures ist bereits 2020 mit dem Spiel-des-Jahres-Preis ausgezeichnet worden.

Trotzdem haben wir es bislang weitgehend ignoriert. Dabei erinnere ich mich noch daran, dass wir uns das Spiel schon 2019 einmal angesehen hatten.

Nun war es endlich so weit. Wir konnten Pictures direkt mit der Erweiterung Violett ausprobieren.

Das Spielprinzip ist ebenso einfach wie ungewöhnlich: Wir stellen Bilder mit unterschiedlichen Materialien nach und hoffen, dass unsere Mitspieler erkennen, welches Motiv gemeint ist.

Die Erweiterung bringt zusätzliche Möglichkeiten und neue Ideen mit.

Uns hat das ausgesprochen gut gefallen. Gerade die Verbindung aus Kreativität, Kommunikation und den völlig unterschiedlichen Materialien macht den Reiz aus.

Unser Fazit: Endlich eingezogen.

Dobble Connect – bekannt und doch etwas anders

Zum Abschluss wurde auch noch Dobble Connect ausprobiert, wobei ich selbst diesmal nicht dabei war.

Das bekannte Prinzip, möglichst schnell übereinstimmende Symbole zu erkennen, wird hier um eine zusätzliche räumliche Komponente ergänzt.

Mehr kann ich aus eigener Erfahrung nicht berichten.

Unser Fazit: Nicht eingezogen.

Vier Tage, viele Spiele – und noch lange nicht alles gesehen

Wenn ich unsere vier Messetage rückblickend betrachte, bin ich vor allem überrascht, wie viel wir tatsächlich spielen konnten.

Natürlich gab es immer wieder volle Tische, lange Schlangen und Spiele, die wir uns gerne angesehen hätten, für die aber schlicht die Zeit fehlte.

Trotzdem haben wir zahlreiche vollständige und kurze Partien erlebt, neue Mechaniken kennengelernt und einige wunderbare Begegnungen gehabt.

Gerade die Partien mit unbekannten Mitspielern, die Erklärungen direkt durch Entwickler und die spontanen Tests an freien Tischen sind etwas, das eine Brettspielmesse für mich besonders macht.

Nicht jedes Spiel hat uns überzeugt. Und das ist auch gut so.

Bei Manila, Zoology oder Tempel der Fünf blieb es beim Ausprobieren. Heat dagegen hat mich positiv überrascht, obwohl ich es jahrelang ignoriert hatte.

Und dann gab es natürlich die Spiele, bei denen wir nach der Partie ziemlich schnell wussten: Das muss mit.

Concordia, Generals of Kaladan, Yōtei, Pictures und einige weitere sind genau auf diese Weise in unsere Sammlung gewandert.

Manchmal reicht eben eine einzige Partie, um aus einer interessanten Neuheit einen neuen Bewohner unseres Spieleregals zu machen.

Damit wäre auch schon der Übergang zum dritten und letzten Teil unserer SPIEL-Nachberichterstattung geschafft.

Denn neben all den Spielen, die wir vor Ort ausprobieren konnten, haben wir natürlich noch einiges mehr mit nach Hause gebracht.

Manches stand schon lange auf unserer Wunschliste, anderes haben wir spontan entdeckt. Und bei einigen Dingen frage ich mich inzwischen selbst, wie sie eigentlich in unsere Taschen gekommen sind.

Aber dazu mehr in unserem nächsten Beitrag: Was sonst noch von der SPIEL Essen 2026 bei uns eingezogen ist.

Ich packe meinen Berlingo… und nehme 30 Brettspiele mit

Es gibt Menschen, die überlegen vor dem Urlaub zuerst, welche Kleidung sie einpacken.

Bei mir läuft das etwas anders.

Die erste Frage lautet jedes Jahr: Welche Brettspiele müssen mit?

Meine Frau Anne behauptet mittlerweile, ich würde dabei etwas übertreiben (also nicht nur bei den Brettspielen). Ich sehe das naturgemäß völlig anders. Schließlich weiß man nie, worauf man nach einem langen Urlaubstag Lust hat. Ein schnelles Kartenspiel? Einen anspruchsvollen Kennerspielabend? Oder vielleicht doch eine große Kampagne?

Und außerdem: Dieses Jahr ist der Neo sogar zuhause geblieben. Das ist doch schon fast Minimalismus.


Der Berlingo als Spielemobil

Wer unseren Reiseberichten schon länger folgt, kennt die Tradition.

Im Berlingo wird zuerst die obere Kofferraumablage mit Brettspielen gefüllt. Dort sind sie jederzeit griffbereit und lassen sich schnell hervorholen.

Normalerweise verschwinden zusätzlich noch einige kleine Schachteln unter den Vordersitzen. Dieses Jahr hat das allerdings längst nicht gereicht.

Also wanderte zusätzlich eine komplette Klappkiste voller Spiele ins Auto.

Werden wir wirklich alle Spiele spielen? Vermutlich nicht.

Werden wir es versuchen? Auf jeden Fall.

Genau das gehört inzwischen irgendwie zu unseren Urlauben dazu.


Brettspiele sind nur ein Teil des Urlaubs

Auch wenn der Kofferraum etwas anderes vermuten lässt: Wir verbringen den Urlaub natürlich nicht ausschließlich am Spieltisch.

In der Dachbox und im restlichen Auto befinden sich außerdem unter anderem:

  • Tischtennisschläger
  • Frisbee
  • Taucherflossen
  • Schnorchelausrüstung
  • Boulderschuhe
  • diverses Camping- und Freizeitmaterial.

Gebouldert haben wir inzwischen bereits zweimal und auch das Tauchen beziehungsweise Schnorcheln wird in den kommenden Tagen sicherlich noch eine größere Rolle spielen. Nach zwei Tagen SUP fragen wir uns außerdem gerade: Wieviele SUP könnte man noch ins Auto bekommen?

Die Brettspiele übernehmen dann den gemütlichen Teil des Tages.


Technik darf ebenfalls nicht fehlen

Ganz ohne Technik fahren wir ebenfalls nicht los.

Mit dabei sind dieses Jahr:

  • Steam Deck
  • Nintendo Switch 2
  • Apple Vision Pro
  • Surface
  • iPad Pro
  • Kindle
  • fünf oder sechs Romane.

Besonders spannend entwickelt sich dabei für mich inzwischen die Apple Vision Pro.

Während längerer Autofahrten kann ich als Beifahrer Filme schauen, Bilder sortieren, Rezensionen schreiben oder mit Tastatur und Trackpad insbesondere produktiv arbeiten. Gerade für längere Reisen ist das deutlich angenehmer geworden, als ich ursprünglich erwartet hätte.

Dazu wird es nach dem Urlaub sicherlich noch einen eigenen Erfahrungsbericht geben.

Das Surface begleitet mich dagegen hauptsächlich für die Redaktion der Spielwiese der Hügelzelter, für ein wenig Arbeit und aktuell natürlich auch für die Gründung unseres Gaming & E-Sport Vereins.


Auch das Hobby fährt mit

Wie schon im vergangenen Jahr befinden sich außerdem wieder Miniaturen und Farben im Gepäck.

Die Farben reisen selbstverständlich gut gekühlt in einer Kühltasche.

Vielleicht ergibt sich irgendwo zwischen Campingplatz, Ferienwohnung und Terrasse wieder die Gelegenheit, ein paar Figuren zu bemalen.

Schließlich gehört für mich zum Brettspielhobby längst nicht mehr nur das Spielen selbst.


Was bisher auf den Tisch kam

Eine Woche Urlaub liegt inzwischen hinter uns. Erstaunlich viele Spiele haben wir bereits geschafft.

Und bei fast jedem davon gab es einen guten Grund, warum es unbedingt mitfahren musste.


Dune: Imperium

Eigentlich sollte unsere Rezension zu Dune: Imperium bereits online sein.

Unsere erste Partie in der Runde der Redaktion fand tatsächlich erst hier im Urlaub statt. Der Artikel ist inzwischen fast fertig geschrieben, allerdings möchten wir vor der Veröffentlichung noch mindestens eine weitere Partie spielen. Zum einen, um unsere Eindrücke zu bestätigen, zum anderen fehlen uns schlicht noch ein paar schöne Fotos.

Der Bericht wird deshalb vermutlich kurz nach diesem Urlaubsartikel erscheinen.

Schon jetzt können wir aber verraten: Das Spiel hat unsere Erwartungen definitiv erfüllt. Erneut!


Rebirth

Nach unserer ausführlichen Rezension musste Rebirth natürlich ebenfalls mit auf Reisen.

Das Spiel gehört inzwischen zu unseren liebsten Kennerspielen. Die Regeln sind schnell erklärt, trotzdem steckt jede Menge taktische Tiefe darin. Gerade an ruhigen Urlaubsabenden funktioniert Rebirth deshalb hervorragend.


Agent Avenue

Ein Spiel, das deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient.

Die Mischung aus Bluffen, Einschätzen des Gegners und cleverem Timing macht jede Partie spannend. Außerdem passt die kleine Schachtel problemlos noch irgendwo zwischen die großen Kartons.


Confusing Lands

Confusing Lands war ebenfalls schnell eingepackt.

Die Regeln sind in wenigen Minuten erklärt, trotzdem beginnt das Gehirn schon nach kurzer Zeit zu rauchen. Genau solche Spiele lieben wir im Urlaub.


Mindbug

Mindbug gehört inzwischen ebenfalls zu den festen Begleitern unserer Reisen.

Wenige Karten, kurze Spielzeit und trotzdem fühlt sich jede Partie komplett anders an. Besonders schön: Dieses Mal durfte zusätzlich auch Mindbug: King of Tokyo mit ins Gepäck.

Was in den nächsten Tagen noch auf den Tisch soll

Der Urlaub ist allerdings noch lange nicht vorbei. Gut neun Tage (in Ferienwohnungen) liegen noch vor uns und entsprechend lang ist auch die Liste der Spiele, die wir unbedingt noch spielen möchten.

Witchbound

Ganz oben auf meiner persönlichen Liste steht Witchbound.

Die Situation ist inzwischen fast schon etwas kurios. Nachdem ich vorher lange darauf gewartet habe, endlich meine Hände an das Spiel zu legen, bin ich immer noch nicht dazu gekommen. Maja hat das Spiel bereits komplett durchgespielt und wartet nun geduldig darauf, dass ich endlich nachziehe. Erst dann können wir gemeinsam unsere Eindrücke zusammentragen und den Artikel veröffentlichen.

Eigentlich ist genau dafür Urlaub da: endlich einmal genügend Zeit, um ein umfangreicheres Spiel in Ruhe kennenzulernen.


Deep Regrets

Auf Deep Regrets freue ich mich mindestens genauso sehr.

Das Spiel ist bei uns erst kurz vor dem Urlaub angekommen. Eigentlich hätte es schon deutlich früher im Regal stehen sollen. Ich hatte allerdings den Fehler gemacht, die Bestellung gemeinsam mit einigen Titeln aufzugeben, die erst deutlich später erschienen sind. Dadurch musste das gesamte Paket warten.

Umso größer war die Freude, als es schließlich doch noch rechtzeitig vor unserer Abreise ankam.

Bevor wir loslegen, möchte ich allerdings erst einmal in Ruhe die Regeln lesen und das Spiel vorbereiten. Genau dafür bieten sich entspannte Urlaubstage hervorragend an.

Vielleicht wird Deep Regrets sogar die Überraschung dieser Reise.


Keep the Heroes Out

Auch Keep the Heroes Out musste selbstverständlich wieder mit.

Eigentlich müsste inzwischen längst die Boss-Battles-Erweiterung auf den Tisch kommen. Die liegt nämlich schon seit einer gefühlten Ewigkeit bei uns im Regal.

Das Problem ist allerdings nicht die Erweiterung.

Wir sind schlicht noch immer nicht mit dem Grundspiel fertig.

Warum? Weil wir uns konsequent weigern, auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad zu spielen.

Das sorgt regelmäßig dafür, dass die Helden uns ordentlich einheizen. Frustig wird das erstaunlicherweise trotzdem nie. Im Gegenteil, gerade dieser Anspruch sorgt dafür, dass wir immer wieder eine neue Partie starten möchten.


Zug um Zug – Legenden des Westens

Auch Zug um Zug – Legenden des Westens durfte erneut mitfahren.

Die Legacy-Kampagne haben wir längst abgeschlossen und unsere Rezension ist ebenfalls bereits erschienen.

Viele Legacy-Spiele verschwinden nach der Kampagne dauerhaft im Regal.

Nicht dieses.

Denn genau das hat uns an Legenden des Westens so begeistert. Am Ende der Kampagne verschwindet das Spiel nicht im Schrank, sondern entwickelt sich zu einem vollwertigen Zug-um-Zug-Spiel, das wir auch Monate später noch unglaublich gerne auf den Tisch bringen.

Gerade deshalb durfte die große Schachtel erneut mit in den Urlaub. Auch ohne neue Umschläge oder Überraschungen macht das fertige Spiel einfach richtig viel Spaß.


DOG

Natürlich musste auch DOG wieder mitfahren.

Eigentlich besitzen wir inzwischen mehrere Varianten. Agent DOG, Black DOG und sogar die kleine Reiseversion stehen ebenfalls im Regal.

Mitgenommen wurde trotzdem das Original.

Nicht die platzsparende Reiseausgabe mit drei Figuren pro Spieler, sondern ganz bewusst die große Box.

Irgendwie spielt sich DOG mit vier Figuren pro Spieler einfach genau so, wie es sein soll.

Außerdem bietet die große Schachtel noch einen weiteren Vorteil.

Zwischen den Einsätzen verstecken sich bei uns nämlich gleich mehrere andere Spiele.


Skull Queen, Slice and Dice und Doppelkopf reisen gleich mit

In unserer DOG-Schachtel wohnen inzwischen nicht nur die Originalfiguren.

Dort haben außerdem Skull Queen, Slice and Dice und sogar ein Doppelkopfblatt ihren festen Platz gefunden.

Die Box ist einfach groß genug und spart dadurch erstaunlich viel Platz im Auto.


Die Frühstücksspiele

Während Maja und ich morgens durchaus noch etwas länger schlafen, sieht der Rest der Familie das etwas anders.

Anne und Josef sitzen häufig schon mit einer ersten Partie am Frühstückstisch.

Genau deshalb dürfen einige kleine Spiele bei keinem Urlaub fehlen.

Allen voran:

  • Qwixx
  • Qwinto
  • Noch mal! Noch mal so gut!

Gerade Noch mal! Noch mal so gut! begleitet uns inzwischen schon länger.

Die Partien dauern nur wenige Minuten und trotzdem entsteht erstaunlich schnell ein kleiner Wettkampf darum, wer den besseren Start in den Tag erwischt.


Terraforming Mars fährt zwar nicht mit…

… zumindest nicht als ganz großes Brettspiel.

Die riesige Schachtel mit allen Erweiterungen hätte dann vielleicht doch irgendwann den verfügbaren Platz gesprengt.

Ganz verzichten müssen wir auf den Mars allerdings trotzdem nicht.

Für „kleinere“ Runden liegt deshalb Terraforming Mars: Ares Expedition nich tmeh im Regal zuhause.


Pen & Paper darf natürlich ebenfalls nicht fehlen

Ganz ohne Das Schwarze Auge wäre ein Urlaub inzwischen offenbar ebenfalls unvollständig.

Diesmal hat Maja gleich mehrere Regelwerke eingepackt.

Eine komplette Pen-&-Paper-Runde steht zwar nicht auf dem Programm, aber sie möchte in den Ferien einmal in meine DSA-Runde hineinschnuppern.

Dafür entsteht gerade ihr eigener Held.

Ich bin ehrlich gespannt, was sie sich am Ende zusammenbaut.

Vielleicht ist das ja der Beginn einer neuen Mitspielerin in unserer langjährigen Runde.


Vielleicht schaffen sie es auch noch auf den Tisch

Ein paar Spiele warten außerdem noch geduldig in der Klappkiste.

  • Sea Salt & Paper
  • Skyjo
  • DNUP

Vielleicht kommen sie noch auf dem Campingplatz zum Einsatz.

Oder später während unserer letzten Stationen der Reise.

Besonders gute Chancen rechne ich allerdings unserem Exit-Spiel aus.

In der Jugendherberge in Würzburg dürfte sich dafür hoffentlich ein ruhiger Abend finden.

Urlaub bedeutet mehr als nur Brettspiele

Natürlich werden wir in den kommenden Tagen nicht ausschließlich am Spieltisch sitzen.

Wir werden tauchen und schnorcheln gehen, weiter klettern, Städte erkunden, am Strand liegen und sicherlich noch die ein oder andere spontane Idee umsetzen.

Genau diese Mischung macht unsere Urlaube aus.

Brettspiele sind für uns kein Selbstzweck. Sie gehören einfach genauso selbstverständlich dazu wie das gemeinsame Frühstück, ein Sprung ins Wasser oder ein gemütlicher Abend auf der Terrasse.

Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum jedes Jahr wieder so viele Schachteln den Weg ins Auto finden.


Ein kleiner Blick hinter die Kulissen

Vielleicht ist euch beim Lesen aufgefallen, dass wir gar nicht jedes Spiel rezensieren, sobald wir es gekauft haben.

Das hat einen einfachen Grund.

Viele Spiele begleiten uns zunächst über mehrere Wochen oder sogar Monate. Erst wenn wir das Gefühl haben, wirklich etwas dazu sagen zu können, entsteht daraus ein Artikel auf der Spielwiese der Hügelzelter.

Genau deshalb entstehen manche Rezensionen auch erst im Urlaub.

Hier bleibt endlich einmal genügend Zeit, mehrere Partien zu spielen, Fotos zu machen und Eindrücke zu sammeln.

So wird beispielsweise unser Artikel zu Dune: Imperium erst nach diesem Reisebericht erscheinen. Und auch Witchbound sowie Deep Regrets stehen bereits auf unserer To-do-Liste.

Der Urlaub ist für uns deshalb nicht nur Erholung.

Er ist gleichzeitig die produktivste Zeit des Jahres für unsere kleine Brettspielredaktion.


Was eigentlich nie fehlen darf

Bei all den Spielen, Büchern und technischen Geräten könnte man fast vergessen, dass wir eigentlich ganz unterschiedliche Hobbys haben.

Deshalb fahren neben den Brettspielen eben auch Boulderschuhe, Taucherflossen, Tischtennisschläger und Frisbee mit.

Und natürlich reichlich Lesestoff.

Manchmal verbringen wir einen ganzen Nachmittag draußen.

Manchmal sitzen wir bis spät in die Nacht über einem Brettspiel.

Und manchmal wird aus einem geplanten Spieleabend doch einfach nur ein langer Abend auf dem Balkon.

Genau diese Mischung macht Urlaub für uns aus.


Fazit

Meine Frau Anne hätte vermutlich lieber die Wanderschuhe eingepackt.

Am besten zusammen mit unserem Hund Juli, der ausgedehnte Wanderungen deutlich mehr zu schätzen weiß als der Rest der Familie.

In diesem Sommerurlaub haben wir uns allerdings bewusst für einen anderen Schwerpunkt entschieden.

Viel Wasser, Bouldern, Städte entdecken und natürlich jede Menge Brettspiele passten einfach besser zu unseren Plänen. Deshalb verbringt Juli diese Reise bestens versorgt bei seinen Großeltern.

Das ist allerdings keineswegs die Regel. Allein in diesem Jahr war Juli bereits zweimal mit uns unterwegs und spätestens im Herbst- oder Osterurlaub gehört er wieder ganz selbstverständlich zur Reisegruppe.

Die Wanderschuhe durften dieses Mal trotzdem zuhause bleiben.

Dafür sind die Boulderschuhe mitgefahren. Denn ganz ehrlich …

Wer will schon wandern, wenn man stattdessen klettern, tauchen, schwimmen oder gemeinsam Brettspiele spielen kann?

Natürlich werden wir auch dieses Jahr längst nicht alles schaffen, was wir eingepackt haben.

Aber genau das gehört inzwischen irgendwie dazu.

Lieber ein Spiel zu viel im Auto als genau das eine zuhause lassen, auf das man plötzlich Lust bekommt.

Und falls ihr euch jetzt fragt, ob Anne vielleicht doch recht hat und ich mit meinem Gepäck ein wenig übertreibe …

… dann denkt einfach daran:

Ich habe den Neo dieses Jahr sogar zuhause gelassen.

Das nenne ich echte Selbstbeherrschung.